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Genehmigung und Vorbereitung Von der Planung bis zum Material


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Alt 30.08.2010, 12:45   #1 (permalink)
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Standard Anzeige, Bohrtiefe, Bohrdurchmesser

habe schon ein bißchen im Forum gestöbert, aber als Anfänger habe ich noch einige offene Fragen:

1.) lt. zuständigen Umweltamt braucht man in Sachsen keine Genehmigung (bei unter 2000m³ jährlicher Entnahme), sollte aber trotzdem anzeigen.
Der Bearbeiter sah keine Probleme und würde (angeblich) eine Zustimmung senden, sogar kostenlos.
Einige Nachbarn haben schon einen Brunnen bzw. eine Bohrung (zum Teil noch aus alten DDR-Zeiten), nicht alle haben das angezeigt, rieten zum Teil sogar davon ab...wenn der Brunnen registriert würde, könnte das in Zukunft Gebühren etc. kosten und ggf. weitere Unannehmlichkeiten auf einen zukommen.
Andererseits könnte es aber sein, daß ab 2011 einem Brunnen gar nicht mehr zugestimmt wird. Deswegen dachte ich, eine Anzeige könnte nicht schaden? Welche Vor/Nachteile könnten sich aus der Anzeige noch ergeben?
2.) Bohrtiefe. Laut Nachbarn findet man das Grundwasser bei uns zwischen
6 und 8 Meter Tiefe. Die gebohrt haben, meinten, daß es nicht schaden könnte, in Anbetracht des geringen Durchmessers 20-22 Meter tief zu gehen, sonst sei die Bohrung gleich wieder leer und man müsse warten bis wieder Wasser nachläuft? Kann der Pegel nicht bei großer Trockenheit oder hoher Wasserentnahme durch Nachbarn etc. nicht absinken? Wäre schlecht, wenn genau dann das Wasser versiegen würde. Also lieber doch ein paar Meter mehr? Was meinen die Profis?
Das man plötzlich einen nicht versiegenden Springbrunnen im Garten hat, kann sicher nicht passieren? Sonst hätte es bei den Nachbarn sicher auch schon etwas hochgedrückt...hatte nachts nämlich mal einen solchen Alptraum. Bitte nicht lachen ;-)
3.) Rohrdurchmesser: eine andere Meinung besagte, daß bei einem 2-Zoll-Rohr schon genügend Wasser nachlaufen würde, so viel könne man gar nicht abpumpen. Wenn die Pumpe 24h Wasser fördert, sei die Tiefe ausreichend? Nun lese ich hier aber von 120-150mm-Rohren - da entspräche 5-6 Zoll! Was stimmt denn nun? Es sollen nur ca. 800 qm Garten bewässert werden.

Viele Grüße
Mustermann
Mustermann ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 30.08.2010, 13:05   #2 (permalink)
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Hallo,
also deine Nachbarn haben vermutlich einen Schlagbrunnen. Ein Verzinkes Stahlrohr im Boden, unten dran ein Filter, fertig.
Rammbrunnen ? Wikipedia

Wenn Du schon bohrst, solltest Du gleich einen Bohrbrunnen erstellen.
Bohrbrunnen ? Wikipedia

Letzterer sollte mehr Leistung abgeben und auch länger halten, aber kostet halt auch etwas mehr.

mfg
Thomas Pfaffinger
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Thunderboldt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2010, 13:10   #3 (permalink)
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Hallo Mustermann

Wie du das mit dem genehmigen machst muss man dir selbst überlassen. Wir dürfen und wollen hier nichts gegen Bestimmungen, oder sonstige Anordnungen sagen, schreiben.
Hier bei uns muss ein Brunnen auch gemeldet werden. Ist er gemeldet kommen ab und an Leute vorbei und machen einen Kontrollgang, ob man nicht Brunnenwasser für sein Haus verwendet.

Was deine Fragen zum Brunnen direkt angeht würde ich dir vorschlagen einen Bohrbrunnen anzulegen. Mit blauen Brunnenrohren und Filterrohren. Wie diese angelegt, oder erstellt werden kannst du hier im Forum in vielen Beiträgen nachlesen. Die Brunnen welche bei deinen Nachbarn im Einsatz sind sollten Rammbrunnen sein mit normalen Wasserrohren gebaut wurden.
Wenn das Grundwasser eh bei 6 oder 8 Meter erst steht ist es besser auf einen Bohrbrunnen zu gehen. Bei den Tiefen kann die Wassersäule abreisen und du bekommst halt kein Wasser und musst warten bis es wieder angestiegen ist.
Also bohren bis zum Grundwasser und dann noch 4 bis 5 Meter tiefer gehen, dann 4, oder 4,5" Brunnenrohre einsetzen und mit einer Rohrpumpe arbeiten.
Wenn weitere Fragen bestehen zur Technik einfach fragen.
__________________
Gruß Fellnase
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Alt 30.08.2010, 13:10   #4 (permalink)
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Thomas war mal wieder schneller
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Gruß Fellnase
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Alt 30.08.2010, 16:56   #5 (permalink)
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vielen Dank für die vielen Antworten :-)

Na aus DDR-Zeiten kann der Brunnen nicht stammen, damals war dort nur Feld. Das Haus wurde erst nach der Wende gebaut. Was würde denn im schlimmsten Fall passieren, wenn einen ein böser Nachbar anzeigt?

