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Schlagbrunnen / Rammbrunnen Probleme lösen

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Alt 15.05.2011, 16:28   #1 (permalink)
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Standard Ein paar Fragen...

Hallo,

wir haben uns vor kurzem ein Haus mit kleinem Garten gekauft. Für die Gartenbewässerung überlege ich mir jetzt einen Rammbrunnen anzulegen.

Ich hab das noch nie selbst gemacht, nur früher als Kind meinem Onkel geholfen um Tränken für seine Kuhweiden zu bauen. Ich hab mich hier in den letzten Tagen kreuz und quer durchs Forum gelesen. Wirklich super hilfreich! Vielen Dank schonmal dafür!

Ein paar Fragen sind aber noch geblieben.

Ich bin gestern mal quer durch die Baumärkte der Umgebung gefahren, um mir einen Überblick zu verschaffen. Dank meines hier neugewonnenen Wissens konnte ich auch relativ gut die Kompetenz der Mitarbeiter einschätzen:
"Wenn man Bohren müsste, hieße das nicht Schlagbrunnen" - Toom
"Und dann nehmen Sie so einen Saugschlauch und versenken den im Rohr" - "Passt der Schlauch denn in das Rohr?" - "Öhm... *probier* Nein." - Bauhaus
"20 - 30m Rohr werden Sie schon brauchen" - Obi

Jedenfalls kostete der Rammfilter überall 30-40 Euro und der Meter Rohr knapp über 10 Euro - 15 Euro. ( alles 1 1/4" )

Bei einem Baumarkt hatten sie sowas eigentlich gar nicht im Sortiment, aber genau als ich da ankam, waren die zufällig dabei, das Lager auszuräumen und schoben mir einen Wagen mit ca. 10 Spitzen, 4 Meterstücken Rohr und diversen Zubehörteilen genau vor die Füße, als ich die Gartenabteilung betrat. Die Teile waren noch in DM ausgezeichnet. Die Rohre und die Pumpenstöcke hatten an den Gewinden Rost angesetzt. Die Spitzen waren komplett rostfrei, wohl da samt Gewinde lackiert waren.

In den anderen Baumärkten hatte ich zwei Sorten von Rammspitzen gesehen, welche, die außen Kupferfarben waren ( Messing? ) und welche, die außen komplett aus Stahl waren und weniger Löcher hatten. Die Altbestände gehörten zu den Kupfer-/Messingfarbenen. Sie wollten für die Spitzen 10 Euro und für die Meterrohre mit den Rostgewinden geweils 5 Euro. Sollte ich da zuschlagen? Wenigstens bei der Spitze? Oder handel ich mir damit nur Stress ein? Passen die Rohre aus anderen Baumärkten auf über 15 Jahre alte Rammspitzen?

Ich bin eigentlich kein Freund von Baumärkten und kaufe lieber im Fachhandel. Nur weiß ich leider überhaupt nicht, unter welches Fach Rammbrunnen fallen. Fällt sowas unter Sanitärbedarf?

Gibt es irgendwo eine detailliertere Anleitung als im Wiki? Ich hatte z.B. irgendwo hier in einem Nebensatz etwas von Rammspitze mit Salz füllen gelesen. Finde es leider gerade nicht wieder. Was hat es damit auf sich?

Gleiches gilt für diese Tonkügelchen. Hatte ich auch irgendwo gelesen, aber nicht verstanden, was die bewirken?

Dann hätte ich noch eine Frage zur Platzierung des Bohrlochs. Ich hab hier neben dem Haus einen kleinen Schuppen, in dem ich bei Erfolg gerne eine E-Pumpe positionieren würde. Der Schuppen hat als Boden normale Pflastersteine. Kann/sollte ich das Loch direkt in den Schuppenboden bohren oder lieber im Garten und irgendwie ( wie? ) Leitung in den Schuppen legen?

Gruß
Carsten
Grisu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.05.2011, 22:20   #2 (permalink)
Moderator
 
Benutzerbild von Fellnase
 
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Beiträge: 1.586
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Hallo

Hätte da erst einmal eine Frage zu deinem Wasserstand: weißt du ab wann du Grundwasser bekommst?
Und weitere:
Sind die Weiden vergleichbar mit deinem Wohnort?
Wie tief musst du gehen um ausreichend Wasser zu bekommen?

