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Schlagbrunnen / Rammbrunnen Probleme lösen

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Alt 29.03.2011, 08:09   #1 (permalink)
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Standard alten brunnen mit schwengelpumpe wiederbeleben - probleme

hallo!
bin ein absoluter neuling in diesem forum und was das thema brunnen betrifft...ich habe mich jetzt ein wenig in diesem forum eingelesen, aber muss trotzdem mein "brunnenproblem" posten und hoffe auf antworten!
wir haben ein haus gekauft und da stand ein alter schwengelbrunnen. da die dichtungen schon sehr kaputt waren und der ganze aufbau schon recht alt schien, haben wir gestern einen neuen schlagbrunnen gekauft, montiert - gepumpt - nix hat sich getan. dann haben wir den schwengelbrunnen wieder demontiert, mit dem gartenschlauch wasser reingefüllt, den brunnen wieder montiert und oben nochmal wasser reingegossen... irgendwann spürte man dann einen druck und siehe da: wasser kam aus dem brunnen - aber nach ein paar pumphüben faucht es bei der schwengelpumpe und der aufgebaute druck sackt zusammen.... können bei dieser neuen pumpe die dichtungen schon kaputt sein? was könnte sonst noch die ursache sein?

anbei noch ein foto wo nach dem füllen des brunnenrohres richtig viel wasser kam...

lg inke

ps: die genaue höhe des grundwassers kann ich nicht sagen, aber wenn man ein kleines steinchen reinwirft hört man ziemlich bald das "blob" wenns ins wasser fällt...
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg wasser.jpg (75,2 KB, 46x aufgerufen)
inke007 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.03.2011, 10:07   #2 (permalink)
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Hallo

So wie es ausschaut bringt der Brunnen noch genügend Wasser.
Das zischen was zu hören ist kommt durch die fallende Wassersäule im Brunnenrohr.
Auf dem Bild ist für mich kein Rückschlagventil zu sehen.
Du solltest das noch einbauen.
Schau dir dazu im Brunnen Wiki den Beitrag von Plunschmeister mal an.
http://www.brunnenbau-forum.de/1183-...mmbrunnen.html
So sollte der Aufbau sein. Bei dir ohne die Überwachung und dann sollte es funktionieren.
__________________
Gruß Fellnase
Wasser sucht sich immer seinen Weg
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Alt 29.03.2011, 18:14   #3 (permalink)
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Moin zusammen,

Zitat:
können bei dieser neuen pumpe die dichtungen schon kaputt sein? was könnte sonst noch die ursache sein?
Ergänzend zu Fellnases Ausführungen: Bei einer neuen Schwengelpumpe sollte die Ledermanschette einen Tag im Wasser liegen, damit diese richtig auf quillt und im Pumpenzylinder abdichtet.

Wenn du das original Stechventil der Schwengelpumpe benutzt, dann brauchst du kein zusätzliches Rückschlagventil einbauen, wobei die von Fellnase beschriebene Variante besser abdichtet.

gruß
PM
Plunschmeister ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.03.2011, 19:20   #4 (permalink)
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Hallo Inke!

Zitat:
Zitat von inke007 Beitrag anzeigen
...aber wenn man ein kleines steinchen reinwirft hört man ziemlich bald das "blob" wenns ins wasser fällt...
Bitte! Nichts in das Brunnenrohr werfen (außer Fremdwasser).

Wasserstand und Rohrtiefe lotet man mit einem Gewicht an einer Schnur aus. Z.b.: eine M12 Ringschraube mit Beilagscheiben und Muttern. An dem Ring eine reißfeste Naturfaserschnur (gut ist eine Packschnur), unlösbar fest binden. Du läßt das Gewicht langsam, mit Gefühl, (hakt was?) bis Rohrende nach unten (Schnur immer "auf ZUG" lassen, "leise" gespannt). Jetzt markierst Du das obere Rohrende an der Schnur. Warte, bis sich der Teil der Schnur im Wasser, vollgesogen hat. Dann Schnur komplett raus aus dem Rohr und auf Wiese auflegen. Gesamtlänge des Brunnenrohres und Wasserstand an der Schnur abmessen.

Sollte der Gewindeflansch der Pumpe am Brunnenrohr richtig eingedichtet sein, UND das Stechventil im Gewindeflansch, in der Pumpe, stecken, UND das Brunnenrohr dicht sein, UND genug Grundwasser vorhanden sein, UND der Brunnenspitz nicht verstopft sein MUSS die neu gekaufte Pumpe funktionieren.
Auch OHNE einem zusätzlichen Rückschlagventil. Wäre dzt. nur eine zusätzliche Fehlerquelle.

Die Pumpenteile sind auf http://www.pumpen-beyer.de/Typ82.pdf sowie auf http://www.pumpen-beyer.de/Typ151.pdf sehr gut beschrieben, schau mal.

