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Brunnenbau Bohrbrunnen Erfahrungen und Probleme im Brunnen-bau Bohrbrunnen

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Alt 11.10.2011, 21:53   #1 (permalink)
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Standard Bohren.. Bohren.. und Fragen.. Fragen

Hallo zusammen,

nachdem ich nun gut 2 Monate hier fleissig lese und nebenbei mit einigen Nachbarn fleissig bohre kommen nun die ersten Fragen.

Zur Ausgangssituation:

wir bohren mitten im Ruhrtal. Der Grundwasserspiegel soll bei ca 5m liegen.
Unsere ersten Bohrungen ergaben die folgenden bisherigen Bodenschichten.

0 - 0,5m Mutterboden
0,50 - 2,50m Auelehm (knochenhart und knochentrocken)
2,50 - 2,70m Auelehm mit groberem Kies (ab hier feucht bis nass)
2,70 - 3,80m Kies (teilweise mit mehr oder weniger Sand)
3,80 - 4,70m Sand (mit hin und wieder größeren bis mittleren Kiessteinen)

Wir haben bei 3 Gärten angefangen zu bohren und haben jeder bei 2,70m auf Grund des Kieses aufgehört, da das Bohren ohne Bohrrohr uns sinnlos bzw. nichtmachbar erschien.(Bohrer verhakte, Kies aus Seitenwand rutschte nach..)
Wir haben dann gemeinsam einen Satz DN150 Bohrrohre besorgt und am ersten Bohrloch angefangen mit den Bohrrohren weiterzumachen.
Das Bohren im Kies war fast nicht machbar, da sich der Bohrer eigentlich fast nur verhakte.
Da der mühsam geförderte Kies nass war und wir bei knapp 2,70m am Boden Wasser sehen konnten, entschieden wir uns, die Kiespumpe runterzulassen und mit Wasserzugabe zu plunschen.
Dies ging mal besser, mal schlechter.., 3 größerer Steine mussten wir mit Steinfänger rausangeln, aber wir kamen mühsam forwärts.

Das zugegebene Wasser verschwindet nach und nach in den Tiefen der Erde, aber am Boden es Rohres stehen seit einiger Zeit immer 20-30cm Wasser.
Komisch ist die Tatsache, dass wir nun inzwischen fast 2m tiefer sind, das Wasser aber weiterhin brav unten im Rohr steht. Gestern, nach 2 Tagen Nichtstun waren es knapp 50cm.

Da wir ja mit Vollrohren plunschen und dann in die fertige Tiefe die entgültigen Rohre stellen wollen, stellt sich mir nun die Frage, woran erkennen wir, wie weit wir runter müssen.
geplant waren eigentlich 0,5m Sumpfrohr, 2m Filter (SW0,3), Rest Vollrohr.. alles in DN115.
Dazu sagen muss man auch, dass die Werte der GW-Messstellen alle über 10 Jahre alt sind. Schlagbrunnen in der Nachbarschaft sind soweit in Erfahrung zu bringen 6-7m tief.

Oder ist es so, dass auch im Vollrohr, irgendwann der Wasserspiegel auf GW-Niveau ansteigt, wenn wir tiefer sind?

Gruß
Silvio



P.S. @PM danke nochmal bzgl. der Ratschläge für den Bohrer. Hat hervorragen geklappt.
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Alt 11.10.2011, 22:37   #2 (permalink)
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Zitat:
Oder ist es so, dass auch im Vollrohr, irgendwann der Wasserspiegel auf GW-Niveau ansteigt, wenn wir tiefer sind?
Ja dem ist so.
Das Wasser welches momentan im Rohr steht kann durch die Lehmschicht, welche mit Kies durchsetzt ist, ins Rohr sickern. Wenn der Grundwasserspiegel erreicht ist bleibt das Wasser auf der gleichen Höhe im Rohr stehen.

