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Brunnenbau Bohrbrunnen Erfahrungen und Probleme im Brunnen-bau Bohrbrunnen

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Alt 10.10.2010, 21:46   #1 (permalink)
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Standard Schichtenwasser?

Hallo zusammen,



da unser Garten keinen Wasseranschluss hat, habe ich mich dazu entschlossen einen Brunnen zu bohren Leider habe ich über die Tiefe des Grundwassers keine Ahnung (bis auf die Aussage eines Brunnenbohrers, der meinte, dass mindestens 20 Meter gebohrt werden müssen). Hab so erst mal nur den Brunnenbohrer mit 170mm Durchmesser und 8 Meter Gestänge bestellt, da ich alle Teile kaufen muss und leider niemanden kenne der mir was leihen kann, bzw. schon mal selber einer Brunnen gebohrt hat.
Gestern dann frohen Mutes gestartet und mit dem Bohren angefangen: Erst normaler Mutterboden, dann mehr Lehm. Klappte auch erst mal ganz gut und kam zügig auf ca. 5m Tiefe. Ab da stand Wasser in der Bohrung. Danach wurde es beschwerlicher, da anscheinend mehrere Tonschichten(sah aus, wie grauer Lehm und war relativ fest) kamen. Bei dem ganzen Tiefengewinn blieb das Wasser auf ca. 5m stehen(2Meter Wassersäule). Ab 7 Metern wurde der Lehm von etwas Sand durchsetzt. Leider fing das Loch dann bei 5 Metern mit Schlamm vollzulaufen. Auch durch mehrmaliges ansetzen des Bohrers wird der Schlamm nicht weniger, wie es aussieht hat sich an der Stelle ein kleiner Hohlraum gebildet, an dessen Kanten der Bohrer schon mal fest hing. Beim rausziehen des Bohrers hat man das Gefühl unter dem Bohrer einen Unterdruck zu erzeugen.
Jetzt zu meinen Fragen:
  • Das was in dem Loch steht, ist das Schichtenwasser, oder schon eher Grundwasser?
  • Wie am Besten weitermachen: Schutzrohr rein (DN 150) und weiter plunschen, oder besser noch einen kleineren Bohrer bestellen und im Rohr bohren? (will möglichst unnötige Kosten vermeiden)
  • Lohnt es sich überhaupt weiterzumachen, da bei der Tiefe noch kein richtiger Sand/Kies in Sicht?
  • Kennt jemand vielleicht die Grundwassertiefe im Bereich Witten?
snicks ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.10.2010, 23:15   #2 (permalink)
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Benutzerbild von Fellnase
 
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Hallo

Zitat:
Kennt jemand vielleicht die Grundwassertiefe im Bereich Witten?
Nein, ich leider nicht aber vielleicht sonst wer.

Zitat:
Das was in dem Loch steht, ist das Schichtenwasser, oder schon eher Grundwasser?
Aus der Ferne kann man das nicht sagen und ohne Kenntnisse der Situation vor Ort auch nicht. Es kann beides sein.

Zitat:
Wie am Besten weitermachen: Schutzrohr rein (DN 150) und weiter plunschen, oder besser noch einen kleineren Bohrer bestellen und im Rohr bohren? (will möglichst unnötige Kosten vermeiden)
Den Schlamm bekommst du nicht mit einem Bohrer gefördert, der läuft direkt wieder von der Schnecke. Nehme an das du keinen Plunscher, oder Kiesbüchse hast. Versuche dir mal einen kleinen Behälter zu bauen 80er KG Rohr mit Deckel ( kostet nicht viel), so 30 cm Stück, das verbindest du mit dem Bohrgestänge und versuchst mal das Loch von dem flüssigen Inhalt zu befreien. Sonst geht es nicht weiter.


Zitat:
Lohnt es sich überhaupt weiterzumachen, da bei der Tiefe noch kein richtiger Sand/Kies in Sicht?
Das weiß keiner ob es sich lohnt. Du kannst schon in einem Meter tiefer auf eine Wasser führende Schicht kommen. Versuchen solltest du es schon.


Das was du als Unterdruck spürst ist das Wasser, oder der Schlamm der am Bohrer vorbei muss damit du selbigen wieder aus dem Loch bekommst.