Zu Stechventil, oder Nasenstechventil: diese halten die Wassersäule sicher Stunden, auch bis Tage. Wenn die Wassersäule langsam sinkt (ist so bei einem Stechventil), pumpt man einige Male "trocken" und dann ist das Wasser wieder da. Wichtig in diesem Fall: ca: einen Liter Wasser, oben in die Pumpe leeren, etwas warten, sofern Kolbenleder trocken, dann anpumpen und das Wasser ist oben.

Also, bitte:
1.)Gesamtlänge des Brunnenrohres?
2.)Wasserstand im Brunnenrohr von unten gemessen?
3.)Stechventil in der Pumpe?
4.)Wenn Du das Brunnenrohr mit Fremdwasser füllst, verschwindet das Wasser, oder kannst Du das Rohr bis oben füllen?
5.)Wer hat den Gewindeflansch der Schwengelpumpe auf das Brunnenrohr aufgedichtet (Hanf und Fermit verwendet?).

Hoffe ich konnte Dir ein wenig helfen. mit herzlichen Grüßen, Heinz, und berichte!

P.S.: Manschette = Kolbenleder!

UPS, PM war schon wieder schneller.

Geändert von heinzl (29.03.2011 um 19:31 Uhr)
heinzl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2011, 07:47   #5 (permalink)
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Vielen Dank für die ausführlichen Antworten!!!

dh ich werde spätestens morgennachmittag die von heinzl angeführten punkte 1 bis 5 checken und werde dann berichten!

wie der gewindeflansch aufgedichtet ist, kann ich nicht sagen, haben das haus erst vor 3 monaten gekauft - sind vor gut 1 woche eingezogen und den brunnen hab ich mir in dem sinn noch nicht so genau angeschaut wie was abgedichtet ist - aber wie gesagt: werde morgen das teil zerlegen und dann genau bericht erstatten!!!

auf alle fälle danke für die inputs!!!

lg inke

ps: die manschette habe ich nicht ins wasser gelegt shame on me
inke007 ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 31.03.2011, 06:40   #6 (permalink)
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Guten Morgen!

Hatte doch schon gestern Zeit, mit den Brunnen genauer anzusehen:
Gesamtlänge des Brunnenrohres: 4,60m (habe eine grobe Schraube an einer Packschnur befestigt und runtergelassen - ging relativ leicht ohne anecken etc)
Wasserstand von unten gemessen: ca 1m
Stechventil ist in der Pumpe vorhanden
der Flansch wurde auf das Rohr geschweißt.

Seit gestern Abend lagert das Kolbenleder im Wasser.

Ich muss noch checken wie sich das mit dem Wasser anfüllen verhält (ob es sich bis oben hin füllen lässt oder nicht)

LG Inke

PS: der Nachbar meinte gestern auch, ich solle das Kolbenleder in Wasser einweichen, bei ihm funktioniert seine im Keller installierte Pumpe somit einwandfrei.
inke007 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.03.2011, 07:29   #7 (permalink)
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Guten Morgen Inke!

Zitat:
Zitat von inke007 Beitrag anzeigen
Wasserstand von unten gemessen: ca 1m
Gut gemacht! Doch leider, 1m Wasserstand von unten ist zu wenig. Der Wasserstand sollte meiner Meinung MINDESTENS 3m von unten sein! Somit ist der Spitz, welcher über einen Bereich von 1m, Löcher hat, 2m im Wasser. Sonst saugst Du mehr Luft, als Wasser.

Oder, der Spitz/Rohr ist mit Sand, ect. gefüllt, und der Brunnen ist tiefer als man glaubt. Gegenspülen wäre interessant. D.h.: mit Druck, von oben, Wasser in das Rohr reinbringen. Dann nochmal ausloten. Eventuell etwas Vaseline auf die Schraube geben. Möglicher Sand, ect. bleibt darauf haften, wenn die Schraube den Spitzgrund berührt. Dies vor und nach Gegenspülen.

Sonst muß das Rohr nachgeschlagen werden.

Was sagen die Profis dazu ???

