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Benutzer helfen Benutzern Plauderecke Hilfreiches und Erfahrungen. Oder das was nicht zum Thema Brunnenbau passt

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Alt 24.01.2012, 17:55   #1 (permalink)
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Standard Puh... Keine Ahnung! Wie informiere ich mich? In welche Richtung gehts bei uns???

Hi!

Bin neu hier und daher erstmal ein freundliches HALLO! :wink:

Meine Verlobte und ich bauen gerade ein Haus (Land: S-H). Grds. haben wir geplant, eine Zisterne (4000l) zu verwenden; vorausgesetzt, am Ende des Baus ist noch genug Geld für eine Zisterne übrig (die Zisterne wäre das erste, was "am Ende des Geldes über die Klinge springt"). Einsatzzweck: Nutzung des Regenwassers für die Gartenbewässerung.

Gestern wurde uns empfohlen, sich mal über einen Brunnen als Alternative zu informieren. Mein erster Gedanke: "Mensch! Laut Bodengutachten ist das Grundwasser sehr nah!".

Laut Gutachten gibt folgendes aus: "Unter einen bis zu max. 80cm Mutterbodenschicht stehen bis zu den Endaufschlusstiefen t<6m durchgängig Sande an. Echtes Grundwasser wurde bei etwa 3,3m angetroffen. Das Wasser kann auf ca. 1,8m ansteigen".

Ich vermute einfach mal, dass die Voraussetzungen generell gut wären, aber ehrlich gesagt: ich verstehe nur Bahnhof... Keinen der Begriffe, die ich bisher gelesen habe, verstehe ich.

Nun meine Frage an Euch: Was für ein Brunnenart bietet sich an (wie gesagt: Zweck ist Gartenbewässerung)??? So würde es mir einfacher fallen, mich da ein bisschen reinzulesen...

Sind die Voraussetzungen wirklich su gut, wie ich vermute?!?

Kann man (grob geschätzt!) sagen, was sowas kosten wird wenn es von einem Profi gemacht wird???

Ok, das war's für's Erste!
wick3d ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2012, 19:09   #2 (permalink)
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Als erstes wäre zu fragen, wie groß die zu bewässernde Fläche ist und wie Du den Wasserverbrauch einschätzt? Aus dem Bauch würde ich sagen, es reicht ein ca. 7-8 m tiefer Brunnen mit einem Durchmesser von 2 Zoll (50 mm) und 2 m Filterstrecke aus. An diesen Brunnen kann man dann ein handelsübliches Hauswasserwerk anschließen.
romeo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2012, 20:24   #3 (permalink)
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Ach ja! Also das Grundstück hat 545qm. Abzgl. 90qm Haus und ca. 130qm Pflaster bleiben also noch theoretische 325qm übrig - in der Praxis werden es wohl so ca. 300qm sein, also eigentlich nicht so viel.

Puh... Also einschätzen kann ich das garnicht. Ich habe keinerlei Erfahrungswerte, weil wir momentan in einer Wohnung leben, in der die Nebenkosten komplett pauschal "berechnet" werden und wir außerdem keinen Garten haben.

Ok, ich also Laie würde auf Grund Deiner Einschätzung weiterhin vermuten, dass sowas bei uns "realtiv" günstig zu realisieren wäre?!?
wick3d ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2012, 23:01   #4 (permalink)
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Zitat:
Zitat von wick3d Beitrag anzeigen
Ach ja! Also das Grundstück hat 545qm. Abzgl. 90qm Haus und ca. 130qm Pflaster bleiben also noch theoretische 325qm übrig - in der Praxis werden es wohl so ca. 300qm sein, also eigentlich nicht so viel.

Puh... Also einschätzen kann ich das garnicht. Ich habe keinerlei Erfahrungswerte, weil wir momentan in einer Wohnung leben, in der die Nebenkosten komplett pauschal "berechnet" werden und wir außerdem keinen Garten haben.

Ok, ich also Laie würde auf Grund Deiner Einschätzung weiterhin vermuten, dass sowas bei uns "realtiv" günstig zu realisieren wäre?!?

Also war meine Einschätzung richtig. Vermutlich wirst Du so um die 100 m³/Jahr verbrauchen. Was es kostet weiß ich nicht, nur daß es im Norden ziemlich billig ist.
romeo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.01.2012, 05:18   #5 (permalink)
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Ok, das stimmt mich zuversichtlich! Ich habe noch 2 Fragen, bevor ich mich versuche, mich selber ein wenig in die Thematik reinzulesen:

1. Wäre das denn ein s.g. Rohrbrunnen???

2. Das Hauswasserwek muss ja irgendwo untergebracht werden. Definitiv geplant ist ein Gartenhaus mit Stromanschluss (wir bauen ohne Keller und mit kleinem HWR - das Gartenhaus stellen wir 100 pro auf!) und ein großes Gerätehaus, das ins Carport integriert sein soll, wobei das komplette Carport am Ende des Geldes evtl. auch erstmal "zurückgestellt" werden muss. Frage: Würde es ausreichen, das HWW im Gartenhaus unterzubringen? Wenn ja, würde es ja Sinn machen, den Brunnen nahe am Gartenhaus bohren zu lassen...
wick3d ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 25.01.2012, 08:54   #6 (permalink)
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Zitat:
Zitat von wick3d Beitrag anzeigen
Ok, das stimmt mich zuversichtlich! Ich habe noch 2 Fragen, bevor ich mich versuche, mich selber ein wenig in die Thematik reinzulesen:

1. Wäre das denn ein s.g. Rohrbrunnen???

2. Das Hauswasserwek muss ja irgendwo untergebracht werden. Definitiv geplant ist ein Gartenhaus mit Stromanschluss (wir bauen ohne Keller und mit kleinem HWR - das Gartenhaus stellen wir 100 pro auf!) und ein großes Gerätehaus, das ins Carport integriert sein soll, wobei das komplette Carport am Ende des Geldes evtl. auch erstmal "zurückgestellt" werden muss. Frage: Würde es ausreichen, das HWW im Gartenhaus unterzubringen? Wenn ja, würde es ja Sinn machen, den Brunnen nahe am Gartenhaus bohren zu lassen...

