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Schlagbrunnen / Rammbrunnen Probleme lösen

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Alt 05.03.2011, 21:32   #1 (permalink)
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Standard Rammbrunnenmaterial Fehlkonstruktion

Hallo forenfreunde,

ich habe heute meinen ersten Rammbrunnen geschlagen hatte ein wenig Wasser auf 5 m aber hauptsächlich Sand, habe dann noch weiter tiefer geschalgen auf 7m. Wolte dann den Brunnen mit der schwengelpumpe testen, um fest zu stellen, dass der Brunnen im Rohr Luft zieht.... Konnte dann mühelos 3m Rohr wieder abdrehen, da sich wohl die Verbindung zur Muffe durch das ständige schlagen und drehen gelöst hatte.
Wäre es nicht sinnvoll, wenn diese Rammbrunnenrohre ohne Muffe, dafür mit gegossener Aufnahme für das nachfolgende Rohr produziert würden, also aus einem Stück gefertigt werden? Die Aufnahme für das Gewinde des nächsten Rohres dürfte auch länger sein, um die Belastung durch das Schlagen besser zu verteilen..... Im Übrigen fehlt den Rohren eine 6 Kant Fassung, um besser einen Schlüssel, oder eine Rohrzange ansetzen zu können, dann lassen sich doch die einzelnen Elemente erst richtig auf Stoß verschrauben. Was meint ihr dazu.... Freue mich auf nachricht und werde morgen mal versuchen 3m Rohr wieder auf das in der Tiefe leigende Gewinde zu schrauben,,,,

Viele Grüpße Visch
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Alt 05.03.2011, 23:10   #2 (permalink)
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Hallo Visch,

ich hatte mir einen Klempner-Pionier ausgeliehen, hier kann man die Rohre gut einspannen. Mit einer "ordentlichen" Rohrzange bekommt man die Muffen und Rohre gut verschraubt.
Es stimmt aber, das die Gewinde zu kurz sind und man die Muffen mitunter auf die Gewinde rauf schmeißen kann.
Kann auch passieren, das die Gewinde am Ende auf stauchen und einfach abbrechen.
Habe damals schon bemängelt, dass das Material minderwertig ist.

gruss
PM

Geändert von Plunschmeister (06.03.2011 um 10:43 Uhr)
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Alt 05.03.2011, 23:12   #3 (permalink)
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Wenn man sich einen Rammbrunnen zulegt sollte man schon wissen wie der Boden beschaffen ist und wo man mit Grundwasser rechnen kann.
Wenn man nicht direkt in groben Sand, oder Kies rammt wäre ein Arbeiten mit Schutzrohren sinnvoll. Dann kann man auch eine Kiesschüttung um den Filter anbringen.

