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Schlagbrunnen / Rammbrunnen Probleme lösen

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Alt 22.03.2011, 13:09   #1 (permalink)
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Standard Alter Brunnen - Allerhand Fragen zu Problemen

Moin!

Auf der Suche nach Antworten und nach ausgiebigem Stöbern in diesem Forum möchte ich, doch um sicher zu gehen und mit weiteren Rat zu holen, doch etwas weiter ausholen:

Auf meinem Grundstück befindet sich ein Brunnenrohr, Durchmesser 1,5". Ich tippe darauf, dass es sich dabei um einen Schlagbrunnen handelt. Die Tiefe beträgt 11 (!) Meter. Laut Vorbesitzer (nette _alte_ Dame) ist der Brunnen vor dem zweiten Weltkrieg (ich hab echt doof geguckt) geschlagen worden und lag inzwischen ca 40 Jaher still. Zuletzt war eine Schwengelpumpe installiert, aber da keine Wasserförderung mehr möglich war, wurde diese irgendwann demontiert.

Auf dem Rohr befand sich ein ovaler Flansch aus Gusseisen, Den habe ich entfernt und das Rohr auf 1" verjüngt. Dabei viel mir auf, dass 30cm unterhalb der der Bodenkannte sichtbar Wasser steht. Das Fördern mit einer el. Pumpe war nach drei Saugversuchen auch Problemlos möglich. Das Wasser war zuerst modrig (stank nach H2S), wurde aber schnell klar.

Ich hab jetzt folgende Fragen:

Nach der ersten halbe Stunde des förderns blieb nach dem abschalten der Pumpe kein Wasser mehr im Rohr stehen (zumindest nicht sichtbar). Das Angießen einer Wassersäule war nicht möglich. Selbst 10 Minuten "füttern" mit dem Gartenschlauch ließ keine Säule entstehen.

Frage: Ist das normal?

---------------

Ein zweites Mal ansaugen gelang mir dann über eine Konstruktion mit einem T-Stück (etwas Wasser einspeisen und die Pumpe mit Unterdruck die das einegspeiste Wasser und die Säule aus dem Boden anziehen lassen). Leider zeigten sich schnell beim regulären Fördern (nur) aus dem Brunnen ein konstanter Strom von kleinen Luftblasen im angesaugten Wasser.

Frage: gehe ich richtig in der Annahme, dass ich zu große Wassermengen fördere? Ich würde dann ein Drosselventil vor die Pumpe schalten. (Tut es ein Kugelhahn auch?)

---------------

Leider reisst die Wassersäule auch nach längeren Standzeiten (3+ Std.) von selber ab. Ich habe ein Rückschlagventil eingebaut. Falls hilfreich: Die Schraubverbindungen sind mit Hanf und Fermit abgedichtet. Ich gehen davon aus, dass die Verbindungen dicht sind (wäre nicht meine erste Wasserinstallation)

Fragen:

Das Ventil ist horizontal verbaut und das Ventil ist eines mit Federkraft und Gummidichtung. Ist dieses geeignet?

Jemand empfahl mir eines ohne Federkraft vertikal einzubauen. Ist da etwas dran udn sollte ich es lieber stehend (vertikal) installieren?

Kann es sein, dass die Wassersäule abreisst, weil Luft/Gasblasen (ggf. H2S) vom Grund aufsteigt und der Wassersäule ermöglichen abzusinken?

---------------

Montiert ist das ganze wie folgt:

Saugrohr > T-Stück mit Einspeisung (Kugelhahn) zum angießen > Rückschlagventil > Wasserzähler > Saugschlauch > Pumpe

Bei dem Rückschlagventil fiel mir auf, dass, wenn ich den Saugschlauch abdrehe, ich ein gaaaannz leichtes Zischen hören kann, so, als wenn es nicht sauber schliesst. Ich habe darauf hin den Schlauch angeschlossen gelassen und ihn mit einer stehenden Wassersäule hochgebunden. Interesantwerweise blieb die Wassersäule stehen. Nach einer Stunde war keine Änderung sichtbar. Jedoch nach 12 Stunden war der Saugschlauch leer.

