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Brunnenbau Bohrbrunnen Erfahrungen und Probleme im Brunnen-bau Bohrbrunnen

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Alt 09.05.2011, 18:51   #1 (permalink)
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Frage Bohrbrunnen Durchmesser *offen*

Hi
ich habe mich seit 3 Tagen mit dem Thema Bohrbrunnen beschäftigt: Nun habe ich Fragen auf die ich, wahrscheinlich aus Blödheit, mit der Suche keine Antwort finde.

Wir haben einen alten Gewölbekeller der seit 25 Jahren nicht mehr betreten wurde. Nunja zumindest bist gestern. Ich habe ihn betreten, weil ich auf die Idee gekommen wahr von seinem Boden aus einen Brunnen zu bohren. So spare ich mir ca. 2,5 m beim bohren. Der Brunnen soll her weil ich es leid bin mit 1/2" Schlauch einen 500 m² Garten zu gießen oder unser 1000 l. Spritzfass zu füllen (Weinbau). Der Brunnen soll also ordentlich Leistung haben. Da ich kein Ahnung von eigentlichen Leistungen von Brunnen habe, sage ich einfach mal das ich gerne 6000 l/h und ca. 4 bar Druck hätte.

Zum testen habe ich mit einem Weinbergsanker ein 40cm tiefes Loch gebohrt. Hier ein Bild was ich zu tage gefördert habe. Danach kam ich allerdings bereits nicht mehr weiter, weil ein Stein meinen Weg versperrte. Er muss jedoch klein sein, da er wackelt. Der Keller wurde damals mit der Hand gegraben, der Boden bestand aus einfachen Schieferplatten. Ich vermute also, dass das original Erde ist und es die nächsten Meter so weiter geht. Zur Lage sei gesagt , dass wir in einem Tal welches sich in Schiefer gefressen hat wohnen. Genauer gesagt wohnen wir 40 Meter vom Fluss entfernt. Der Höhenunterschied beträgt ca. 7 Meter.



Im Flussbett sind Steine zu finden die einen Durchmesser von 40 cm haben hier und da schaut auch der blanke Fels raus. Ich denke also nicht, dass es unter unserem Keller viel besser aus sieht.

1) Ist es überhaupt möglich mit einem Handbohrer und Plunscher hier einen Brunnen zu bauen (falls man nicht auf Fels stößt)?
2) Oder habe ich mit einem Rammbrunnen mehr Erfolg?



>>Meine<< Idee wäre es einen Handbohrer mit einem Durchmesser von entweder 200mm oder 250mm zu benutzen und entsprechende Plunscher und Filterrohre.

3) Welche Ausmaße sind für mich eigentlich geeignet(Größe Bohrer|Kiespumpe|Filter)?

Ich wollte eigentlich keinen Rammbrunnen verwenden weil ich erstens gehört habe, dass diese schnell versiegen und zweitens kann ich mir bei diesen geringen Durchmessern nicht vorstellen, dass sie 6000 l/h schaffen.

4) Wie ist eure Meinung als Experten dazu?

5) Falls das Fördergut so bleibt, welche Filteröffnungsgröße schlagt ihr vor?

*NEU*
6) Wie verschließt man eigentlich das untere Ende des Filterrohrs nach dem Plunschen?
(habe gelesen, dass es verschlossen werden muss)

Danke im voraus für eure Antworten!

MfG

olaH

Geändert von Halo Camper (11.05.2011 um 03:53 Uhr)
Halo Camper ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2011, 12:13   #2 (permalink)
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Wenn Du auf größere Steine oder gar Fels triffst, dann hat es sich mit einem Handbohrer erledigt. Selbst das Spülbohren oder das Einplunschen eines Rohres funktionieren dann nicht mehr. Im Fels hilft dann nur noch das sog. Hammerbohren mit einem pneumatischen Bohrhammer. Dies kann dann nur noch von einer Bohrfirma erledigt werden. Die Preise schwanken dabei so zw. 70,00...110,00 € Netto / Bohrmeter.
romeo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2011, 21:52   #3 (permalink)
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Das mit der Bohrfirma ist notiert romeo. Frage 1) damit beantwortet. Um Geld zu sparen und weil ich voll von Tatendrang bin will ich es aber erst einmal mit der Hand probieren und auf mein Glück hoffen.
Nun sind aber einige meiner fragen noch nicht geklärt worden. Ohne diese Antworten will ich nicht beginnen. Zum Beispiel steht die Größe des Bohrlochs noch nicht fest.
Also wer das hier liest und was weiß, bitte Antworten!

