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Alt 27.07.2011, 18:33   #1 (permalink)
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Standard Verockerung des Brunnens

Hallo ihr lieben
Nach dem mein Brunnen fertig ist habe ich auch mal eine Grundwasseranlyse machen lassen, hier die Ergebnisse. 
Parameter Messwert Einheit

pH 7,18
El. Leitwert 519 µS/cm
Gesamthärte 12,7 °dH
Karbonathärte 7 °d
Chlorid 30 mg/L
Sulfat 105,9 mg/L
Nitrat 27 mg/L
Ammonium 0,10 mg/L
Eisen 1750 mg/L
Mangan 1150 mg/L
Sulfid < 0,1 mg/L
Chlor (Frei) < 0,05 mg/L
Chlor (Gesamt) < 0,05 mg/L
Abfiltrierbare Stoffe < 10 mg/L



Ihr seht schon: Mangan und Eisenwerte sind alles andere als optimal für eine Wärmepumpe,
mir ist bekannt das hohe Mangan und Eisenwerte für ein zusetzen des Schluckbrunnen verantwortlich sein können. Doch stellt sich für mich die Frage: wie können diese Stoffe im Wasser ausfallen und dadurch den Schluckbrunnen zusetzen wenn doch kein Sauerstoff von außen mit eingetragen wird ?
Möglich Ursache wie zu hohe Fließgeschwindigkeit bei Eintritt im Filterrohr ist bekannt.
Ein wenig information:
Jetziger Brunnen besteht aus 3 Meter DN 100 Filterrohr 0,1 mm schlitzweite (realisiert durch Filterstrupf, natürlich Brunnenrohr), über den Filter stehen 3,5 Meter Wassersäule.
nach Angaben vom Verkäufer liegt die max zulässige Wasserentnahmemenge je Meter Filterrohr bei 2,1 m3/h bei max 3cm/s Fließgeschwindigkeit, der Brunnen hat jetzt eine max Leistung von rund 4,6 m3/h , dabei fällt das Vakuummeter auf -0,5 bar ab.
mfg jens

Geändert von jmetzkow (27.07.2011 um 18:51 Uhr)
jmetzkow ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.07.2011, 23:17   #2 (permalink)
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Moin,
Zitat:
Doch stellt sich für mich die Frage: wie können diese Stoffe im Wasser ausfallen und dadurch den Schluckbrunnen zusetzen wenn doch kein Sauerstoff von außen mit eingetragen wird ?
Bakterien tragen auch dazu bei. Durch ihren Stoffwechsel wandeln sie das gelöste Eisen in eine unlösliche Form um. Diese biologische Reaktion dient der Energiegewinnung und der Aufrechterhaltung ihrer Lebensfunktion.

Zitat:
nach Angaben vom Verkäufer liegt die max zulässige Wasserentnahmemenge je Meter Filterrohr bei 2,1 m3/h bei max 3cm/s Fließgeschwindigkeit
Kann ich mir nicht vorstellen, wobei ich keine genauen Daten für 0,1 SW habe. 0,2 SW bringt zB. ca. 1,6 m³/h.

Wie tief ist denn dein Brunnen?
Prophylaktisch kann man aber etwas gegen die Verockerung tun.
__________________
Gruß PM
ICQ 613346724 Plunschmeister
Plunschmeister ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.07.2011, 06:15   #3 (permalink)
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Hallo
Zitat:
Kann ich mir nicht vorstellen, wobei ich keine genauen Daten für 0,1 SW habe. 0,2 SW bringt zB. ca. 1,6 m³/h.
Ja, kann sein, aber hier muss man auch beachten das durch das Gewebe die gesammte Oberfläche des Brunnenfilters als Filter dient, bei geschlitzen Rohr
wird dies doch reduziert, dort hat man ja nur jeden Zentimerter einen Schlitz.
Ich hatte auch vorgehabt insgesammt 2 Saugbrunnen und 2 Schluckbrunnen zu bohren zur reduzierund der Druckdifferenzen.

Zitat:
Wie tief ist denn dein Brunnen?
Von Oberkannte Gelände zur Unterkannte Verschlusskappe Filterrohr 9 Meter, Wasser habe ich schon ab rund 2,5 Meter tiefe.