Meien Theorie ist nun die, dass in der Tat Luft im Saugrohr aufsteigt, der Unterdruck (durch die nach unten ziehende Wassersäule) abreisst und dass das Ventil dann nicht mehr sauber schlißt (weil der Unterdruck fehlt) und es nach und nach darauf hin das Wasser aus dem Schlauch durch lässt. Kann da was dran sein?

Ist, damit das Rückschlagventil sicher schließt, Wasser hinter dem Ventil notwendig, damit dieses auf die Klappe "drückt"?

Mein aktueller versuch ist der, einen Kugelhahn zwischen Saugrohr und Rückschlagventil zu schrauben und ihn einen Tag geschlossen zu halten. Wenn das Ventil das Problem ist, sollte ich ja nach einem Tag ohne Probleme weiter Wasser ohne neues angießen ziehen können.

Ansonsten käme mir noch in den Sinn, dass ggf. das alte Rohr irgendwo durchgerostet ist und evtl. Luft aus dem Erdreich zieht? Ich glaube das jedoch nicht wirklich, da das Rohr in einem wirklich guten Zustand war (außen noch mit Farbe und innen drinnen nur "Flugrost".)

Jetzt bin ich auf Eure Ideen, Vorschläge und weitere Anregungen gespannt

Wenn ich dazu komme, werd' ich heute Abend ein paar Fotos nachreichen.

Gruß Euch,
Zazzle
Zazzle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2011, 16:59   #2 (permalink)
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von Plunschmeister
 
Registriert seit: 02.07.2008
Beiträge: 2.195
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Hallo Zazzle,

würde mal folgenden Aufbau wählen: Brunnenrohr--- Rückschlagventil ( mit doppelter Entlüftung)---- Saugschlauch-------- Pumpe.
http://www.brunnenbau-forum.de/1183-...mmbrunnen.html ( ohne Vakuummeter )
Wie du das RV einbaust ist eigentlich egal, nur es muss für ZB. den waagerechten Einbau geeignet sein.

Ein Kugelhahn ist auch nicht immer dicht.

Im Übrigen kann bei einem so alten Brunnen auch schon mal unterirdisch eine Muffe Luft ziehen. ( Rost)


Um die Fehlerquellen einzugrenzen würde ich wie immer zuerst eine Handschwengelpumpe montieren. Hier kann man am Besten feststellen, ob ein Unterdruck aufgebaut wird und Wasser gefördert wird.

gruß
PM

Geändert von Plunschmeister (22.03.2011 um 17:05 Uhr)
Plunschmeister ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2011, 22:03   #3 (permalink)
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Registriert seit: 21.04.2010
Beiträge: 113
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Hallo Zazzle!
Kann PM in allen Punkten nur beipflichten.
1.) Wie hoch steht das Wasser im Rohr, ab GOK?
2.) Wieso, ggf. Schwefelwasserstoff? Brunnenrohr z.b. in einer Mülldeponie? (hochgiftiges Gas!)

Wenn Wasserstand von GOK gemessen, nicht mehr als 7m beträgt, würde ich das 1 1/2" Rohr, mittels einer Reduziermuffe auf 1 1/4" verjüngen, ein 20cm Stück Rohr eindichten und darauf eine Schwengelpumpe NUR mit Stechventil montieren(und sonst nichts!!!). Kosten ca. 50 €, und geringster Aufwand für "Brunnenüberprüfung".
Und dann pumpen. Einen 10 L Kübel unterstellen und pro Sekunde einen Hub. Fülle ca. 30-50 Kübeln. Bevor dies nicht klaglos funktioniert ist jede weitere Investition sinnlos.
Die Schwengelpumpe sollte NUR mit dem Stechventil, die Wassersäule sicher einige Stunden halten!!!
Wenn du z.b. nach 5 min. die Schwengelpumpe neu angießen mußt, um die Wassersäule wieder hoch zu bringen, ist sicher das Rohr irgendwo undicht (setze voraus, daß du einhanfen kannst).
Tu mal, und berichte. Foto`s wären sehr hilfreich!

Herzliche Grüße, Heinz.

Geändert von heinzl (22.03.2011 um 22:11 Uhr)
heinzl ist offline   Mit Zitat antworten
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