![]() |
|
|||||||
| Brunnenreinigung Welche Mittel zur Reinigung des Brunnen kann ich verwenden... |
![]() |
|
|
LinkBack | Themen-Optionen | Ansicht |
|
|
#1 (permalink) |
|
Neuer Benutzer
Registriert seit: 03.08.2009
Beiträge: 20
|
Hallo zusammen,
zwischen den Feiertagen konnte ich meinen Förderbrunnen für die Wärmepumpe erfolgreich wieder aufpäppeln. (150er Rohre im 300er Bohrbrunnen vom Experten mit Filterkies ) Das ganze war schon der 2. Versuch, der 1. fand bereits vor über nem Jahr statt, war aber wenig nachhaltig. Inzwischen weis ich auch warum. Ich habe grad Grund zur Annahme dass der 2.Versuch erfolgreicher war. Seit 2008 läuft nun meine WP. ich hatte ständig Probleme mit massiver Verockerung des ganzen Grundwasserkreises. Ich kann meine Brunnenpumpe drehzahlregeln, am Ende des ersten Winters muss ich auf Maximalleistung gehen um genug Wasser zu erhalten, die Pumpe war komplett zugeschlammt. Da meine WP über einen Zwischenkreis vom Grundwasser getrennt ist und ich so auch die Förderleistung und so auch den anfallenden Dreck reduzieren konnte blieb die ganze Sache doch irgendwie am Leben. Irgendwann hab ich dann aber festgestellt dass die Förderleistung nicht mehr reicht. Selbst bei minimalster Förderleistung war nach 15-20 min Wasserende erreicht, die WP schaltete ab. Nach entsprechender Wartezeit das ganze Spiel von vorne. Ich schätze von den ursprünglich 0,5l/s Förderleistung waren noch gute 0,1 übrig. Ende 2010 hab ich dann hier im Forum nach Hilfe gesucht, Plunschmeister ließ mir auf Nachfrage sein Reinigungsrezept zukommen, vielen Dank noch mal an dieser Stelle. Ich hab dann damals die Reinigung durchgeführt, das ganze lief eine Zeitlang etwas besser. Vor kurzem dann wieder das ganze von vorne, fast kein Wasser mehr. Es war also klar: nochmal reinigen und irgendwie über den Winter kommen. Nächstes Jahr muss dann eine neue Wärmequelle her. Als dann die Pumpe raus war habe ich mal anhand der Brunnendoku verglichen wo die Pumpe hängt. Ich war der Meinung die hängt richtig. Tja, falsch gedacht. Die Pumpe hing am unteren Ende der Filterstrecke. Na toll dachte ich mir, die Pumpe muss höher dann habe ich noch weniger Wasser. Aber vielleicht ist das auch die Ursache für die Probleme. Verursacht hab ich das tatsächlich selbst. Der Heizungsbauer (inzwischen weis ich auch dass Heizungsbauer keine WPs und erst recht keine Brunnenpumpen einbauen sollten) hat ursprünglich meine SP3-A6 am Sicherungsseil in den Brunnen gehängt. O-Ton: "runter bis zum Boden und dann etwas angehoben". Nach Rücksprache mit dem Brunnenbauer hab ich die Pumpe dann an einem PE-Steigrohr mit Brunnenkopf (den billigen :-)) aufgehängt. Da ich davon ausging der Brunnen ist 10m tief war das Steigrohr 7m. Tja ich hab mich geirrt, der Brunnen ist nur 9m. Also beginnt bei 7m der Filter. Dazu noch n knapper Meter durch die Brunnenstube-> nicht gut... Naja, wenn man selbst Mist baut ärgert man sich irgendwie weniger:-) Nun läuft die Geschichte seit ein paar Tagen wieder, erneute Reinigung wurde durchgeführt, die Pumpe hängt nun relativ nah am Filter, aber oberhalb. Ich fördere im Moment ca 0,23l/s und erhöhe immer wieder leicht, Abschaltungen durch zu wenig Wasser gibt es nicht mehr, die WP habe ich auch schon mal 10h durchlaufen lassen-> keinerlei Probleme. Außerdem bilde ich mir ein das nun keine Verockerung mehr zu sehen ist. Evtl hat sich dieses Problem auch durch den korrekten Pumpeneinbau in Luft aufgelöst. Aber das ganze läuft erst seit ein paar Tagen, es wird