Herzliche Grüße, Heinz.
heinzl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.03.2011, 11:11   #8 (permalink)
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Für mich schaut das so aus als wenn die Schraube gar nicht in den Filter rein kommen würde.
Somit ist der Brunnen 1,2 Meter tiefer und hat auch genug Wasser.
Am Brunnenrohr würde ich nichts verändern, auch nichts nachschlagen.
Geht da so wie so nicht weil das Rohr oben einen Betonsockel hat, oder täusche ich mich damit?
Wenn der Flansch angeschweißt wurde ist das nicht so das Gelbe vom Ei.
Da kann man nicht einfach was ändern.
Würde dann dem Stechventil eine neue Dichtung verpassen und schauen wie es läuft.
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Gruß Fellnase
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Alt 31.03.2011, 11:50   #9 (permalink)
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hallo!

der brunnen hat einen betonsockel... und das stechventil ist neu (so wie die pumpe) - somit ist auch die dichtung neu... ich werde den brunnen heute mal spülen...wie lange muss man denn nach einer brunnenspülung warten bis man die pumpe wieder in betrieb nehmen kann?

lg inke

ps: @fellnase: wie kommst du auf auf die 1,2m, die der brunnen tiefer sein sollte bzw. der wasserstand? und dass die schraube ev nicht in den filter reinkommt?
inke007 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.03.2011, 11:54   #10 (permalink)
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Zitat:
ps: @fellnase: wie kommst du auf auf die 1,2m, die der brunnen tiefer sein sollte bzw. der wasserstand? und dass die schraube ev nicht in den filter reinkommt?
Die Rammfilter sind immer etwas enger, alte Modelle, da kommt man halt mit so einer Schraube meist nicht bis nach unten. Eine Sichere Sache bis nach unten zu kommen ist ein langer dünner Stab, nur wer hat so ein Eisen zu Hause liegen mit 6 oder 10 Meter Länge.
__________________
Gruß Fellnase
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Alt 31.03.2011, 14:25   #11 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Fellnase Beitrag anzeigen
Die Rammfilter sind immer etwas enger, alte Modelle, da kommt man halt mit so einer Schraube meist nicht bis nach unten.
Kann der Überlegung von Fellnase nur zustimmen. Auch die neuen Rammfilter, mit innenliegender Trese (Filtergitter),sind etwas enger, als das Brunnenrohr.

Noch ein Tipp: gut bewert hat sich eine Putzfeder, wie sie die Installateure bei verstopften Abflüssen verwenden. Gibt es in 10m Längen, mit einer Art Kurbel an einem Ende.Und am anderen Ende ist eine Art offene Kralle. Damit kann man durch Kurbeln/Drehen der Feder, mögliche verfestigte Ablagerungen im Spitz, auflockern. Und immer mittels Tape, die Tiefe an der Feder markieren (Oberkante Brunnenrohr). Oder eine Einziehfeder, wie sie Elektriker verwenden. Die muß jedoch aus Eisen sein (NICHT Pvc!).

Die wirkliche Tiefe/Gesamtlänge Deines Brunnenrohres incl. Spitz wäre wichtig, für weitere Vorgehensweisen.

Auch der (vermutlich? oder wirklich?) angeschweißte Gewindeflansch ist Schrott! Eisen mit Grauguß verschweißt. Das kann nicht gut gehen. Nur wenn man Grauguß mit Grauguß verschweißt, sind bereits besondere Vorgänge notwendig.

Wenn Du den Brunnen rückspülst, dann mit einer dichten Verbindung zwischen Brunnenrohr und Wasserschlauch! Würde meinen, nach ca. einer Stunde spülen, müßte die Schwengelpumpe wesentlich besser funzen.
Doch hier sind wieder die Fachleute gefragt !!!

Herzliche Grüße, Heinz.

P.S. die Dichtung zwischen (angeschweißten) Gewindeflansch und Pumpenkörper hast Du eingelegt?
P.P.S. Kauf Dir eine möglichst lange Ringschraube M10/M12 (wie bei Spannschlösser), und Beilagscheiben mit Muttern drauf, so weit es das Gewinde erlaubt. Dann fährt Dein Senklot auch senkrecht nach unten, bis Spitzende.

Geändert von heinzl (31.03.2011 um 14:49 Uhr)
heinzl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.04.2011, 08:33   #12 (permalink)
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guten morgen! oder doch beinahe schon mahlzeit? ;-)

brunnenupdate: habe gestern mit einer putzfeder mein glück probiert, aber hat nicht viel geholfen. dann mal wasser reingelassen (gartenschlauch bis nach unten - voll aufgedreht für ca 5 min (ich weiß - zu kurz...aber leider haben ich keinen hochdruckreiniger zur verfügung)
pumpe aufgesetzt nachdem die ledermanschette 1 tag im wasser war - gepumpt - 1 1/2 gießkannen voll bekommen - dann kam wieder das fauchen und sie wassersäule war abgerissen...

übrigens habe ich gestern noch entdeckt dass der flansch doch nicht angeschweißt sondern vermutlich eher raufgedreht ist - da wurde mit farbe soviel drüberlackiert dass man das nicht gleich erkennen konnte...also wäre das noch eine mögliche ursache wo eine undichte stelle wäre... aber das fauchen/luft ziehen ist eher bei der ledermanschette zu hören - also beim kolben...

lg inke

ps: brunnentiefe nach putzfeder-aktion noch immer knapp unter 5m...
inke007 ist offline   Mit Zitat antworten
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