Aber wegen der Materialien, hatte nie Probleme mit den Rammbrunnen.
Hier im Ried sind die Rammbrunnen 7, 9, oder 11 Meter tief im Boden.
Grundwasserstand liegt zwischen 4 und 5 Meter.
Mit Bohrer vorgebohrt, bis zum Grundwasser.
Eine 6 Meter Rohrstange mit Filter in das Loch gestellt und eingerammt für 7 Meter Brunnen.
Beim 9 Meter Brunnen erst der Filter, dann ein 2 Meter Stück, und dann die 6 Meter Stange. so liegen die Verschraubungen immer unter Wasser.
Zum Rammen ist ein Gewicht von den Gewichthebern zum Einsatz gekommen mit 50 KG.
Das Loch im Gewicht ist aufgebohrt worden damit das 5/4" Rohr durch passt, Auf das Rohr ist eine Klemmschelle geschraubt worden, die man dann immer wieder versetzen konnte. 2 Man an das Gewicht, anheben und fallen lassen.
2 Stunden Arbeit.
__________________
Gruß Fellnase
Wasser sucht sich immer seinen Weg
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Alt 06.03.2011, 08:40   #4 (permalink)
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Hallo
Beim einschlagen auf keinen Fall am Rohr drehen,Grundsätzlich Brunnenbaumuffen verwenden sie bestehen aus verzinktem Stahl und nicht aus Guss und nach Möglichkeit nicht mit dem Vorschlaghammer auf die Rohre einschlagen. Die Schlagkraft wird von den Gewindeflanken übertragen und nicht davon das die Rohre auf Stoß zusammen geschraubt werden.An deiner Stelle würde ich alles wieder rausziehen und neu eindichten.
Gruß Rammbrunnen
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Alt 09.03.2011, 09:30   #5 (permalink)
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...danke für die Antworten... ich denke ich werde am Wo-ende einen neuen Versuch starten. Wie fest werden diese Rohre denn nun mit einander verbunden? Einspannen im Schraubstock und dann mit der rohrzange festziehen?
Kann ich nicht auch die 8m mit dem Bohrer vorbohren, also einfach reindrehen, vielleicht noch mit Wasser spülen, damit ich den Rammbrunnen einfacher herein kriege? Alles ausheben geht ja nicht, weil ab 4 m die Erde immer wieder hoch drückt. Viele Grüße Vish
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Alt 09.03.2011, 17:16   #6 (permalink)
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Hallo
Am besten nochmal im Wiki für Rammbrunnen schauen und genau daran halten. Bei den Rohren kannst Du auch zwei Rohrzangen nehmen (keine Wasserpumpen Zangen)und dann fest aber nicht mit roher Gewalt oder Verlängerungen zusammen schrauben. Immer Hanf mit Fermit verwenden auf keinen Fall Teflonband.
Gruß Rammbrunnen
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Alt 10.03.2011, 10:25   #7 (permalink)
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Moin Moin,
also habe mir mal diese Rammbrunnen mit Muffenübergang im Baumarkt angeschaut, und tatsächlich ist das Gewinde der Rohre zu kurz geschnitten.
Es ist ja (wie ich glaube meine vorredner schon meinten) so das sich die rohrenden in der Muffe berühren müssen. Damit es beim einschlagen nicht die ganze Wucht des Schlages sich auf die Gewinden überträgt. Das führt zu stauchungen der Muffen damit zum defekt. Kann die nur empfehlen diese mit einem Gewindeschneider zu verlängern, habe ich bei dem Laden mit dem Hörnchen gesehen für 1 1/2 inch im Klempner bedarf. Rohrzangen haben die auch.Sollte minimum eine 2 Zoll Zange sein. Nachmessen wie lang die Gewindeenden am Rohr seinen müssen damit sie sich in der Muffe treffen und dann Gewinde schneiden. Aber nicht das Schmiermittel vergessen.

Gruß
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Alt 10.03.2011, 10:34   #8 (permalink)
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Hallo Krischi,

ja, so ist es in der Tat. Nun gibt es mehrere Meinungen dazu. Da ich keine Erfahrungen im Gewindeschneiden habe müsste ich das in Auftrag geben....
Aber warum nur werden diese Rohre mit zu kurzem Gewinde produziert? Meine Idee ist nun die Rohre in den Schraubstock zu zwingen, mit der Rohrzange alles fest zu ziehen und dann versenken... ICh habe auch keine Ramme, es bleibt also beim Vorschlaghammer....

Grüße Visch
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Alt 10.03.2011, 14:36   #9 (permalink)
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Also ich Tippe mal darauf das es so gewollt ist damit die Leute die keine ahnung von der Materie habe die Muffen und Rohre krumm kloppen und dann wieder in den Baumarkt rennen und nochmal was kaufen sollen. Also das mit dem Vorschlaghammer würde ich sein lassen. Das kann nur schief gehen.
(8 Meter langes Rohr in den Boden schlagen und dann mit Muffen ne ne ne)
Da bin ich jetzt nicht der Experte für Rammbrunnen aber ich stelle mir so eine Ramme einfach vor.
Ein Rohr was natürlich größer ist als das was ich den Boden kriegen will ca 50 cm lang mit 2 Griffen drangeschweißt und eine seite ist verschlossen. 2 Leute und ab dafür. Habe da ein video im netz gefunden zum evtl. nachmachen.