Zitat:
Prophylaktisch kann man aber etwas gegen die Verockerung tun.
Das hört sich richtig gut an, erzähl mal, was denn ?
Das läst hoffen.

Ich habe noch hier im Forum ein wenig rum gestöbert und festgestellt das andere Eisenprobleme schon mit 3 mg/L haben, jedoch konnte ich bei mir feststellen das kein Eisen aus fällt, egal ob Wassereimer 1 Woche stehen lassen oder das Wasser abkochen, es wird nix braun, das Wasser hat aber einen ganz leicht gelblichen Farbton.
Da frag ich mich, ob die Wasseruntersuchung auch wirklich korrekt ist.
mfg jens
jmetzkow ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2011, 10:16   #4 (permalink)
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Hallo
Ich schieb das Thema nochmal hoch, kann es jemand von euch anhand seiner Erfahrungen bestätigen das das Eisen ab rund 3mg/L im Wassereimer sichtbar ausfällt ?
mfg jens
jmetzkow ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2011, 16:06   #5 (permalink)
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Wenn man das Wasser still in einem Behälter stehen läßt, dann fällt das Eisen zumindestens teilweise aus rostbraune Flocken aus.

Eigentlich rate ich davon ab, bei einem GW dieser Güte, eine Erdwärmeanlage zu betreiben. Vor allem der Schluckbrunnen wird sich zusetzen. Wie es mit der Verockerung im Bereich des Wärmetauschers aussieht bzw. inwiefern dies die Leistung herabsetzt, kann ich nicht beurteilen. Vorteilhaft für einen störungsfreien Dauerbetrieb ist es jedenfalls nicht.

Um das Fe-/Mn-Problem in den Griff zu bekommen, muß eine Enteisenungsanlage zwischengeschaltet werden. Durch die Zugabe eine Fällungsmittels werden dann Fe/Mn herausgefiltert. Ob diese zusätzliche Filterung den Wirkungsgrad der Anlage reduziert, kann ich nicht bewerten. Das sollte mit der Heizungsbaufirma geklärt werden.
romeo ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 31.07.2011, 17:18   #6 (permalink)
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Hallo
Vielen Dank für dein Feeback

Zitat:
Wenn man das Wasser still in einem Behälter stehen läßt, dann fällt das Eisen zumindestens teilweise aus rostbraune Flocken aus.
Das ist es ja eben, es fällt kein Eisen aus, keine braunen Flecken u.s.w.
Daher sind mir die Messergebnisse vom Labor ein wenig schleierhaft.
Wegen der Problematik mit dem Schluckbrunnen dachte ich mir ich könnte der Verockerung vorbeugen indem ich Saugbrunnen und Schluckbrunnen im wechsel betreibe, dazwischen ein einfacher Filter (60µm). Aber soweit nur meine Theorie, könnte dies auch in der Praxis klappen ?

Zitat:
Das sollte mit der Heizungsbaufirma geklärt werden.
Ähm, mein Komplette Heizung sowie die Wärmepumpe hab ich selber gebaut, von den Mist von der Stange halte ich nicht viel.
Meine Devise: Lesen,lernen, mit leuten austauschen und dadurch wieder lernen.
Da als Verdampfer kein Plattenwärmetauscher verwendet wurde sondern ein selbst gebauter Koaxialwärmetauscher besteht auch bei Lochfrass im Verdampfer (im Grundwasserkreis) keine Gefahr für das Grundwasser.
Reinigen könnte ich den Verdampfer auch einfach.
Nur dieses angebliche Eisenproblem macht mich fertig und gibt mir zu denken.
mfg jens
jmetzkow ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2011, 19:04   #7 (permalink)
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Dein 60µm-Filter wird nichts bewirken, da das Fe im Wasser gelöst ist. Es geht ausschließlich nur mittels einer Enteisenungsanlage, die bis zu 3.000 € kosten können.