Es wird euch wohl nichts anderes übrig bleiben als auf die beschriebene Art weiter zu machen. Plunschen und vielleicht auch wieder bohren, wie der Boden es verlangt.
Gewicht auf dem Rohr nicht vergessen.
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Alt 12.10.2011, 09:08   #3 (permalink)
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Zitat:
Es wird euch wohl nichts anderes übrig bleiben als auf die beschriebene Art weiter zu machen.
Na, wenn es so weitergeht, wie die letzten beiden Tage, in denen wir jeweils knapp 50cm/Std plunschen konnten ....

Ich hatte eher inzwischen die Befürchtung, dass wir bohren und plunschen wie die Wilden und am Ende nicht genau wissen, in welche Tiefe wir welche Filterlänge stellen müssen.

Als Gewicht haben wir derzeit knapp 400kg Gehwehplatten drauf.
Könnte man dies eigentlich noch bedenkenlos um 50-100kg erhöhen ?

Gruß Silvio
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Alt 12.10.2011, 09:26   #4 (permalink)
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Ja das geht mit dem Gewicht, ich gehe aber dabei davon aus das keine KG Rohre, oder ähnliches im Einsatz sind.

Wenn das Wasser erst mal nicht mehr fällt und konstant im Rohr steht hat man einen Anhaltspunkt wie weit es noch nach unten gehen sollte.
Dann kann man auch entscheiden in welche Schicht man die Filter setzt.
Von der Grundwasseroberfläche aus sollten es noch mindestens 4 Meter mehr sein die man nach unten geht.
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Alt 12.10.2011, 10:49   #5 (permalink)
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Zitat:
ich gehe aber dabei davon aus das keine KG Rohre, oder ähnliches im Einsatz sind.
nein, es sind schöne stabile blaue Brunnenrohre (Brunnenrohr Vollrohr PVC DN 150 6 Zoll 1m TGew. 5,0mm)
Ganz zu Beginn hatte ich ein 2m KG als Bohrrohr (lag gerade noch in der Garage rum), aber auch ohne die Erklärungen hier aus den Beiträgen ergab sich schon die Logik, dass man es zum ersten ja nicht wirklich stabil verlängern kann und das Gewicht hätte ich diesen Rohren auch nicht zugetraut.
Um den Bohrer auf dem ersten Stück gerade zu führen und zu verhindern, dass vom Rand des Loches was reinfällt war es für den ersten Meter ganz brauchbar.


Wenn ich davon ausgehe, dass die Schlagbrunnen in der Nachbarschaft bei 6m Tiefe hervorragen laufen und die Grundwassermesspunkte zwischen 4m und knapp 5m angeben, kann ich ja noch guter Hoffnung sein, dass wir mit der geplanten Tiefe von 9m hinkommen werden.

Ich denke mal, ab Donnerstag werden wir wohl dann mehr wissen. Heute bei dem Schmuddelwetter wird sich wohl keiner in den Schlamm wagen.
Aber ab Do soll es bei uns wieder trocken, kühl und sonnig sein..
Dann werden wir wieder plunschen was das Zeug hält.


Gruß
Silvio
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Alt 12.10.2011, 11:07   #6 (permalink)
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Du musst halt nur schauen das deine Rohrschelle auch sauber am Rohr anliegt.
Es kommt dabei ja auch auf den Druck an der mit der Fläche übertragen wird damit das Gewicht nicht rutscht.

Habe Gestern mit meinem Sohn einen gemacht der nicht so einfach war. Auch bei 8 Meter Tiefe eine Kiesschicht, einen Meter Mächtig. Da wollte das Arbeitsrohr auch nicht richtig nach unten. Habe meine neue Schelle dabei eingesetzt. ( diese aus dem Beitrag: http://www.brunnenbau-forum.de/1673-...lzschelle.html)
Wir hatten 700 KG an Gewicht drauf. 2 Stunden Arbeit für einen Meter und dann ging es ratz fatz.

Wenn ein KG Rohr im Oberen Bereich als Schutz benutzt wird um loses Erdreich ab zu fangen ist das ja kein Problem. Habe ich hier auch schon machen müssen, ist ja alles Sand hier, 20 cm Mutterboden und dann 80 bis 120 Meter Sand und Kies. durchzogen von einer Lehmschicht in ca. 20 Meter Tiefe. Ab und an findet man Holz, Mammutknochen, oder Zähne. Auch dicke Steine. In einem Anderen Teil sind in 8 bis 10 Meter Tiefe gebohrte Kieselsteine zu finden. Die stammen wohl aus der Keltenzeit und wurden als Schmucksteine für Ketten hergestellt.

