Also ein Förderbrunnen mit lediglich 1 m Filterstrecke halte ich für unterdimensioniert. Der Zulauf ist wesentlich geringer und im Filterbereich bilden sich Turbulenzen. Hatte selbst mal so einen Fehler gemacht und in einem Gebiet, in dem eigentlich ausreichend GW vorhanden ist, den Wasserspiegel bis in den Filterbereich abgesenkt, wenn die Pumpe (SQ 3-40) mit voller Leistung lief. Deshalb empfehle ich im Regelfall immer 2 m Filterstrecke, da der Zulauf dann deutlich größer ist und turbulente Strömungen dann vermieden werden. Außerdem habe ich den Eindruck, daß die Filterschlitzweite und die Korngröße der Filterkiesschüttung nicht optimal aufeinander abgestimmt sind. Das Eisen verbleibt dann aber dennoch im GW, das vor allem dann ausfällt, wenn es mit dem Luftsauerstoff in Kontakt kommt, Deshalb erstaunt es mich, daß vor allem der Förder- und nicht der Schluckbrunnen verockert. Das spricht dafür, daß der GW-Spiegel während des Pumpvorgangs bis in den Filterbereich abgesenkt und das GW mit dem Luftsauerstoff angereichert wird.
Ich empfehle, deshalb entweder einen neuen und richtig ausgeführten Brunnen bohren und/oder zusätzlich eine Enteisenungsanlage zwischenschalten zu lassen. Außerdem sollte geprüft werden, den Brunnen in tiefer gelegene Schichten mit evtl. eisenfreien GW zu bohren.
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