Also wenn ein Rammbrunnen ausreichen sollte, von der Wassermenge und der Grundwassertiefe, dann schau dir mal das an:
Brunnenbau Set 6m für Rammbrunnen ohne Pumpenstock
Verlängerungsstücke bekommst du auch.
Du solltest so eine Filterspitze verwenden:
Rammfilter mit Innenfilter 1 1 4 Zoll für Rammbrunnen
Sonst ist das einfach, mit einem Erdbohrer bis zum Grundwasser bohren, dann die Rohre eintreiben 3 Meter können reichen wo der Filter tief im Grundwasser steckt.
Installationen oben machen und Wasser sollte kommen.
Was das Salz an geht, es gibt immer wieder Leute die extreme Dinge verbreiten, wir hier stehen nicht hinter diesen Dingen. Gehen auch meist nicht darauf ein. Genau so wenig wie Arbeiten mit Säuren, oder Öl im Brunnenbereich absolut Tabu sind.
Was die Ton Kugeln angeht das sind die Tonpelletz die werden gebraucht wenn man sich einen Bohrbrunnen realisiert. Wenn die Brunnenrohre abgeteuft werden muss der Brunnen unten verschlossen werden. Das macht man mit den Tonpelletz wenn man die Rohre direkt und nicht über ein Schutzrohr einbringt. Als betrifft den Rammbrunnen nicht.
__________________
Gruß Fellnase
Wasser sucht sich immer seinen Weg
Fellnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.05.2011, 08:01   #3 (permalink)
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Hallo und danke für die schnelle Antwort!

Der Boden ist nicht vergleichbar. Die Weiden früher das war in der Wildeshauser Geest, also eher Sandboden. Jetzt wohne ich in der Voreifel. Hab hier noch nicht tiefer als einen halben Meter graben müssen, bis dahin ist der Boden ziemlich lehmig.

Die Grundwassertiefe hier kenne ich leider (noch) nicht. Es gibt beim lanuv.de zwar ne Karte, aus der ich aber nicht wirklich schlau werde. Ich glaube, da geht es auch eher um die Trinkwasserschicht, die ja glaube ich sowieso wesentlich tiefer liegt, wenn ich das richtig verstanden habe. Recht guter Hoffnung bin ich, weil nicht weit von hier ein Bach verläuft und ich auf die Planungsunterlagen einer Einrichtung in der Nähe gestoßen bin, die schon bei 1-2m Probleme mit dem Grundwasser hatten.

Ich bin im Moment ja noch dabei mich schlau zu machen, aber da es diese Restbestände da gerade zu einem Drittel des normalen Preises gibt, wollte ich mal fragen, ob sich das Schnäppchen lohnt oder ich mir damit eher ein Ei lege. Ich nehme an, die von dir verlinkte Version der Rammspitze ist aus Edelstahl, so wie ichs in den anderen Baumärkten gesehen hab? Sah auf dem Foto irgendwie nach Alu aus.

Die ist stabiler als die Messingversion, oder? Hat die auch Einfluss auf die Wassermenge? Wirkte zumindest im Baumarkt auf mich so, als hätten die Messingversionen mehr Löcher.

Wenn ich mir jetzt dieses Set bestelle, dann anfange zu bohren und zu rammen und am Ende feststelle, dass ich einen Meter tiefer muss, kann ich da dann problemlos noch ein Rohr aus dem Baumarkt draufschrauben? Halbfertig ne Woche aufs Paket warten, ist ja wahrscheinlich nicht so optimal.

Eine Frage zur Handpumpe hätte ich auch noch. Diese Handschwengelpumpen sind ja relativ klobig und wirken, als läge der Schwerpunkt da auf der Optik. Gibt es da auch schmucklosere kompaktere Versionen?

Gruß
Carsten


Nachtrag:
Laut LANUV-Bodenkarte sind wir hier vom Bodentyp direkt an der Grenze zwischen Pseudogley und Braunerde-pseudovergleyt. Hilft die Information?

