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Alt 25.06.2011, 22:38   #1 (permalink)
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Registriert seit: 21.06.2011
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Standard Welche Art von Schutz-/Bohrrohr?

Hallo Fachleute,


habe jetzt so viel darüber gelesen, dass man KG nicht als Schutzrohr verwenden soll. OK, ist verstanden. Die Ausführungen von Fellnase waren ja auch deutlich.



Frage daher: welche Art Rohr empfiehlt ihr stattdessen?

Ich bin mir unsicher, wie ich vorgehen soll. Mein Problem ist, dass ich nicht an schweres Gerät komme (Winde oder so), um ein Schutzrohr wieder ziehen zu können. Ich habe verstanden, dass man durchaus auch direkt im Brunnenrohr plunschen und es so abteufen kann, ohne Schutz- bzw. Bohrrohr. Aber dazu muss man sich doch logischerweise von vornherein auf den Filter festlegen? Nun weiß ich aber ja noch gar nicht, was mich "da unten" erwartet. Selbst wenn man bzgl. Versandung auf Nummer sicher geht und den kleinsten Filter wählt: was ist, wenn man in der gewünschten Tiefe auf Feinsand stößt? Wieder rausziehen, um einen Feinsandfilter anzubringen, geht nicht. Auch kann man, wenn man ohne Schutzrohr gearbeitet hat, ja nachträglich keinen Filterkies mehr um die Filter herum einbringen (oder etwa doch?). Oder sollte man vielleicht auf "Absolut Nummer sicher" gehen und von vorneherein einen Feinsandfilter verwenden?


Wie sollte ich vorgehen? Sollte ich's riskieren und einfach mal mit Brunnenrohr loslegen (geplant ist: DN115, 1m Sumpfrohr, 2m Filterrohr, 6-7m Vollrohr, mit GW ist laut eines im Rahmen des Hausbaus erstellten Bodengutachtens bei 3,5 - 4m zu rechnen; leider wurde damals nur bis zu einer Tiefe von 5,3m untersucht)?


Möchte halt das schöne Brunnenrohr nicht verschwenden...:-)


Vielen Dank und Gruß,


Marius.
Plunschomat3000 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.06.2011, 23:12   #2 (permalink)
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Hallo

Also das Arbeitsrohr welches im Brunnenbau Verwendung finden soll muss den Belastungen welche im Boden auftreten stand halten.

Da wären zum ersten die Stahlrohre wie sie von Brunnenbauern verwendet werden. Die Leute arbeiten mit Maschinen und daher spielt da das Gewicht kaum eine Rolle was die Handhabung angeht. Von Hand wird es da sicher fast unmöglich.

Dann kann man mit Brunnenrohren als Arbeitsrohr arbeiten. Sie erfüllen ja den Zweck.
Als Beispiel. Mann nimmt Glattwandrohre, also ohne Muffe und teuft diese ab. dann stellt man seine Brunnenrohre in die Brunnenrohre und zieht die äußeren wieder. Genau so wie der Brunnenbauer mit den Stahlrohren.

Wer das nicht kann, oder will, kann auch die endgültigen Brunnenrohre direkt abteufen.
Hierbei wäre es ratsam zu wissen was einen ungefähr im Boden erwartet. Also GW Anfang und Erdreich. Zudem muss man danach seinen Brunnen vor planen. Zu beachten ist die Einbautiefe der Pumpe, da ja immer 2 Meter Wassersäule über der Pumpe stehen sollten. Die Pumpe und auch das Saugrohr nicht im Filterbereich eingebaut werden dürfen. Zur Not kann man auch 1,5 Meter Sumpfrohr einbauen um die Pumpe im Sumpfrohr zu installieren.