YouTube - Rammbrunnen


So sollte es wohl gehen.

Gruß
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Alt 10.03.2011, 15:07   #10 (permalink)
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Hallo
Nochmal zum allgemeinem Verständnis,die Gewindelängen sind genormt da es sich um ein Konisches Gewinde handelt würde weiteres schneiden auch nichts bringen.Die Rohre treffen sich auch niemals in der Muffe sonst würde man auch die andere Seite wieder rausdrehen desweiterem ist das Material an der Spitze dünner wie 0,5mm und würde stauchen.
Da dieses Thema immer wieder auftaucht stelle ich demnächst mal ein Bild von einer Gewindeschneidmaschine ein (mit Automatischer Längenbegrenzung. Schlaghammer bekommt man eigentlich in jedem Baumarkt ausgeliehen zb.GSH 27 von Bosch.
Gruß Rammbrunnen
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Alt 10.03.2011, 16:38   #11 (permalink)
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Hallo zusammen,

ich persönlich hab die Erfahrung gemacht:

Die Gewindetiefe ist auch genormt, aber die Muffen klappern auf den Gewinden.
Durch das zu tiefe schneiden der Gewinde ist die Wandstärke der Rohre geschwächt, so das diese abscheren. Durch das Schlagen geht die ganze Belastung auf die Gewindespitzen und auf den Gewindeauslauf.
Resultat:


Meine Gewinde waren nicht konisch. Erst nachdem ich die Gewinde mit Schneidkluppe 5/4 Zoll neu und auch länger geschnitten habe, so das sich die Rohre getroffen haben, klappte es mit dem Einrammen. Da es sich um Rechtsgewinde handelt, löst sich auch nicht das andere Rohr, im Gegenteil, man zieht es noch fester.
Die Schlagkraft wird über den Durchmesser und das Gewinde auf das Rohr übertragen und abgeleitet.
Noch eine Bemerkung:
Gewinde sind generell nicht dafür ausgelegt, das man sie einer solchen Belastung aussetzt. Sie sind dafür konzipiert Verbindungen durch schrauben herzustellen.
Ein Schwachpunkt bei den Rammbrunnen, sind die vielen Meterstücke und Muffen.
Sinnvoll wäre hier 1 Rammfilter und 1 Rohr bis 1m über Geländekante und dann Rammen. Aber dieses geht natürlich nur im Eigenbau.

In diesem Sinne
PM
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Alt 10.03.2011, 16:52   #12 (permalink)
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Moin Rammbrunnen,
magst wohl recht haben mit dem Gewindetyp aber warum dann so kurz.
Ergibt keinen Sinn. Die ganze Kaft wird beim schlagen dann über die Gewinde geführt. Das kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein. Jeder weiß das so was nicht kraftschlüssig ist und dadurch die Gewindegänge schaden nehmen bzw die Muffe (Prinzip jeder Schraubverbindung). Verstehe ich nicht.

Gruß Krischi
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Alt 10.03.2011, 16:53   #13 (permalink)
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Hallo Plunschmeister
Rechtsgewinde von zwei Seiten würde sich raus drehen (Versuchsmal mit einer Mutter) auch mit einer Schneidkluppe schneidet man das Gewinde nur in der Länge des Schneideisens. Es gibt für Rammbrunnen auch extra Starkwandiges Rohr, ich habe zum Einschlagen eine 30 Kg Hochfrequenz Ramme da ist die Belastung für die Rohre sehr gering.
Gruß Rammbrunnen
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Alt 10.03.2011, 16:57   #14 (permalink)
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Hallo
Die Kraft kann nur über die Gewindeflanken gehen so verteilt sich die Schlagkraft auch auf die ganze Muffe und nicht nur auf ein paar Quadratmillimeter.
Gruß Rammbrunnen
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Alt 10.03.2011, 17:46   #15 (permalink)
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Moin Rammbrunnen,
Zitat:
Rechtsgewinde von zwei Seiten würde sich raus drehen (Versuchsmal mit einer Mutter) auch mit einer Schneidkluppe schneidet man das Gewinde nur in der Länge des Schneideisens.
Verstehe nicht was du meinst.

