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| Brunnenbau Bohrbrunnen Erfahrungen und Probleme im Brunnen-bau Bohrbrunnen |
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#1 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 16.04.2011
Beiträge: 34
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Hallo Forum,
ich lese nun schon einige Zeit mit und habe mich nun entschlossen, auch einen Bohrbrunnen zu erstellen. Da ich die Außenmauer meiner feuchten Außentreppe zum Keller zwecks abdichten sowieso freischachten musste, habe ich gleich in dieser Grube angefangen zu bohren. Ich bin also bei -1,5m im besten Stechboden gestartet. Bereits nach 50 cm kam eine anfangs feuchte, später trockene Mergelschicht. Nach 2 Abenden bin ich nun bei -4,7m angelangt ( mit Unterstützung einiger Freunde). In 15m Entfernung wurde vor 20 Jahren ein Rammbrunnen erstellt, das Wasser steht dort bei -6m. Nun zu meiner Frage: Durch die vielen Steine ist mein mit einem 150er Bohrer erstelltes Loch sicherlich 300mm und auch mehr im Durchmesser. Geplant war eigentlich ein 125er Brunnenrohr, aber wird das ohne seitliche Führung die Auflast beim späteren einplunschen aushalten? Oder sollte ich gleich ein größeres Rohr nehmen? Und überhaupt macht mich die mächtige Mergelschicht etwas nervös. Was ist davon zu halten? Der Brunnen soll mal 3m³/h bringen. Würde mich sehr über Antworten freuen. Beste Grüße! Lutz |
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#2 (permalink) |
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Moderator
Registriert seit: 13.10.2009
Ort: Bei Mannheim
Beiträge: 1.587
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Hallo
So schlecht schaut das doch nicht aus. Das dein Bohrloch größer ist als der Bohrer macht nichts. Nimm einfach ein Schaltafel, ein Loch in die Mitte dass das Brunnenrohr durch geht und es sollte gehen. So fällt dir auch nichts in dein Bohrloch. Mit Eisen fixiert hält das. Die Merkelschicht braucht dir auch keine Gedanken zu machen. Wenn du durch bist tut sie dir nichts mehr. Nur halt richtige Brunnenrohre benutzen, wegen dem Seitendruck. Stelle dich mal auf 10 bis 11 Meter Tiefe ein. Da reichen 4,5" Rohre. 2 bis 3 Meter Filter. Du musst halt schauen das du in groben Sand kommst, oder auch Kies. Was da unten auf dich wartet weiß keiner. Also nur Mut und guter Dinge.
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Gruß Fellnase Wasser sucht sich immer seinen Weg |
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#5 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 16.04.2011
Beiträge: 34
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Hallo nochmal,
für alle, die es interessiert, hier ein kurzer Zwischenbericht: - Bei -5,9m hörte die Mergelschicht endlich auf, ergo 3,9m Mergel. Ist kein Spass bei dem Wetter... - Nach einem Bohrer voll Ton wurde es sandiger (sandiger Schluff?). - Bei -6,5m war zum erstenmal eine Pfütze am Bohrgrund zu erkennen. - Schließlich haben wir die Bohrarbeiten bei -7m und klebrigen Sand eingestellt. Da die Rohre noch nicht geliefert wurden, können wir heute in Ruhe die Kiespumpe fertig bauen. (sorry Erdferkel, habe 5" aus dem angeschlossenen Shop bestellt) Melde mich die Tage wieder. Lutz |
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#6 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 25.07.2011
Beiträge: 363
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Moin Lutz
Wie baust du deine Kiespumpe, hast du Bilder davon? Ich habe mit meiner Kiespumpe schon so viel ausprobiert, das ich für jede Anregung dankbar bin. Viel Erfolg bei deinem Brunnen und so wenig Probleme dabei wie nötig. Gruß Bohne |
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#7 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 16.04.2011
Beiträge: 34
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Tach Bohne,
zunächst mal schönen Dank für deine netten Wünsche. Zu deiner Frage: naja, was soll ich sagen, wir haben uns die im Handel erhältlichen Pumpen zum Vorbild genommen. Allerdings haben wir keine Gummidichtungen eingesetzt. Der Kolben besteht aus Polyamid und ist 2mm im Durchmesser kleiner als der Rohrinnendurchmesser. Die Bodenklappe ist ein Blech mit 2 Kettengliedern als Scharnier und einen Anschlag, damit das Blech nicht über 80° hochklappen kann. Die Kolbenstange ist eine 16er Gewindestange, oben geführt durch ein altes Flanschlager. Das ganze in einem 90er Rohr, war leider das größte aus der Schrottkiste. Ein erster Versuch mit dem aus -6,5m gefördertem Aushub hat gezeigt, dass die Pumpe im Prinzip funktioniert, allerdings sinkt der Kolben zu langsam ab und auch das Bodenblech schloss nicht immer zuverlässig. Wir werden beides noch etwas beschweren und dann "schaun wa ma". Vielleicht werden wir den Kolben auch perforieren und oben eine Dichtungsmatte befestigen, die bei der Aufwärtsbewegung die Löcher verschließt, bei der Abwärtsbewegung dagegen nach oben klappt und so das Absinken schneller ermöglicht. Wie sieht den deine Pumpe aus und was hast du für Probleme gehabt? Gruß, Lutz |
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#8 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 25.07.2011
Beiträge: 363
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Moin Lutz
Von meiner Kiespumpe Kiespumpe sind ein paar Bilder, unter "komme nicht weiter" zu finden. Sind auch fast alle Probleme beschrieben die ich so hatte. Sieh dir mal den Kolben meiner KP an, das könnte für dich interessant sein und ist ganz einfach zu bauen. Die Gummischeiben die ich dafür benutzt habe sind aus einen kaputten Schlauch geschnitten (LKW oder Traktor) den ich mir vom Reifendienst geholt habe. Mit einer Bodenklappe aus Metall hatte ich es zuerst auch Versucht. Hat nur am Anfang funktioniert, solange der Sand noch etwas grober war. Bei meinen feinen Sand ging es dann nicht mehr und ich habe mir eine anderes Bodenventil gebastelt. Es war zu deprimierent, aus 15m, die KP zu ziehen und oben ist sie fast leer gelaufen. Wenn du noch eine Frage zu meiner KP hast, immer raus damit. Gruß Bohne |
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#10 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 16.04.2011
Beiträge: 34
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Hallo nochmal, sieht echt Klasse aus, dein Kolben.
