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Brunnenpumpen Antworten und Fragen zur richtigen Pumpe

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Alt 27.03.2011, 20:39   #1 (permalink)
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Standard Stromverbrauch der Grundfospumpe viel zu hoch, oder doch elektischer Defekt möglich?

Hallo zusammen

Zunächst einmal möchte ich mich bedanken, das es überhaupt ein solches Forum hier gibt.

So nun aber zum Thema.

Wir haben einen Brunnen der ca. 18 Meter tief ist. Betreiben dort seit Jahren eine Grundfos Tiefbrunnenpumpe Typ:SP 2A-13.
Eigentlich völlig zu groß.Zumindest wurde uns dies schon öfters gesagt, aber diese wurde uns damals verbaut.

Bisher gab es seit Jahren auch keine Probleme.
Einzig und alleine die Pumpgeräusche waren zu hören.Also man hörte es im Keller ganz deutlich,wenn man Wasser zapfte.
Könnte allerdings auch vom Rückschlagventil kommen.

Nun passierte es letzten Sommer, das ständig der FI rausgeflogen ist.
Daraufhin zogen wir die Pumpe aus dem Rohr, und stellten teilsweise blank gescheuerte Kabel fest.
Dies würde durch das immer wieder anlaufen der Pumpe passieren können schilderte man uns.
Es wurde ein komplett neues Kabel angeschlossen.
Danach war das Problem behoben.
Auch waren warum auch immer keine Geräusche mehr bei der Wasserentnahme zu hören.Nun gut dachten wir, einfach ein positiver Nebeneffekt.
Obwohl ja nur das Kabel getauscht? Na wenn es geht, macht man sich einfach keine Gedanken mehr :-(

Nun kam das große erwachen.
Ich wollte den Strom ablesen, und mich hat fast der Schlag getroffen.
Normalerweise verbauchen wir ca. 4000Kwh
Nun sollten es ca. 9000Kwh sein!!!!

So nun begann die Suche.
Nach langen hin und her, fanden wir die Ursache.
Es ist wohl die Pumpe oder ein dazu gehöriges Bauteil!!!
Jedenfalls verbrauchen wir wenn die Pumpe ausgeschaltet ist, 3mal weniger Strom.
Dies konnten wir anhand des Ferraris Stromzähler eindeutig erkennen.


Aber woran kann das liegen?
Wirklich an der Pumpe? Dann müßte diese ja dauerhaft laufen?
Und vorallem wo sollte das Wasser hin?
Vielleicht ist es der Druckwächter,der zwischen Hauptschalter und Ausdehnungsgefäß sitzt. Dieser sollte sowieso mal ausgetauscht werden.
Kann die Pumpe falsch angeschlossen sein? Aber sie funktioniert ja?
Zählt vielleicht unser Stromzähler den Drehstrom falsch? Denn unser "normaler" Verbrauch ist bei abgeschlteter Pumpe ganz normal.
Und der komische Nebbeneffekt, das die Pumpe seit dem neuen Kabel keine Pumpgeräusche mehr macht.Warum auch immer.


Ich weis für meinen ersten Thread sehr sehr viele Fragen, aber was will man machen wenn man ratlos ist?

Vielleicht bekomme ich ja hilfe.

Vielen Dank im voraus

Gruß
Matthias
Fuerteventura ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.03.2011, 22:36   #2 (permalink)
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Hallo Matthias,
gerade heraus: ich denke das bei der Reparatur ein gravierender Fehler gemacht wurde.
Ich denke da an einen falschen Anschluss des Kabels das repariert wurde.
Die Strom führende Phase wird sich über das Wasser erden.

Die Pumpe mit ihren Komponenten sollte schnellstmöglich gegen eine neue ausgetauscht werden. Bei so einer Sache besteht Gefahr für Leib und Leben.
Zumal der FI umgangen scheint.
So schaut die Angelegenheit aus der Ferne für mich aus.

Für eine neue Pumpe schau mal bei uns in das Brunnen Wiki da kannst du heraus finden wie stark deine neue Pumpe sein soll.

Halte uns auf dem Laufenden.
__________________
Gruß Fellnase
Wasser sucht sich immer seinen Weg
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Alt 27.03.2011, 22:47   #3 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Fellnase Beitrag anzeigen
Hallo Matthias,
gerade heraus: ich denke das bei der Reparatur ein gravierender Fehler gemacht wurde.
Ich denke da an einen falschen Anschluss des Kabels das repariert wurde.
Die Strom führende Phase wird sich über das Wasser erden.

Die Pumpe mit ihren Komponenten sollte schnellstmöglich gegen eine neue ausgetauscht werden. Bei so einer Sache besteht Gefahr für Leib und Leben.
Zumal der FI umgangen scheint.
So schaut die Angelegenheit aus der Ferne für mich aus.