Drücke die Daumen für Morgen.
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Gruß Fellnase
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Alt 17.10.2011, 23:22   #7 (permalink)
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Moin Silvio,

da ihr mit Vollwandrohren arbeitet, kann das GW nur über die Sohle des BR nachlaufen.
Ihr müsst unbedingt auch während des Plunschvorganges Wasser zugeben, sonst arbeitet die KP nicht. Sollten einmal keine nennenswerte Fortschritte gemacht werden, würde ich das BR kurz um 10-20cm ziehen und dann weiter plunschen.
Das Gestänge ohne Schnecke ablassen und versuchen den Kies zu lockern. Die Querschneide ist ja am ersten Meter fest verschweißt und ist der eigentliche Bohrer. Die Schnecke ist ja nur zum Fördern gedacht.
Der Bohrer geht also auch ohne Förderschnecke zum Auflockern.
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Gruß PM
ICQ 613346724 Plunschmeister
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Alt 18.10.2011, 11:04   #8 (permalink)
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Hallo zusammen,

so, dann will ich mal von den vergangenen Tagen und den erlebten Ereignissen dieser berichten.

Es ist Donnerstag...
Es hatte ja die letzten Tage durchgehend geregnet und als ich ins Rohr sah stand da ordentlich Wasser drin.
Als erstes hab ich unsere Kiespumpe etwas modifiziert, da die bis dahin benutzten Dichtungsklappen immerwieder einrissen.
Unsere neue Dichtung hab ich aus einer Gummilippe einer Straßenkehrmaschine geschnitten. Das Zeug ist im ersten Moment super weich und beweglich, aber wie sich herausstellte irre strapazierfähig.
Danach wurde die KP natürlich direkt getestet.
Die ersten Pumpdurchgänge waren im Gegensatz zu den letzten Tagen einzigartig, was sicherlich auch an der Bodenschicht lag. (grober Sand, kleiner Kies) Nach 4-5 mal pumpen war die KP halb voll.
Innerhalb der knapp 2,5m Wassersäule lies diese sich dann auch gut alleine hochziehen. Erschrocken war ich dann, als sie aus dem Wasser kam.. Das Gewicht war schon was anderes als an den vorangegangen Tagen.
Eigentlich wollte ich ja nur kurz testen, ob die Gummiklappe der KP funktioniert, aber als das Rohr anfing cm für cm zu rutschen hielt mich mein Ergeiz an der Arbeit.
Innerhalb von 30min waren gute 30-40cm weg.
Endlich bekam ich auch Hilfe... und mit ihm die neu geschweissten Teile unseres Dreibocks.
Alles also gleich montiert und ausprobiert..
Und kaum ging die Sonne unter kam das erste Unheil
Pumpen... Pumpen... aber das Rohr will nicht mehr weiter runter... und dann.... und was zieht der Nachbar hoch ?
Ein Seil ohne Pumpe... (der Schäkel hatte sich gelöst)
Das war ein Moment..
wenige Minuten später kam der zukünftige Brunnenbesitzer (wenn es je ein Brunnen wird)
Nun überlegten wir, wie die Pumpe wieder rausbekommen? Am Bohrgestänge hatten wir noch befestigte Haken zum Angeln von Steinen..
Also erstmal damit versuchen unter die Pumpe zu kommen und sie so vielleicht zu bergen. (Blöde Idee, wie sich gleich raustellen wird..)
Es hat nicht lange gedauert und der Haken hatte sich vom Rohr gelöst und lag brav bei der Pumpe mit im Loch.
Jetzt standen da 3 mit langen Gesichtern.
2. Versuch: Muniereisen zum Angelhaken gebogen, Seil dran und Angeln.
Nach etlichen Versuchen hing die Pumpe am Haken und wir konnten sie bergen.
Gott sei dank.. Jetzt noch ein Bier und Feierabend..