Geändert von Grisu (16.05.2011 um 08:50 Uhr)
Grisu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.05.2011, 11:38   #4 (permalink)
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Also die Angaben über das Grundwasser helfen mir nicht.
Zu den Rammfilter: Die welche du als Messingfilter bezeichnest habe ein außen liegendes Sieb ( Gaase) die ist beim rammen nicht so vorteilhaft weil ein Stein genügt um den Filter zu beschädigen, dann ist Schluss mit dem guten.
Der Aufbau ist bei allen gleich, Rohr mit Löscher und halt das Filtersieb, es ist nur der Unterschied ob innen, oder Außen.
Der Filter den ich dir verlinkt habe ist aus Stahl, verzinkt, aus V Material wird man den nicht zu so einem Preis bekommen.
Die Rohre sind genormt, sind 1 und ein viertel Zoll stark.
Wie du nun daran kommst wo dein Wasser beginnt und ob du auf eine gut Wasser führende Schicht kommst wird wohl nur die Praxis zeigen.
__________________
Gruß Fellnase
Wasser sucht sich immer seinen Weg
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Alt 17.05.2011, 10:40   #5 (permalink)
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Hallo und erneut vielen Dank für die Infos.

Der Nachtrag mit dem Pseudogley war weniger im Bezug auf die Grundwassertiefe gedacht. Ich hatte es nur erwähnt, weil ich dachte, dass man daran vielleicht sagen kann, ob ein Rammbrunnen überhaupt funktioniert. Laut Wikipedia ist Pseudogley in den oberen Schichten viel Tonerde mit sauerstoffarmer Staunässe. Deshalb frag ich mich, wie man unterscheidet, ob man tatsächlich im Grundwasser oder nur im Rest des letzten Regenschauers gelandet ist.

Leider scheint hier rund um Aachen nirgendwo die Möglichkeit zu bestehen, sich so einen Handerdbohrer auszuleihen, bzw. gibt es die überall nur mit 1m Länge ohne Verlängerung zu leihen. Ich werde also wohl nicht drumherum kommen, mir so ein Gerät zu kaufen.

Ich habe jetzt zwar beim LANUV eine Anfrage nach der Grundwassertiefe gestartet, aber die Bearbeitungszeit beträgt 8 Wochen und wenn ich mir die Messstellen anschaue, weiß ich nicht, ob die eine sinnvolle Aussage treffen können. Die nächste Messstelle ein paar km nördlich hat eine Wassertiefe von ca. 20 m. Die übernächste ein paar hundert Meter weiter nur 3m. Im Süden ist es umgekehrt. Die nächstgelegene hat 3-4m, ein Stück weiter sinds 30 m.

Macht es Sinn, erstmal nur einen Bohrer zu beschaffen und einfach mal zu bohren? Kann man nur mit einem Loch irgendeine Aussage treffen oder ist das ohne passende Rohre nur vergebliche Arbeit?

Auch noch ungeklärt ist für mich die Frage nach dem Bohren im Schuppen. Geht das, oder sollte man besser Abstand halten?

Gruß
Carsten

Nachtrag:
Welchen Durchmesser sollte der Bohrer eigentlich haben? 1,25 Zoll sind 31,75 mm. Heißt das, jeder Bohrer mit größerem Durchmesser reicht? Und brauche ich so einen Gestängehalter?

Geändert von Grisu (17.05.2011 um 10:50 Uhr)
Grisu ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 23.05.2011, 16:10   #6 (permalink)
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Ort: 78727 Oberndof
Beiträge: 1
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Hallo Crisu,
habe am Sonntag einen Erfolg mit Brunnenbohren in Offenburg gehabt.
Ich habe einen 10cm Erdbohrer mit einer Länge bis zu 6 Meter.
Wir haben mit eienr Winkelrute den Bohrpunkt festgestellt und haben zu
zweit ungefähr 4 Stunden mit etlichen Pausen nach ca. 4,5 m auf einen Schlag auf Grundwasser gestoßen.Ich kann Dir den Bohrer vieleicht verkaufen oder leihen wenn Du Intresse hast.
Ich wohne in 78727 Oberndorf
meine I-Mail Adreesse petri.luedtke@web.de
pedroses ist offline   Mit Zitat antworten
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