sich noch zeigen wie nachhaltig das ganze ist. Wie seht Ihr das? Glaubt Ihr die bisherigen Probleme mit meinem Brunnen sind alleine durch die falsche Pumpenposition verursacht? Mir war klar dass eine Pumpe im Filterbereich den Filter falsch belastet, aber dass dadurch massive Verockerung ausgelöst wird auch wenn der Filter nicht frei liegt (so wars zumindest Anfangs) war mir nicht klar. Denkt Ihr dass meine Probleme trotz korrekter Pumpenposition wieder zurückkommen werden? Mir ist noch was anderes aufgefallen: Der Brunnen hat 9m, unten ist ne Kappe dran. Aktuell stelle ich eine Tiefe von ca 8,2m fest, dann kommt was weiches. Also dürfte das Sumpfrohr fast komplett mit Sand voll sein. Ist das auch durch die falsche Pumpenposition verursacht? Ich hab nach der Reinigung mit einer Membranpumpe den Siff rausgepumt. Kommt evtl durch den Radau der Membranpumpe der Sand rein? Wie kriege ich das wieder raus? Brauche ich hier eine Kiespumpe oder krieg ich das irgendwie anders raus? Ich hätte eine Membranpumpe und eine Saugpumpe verfügbar. Die Tiefbrunnenpumpe lass ich da lieber nicht ran, zu teuer:-) Vielen Dank für Eure Infos und auch noch mal vielen Dank an Plunschmeister für das Rezept! Viele Grüße PS: hier noch die Brunnenbeschreibung:
Geändert von mola (04.01.2012 um 20:21 Uhr) |
|
|
|
| Brunnenbohrer | Kiespumpen | Brunnenfilter | Brunnenköpfe | Druckkessel | Schlauch | Druckschalter | Pumpen |
|
|
#2 (permalink) |
|
Moderator
Registriert seit: 14.10.2009
Ort: Bei Mannheim
Beiträge: 1.349
|
Mal vorsichtig vor taste.
Wie sich das mit dem "verockern" verhält wirst du erst mit der Zeit merken. Das die Pumpe nun richtig eingebaut ist bringt das meiste. Den Schmutz am Brunnenboden, also im Sumpfrohr bekommst du vielleicht mit einer normalen Pumpe und einem langen Saugschlauch ( auch PE Rohr ) ab gepumpt. Ich gehe davon aus das es Feinsand ist der durch die falsche Einbautiefe der Pumpe direkt durch den Filter gezogen wurde. Waren wohl einige Turbulenzen da unten im Wasser. Wie ich schon in dem anderen Beitrag geschrieben habe ist mir der eine Filter zu wenig. Die Schlitzweite und der Grundwasserstand wären auch mal wichtig zu wissen.
__________________
Gruß Fellnase |
|
|
|
|
|
#3 (permalink) |
|
Neuer Benutzer
Registriert seit: 03.08.2009
Beiträge: 20
|
Schlitzweite liegt mir leider nicht vor.
Grundwasser bei 3,44m. Sinkt bei 0,5l/s auf 6,09m (zumindest war das damals so, aktuelles Verhalten ist nicht bekannt) Die Wärmepumpe benötigt einen Durchsatz von 0,4l/s. Vielleicht wurde aus diesem Grund nur ein Filterrohr verbaut. |
|
|
|
|
|
#4 (permalink) |
|
Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 02.07.2008
Beiträge: 1.977
|
Hallo Mola, Hallo Fellnase,
der Grundwasserstand steht ja mit 3,44m links in der Zeichnung. In der rechten Zeichnung kann ich 1m Filterohr in DN 150 ablesen, dahinter scheint auch noch etwas zu stehen. Aber anhand der Filterkiesschüttung in einer Körnung von 2-3 mm gehe ich einmal davon aus, das der Filter mindestens eine Schlitzung von 1mm hat. Dann steht der Filter ca. 10 cm im Feinsand! Bei einer großen Filterschlitzweite und bei der Kiesschüttung und dem ursprünglichen Ort der Pumpe würde das einen Sandeintrag erklären. Verstärkt wird das auch noch durch die Vibration der Membro. Stimme da Fellnase zu, ein Filter ist zu wenig. Die Pumpe hängt ja nun an der richtigen Stelle, würde da einmal abwarten. Du überlastest den Brunnen bei 1m Filterstrecke. Verockerung kann auch durch Bakterien verursacht werden.