Für eine neue Pumpe schau mal bei uns in das Brunnen Wiki da kannst du heraus finden wie stark deine neue Pumpe sein soll.

Halte uns auf dem Laufenden.

Hallo

Schon mal vielen Dank für die schnelle Antwort.
Aber mal eine Frage.
Würde es auch nicht aussreichen, das neu angeschlossenen Kabel wieder auszutauschen?


Die Strom führende Phase wird sich über das Wasser erden.

Bedeutet das das konstant Strom fließt?

Bin elektrotechnisch ein Laie?

Gruß
Matthias

PS.
Noch ein kleiner Nachtrag.
Also am FI wurde auf jeden Fall nichts geändert.
Somit sollte die Stromführende Phase als Ursache doch eher ausgeschlossen werden oder?

Geändert von Fuerteventura (28.03.2011 um 17:03 Uhr)
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Alt 28.03.2011, 19:19   #4 (permalink)
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Hallo Fuerteventura,

also ich muss Dir Recht geben. Das eine Phase gegenüber der Masse also PE+N einen erhöhten Stromverbrauch erzeugt ist nicht richtig. Vielmehr würde es zu einem Kurzschluss bzw Erdschluss kommen.
Wobei der FI bzw der LS (Leistungsschutzschalter) auslösen würde.
Auch ein falsches Verdrahten der Pumpe kannst du ausschliessen.
Vielleicht ist es so das deine Anlage nicht zu 100% dicht, Rückschlagventil (Druck fällt und Schaltet die Pumpe wieder ein) oder dein Druckschalter ist defekt und die Pumpe läuft tatsächlich ewig.

Mann weiß ja nicht wie der Installateur das im Druckschalter verdrahtet hat.
Ich glaube das dieser evtl. überbrückt wurde, so das die Pumpe auch ständig läuft. Wenn du keine Ahnung von der Elektrik hast kann ich Dir nur Raten "Nimm die Finger davon und hol dir einen Elekromeister ins Haus der auch was davon versteht." Aber bitte nicht eine Hobbyelektriker. Echt da besteht Lebensgefahr. Weiß von was ich Rede, da ich selbst Elektroingenieur bin.

Auf jedenfall kannst du es erst einmal überprüfen ob die Pumpe sich auch abschaltet. Wenn der Speicher gefüllt und max. Druck erreicht ist.
Der Drehstromzähler sollte sich dann ja nicht mehr so heftig Drehen bzw man kein Rappel mehr an der Druckleitung spüren. Wenn der Druckschalter mit einer Steckdose bestückt ist kannst Du ja direkt den Stromverbauch Messen. Digitale Zähler gibts bei "Saubillig" und bei den anderen auch.

Hoffe konnte Helfen und wenn noch fragen oder was unklar ist immer her damit!

Gruß Krischi
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Alt 28.03.2011, 19:43   #5 (permalink)
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Hallo, schau mal wie viel Druck die Pumpe bringt und bei welchen Druck deine Pupensteuerung bzw Druckschalter die Pumpe schalten soll. Oft sind die Laufräder abgenutzt und die Pumpe schafft es nicht mehr bis zum Abschaltdruck zu erhöhen. Es folgt dass die Pumpe immer läuft.
Das Wasser im Brunnen kann durch den Pumpenmotor sogar warm werden. Nennt man "Erdwärme" :-)

Gruß marg
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Alt 28.03.2011, 22:20   #6 (permalink)
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@Krischi
@marg

Zunächst einmal vielen Dank für eure hilfreichen Antworten.
Leider hat mein Vater den Zettel mit den Daten für die Pumpe nicht mehr.
Zugänglich ist diese derzeit auch nicht.
Es war auf jeden Fall eine Grundfos Tiefbrunnenpumpe.Leistungsdaten habe ich leider nicht mehr.
Ich kann es als Laie nur so beschreiben.
Bevor das neue Kabel dran kam, hatten wir schon mal Probleme mit dem Druckwächter. Deswegen hat mein Vater auch einen neuen bei unserem Elektromeister bestellt. Dieser wurde aber dann nicht mehr eingebaut, weil die Pumpe ein neues Kabel bekam, und diese dann wieder funktionierte. Danach dachte auch ehrlich keiner mehr an eine Fehlfunktion des Druckwächters.
Zumindest war es früher so, das man eindeutige Pumpgeräusche der Pumpe hörte. Also so wie man das Wasser aufdrehte, hörte man die Pumpe pumpen.
Dies ist derzeit nicht so.Dreht man den Hauptschalter an, geht der Druck hoch, aber bei Wasserentnahme gibt es keine Pumpgeräusche.
Als wenn die Pumpe immer pumpen würde.
Warum auch immer.Wir machten uns im nachhinein auch ehrlich gesagt keine Gedanken darüber.Wir dachten eher daran, das vorher etwas falsch war ;-)
Zumindest würde ich das auch danach beurteilen, das der Zähler sofort nach einschalten des Hauptschalters schneller läuft.
Also nicht erst nach Bedarf.
Vielleicht hängt der Druckwächter wirklich, oder sendet falsche Signale an die Pumpe.
Morgen kommt jedenfalls der Meister, und ich hoffe wir sind dann schlauer.
Jedenfalls eines wird uns nicht mehr passieren.
Wir schauen ab sofort regelmäßig nach unserem Stromzähler.
Dieser Fehler hat uns 5000Kwh gekostet!!