Geändert von Halo Camper (10.05.2011 um 21:59 Uhr)
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Alt 10.05.2011, 23:26   #4 (permalink)
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Ich empfehle Brunnenbaurohre mit einem Durchmesser von 4,5 Zoll (Außendurchm. 125 mm), die Du versuchen kannst nach dem Erreichen des Grundwasserspiegels einzuplunschen. Also ein 150 mm oder besser 200 mm Handbohrer verwenden. Filterstrecke 4 m. Als Schutzrohre evtl. KG-Rohre verwenden. Details kannst Du aus dem Forum entnehmen. Ich gehe aber davon aus, daß Du bei dem Untergrund irgendwann genervt aufgeben wirst.
romeo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2011, 03:52   #5 (permalink)
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Kannst du begründen warum du solche Ausmaße gewählt hast?
Als Leihe würde ich einen möglichst großen Bohrer wählen, um mögliche Steine mit der größten Wahrscheinlichkeit einfach mit aufzunehmen und einen großen Filter um die nötige Bohrtiefe zu verringern. Ich möchte lediglich hinter den Denkprozess kommen (was ich außer Acht gelassen oder falsch verstanden habe).

Noch eine Frage.
Wäre es möglich mit einem Stikeisen (ka welche Bezeichnung es wirklich hat und wie es geschrieben wird) -ein massiver 1,2m Metalstab mit spitz zulaufender Verdickung am Ende, ca. 25 kg schwer, benutzt um Löcher für Pfähle zu schlagen- an einem Seil herabgelassen, etwaige größere Steine zu zerschlagen (Funktionsweise Spitzeisen -Meißel-) um sie zerkleinert mit dem Bohrer aufzunehmen?

Geändert von Halo Camper (11.05.2011 um 04:10 Uhr)
Halo Camper ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 11.05.2011, 17:30   #6 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Halo Camper Beitrag anzeigen
Kannst du begründen warum du solche Ausmaße gewählt hast?
Als Leihe würde ich einen möglichst großen Bohrer wählen, um mögliche Steine mit der größten Wahrscheinlichkeit einfach mit aufzunehmen und einen großen Filter um die nötige Bohrtiefe zu verringern. Ich möchte lediglich hinter den Denkprozess kommen (was ich außer Acht gelassen oder falsch verstanden habe).

Noch eine Frage.
Wäre es möglich mit einem Stikeisen (ka welche Bezeichnung es wirklich hat und wie es geschrieben wird) -ein massiver 1,2m Metalstab mit spitz zulaufender Verdickung am Ende, ca. 25 kg schwer, benutzt um Löcher für Pfähle zu schlagen- an einem Seil herabgelassen, etwaige größere Steine zu zerschlagen (Funktionsweise Spitzeisen -Meißel-) um sie zerkleinert mit dem Bohrer aufzunehmen?
Größerer Durchmesser - größere Filterfläche - mehr Zulauf. 6 m³/h Fördervolumen ist schon eine ganze Menge.

Du kannst es ruhig mit einem Fallgewicht versuchen. Gelegentlich wirst du sogar einen Stein zertrümmern. Wieviele Wochen Du dann brauchst, werden wir sehen; Versuch macht klug. Kommst Du aber auf einen größeren Stein (evtl. 0,5 m Durchmesser und mehr), dann wirst Du mit Muskelkraft scheitern. Bei kompakten Fels ist sowieso Feierabend.
romeo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.05.2011, 23:00   #7 (permalink)
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Du wirst ausschließlich in fluviatilen ( Fluss abgelagerten ) Sedimenten bohren. Wie die Vorredener bereits erwähnt wird das mit Hobbywerkzeug bzw. Selberbohren in max. Erfolgen in Punkto Kosten und Zeit enden.

Irgendwann nach x Monaten stellst du fest das du mehr Geld ausgegeben und eine Unmenge Zeit inv. hast und mit einer Firma besser gekommen wärst, auch finanziell.

6 ck/h sind nicht viel, dafür würden 1,0 SW (schlitzweite) 3" (80mm) Filterrohres mit einer Länge von 2m immer reichen.
Mit dem Durchmeser erhöhst du in erster Linie die Fassung eines Brunnes das ist aber nicht gleichzusetzen mit der Förderleistung.

solltes du versuchen es mit plunschen zu probieren ist der min durchmesser deiner schutzrohre etwas höher zu wählen als das zu erwartende Größtkorn, in deinen Fall wäre das ca. laut Foto eine 178mm Rohrtour mit einer Büchse min. 150mm. ich gehe aber davon aus das du noch größere steine treffen wirst, also Rohre im Bereich 320mm bis 419mm, Büchse danach 280mm, Zuggewicht beladen ca. 80-120kg.

frag einfach mal einen Brunnenbauer in deiner Nähe an und setz das Angebot hier rein, da schauen wir mal was da noch zu machen ist.

Mit selber bohren, in deinen Untergrund, ist das so als wenn du versuchst 5 Etagen ohne Kran zu bauen, möglich ist alles aber doch sehr sinnfrei.
dieBrunnenbauer.de ist offline   Mit Zitat antworten
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