__________________
Gruß PM ICQ 613346724 Plunschmeister Geändert von Plunschmeister (04.01.2012 um 23:28 Uhr) |
|
|
|
|
|
#5 (permalink) | ||||
|
Neuer Benutzer
Registriert seit: 03.08.2009
Beiträge: 20
|
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Falls es Bakterien sind: Krieg ich die irgendwie nachhaltig weg? H2O2? Davon hab ich neulich 2,5l rein. Viele Grüße, vielen Dank und gutn8 Geändert von mola (05.01.2012 um 02:45 Uhr) |
||||
|
|
|
|
|
#6 (permalink) | ||
|
Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 02.07.2008
Beiträge: 1.977
|
Zitat:
Zitat:
Irgendetwas stimmt mit deinem Brunnen nicht. Kann auch sein, das der Grund für die Verockerung die Position der Pumpe war, Wasserturbolenzen-Eintrittsgeschwindigkeit des Wassers in den Filter zu groß. Was mir aber auffällt ist die geringe Tiefe des Brunnens. Du ziehst Gw aus einer Tiefe, die noch zu starken Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. Eigentlich für eine solche Anlage nicht optimal. Meiner Meinung sollte eine solche Anlage in etwa 3m³/h bringen, um einigermaßen Effektiv (wenn überhaupt) arbeiten zu können. Eine genauere Antwort hierzu überlasse ich meinen Kollegen. Sand würde ich abpumpen oder mit einer KP auf Grund der Bodenkappe vorsichtig entfernen.( KP vorsichtig auf Grund setzen und pumpen, auf keinen Fall die Kp im freien Fall nach Unten bringen).
__________________
Gruß PM ICQ 613346724 Plunschmeister |
||
|
|
|
|
|
#7 (permalink) | |
|
Benutzer
Registriert seit: 25.07.2011
Beiträge: 229
|
Hallo mola
Zitat:
Hast du den mal kontrolliert? Meist fangen dort die Probleme an, wenn die Wasserqualität für WP genzwertig ist. Gruß Bohne |
|
|
|
|
|
|
#8 (permalink) |
|
Moderator
Registriert seit: 14.10.2009
Ort: Bei Mannheim
Beiträge: 1.349
|
Möchte keinem zu nahe treten, aber der Brunnen ist so wie ich es hier lesen kann nicht das gelbe vom Ei.
Plunschmeister hat das schon richtig gesehen mit der Ansaughöhe und der Wassertemperatur. Wo der "Mulm" her kommt im Brunnenrohr habe ich ja schon geschrieben. Meine Meinung ist die neuer Brunnen und viel tiefer. Aber mal eine andere Frage: Wo wohnst du? Es besteht ja die Möglichkeit das einer unserer Spezialisten in deiner Nähe wohnt und sich der Sache mal annimmt. So direkt vor Ort.