Schluck- und Förderbrunnen permanent wechseln bedeutet, daß man die Pumpe andauernd umsetzen muß. Das ist wenig praktikabel. Außerdem muß der Schluckbrunnen oberirdsch luftdicht abgeschlossen werden. Dafür gibt es auch geeignete Brunnenköpfe. Die Verockerung wird dies nur etwas herausschieben, aber nicht verhindern. Nur sind dann beide Brunnen fällig.
romeo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2011, 19:57   #8 (permalink)
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Hallo
Ja, ich dachte eben nur: dass durch den wechsel der Brunnen sich der Ocker lösen könnte und im Filter liegen bleibt.
Natürlich würde auch der Schluckbrunnen wie der Saugbrunnen Luftdicht abgeschlossen, ich glaube das ist auch eine Vorraussetzung für neu angelegte Brunnen, daher Schachtbrunnen sind nicht mehr zulässig.
Als Pumpe sollte nur eine Normale Heizungsumwälzpumpe in betrieb kommen, nicht so eine Tauchpumpe.
Aber bis dahin fließt noch viel Wasser den Berg hinab.

Sag mal welche Generierungsmassnahmen gibt es den für Brunnen ?
mfg jens
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Alt 31.07.2011, 21:52   #9 (permalink)
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Hallo,
die gelbliche Wasserfarbe könnte vom Eisen her rühren. Mangan ist schwerer auszufällen wie Eisen. Beides kann man nicht in einem Filter entfernen.
In beiden Fällen helfen wirklich nur Enteisenungsanlagen.

So lange du noch keine Anzeichen von Verockerungen hast, ist es doch gut. Bei den hohen Werte würde ich die Anlage einmal mehr kontrollieren und gegebenenfalls die erforderlichen Maßnahmen treffen.
__________________
Gruß PM
ICQ 613346724 Plunschmeister
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Alt 01.08.2011, 00:11   #10 (permalink)
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Hallo
Zitat:
So lange du noch keine Anzeichen von Verockerungen hast, ist es doch gut. Bei den hohen Werte würde ich die Anlage einmal mehr kontrollieren und gegebenenfalls die erforderlichen Maßnahmen treffen.
Würde ich dann auch so mal machen, aber das Problem ist eben das in Brandenburg nur Firmen mit Zertifikat nach DVGW-Arbeitsblatt W 120 für Wärmepumpen Brunnen bohren dürfen mit Nachweisen und haste nicht gesehen. Der Amtsschimmel wiehert, die machen sich so viel sorgen das es mit der WP nicht klappen könnte..... Da kommen Unsummen zusammen welche man mal schnell in Sand gesetzt hat, Materialkosten für einen 4" Brunnen 8 Meter und guten Brunnenkopf würden bei 360 Euro liegen, gebohrt und fertiggestellt 1 Tag, wären ja noch zu verkraften, aber die Ämter, kopfschütel.
Daher muss ich gut abwägen ob ich wirklich mit den Grundwasser nicht vertretbare Probleme bekomme.
Ich denke ich komme um eine weitere Wasseranalyse nicht umher.
Was ist denn von diesen Eisentestern für Aquarien zu halten ?
Wären die dafür auch brauchbar ?
mfg jens
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Alt 01.08.2011, 09:56   #11 (permalink)
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Eine erneute Wasseranalyse ist nicht notwendig, Du hast genügend Daten vorliegen. Die Wassertester für's Aquarium gehen glaube ich nur bis 2 mg/l. Also ebenfalls unnötig. Du hast wirklich nur eine Chance, in dem Du eine Enteisenungsanlage zwischenschaltest. Mit allem anderen betrügst Du Dich nur selbst.
romeo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.08.2011, 11:11   #12 (permalink)
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Hallo
Kurz um, da mir die Eisen- und Manganwerte zu utopisch erschienen habe ich Kontakt nochmal mit den Auftragnehmer der Wasseranalyse aufgenommen.
Anwort war:
Mikrogramm, nicht Milligramm!

Somit hätte ich jetzt Eisenwerte bei 1,750 mg/L und Mangan 1,150 mg/L.
Das könnte ich eher glauben.
Wie sieht die Halbarkeit des Brunnens mit diesen Werten aus ?
Was die Eisenfilteranlage betrifft, muss ich mich noch ein wenig belesen.
mfg jens
jmetzkow ist offline   Mit Zitat antworten
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