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| Brunnenbau Bohrbrunnen Erfahrungen und Probleme im Brunnen-bau Bohrbrunnen |
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Moderator
Registriert seit: 13.10.2009
Ort: Bei Mannheim
Beiträge: 1.586
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Damit es gelingt hier noch ein paar grundsätzliche Dinge.
Jeder ist für seine Arbeit selbst verantwortlich. Die Sicherheit sollte Vorrang haben, für Mensch und Natur, dem Grundwasserschutz sollte auch eine große Beachtung gelten. KG Rohre und andere Ersatzrohre für den Brunnenbau. KG Rohre und andere nicht für den Brunnenbau ausgelegte Materialien sollten im Brunnenbau keine Anwendung finden. Ein begrenzter Einsatz, für Tiefen bis 3 Meter, zum Schutz das kein Erdreich ins Bohrloch fällt ist akzeptabel. Es ist damit zu rechnen dass die Fachleute auf Beiträge mit KG Rohren nicht antworten. Was gegen den Einsatz von KG Rohren im Brunnenbau spricht: Die Stabilität der Rohre, denn sie sind nicht für den seitlichen Druck im tiefen Boden ausgelegt. Die Rohre werden vom Erdreich zusammengedrückt, ins besondere dort wo die Rohre von Hand bearbeitet worden sind. Schlitze und Bohrungen schwächen das Rohr. Wenn ein KG Rohr DN 125 auf dem Prüfstand mit 0,4 Bar Unterdruck belastet wird faltet es sich nach einer Zeit von ca 15 Minuten zusammen. ( Prüfbericht K 08 1177.5 des Material Prüfamtes Darmstadt) Die unter Praxisbedingungen auftretenden Außendruck -Belastungen sind von mehreren, z. T. in ihrer Größe nicht exakt definierbaren Faktoren abhängig: beim Einbau der Brunnenrohre, bei der Kiesschüttung, der Ringraumverfüllung und beim Anpumpen (durch hohe Wasserspiegeldifferenzen) sind die Belastungen am größten und in ihrer Ausprägung nicht exakt berechenbar. Je Tiefer ein Rohr ins Erdreich abgeteuft wird umso stärker wird der Drück von Außen. Eine weitere Belastung der Rohre wird beim Durchteufen von Tonschichten hervorgerufen, indem die Rohre zusätzlich Außendruckbelastungen durch quellende Tone ausgesetzt sind. Diese können in allen Teufen auftreten und im Extremfall schon nahe der Oberfläche zu erheblichen Beanspruchungen führen. Ein Brunnenrohr ist diesen Drücken gewachsen. Die Außendruckbelastung ( Außendruckbelastbarkeit ) beim DN 125 Brunnenrohr beträgt mindestens 800 K PA und die Zugfestigkeit beim Gewinde liegt bei 1830 KG. Die Rohre brechen bei starker Belastung, sie splittern und die davon fliegenden Splitter können lebensbedrohliche Verletzungen verursachen. Die Rohre sind nicht fest miteinander verbunden, somit lassen sie sich nicht mehr aus dem Boden ziehen. Steckt ein KG Rohr, das z.B. als Schutzrohr abgeteuft wurde dann im Boden fest ist der Brunnen verloren. Denn Wasser kann nun nur noch durch die untere Rohröffnung eintreten. Das bedeutet dass ein Brunnenfilter sich dann schnell zusetzt weil sich Feinsande einspülen. Zudem ist durch das nicht mehr zu ziehende KG Rohr eine direkte, offene Verbindung von der Oberfläche zum Grundwasser entstanden, das birgt die Gefahr der Grundwasserverseuchung. Es besteht ein direkter Zulauf der kein Hindernis für Öle und Chemikalien bildet. Was eine solche Verschmutzung nach sich zieht kann man selbst erahnen. Die von Hand angefertigten Schlitze, oder Bohrungen zum Wassereintritt sind zu breit. Dadurch tritt Sand in die Rohre ein welcher den Brunnen verschließt und die Pumpe zerstört ( Sand ist wie Schmirgelpapier ). Dieser Sand zerstört auch die Wassersprenger. Die Muffen sind zu breit und lassen sich nicht ohne große Last abteufen. Die Rohre schieben sich in den Muffen ineinander, reißen dabei und machen ein weiter arbeiten unmöglich. Der Unterschied in den Materialkosten ist sehr gering gegenüber dem Brunnenrohr Wer es noch nicht verstehen will der möge tun was er nicht lassen kann. Aus unserer Erfahrung sind 95% der KG Rohr Einsätze im Brunnenbau gescheitert, zudem war es vergeudete Zeit und verschwendetest Geld. Wünsche allen viel Erfolg bei Brunnenbau.
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Gruß Fellnase Wasser sucht sich immer seinen Weg Geändert von Fellnase (02.01.2012 um 23:35 Uhr) |
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