__________________
Gruß Fellnase |
|
|
|
|
|
#9 (permalink) |
|
Neuer Benutzer
Registriert seit: 03.08.2009
Beiträge: 20
|
Hallo zusammen,
der Schluckbrunnen ist kein Problem. Den hätte ich mir auch sparen können. Wasserstand bei 4,6m von 3 bis 10m Filterrohr und beim ersten Test konnte er 0,18l/s wegstecken... Er steht aber in einem ehemaligen Bachbett. Dieser Bach wurde vor Jahrzehnten umgeleitet, das alte Bachbett mit teils groben Material (laut Schichtenverzeichnis Ziegel und Holzreste) wieder aufgefüllt. Aktuell läuft also das Brunnenrohr über, aber dann verschindet alles problemlos nebenan im oberen Erdreich. Da das alte Bachbett noch ein ganzes Stück weiterläuft wirds einen Überlauf wohl in 100 Jahren nicht geben. Selbst wenn er mal überläuft, gleich nebenan ist eine tiefer liegende Wiese, das ganze ist Hochwasserschutzgebiet. Alle Bauten in der Nähe sind deutlich höher als der Schluckbrunnen, also sind auch keine Keller gefährdet. Hier hätte es von Anfang an ein einfacher kleiner Sickerschacht getan, aber später ist man immer schlauer. Hab ich schon erwähnt dass ich insgesamt 3 Brunnen hab? Der zuerst gebohrte Brunnen ist 10 Meter tief und hat nur 0,1l/s geliefert. Daher wurde dann der 2. Förderbrunnen 10 m weiter erstellt (no risk no fun...), der hatte dann 0,5l/s (juhu!). Zuletzt dann der Schluckbrunnen. Bin doch überrascht von Eurer Einschätzung. Das ganze hat ein bekanntes Brunnenbauunternehmen aus meiner Nähe durchgeführt. Bisher hab ich nur die Wasserqualität, die Wassermenge und den fehlerhaften Pumpeneinbau als Problem gesehen und dachte zumindest die Ausführung des Brunnen ist in Ordnung... Damals war jeder überrascht das wir an meinem Grundstück so wenig Wasser finden. Die Temperatur schwankt übrigens nicht zu sehr, vielleicht max. +- 1,5 Grad. Ist also erträglich. Bin jetzt bei einer Kälteleistung von fast 7kw bei ca 6K Spreizung. Somit fördere ich rechnerisch ca 0,275l/s. Optimal auch im Hinblick auf die nötige GW-Pumpenleistung wären ca 4K Spreizung, soweit bin ich also gar nicht weg. Hätte ich 4K Spreizung wäre meine mittlere Soletemperatur im Zwischenkreis wohl auch nur 1Grad höher, das wären grad mal 3% Effizienz. PLZ ist 84095, Niederbayern nähe LA. Eine meiner Überlegungen ist auch einfach alle 3 Brunnen kurzzuschließen und für die Versickerung noch mal eine eigene kleine Grube zu erstellen. Platz hab ich dafür, auch wieder im ehemaligen Bachbett:-) Vielen Dank für Eure Infos, viele Grüße |
|
|
|
|
|
#10 (permalink) |
|
Benutzer
Registriert seit: 08.02.2011
Beiträge: 93
|
Also ein Förderbrunnen mit lediglich 1 m Filterstrecke halte ich für unterdimensioniert. Der Zulauf ist wesentlich geringer und im Filterbereich bilden sich Turbulenzen. Hatte selbst mal so einen Fehler gemacht und in einem Gebiet, in dem eigentlich ausreichend GW vorhanden ist, den Wasserspiegel bis in den Filterbereich abgesenkt, wenn die Pumpe (SQ 3-40) mit voller Leistung lief. Deshalb empfehle ich im Regelfall immer 2 m Filterstrecke, da der Zulauf dann deutlich größer ist und turbulente Strömungen dann vermieden werden. Außerdem habe ich den Eindruck, daß die Filterschlitzweite und die Korngröße der Filterkiesschüttung nicht optimal aufeinander abgestimmt sind. Das Eisen verbleibt dann aber dennoch im GW, das vor allem dann ausfällt, wenn es mit dem Luftsauerstoff in Kontakt kommt, Deshalb erstaunt es mich, daß vor allem der Förder- und nicht der Schluckbrunnen verockert. Das spricht dafür, daß der GW-Spiegel während des Pumpvorgangs bis in den Filterbereich abgesenkt und das GW mit dem Luftsauerstoff angereichert wird.
Ich empfehle, deshalb entweder einen neuen und richtig ausgeführten Brunnen bohren und/oder zusätzlich eine Enteisenungsanlage zwischenschalten zu lassen. Außerdem sollte geprüft werden, den Brunnen in tiefer gelegene Schichten mit evtl. eisenfreien GW zu bohren. |
|
|
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|
Ähnliche Themen
|
||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Habe erfolgreich Brunnen gereinigt | Burkhard | Brunnenreinigung | 1 | 09.10.2011 01:07 |
| Erfolgreich gewesen | Hermann | Brunnenbau Bohrbrunnen | 0 | 29.08.2008 12:45 |
| Hilfe!!!Bohrbrunnen/ Lehmboden; weitere Arbeitsabläufe... | Aschaffenburg 79 | Brunnenbau Bohrbrunnen | 5 | 09.04.2008 11:09 |