Kieschüttung ist nicht immer erforderlich, es kommt auf den Boden an in dem die Filter stecken.
__________________
Gruß Fellnase
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Alt 26.06.2011, 01:14   #3 (permalink)
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Hi Fellnase,

danke für den guten Tip mit dem 1,5m-Sumpfrohr, um die Pumpe unterhalb und nicht oberhalb des Filterbereichs aufzuhängen. Damit dürfte die "Mindestens-2m-Wasser-über-der-Pumpe"-Regel wohl sicher eingehalten sein (zumindest, wenn ein 2m-Filterbereich eingebracht ist, der auch oberhalb ausreichend voll Wasser steht).

Nächstes Stichwort: Brunnenrohr (auch) als Arbeitsrohr verwenden und dann im Durchmesser kleinere als "eigentliche" Brunnenrohre darin runterlassen: so ein Brunnenrohr kostet ja schon mal den einen oder andere Euro :-) Ihr habt da mehr Erfahrung: wie gut lassen sich die "gezogenen" Glattwandrohre dann später bei ebay (oder so?) wieder verkaufen? Denn - und da bin ich ehrlich - auf den gezogenen Arbeitsrohren in Form größerer Abmessungen (vielleicht DN125 oder DN150 - ich habe ja vor, DN115 als finales Brunnenrohr zu verwenden) wollte ich eigentlich nicht sitzen bleiben (bei 10 Metern DN150 Baulänge 1m sind das - gemäß www.erdohrer.de - immerhin gesunde 288,50 EUR). Denn im Prinzip muss die Strecke "nach unten" bei dieser Vorgehensweise ja doppelt angeschafft werden: einmal im "großen" und einmal im "kleinen" Durchmesser (wobei zugegebenermaßen die eigentlichen Filterrohre natürlich nur im kleinen Durchmesser anfallen).

Bitte nicht falsch verstehen, aber da ich an anderer Stelle im Forum von einem Brunnenbesitzer gelesen habe, der in Summe gute 1.500 EUR in die Hand genommen hat (die technische Ausstattung ist bewundernswert, ich glaube, jeder hätte gerne eine solche Installation) und dessen Projekt sich in ca. 13 (!) Jahren amortisiert hat, darf man den pekuniären Aspekt sicher nicht aus den Augen lassen. Schließlich legt man einen Brunnen ja nun mal an, um Wasser bzw. Geld auf lange Sicht zu sparen (Sorry, kann nicht aus meiner Haut, bin Kaufmann...:-).

Aber im Ernst: danke für die Erläuterungen, das Forum ist super! Bin echt ein gutes Stück weiter! Es hilft einfach enorm, aus Erfahrungsberichten zu lernen!

Viele Grüße,

Marius.
Plunschomat3000 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.06.2011, 12:23   #4 (permalink)
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Na wenn ich so überlege braucht man bestimmt nicht die Bucht um Schutzrohre zu verkaufen.
Denke das hier im Forum bestimmt genug Interesse besteht diese Dinge zu übernehmen, mit kleiner Einbuße.
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Gruß Fellnase
Wasser sucht sich immer seinen Weg
Fellnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.06.2011, 14:47   #5 (permalink)
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Stimmt, guter Punkt...:-)

Danke!
Plunschomat3000 ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 26.06.2011, 16:12   #6 (permalink)
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Benutzerbild von Sumpfmolch
 
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Beiträge: 25
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Gute Diskussion,

ich hatte genau dasselbe Problem (Bohrrohr ja oder nein, und wenn ja ein KG oder doch ein Brunnenrohr??) und habe mich jetzt dazu entschlossen das Brunnenrohr (1m Sumpfrohr, 2 m Filterrohr, Rest wieder Brunnenrohr) direkt, also ohne Bohrrohr in die Tiefe zu treiben, sofern es mir gelingt.

Nachdem ich bei 2,5 m auf Wasser und Sand gekommen bin, habe ich mich für die Schlitze von 0,3 mm entschieden, mal sehen wie es weiter geht.

Gruß LUTK200
Sumpfmolch ist offline   Mit Zitat antworten
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