Viele Grüße

Matthias
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Alt 28.03.2011, 23:06   #7 (permalink)
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Auf jeden Fall stimmt was nicht.
Marg und Krischi haben mit ihren Gedanken auch recht.
Wichtig ist das eine kompetente Fachkraft sich die Sache anschaut.
Wegen der Sicherheit und den Kosten.

@ Krischi
Normal stimme ich dir bedingungslos zu, jedoch wer weiß was der "Stromer" in dem Fall gemacht hat und was daraus resultiert. Wenn aus welchen Gründen auch immer sich der Strom über einen Widerstand abbaut ist ein Verbraucher da und somit fließt doch Strom. Schaltungstechnisch ist doch ein Motor nichts anderes als ein solcher. Liege ich da so falsch?
__________________
Gruß Fellnase
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Alt 29.03.2011, 10:22   #8 (permalink)
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Moin Fellnase,

wenn ein Strom über das Wasser fließen würde, kommt es zu einem Fehlerstrom der über die Erde ins Fundament auf die Sammelschiene des PE-Leiters fließen.
Das bemerkt der FI da er bei einem Summendifferenz zwischen Entnommenden Strom und Eingehenden Strom misst. Wenn also nun dieser Fall währe ,würde der FI auslösen der fliegt bei schon bei min. 30mA.
Kann also nicht sein. Und dieser horrende Stromverbauch kann nur kommen wenn die Pumpe ständig läuft oder eine Zuleitung zum Nachbarn gelegt wurde.

Hoffe das ich deine Frage richtig verstanden habe.

Gruß Krischi
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Alt 29.03.2011, 10:58   #9 (permalink)
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Hier noch mal die Technischen Daten der Pumpe:

Die Pumpe ist ausgestattet mit einem angeflanschten 3-phasigen Nassläufer-Unterwassermotor mit Sandabweiser, flüssigkeitsgeschmierten Gleitlagern und Ausdehnungsmembran.

Fördermedium:
Max. Medientemp. bei 0,15 m/s: 40 °C

Technische Daten:
Pumpendrehzahl: 2900 rpm
Nennförderstrom: 2 m³/h
Nennförderhöhe: 52 m
Stufenanzahl: 13
Wellenabdichtung des Motors: LIPSEAL
Kennlinientoleranz: ISO 9906 Annex A

Werkstoffe:
Material für Pumpe: Nichtrostender Stahl

Installation:
Anschluss Druckstutzen: Rp 1 1/4
Motordurchmesser: 4 inch / 101mm

Elektrische Daten:
Bauart des Motors: MS402
Motorbemessungsleistung P2: 0.55 kW
Netzfrequenz: 50 Hz
Nenn-Spannung: 3 x 380-400-415 V
Einschaltart: Direkt
Nennstrom: 2,00-2,20-2,35 A
Leistungsfaktor Cos phi: 0,70-0,64-0,60
Nenn-Drehzahl: 2850-2860-2870 rpm
Schutzart (IEC 34-5): IP58
Wärmeklasse (IEC 85): B
Eingebauter Temperaturgeber: Nein

Sonstiges:
Nettogewicht: 10.9 kg
Bruttogewicht: 12.7 kg

Habe das mal Durchgerechnet:

0,55 KW/h * 24 Std = 13,2KWh


13,2KWh * 365 Tage = 4,818 KWh


Ergo der Verbrauch passt!! Pumpe lief dauerhaft.



Gruß Krischi

Geändert von Krischi (29.03.2011 um 11:06 Uhr)
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Alt 22.04.2011, 09:52   #10 (permalink)
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Hallo zusammen

Ist zwar schon eine Zeit her, aber ich möchte mich dennoch nochmal bedanken.
Besten Dank für die Ratschläge und Tipps.
Es war jedenfalls der Druckwächter, der uns die Pumpe hat dauerhaft laufen lassen.
Allerdings wird es uns auch nicht mehr passieren, das wir unseren Stromverbrauch nur Jährlich einmal kontrollieren ;-)

Viele Grüße
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