Vielleicht kennst du jemanden der mit einer Saugpumpe, Puhlauto, Kanalreiniger, dir die Suppe da heraus sauen kann.
__________________
Gruß Fellnase
Wasser sucht sich immer seinen Weg
Fellnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.10.2010, 23:29   #3 (permalink)
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Hallo Fellnase und danke für die Antworten.

Der Schlamm der im Loch steht ist so dick/zähflüssig, dass wir ihn auch mit dem Bohrer fördern können, die Spindel ist immer voll. Es sieht aber so aus, als würde er direkt wieder nachfließen, so dass wir nicht tiefer kommen(heute bestimmt 5 mal versucht und keinen Tiefengewinn, der Bohrer läßt sich gut 1 - 1,5 Meter in den Schlamm drücken.
Das komische ist, das wir bereits 2 Meter tiefer waren, bevor der Schlamm kam.
snicks ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2010, 20:41   #4 (permalink)
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Hallo snicks!

Du bist im Ton!

Der quillt zusammen mit Wasser auf. (wie Hefe)

Stelle ein größeres Rohr ein, ohne Löcher/ Schlitze und drücke dieses in den Schlamm.

Dann mußt Du das Wasser rausholen, anschließend holst Du noch den Schlamm raus.

Wenn der raus ist kannst Du den Ton Rausschälen,(mit Deinem Bohrer).
Das ist zwar auch mühsam aber Du kommst vorwärts und der trockene Ton geht leicht vom Bohrer ab.
Nicht so wie der klebesch....

Du mußt aber aufpassen, wenn Du durch bist und Wasser von unten kommt passiert dasselbe wieder, der Ton mag kein Wasser.

Ich würde deshalb versuchen das Rohr mit durch den Ton zu nehmen und als verlorenes Bohrrohr drinnen zu lassen, aber bei zwanzig Metern wird das glaube ich nichts.
__________________
Tiefbauer

In der Erde buddeln ist Knochenarbeit!
Tiefbauer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2010, 21:36   #5 (permalink)
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Hallo Tiefbauer,
hatte auch das Gefühl das die Pampe im Loch aufquillt, dachte aber ich würde es mir nur einbilden.
Meinst du, dass das Bohrrohr über 20 Meter nicht geführt werden kann, oder dass auf der Strecke wieder Ton ins Rohr einbricht?
Habe ich den noch ne alternative zu dem Bohrrohr, oder muss da doch der professionelle Brunnenbohrer ran?(100€/m ist schon ne ganze Menge Geld)
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Alt 11.10.2010, 21:53   #6 (permalink)
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Hallo snicks!

Bei meinen ersten hatte ich auch das Problem, jetzt weis ich das ein ordentlicher Grundwasserleiter erst bei 22m ist.
Das wollte ich mir nicht antuen, deshalb habe ich auch aufgehört.

mein erster
__________________
Tiefbauer

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Tiefbauer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2010, 22:17   #7 (permalink)
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Zitat:
Es sieht aber so aus, als würde er direkt wieder nachfließen, so dass wir nicht tiefer kommen(heute bestimmt 5 mal versucht und keinen Tiefengewinn, der Bohrer läßt sich gut 1 - 1,5 Meter in den Schlamm drücken.
Das liegt am Eigendruck der Bodenschicht( GW).
In den Bohrer ein ca. 8mm Loch bohren( unten an der Spitze), dann sollte er sich nicht mehr so fest saugen.
gruss
PM
__________________
Gruß PM
ICQ 613346724 Plunschmeister
Plunschmeister ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2010, 15:25   #8 (permalink)
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Hallo,

wollte mich hier auchmal wieder melden.
Nachdem wir das erste Loch aufgegeben haben, haben wir dieses WE nochmal komplett neu angefangen. Das neue Loch war zwar schwerer zu bohren, scheint aber stabiler zu sein. Wasser steht auch wieder drin (ca. 2m).
Haben es jetzt auf 10m Tiefe geschafft und mangels weiterer Boherverlängerungen erstmal pausiert. Zum Schutz unserer Arbeit haben wir 150er KG Rohr reingestellt. Wenn die Verlängerungen da sind werden wir versuchen dieses wieder aus dem Loch zu bekommen, um mit dem 170er Bohrer weitermachen zu können. Sollte das nicht klappen gehts mit dem mitbestellten 120er Bohrer weiter. Mit den neuen Verlängerungen kommen wir dann auf insgesamt 16m und hoffen, dass das reicht.
snicks ist offline   Mit Zitat antworten
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