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Brunnenbau Bohrbrunnen Erfahrungen und Probleme im Brunnen-bau Bohrbrunnen

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Alt 19.06.2011, 17:46   #1 (permalink)
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Standard Lehm ohne Ende...

Meinen ersten Plan, einen Schachtbrunnen zu graben, habe ich vorerst auf Eis gelegt. Nachzulesen unter: Ein Mann und eine Schaufel

Wie sich heute herausstellte, nicht die schlechteste Entscheidung.
Aber der Reihe nach:

Nach den 160cm im Schachtbrunnen zeigte sich eine reine Lehmschicht.
Die Gegend, in der ich wohne, ist bekannt für eine "dicke" Lehmschicht.
Wie dick konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen.

Deshalb beschloss ich doch zu bohren.
Denn was passiert wenn die Lehmschicht mehr als 8 Meter stark ist?
So tief möchte ich nun auch wieder nicht graben.

So habe ich mir einen gebrauchten Erdbohrer mit 8 Meter an Verlängerungen gekauft.
Die ersten Meter schaffte ich gestern trotz Lehm und ohne Hilfe.

So sieht der Lehm aus:




Also weiter:

Heute, nach vier Metern, war der Lehm nicht mehr komplett rein,
sondern hatte vereinzelt ganz kleine Steine eingeschlossen.
Als Anfänger im Brunnenbohren scheint mir das keine wasserführende Schicht zu sein.

Ab dem fünften Meter musste mir meine Freundin helfen,
alleine wars echt sehr mühsam den mit Lehm beladenen Bohrer raus zu ziehen.

Noch dazu hat es von gestern auf heute sehr stark geregnet, im Loch stand das Wasser ca. einen Meter hoch.
Ich vermute das Oberflächenwasser steht nach dem einen Meter Erde an und ist dann von allen Seiten
in mein Loch gesickert? Denn abgedeckt hatte ich das Loch.

Zu Zweit ging es dann deutlich besser.
Beim fünften Meter knirschte es beim Bohren deutlich,
also kann es kein reiner Lehm mehr sein!

So war es dann auch, aber rund 20cm weiter unten war es dann doch wieder nur mehr reiner Lehm.
So haben wir uns bis auf Meter 5,5 vorgearbeitet.

Als wir gerade das Meterial eine Bohrung entsorgten, machte es ziemlich laut "plumbs".
Eine Seitenwand muss eingestürzt sein, denn als wir den Bohrer einsetzen wollten
stand er einen ganzen Meter (!) höher als zuvor? Jetzt mussten wir einen Meter Gestänge entfernen
und das eingestürzte Material (Lehm) fördern.

Ein paar Mal noch sind große Stücke der Seitenwand runtergestürzt,
in Summe sind wir dann doch auf knappe 6 Meter gekommen. Leider noch immer Lehm.
Das Einzige was sich ändert ist die Farbe die sich von Grau/Blau ins Braune wandelt.
Ob ich deswegen auf ein baldiges Ende hoffen kann?

Der linke Brocken stammt von ganz unten, der rechte von oben:
(Sorry, die Bilder sind nicht gut...)



Ein vielleicht noch interessantes Detail:

das Wasser steht nun ca 1-1,5Meter hoch im Loch.
Kann es sein, dass das stehende Wasser dafür sorgt,
dass die mit Stein durchsetzten Lehmschichten einbrechen?

Dagegen spricht dass immer wieder Teile der Wand
lautstark auf das Wasser aufschlagen.
Somit gibt es eine Schicht die locker genug ist um ins
Loch zu fallen.

Nun stehe ich vor der Frage wie ich weiter machen soll?
Im Lehm funktioniert kein Plunschen - also muss ich Bohren.
Doch was ist wenn laufend Material(Lehm) von den Wänden ins Loch fällt?
Ich vermute Morgen wird mein Loch wahrscheinlich einen Meter weniger tief sein...