Freitag:

heute passierte nichts wirklich spannendens.. beim Pumpen kam mässig bis wenig nach oben und das Rohr ging auch nicht wirklich gut weiter runter.
Die Vermutung kam auf, dass eventuell der abgefallene Aluhaken da unten im Weg liegt. Aber durch 2,5m Wasser durchgucken und Angeln erschein uns aussichtslos. Also ein Bier nehmen hinsetzen und überlegen..
Wir werden morgen versuchen das Wasser abzupumpen und uns einen Einblick zu verschaffen.

Samstag:
zeitig früh stand ich in der Garage und habe Saugschläuche und eine alte Pumpe zusammengebaut. Dann ging es rüber zum Bohrloch.
Pumpe aufgebaut, Schlauch rein, alles befüllt und dann an das Ding.
Das Wasser lief und lief und nach einigen Minuten war das Rohr leer..
Jetzt schnell Schlauch raus und Lampe rein. Aber alles was wir sahen war nachsprudelndes Wasser.(es sah aus als hätte jemand da unten einen Schlauch installiert - binnen kurzer Zeit war der Wasserstand wieder erreicht, wie vor dem Pumpen)
Den Aluhaken konnten wir allerdings nicht sehen.
Nun war guter Rat teuer...
Die folgenden Pumpversuche waren so mühsehlig wie am Vortag. Nach einer Stunde hatten wir gerade mal 5-10cm rohr versenkt.
Mein Nachbar musste nochmal weg und ich entschied mich noch ein wenig alleine weiterzumachen.
Noch 1-2 Versuche, dann kam ich auf die Idee, mit dem Steinfänger (sieht bei uns aus wie eine Gartenkralle) mal ein wenig Boden zu lockern.
7m Gestänge alleine ins Rohr balancieren... tolle Idee.. ich muss verrückt sein..
Nach dem 2-3 Stochern und drehen hing das Ding fest. Aber ich hatte ja die Seilwinde. Schnell den Haken an das Gestänge und behutsam kurbeln.
Das ganze war schell wieder frei und ich versuchte es erneut.
Natürlich mit dem gleichen Ergebnis. Ruckzuck wieder fest... Seilwinde... wieder locker..
Das bringt nichts dachte ich mir und zog das Gestänge wieder nach oben.
Was musste ich da erblicken.. In den Krallen hin ein Stein, welcher gerade so durch das Rohr passte.
Nach einer kurzen Pause begannich wieder zu pumpen.
Und ab jetzt ging das wie von alleine. in cm-Schritten bis zu Schüben von 10-15cm sackte das Rohr nach unten.
innerhalb des Nachmittages verschwand somit 1m Rohr im Boden.
Die Hoffnung dass es nun mal etwas einfacher geht verschwand jedoch auch wieder sehr schnell.
Nach genau einem Meter ging es wieder so träge wie an den Tagen zuvor.
Inzwischen mit 4 Mann versuchten wir nocheinmal mit der Kralle, die uns auch noch einen Stein und den völlig zerdepperten Aluhaken zu Tage förderte aber das anschliessende Pumpen blieb bei spärlichem Erfolg.

Je nach Wetterlage werden wir heute oder morgen nochmal auf Steinsuche gehen..
jetzt bei erreichten 6m werden wir uns nicht kleinkriegen lassen


Gruß
Silvio
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Alt 19.10.2011, 08:05   #9 (permalink)
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Moin Silvio

Ich hatte bei mir auch mit so einigen Steinen zu kämpfen. Um diese raus zu bekommen hatte ich mir verschiedene Dinge gebaut. Eine Art Gartenkralle, hast du schon, einen Sackbohrer in Großformat und eine Spirale.
Mit den Sackbohrer konnte ich an der Innenwand vom Brunnenrohr lang schaben und so die Steine in die Mitte zu bekommen. Dann war es kein Problem mehr diese mit der Spirale zu angeln und zu fördern.
Bilder dazu findest du in meinem Album.