Wenn ich ein Rohr einspanne und eine Muffe raufdrehe, zieht sich diese fest. Nun habe ich Rohr und Muffe zusammen. Nun schraube ich das nächste Rohr in die Muffe, das Rohr zieht sich fest. Drehe ich weiter am Rohr, ziehe ich sogar die Muffe noch auf dem erste Rohr weiter rauf. ALLES passiert im Uhrzeigersinn, weil Rechtsgewinde.
Dann müsste die Muffe Recht und Linksgewinde haben, hat sie aber nicht.
Mal in Ruhe drüber nachdenken.
Gruß
PM
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Alt 10.03.2011, 22:38   #16 (permalink)
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Hallo Jung`s, zum Rammbrunnen:

Grundsätzlich o.k., wenn man das Rohr "im Ganzen", mit aufgedrehtem Spitz in den Boden "einbringt".
Der "Meter-gestückelte" Rammbrunnen, ist für mich Schrott.

Begründung: Die Schraubverbindungen sind für die "Ramm-Belastungen" nicht vorgesehen !!!
Dazu grundsätzlich: Aussengewinde sind konisch (R), Innengewinde sind zylindrisch (Rp). Durch zusammen drehen wird eine "im Gewinde dichtende Verbindung" hergestellt. Zum Ausgleich der Toleranzen wird klassisch, Hanf mit Fermit, als zusätzliches Dichtmittel verwendet (sparsam Auftragen! Gewindespitzen müssen noch sichtbar sein !!!).
Bei einer 5/4" Gewindegröße, mit 19mm Gewindelänge / 11 Gänge am Rohr, sollte nach Einhanfen, mit der HAND die Einschraublänge,ca. 13 mm betragen. Dann wird mit Werkzeug (zb: zwei kräftige Rohrzangen), knappe drei Umdrehungen nachgezogen, und fertig.
Ein Gewaltbruch des Fitting aus Temperguß, ist auch ohne "Rammen", durch zu tiefes Einschrauben möglich !
Daher verwendet man in diesem Fall, eine sogenannte "tonnenförmige Schlagmuffe" nach DIN 2448. -->STAHL! gleich wie Brunnenrohr.
Denke, diese Schlagmuffe ist grundsätzlich für die Verbindung von BrunnenSPITZ zu BrunnenROHR, vorgesehen.

Und nun beginnt man zu "Stückeln". Wenn schon, dann würde ich:
Verzinkte Stahlrohre "schwer", nach DIN 2441, verwenden. Begründung: Wandstärke ist statt 3,25mm(mittelschwer), 4,05mm(schwer). Und das R-Gewinde sollte nach Normlänge auf die Rohre geschnitten sein.
Und jetzt beginnt die "Spielerei": Ich würde die Tonnenmuffen so weit Kürzen, daß beim Zusammenschrauben der beiden Rohrstücke mit Rohrzangen, diese, gerade zusammenstehen.
Dann einhanfen und zusammendrehen. Beim Rammen des Brunnenrohres wird das Rohr im Uhrzeigersinn, mittels Rohrzange, ein wenig gedreht. Dabei kann man eventuell die Bodenbeschaffenheit hören (zb: Schotter), und die wenigen Milimeter Luft, zwischen den Rohren werden kleiner, oder gehen auf "Stoß".

Hoffe ich konnte zu diesem leidlichen Thema etwas positives beitragen.
Ich schlag nur ganze Rohre mit "Bär und Katz", doch das ist eine andere Geschichte.
Herzliche Grüße, Heinz.
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