Die Baustelle mit dem verdeckten, aufgegebenen Schachtbrunnen

__________________
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Geändert von Brenner (19.06.2011 um 17:49 Uhr)
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Alt 20.06.2011, 12:37   #2 (permalink)
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Vielleicht sollte ich meine Fragen konkretisieren.

- da die Wände laufend einstürzen, bleibt nur weiter zu bohren, weil ich wegen dem Lehm nicht plunschen kann - korrekt?

- Ein Stützrohr, in welchem gebohrt wird, ist nicht möglich weil ich dazu einen kleineren Erdbohrer benötigen würde.

Danke
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Alt 20.06.2011, 14:02   #3 (permalink)
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Hi Brenner,

ich bin auch an meinem ersten Brunnen und habe sehr ähnliche Probleme.
Bei kanpp über 6m sehr harter Ton durch den ich mich jetzt 3m durchgekämpft habe.
Seit der 8m Marke dringt Wassser ein, wenn auch nur weniges nachfliest.
Je tiefer ich unter den Wasserspiegel gekommen bin um so mehr füllt sich das Loch mit aufgeweichtem Ton. Bei längeren Pausen steht dann muss ich erst 50cm weichen Ton abbauen, bevor ich wieder auf dem harten Ton stosse.
Bei mitlerweile 9m wird mir das auch zu riskant, von wegen des Loches was da endstehen kann.
Uns beiden bleibt kaum was anderes übrig als ein Stützrohr einzubringen und mit kleinerem Bohrer weiterzuarbeiten. Kostet zwar wieder Geld, aber lässt sich, so denke ich, auch gut wieder verkaufen.

Aus welcher Ecke kommst Du eigentlich?

Gruß Aki
Aki66 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2011, 16:33   #4 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Aki66 Beitrag anzeigen
Bei mitlerweile 9m wird mir das auch zu riskant, von wegen des Loches was da endstehen kann.
du meinst dass hier ein richtiger Krater entstehen könnte?

Zitat:
Zitat von Aki66 Beitrag anzeigen
Uns beiden bleibt kaum was anderes übrig als ein Stützrohr einzubringen und mit kleinerem Bohrer weiterzuarbeiten. Kostet zwar wieder Geld, aber lässt sich, so denke ich, auch gut wieder verkaufen.
Sowas habe ich schon befürchtet... Aber wirst recht haben - was anderes fällt mir auch nicht mehr ein.

Zitat:
Zitat von Aki66 Beitrag anzeigen
Aus welcher Ecke kommst Du eigentlich?
Salzburg/Bürmoos, woher du?
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Alt 20.06.2011, 16:45   #5 (permalink)
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Hi,

sicher baut man mit der Zeit einen Hohlraum, wenn man immer wieder nachrutschendes Material herausholt. Das kann im schlimmsten Fall dazu führen, das von oben alles nachsackt und man einen Trichter im Garten hat. Irgendwo hier habe ich auch schonmal ein Bild von sowas gesehen.
Ich habe bis dato noch nicht soviel rausgeholt das ich denke das es bei mir eine Gefahr wäre, aber ich will auch kein Risiko eingehen.
Ich komme übrigen aus der Nähe von Mainz.

Gruß Aki
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Alt 21.06.2011, 13:18   #6 (permalink)
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Heute, es regnet mal nicht, ist das Loch bis auf ca. einem Meter voll(!) mit Wasser.
Werde mir eine kleine Gartenpumpe besorgen und versuchen die Bohrung vom Wasser zu befreien...
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Alt 22.04.2012, 15:25   #7 (permalink)
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So, fast ein Jahr später...
Nachdem ich mangels Zeit und Interesse das Projekt ruhen habe lassen, geht's nun weiter.
Brunnenrohre, Filterrohre, Brunnenkopf und Plunscher stehen bereit.
Das Loch vom vorigen Jahr steht bis oben hin voll mit Wasser, sehr wahrscheinlich ist es in der Zwischenzeit auch eingefallen.