Gruß Bohne
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Alt 19.10.2011, 16:18   #10 (permalink)
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Hallo Bohne,

die Bilder bei Dir hatte ich mir schon vor einiger Zeit angesehen.
Bisher hatten wir mit der "Gartenkralle" immer Glück, so dass wir bis jetzt nichts weiter groß bauen mussten.
Meist brachte das kurze Auflockern und Stockern mit der Kralle oder ein leichtes Anheben des Rohres kurzzeitig ein weiterkommen.

Man mag drüber lächeln, aber in der regel waren wir mit 30-40cm pro Abend schon echt zufieden. Obwohl ich ja gestehen muss, dass der Meter am Stück schon klasse war.

Im Moment schwebt nur noch der Gedanke im Raum eine größere KP zu bauen.
Da wir in 150-er Rohren bohren/plunschen und im Moment eine 108-er KP benutzen kam die Idee eventuell eine 140-145 'er KP noch zu bauen.
Immerhin warten ja noch 6 Brunnen auf ihre Entstehung ..

Vielleicht raffen sich heute abend noch ein paar Nachbar mit auf und wir können erstmal wieder auf Steinsuche gehen...

Gruß
Silvio
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Alt 19.10.2011, 18:14   #11 (permalink)
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Hallo Silvio

Mit den übergroßen Sackbohrer hatte ich immer recht gute Fortschritte hin bekommen
und wenn es nur zum auflockern am Rohrrand war. Das Rohr ist dann recht zügig tiefer gegangen auch wenn keine Steine da waren.
Willst du dir wirklich eine 145'er KP antuen? Das Teil wird doch wahrnsinnig schwer wenn sie voll ist. Meine 108'er KP hatte ich so geändert,
das ich ein größeres Fußventil anschrauben konnte.
Hatte sie erweitert von 108 auf 133mm, das ging dann ganz gut. Größer als 140mm würde ich es aber nicht bauen, ein wenig Spiel zum Rohr ist nicht schlecht falls doch mal ein Kiesel oben aus der KP rutscht. Dann könnte der sich zwischen KP und Rohr verklemmen. Hast du dir mal von Lutz den Beitrag durchgelesen? Er hatte den Kolben seiner KP geändert und danach einiges mehr gefördert auch Steine. Bilder hat er dazu auch in seinen Beitrag.
Probiere es einfach mal aus. Worauf du nur achten solltest, das du nicht wesentlich mehr Sand aus deinen Bohrloch förderst als der Inhalt deines Rohres.

Gruß Bohne
PS. Fellnase hat in seinem Album auch sehr schöne Bilder dazu.
Bohne ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2011, 22:53   #12 (permalink)
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Also mit einer Kiespumpe zu arbeiten die mehr als 4,5" hat ist schon mutig.
Meine "dicke Bertha" hat so ein Kaliber und wiegt leer 35 Kg. Sie ist mit 4 mal pumpen zu 80% gefüllt. Das ist ein 10 Liter Eimer gefüllt. Also über den Daumen gepeilt 50 Kg wenn sie aus dem Wasser ist.
Klar sie nicht immer so voll, aber ziehe das mal von Hand immer aus dem Rohr bis ein Brunnen fertig ist.
Für mich ist diese Größe das Maximum.
Mit allem anderen tust du dir weh.
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Gruß Fellnase
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Alt 20.10.2011, 08:09   #13 (permalink)
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Moin Silvio

Ich habe grade deine Berichte noch einmal gelesen.
Hast du schon mal drüber nach gedacht jetzt mit deinem 115'er BR weiter zu arbeiten?
Wenn ich das richtig verstanden habe, mußt du garnicht mehr so viel tiefer.
Das Verhältnis von KP zum BR ist auf jeden fall viel besser und somit sollte es viel schneller vorwärts gehen.
Ist aber nur so eine Idee von mir und denke das es einen Versuch wert wäre.
Wenn es nicht funktioniert, ziehst es einfach wieder raus.
Hatte gestern mit einen Bekannten von mir gesprochen. Er hatte im Sommer jemanden da der ihn einen Brunnen erstellt hat. Mit einen Plunscher, Metallarbeitsrohr, 2" Filter und 1 1/2" Saugrohr, das auf 16m. Nach 7 Stunden war er fertig. Da kann man nur neidisch werden.