So ähnlich habe ich mir das auch vorgestellt. Aber noch interessanter wäre das Bodenventil für mich... Da ich z.Z. noch ein recht klebriges Sand / Lehm -Gemisch habe, werde ich auch erst mal mein Glück mit Bohren versuchen. Wie hat dein Riverside - Bohrer geklappt? Könnte mir auch einen Spiralbohrer vorstellen, der in einem eigenen Rohr läuft, welches beim hochziehen automatisch unten schließt. Und kennt jemand einen "Saugbohrer"? Ach so, nochmal zu deinem Problem mit den Fotos einstellen: ich nutze dafür Picasa von Google, einfach mal da (bei Google) eingeben. Wenn du die Fotos als E-Mail versenden möchtest, verkleinert es dir Picasa automatisch auf einige verträgliche kB, diese Datei dann kopieren und schon hast du ein Web - gerechtes Foto. Soviel für heute, gute Nacht allerseits. Lutz |
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#13 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 25.07.2011
Beiträge: 363
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Moin Lutz
Das Bodenventil funktioniert gut, hat sich nur im feinen immer festgesaugt. Allerdings erst in größeren Tiefen mit über 10m Wasser von oben drauf. Daraufhin habe ich das 108'er Bodenventil gegen ein 133'er getauscht, so das der Abstand zwischen Arbeitsrohr und Kiespumpe möglichst gering ist. Die Bohrschrappe mit Bodenventil ging auch ganz gut, ist aber eher was für härtere Boden. Den Kiesbohrer muß ich noch mal unter normalen Bedingungen testen. Im Sandhaufen ging es allerdings in 20m Tiefe nicht mehr richtig. Da ist das Gewicht vom Bohrgestänge zu hoch. Würde das Teil mal gerne bei einer Tiefe von 5-15m ausprobieren. Das wird dieses Jahr allerdings wohl nichts mehr werden. Gruß Bohne |
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#14 (permalink) |
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Registriert seit: 16.04.2011
Beiträge: 34
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Alles klar, wenn meine Pumpe nicht funktioniert, weiß ich jetzt, was zu tun ist.
Das Problem mit dem schweren Bohrgestänge habe ich schon bei 6m Länge gemerkt, zusätzlich noch mit einer Ladung Mergel... Da ich noch mindestens einen weiteren Brunnen bohren muss, werde ich mir dieses Problem in den nächsten Tagen mal vornehmen. Bis denn! Lutz |
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#15 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 25.07.2011
Beiträge: 363
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Sieh dir mal das Album von Plunschmeister an.
Dort ist ein genialer Bohrer bei, jedenfalls so lange kein Wasser im Bohrloch steht. Mein Gestänge kann ich, je nach Verlängerung, alle 2-3m abklappen. Dadurch ist es einfacher damit zu arbeiten. Gruß Bohne |
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#16 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 16.04.2011
Beiträge: 34
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Hallo Forum,
nachdem ich berufsbedingt eine kleine Pause einlegen musste, gings heute weiter. Zunächst konnte ich noch im Brunnenrohr bohren. Hatte insgesamt 8 Gehwegplatten 50x50x3 als Beschwerung drauf. Nach jedem Mal bohren sackte das Ganze auch schön so 20 cm ab. Bei -7,5m war allerdings mit bohren Schluss, da das Bohrgut gleich vom Bohrer rutschte. So weit, so gut. Also weiter mit der Kiespumpe. Mit der hole ich allerdings nur Wasser hoch, nur ganz wenig Sand. Ich hab sie bereits umgebaut, das Kettenglied klemmte wg. dem Sand, und auch der Blechboden ist einem verstärkten Gummiboden gewichen. Könnte es nützen, wenn ich einen kleineren Kolben benutze, um so die Zuggeschwindigkeit erhöhen zu können? Wenn ich jetzt ziehe, geht es recht schwer und dementsprechend langsam. Oder ich reiße die ganze Pumpe mit hoch. Oder ist die Pumpe vielleicht zu leicht? Sie besteht halt nur aus dem dünnen 90er Rohr. Hat jemand ne Idee?? Gruß, Lutz |
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