Es gibt aber nicht nur böse Nachbarn, sondern auch einen, der die Gerätschaften zum Brunnenbohren rumliegen hat und mir die leihweise überlassen würde, ggf. auch Mithilfe beim gemeinsamen Bier....

Also würde das 2-Zoll-Rohr ggf. auch reichen? Dann werde ich das mal angehen. Mir schien es etwas wenig, deswegen wollte ich sicherheitshalber noch eine andere Meinung einholen.
Bin auch froh, daß ich voraussichtlich nicht so tief gehen muß. Könnte man im Notfall die vorhandene Bohrung später bei Wasserknappheit nachträglich noch etwas tiefer bohren? Oder geht das nicht mehr, wenn einmal alles fertig ist?

Viele Grüße
Mustermann
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Alt 18.09.2010, 23:41   #6 (permalink)
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vielen Dank (siehe PN). Habe mir das Video angeschaut und den Nachbarn gefragt. Der will in das 2 Zoll-Rohr einen 1 Zoll-Schlauch legen und der Feinsandilter wäre dann oben vor der Pumpe? Dafür hat er noch eine alte Pumpe, die borgt er mir. Die kann dann eine Woche laufen, bis das Wasser sauber ist.
Dann kann ich mir eine neue Pumpe besorgen und anschließen.
Hätte er auch so gemacht und es würde problemlos gehen...
Was meint Ihr dazu?
Mustermann ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 19.09.2010, 22:38   #7 (permalink)
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ja, wollte ich so machen, zumindest hatte ich den Nachbarn so verstanden. Geht das nicht oder gibts da Probleme? Oder kann/ sollte man nach dem Spülen die neue Pumpe direkt ans 2-Zoll-Rohr anstecken?
Mustermann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.09.2010, 20:48   #8 (permalink)
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Der Nachbar meinte, das 2-Zoll-Rohr ist fein genug und hat tausende kleine Bohrungen. Damit läuft genug nach, mehr als die Pumpe nach oben schafft. Und falls nicht, geht man noch 1-2m tiefer.
Am Wochenende haben wir es dann versucht, in 6m Tiefe kam nasser Sand und wir freuten uns schon, doch dann kam Lehm und schließlich Steine (kein Felsen)! Waren so 5-7cm große Kieselsteine!
Sand und Erde blieben im ca. 15-20cm dicken Erdbohrer hängen und konnte nach oben gezogen werden, doch die meisten Steine blieben unten. So ging es dann nicht weiter
Schöner Mist. Was nun? Noch einer eine Idee? Mal hinter dem Haus versuchen, ob es da besser ist? Oder kann man die Steine irgendwie absaugen. Die scheinen auch immer wieder nachzurutschen...
Mustermann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.09.2010, 23:54   #9 (permalink)
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Es gibt da viele Möglichkeiten was zu tun.
Einen Steinefänger basteln, größer bohren,....
Du musst halt dir was einfallen lassen.
Vielleicht auch mal direkte Hilfe annehmen.
Aus dem trockenen heraus ist nicht viel zu sagen.
__________________
Gruß Fellnase
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Alt 29.09.2010, 13:36   #10 (permalink)
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Lächeln

Hallo Mustermann,
hier in einem Münchner Vorort habe ich vor kurzem einen Brunnen erstellen lassen. (Firma Florian Bachmann in Lenggries - bitte selbst googeln :-) ) Das Bohrgerät musste 80 cm breit sein um in meinen Garten reinfahren zu können !!

Die Kosten sind bei ca. 7.000,-- € gerlegen und ich hatte keinerlei Stress :-) Nach 2 Tagen plus noch ein Tag für den Installateur :-)
Und alles war dann fertig.

Es amortisiert sich mein Brunnen binnen ca. 8 Jahren :-)
für ein 1.000 m² Grundstück mit einem EFH von 9 x 12 m. Der Rest ist Garten: Bäume Pflanzen Rasen. :-)

Der Brunnen wurde ca. 1,5 m vom Haus entfernt gebohrt, die Wasserleitung von der Pumpe wurde in den Keller gelegt, dort mit "Presscontrol" dann über Rohrleitung wieder nach aussen auf 2 Wasserhähne verrohrt.

Der Druck ist sehr sehr gut auf beide gleichzeitig spritzenden Schläuche !!

Ich denke, so wie die Photovoltaik auf dem Dach, so ist ein Brunnen DIE
Sache um A U T A R K zu werden.

Brunnen ist nur Meldepflichtig. Seht in der jeweiligen Landes-Bauordnung und das Wasserwirtschaftsamt gibt gerne Auskünfte. Mldeformulare gibts evt. auch im Internet. Jedenfalls in Bayern :-)

Gruß
Guruji
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