Deshalb bohre ich an anderer Stelle neu.
Das neue Loch wird sicher nicht in einem "Zug" gebohrt werden. Da stellt sich mir die Frage, wie ich das Wasser, welches sich dazwischen wieder im Loch sammeln wird, am einfachsten raus bekomme?

Ein Wasserwerk besorge ich mir erst nach erfolgreichem versenken aller Rohre. Deshalb überlege ich mir für die Bohrarbeiten eine Pumpe mit Saugschlauch zu kaufen. Kann mir dazu jemand etwas empfehlen? Wie gesagt, diese Pumpe kann billig sein, da sie sicher nicht als Dauerlösung eingesetzt wird. Danke
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Alt 22.04.2012, 17:17   #8 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Brenner Beitrag anzeigen
Brunnenrohre, Filterrohre, Brunnenkopf und Plunscher stehen bereit.
Das Loch vom vorigen Jahr steht bis oben hin voll mit Wasser, sehr wahrscheinlich ist es in der Zwischenzeit auch eingefallen.
Beschreibe mal das Material und Dein Werkzeug etwas genauer!
Rohrdurchmesser, Anahl der Vollrohre und Filterrohre, Bohrergröße und Plunscher. Hast Du einen Dreibock zum Plunschen oder willst Du das am Gestänge machen?
Ich persönlich würde das alte Loch bevorzugen!
Vom Wasser im Loch würde ich mich nicht beeindrucken lassen...das stört nicht wirklich. Der Ton klebt ohnehin am Bohrer fest.
Worin ich eher das Problem sehe ist, dass Dein Brunnenrohr im Ton festgehen wird. Das heißt Du wirst durchteleskopieren müssen.
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Alt 22.04.2012, 18:30   #9 (permalink)
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DN 125 DIN 4925 Vollrohr mit Trapezgewinde 6 Meter
DN 125 DIN 4925 Filterrohr 0,3mm Schlitz 2 Meter
DN 125 Brunnenkopf
und ein auf Ebay erstandener Kiesplunscher sowie eine 150mm Kiesplunscher.
Dreibock werde ich aus Holz bauen.
Foto kann ich diese Woche liefern.
Wie meinst du das mit dem durchteleskopieren?
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Alt 22.04.2012, 19:23   #10 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Brenner Beitrag anzeigen
DN 125 DIN 4925 Vollrohr mit Trapezgewinde 6 Meter
DN 125 DIN 4925 Filterrohr 0,3mm Schlitz 2 Meter
DN 125 Brunnenkopf....

Dann ist das Muffenrohr und kein Glattwandrohr!?
Das Problem ist, dass die Muffen durch Deinen Boden müssen...stellen einen extra Widerstand dar.

Zitat:
Zitat von Brenner Beitrag anzeigen
Dreibock werde ich aus Holz bauen.
Denke an Deine Gesundheit!

Zitat:
Zitat von Brenner Beitrag anzeigen
Wie meinst du das mit dem durchteleskopieren?

Wenn Dein Rohr im Ton fest steckt, musst Du das Rohr da stecken lassen, mit einem kleineren Bohrer, der gerade so in Dein Bohrrohr passt, weiter durch die Tonschicht bohren und wenn dann eine Kiesschicht kommt in der Du plunschen kannst, dann setzt Du die nächstkleinere Rohrstrecke ein damit das gebohrte unten nicht zusammen fällt.
Wenn man weiß, dass einem so viel Ton erwartet, dann fängt man gleich größer an!

Zitat:
Zitat von Brenner Beitrag anzeigen
Kiesplunscher 150mm

Mit einem Plunscher arbeitet man im Bohrrohr, wie bekommst Du diesen ins DN 125er Rohr?
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René
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Alt 22.04.2012, 19:43   #11 (permalink)
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Ok, ich melde mich besser wieder wenn ich das vorhandenen Material abgemessen habe. Ich bin mir sicher, dass es zueinander passt.
Mit den Muffen hast du aber Recht, die bremsen.
Dreibock werde ich überdenken, meine Gesundheit steht bei mir hoch im Kurs..
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