Gruß Bohne
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Alt 20.10.2011, 13:59   #14 (permalink)
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Hallo zusammen,

erstmal Danke für die Ratschläge.
Ich denke, wir werden mal schauen, wenn der erste fertig ist, was wir uns dann für die anderen Brunnen noch an Werkzeug bauen.
Ein klein wenig ist es ja auch davon abhängig, was wir an Material bekommen.

@Fellnase: das Argument mit dem Gewicht ist wirklich nicht zu vernachlässigen. Ich bin bei dieser Größe davon ausgegangen, die KP mit Winde hoch und runter zu befördern. Muss aber zugeben, dass ich das entleeren dabei völlig vernachlässigt habe.
Ich glaube, das müssen wir wohl nochmal überlegen.


@Bohne: Grundlegend kam die Idee mit den DN115 Rohren den Rest zu machen auch schon mal auf. Da wir aber anfangs nicht wussten, wie tief wir müssen bzw. kommen war die Planung, diese zu bestellen, wenn die Endtiefe mit den Bohrrohren erreicht ist.
Was derzeit so ein wenig dagegen spricht, ist die Größe der zuletzt geangelten Steine. Diese hätten wir durch das 115-er Rohr nicht nach oben bekommen.

Gestern hat uns trotz Tatendrang das Gewitter einen Strich durch die Rechnung gemacht. 9°C und Regen ... da waren alle ganz schnell verschwunden und hatten einen Termin mit der Couch.


In 7Std. einen Brunnen fertig bekommen, das wäre ein Traum !! aber ich glaube inzwischen, wir können stolz sein, wenn wir bei unseren Bodenverhältnissen überhaut fertig werden.


Gruß
Silvio
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Alt 20.10.2011, 19:56   #15 (permalink)
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Zitat:
@Fellnase: das Argument mit dem Gewicht ist wirklich nicht zu vernachlässigen. Ich bin bei dieser Größe davon ausgegangen, die KP mit Winde hoch und runter zu befördern. Muss aber zugeben, dass ich das entleeren dabei völlig vernachlässigt habe.
Ich glaube, das müssen wir wohl nochmal überlegen.
Bei den Dimensionen geht es auch ohne Winde nicht mehr so, oder wie in Afrika.
Wenn du dann mit einer Winde arbeitest wirst du dann aber 2 Seile brauchen, eins für die Winde und das andere für den Kolben um zu pumpen. Mit so einem dünnen Stahlseil wird das schmerzhaft.
Du solltest dir auch was überlegen um den Kolben der Kiespumpe aushängen zu können, ist dann leichter mit dem leer machen.
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Gruß Fellnase
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Alt 22.10.2011, 23:21   #16 (permalink)
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So, heute haben wir erstmal wieder gepluggert.
abgesehen davon, dass wir heute ohne ersichtlichen Grund alle flügellahm waren und jedes plunschen und hochziehen in Armen und Schultern weh tat, war der Erfolg was die Tiefe angeht eher von mässigem Erfolg gekrönt.

Nachdem wir letztes Wochenende genau an der Verschraubung der Rohre nicht mehr weiterkamen haben wir heute als erstes mal wieder mit der Kralle etwas gewühlt.
Das sollte heute auch nicht das letzte Mal sein....

Insgesamt haben wir heute mit der Kralle 3 mehr als faustgroße Brocken zu Tage gefördert. 2 weitere haben sich dann im Laufe des Tages noch in der KP verklemmt.

Die Schicht, welche wir gerade vor uns haben besteht wiedererwarten wiedermal aus meist großem Kies.
Obwohl die KP eigentlich immer gut gefüllt war, wollte das Rohr kaum sacken.
Weder anheben noch drehen des Rohrs brachte uns wirklich weiter.
in den 7 stunden haben wir heute gerade mal gute 50cm geschafft.

Naja, jetzt werden wir erstmal die geschundenen Knochen pflegen und wenn wir das nächste mal am Bohrloch vorbeikommen gehen wir erstmal wieder auf Brockensuche.

Gruß
Silvio
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