Zu 1.. Ich habe natürlich über einen Rohrbrunen geschrieben.

zu 2. Das HWW kann man problemlos in so ein Gartenhäuschen stellen. Der Brunnen kann auch entweder unmittelbar daneben stehen oder vor der Errichtung des Häuschens innerhalb gebohrt, geschlagen oder gespült werden.
romeo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.01.2012, 10:28   #7 (permalink)
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Moin wick3d,

welche Sande stehen denn in der Tiefe an?
Ein weiteres Kriterium sind natürlich die Bodenverhältnisse.
Zudem würde ich keinen Rohrbrunnen in 2 Zoll erstellen, wenn die Bodenverhältnisse es erlauben direkt abzuteufen. Bei der Erstellung eines 2 Zoll Rohrbrunnens sind Bohrrohre erforderlich, die die Kosten natürlich in die Höhe treiben.

Vielleicht solltest die bei dem GW-Anfang einen Rammbrunnen erstellen. Bis zum Grundwasser bohren und die 11/4 Zoll oder 2 Zoll Rohre ein rammen.

Natürlich ist es immer am Besten mit einem Bohrrohr auf Tiefe zu gehen, um dann genaue Kenntnis von den Bodenverhältnissen zu haben. Diese sind erforderlich, um den entsprechenden Filter auszuwählen.

Wo in S-H bist du?
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Gruß PM
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Alt 26.01.2012, 05:30   #8 (permalink)
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Hmm... Keine Ahnung. Im Bodengutachten und im Versickerungsnachweis steht nur "Sande". Zumindest kann ich da sonst nix rauslesen. Zur Not könnte ich ja noch einmal mit unserem Bodengutachter sprechen - der wird mir evtl. genauere Infos geben können.

Ok, der Miitelteil Deines Posts sagt mir nun nicht sooooo viel. Aber gut; les ich mich sonst rein. Was wäre denn die einfachste und/oder günstigste Lösung?????

Ich muss ganz ehrlich sagen: Auch wenn ich (noch) wirklich keine Ahnung habe, ich habe Lust das selber zu machen (wenn möglich). Keine Ahnung - irgendwie reizt es mich, meinen eigenen Brunnen zu bohren!

Unser Neubau entsteht in Alt-Mölln.

PS: Habe übrigens gestern mit einem Brunnenbauer telefoniert. Als groben Richtwert nannte er mir Kosten iHv ca. 1200,- EUR bei einer Tiefe von (nur) 6m... Nachdem ich die letzten Tage ein wenig gelesen habe erscheint mir das recht teuer.
wick3d ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2012, 08:40   #9 (permalink)
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Hallo

Selbst machen ist immer ein Reiz, zudem kann es viel günstiger werden als wenn man es machen lässt. Aber im Eigenbau kann es zu Problemen kommen wenn man nichts weiß und keinen Rat annehmen will.

Wir haben hier einige Beiträge im Forum die sehr schön zeigen wie man Brunnen erstellen kann. Lese dich mal durchs Brunnen Wiki hier im Forum durch. Zudem kannst du in unserem Shop: Brunnenbohrer und Erdbohrer nach Mass - Brunnenbau, Brunnenpumpe dir anschauen was das Material kostet. Aus den Beiträgen kannst du die benötigten Werkzeuge herausfinden.

Bei deinem geschätzten Wasserverbrauch würde ich den Vorschlag von Plunschmeister aufnehmen und einen "Rammbrunnen" in 5/4" anstreben, mit Handpumpe und Elektropumpe.
Vielleicht ist ja noch ein Bagger in der Nähe der dann das Rohr in den Boden drücken kann nach dem du bis zum Grundwasser vor gebohrt hast.

Der 2. Brunnen geht leichter.
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Gruß Fellnase
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Alt 26.01.2012, 17:55   #10 (permalink)
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Moin,

Materialkosten für einen Rammbrunnen 6m Tiefe ca. 90,€. ( Werkzeuge, Bohrer nicht mit eingerechnet)
Rammbrunnen= Filter + 5m 5/4 Zoll Stahlrohr, welche miteinander verschraubt werden.Hier kannst du ca. 1m³/h fördern.

Bohrbrunnen( blaues Brunnenrohr DN 115 = 41/2 Zoll) ca. 200,-€
bestehend aus (8m Vollwandrohr+ 2m Filterrohr; Filterschlitzweite 0,3 mm)
Weitere Kosten würden wie folgt bei einem Bohrbrunnen entstehen:
Brunnenbohrer D= 150mm 8m Länge ca. 140,-€; vielleicht bekommst du den auch kürzer) und eine Kiespumpe ( ca. 140,-€) und natürlich deine Arbeitszeit. Geräte kann man aber auch hier im Shop leihen.
Hier kannst du bisschen unter 4m³/h fördern.( bei entsprechendem GW-Leiter).

Alt-Mölln kenne ich, fahre dort öfter mal vorbei in Richtung RZ. Kenne da aber nicht die Bodenverhältnisse. Weiß nur, das dort Braunkohlesande ( aber etwas tiefer) anzutreffen sind. ( sollte richtig braun aussehen der Boden)Von der Körnung her sollten die Sande im Bereich von 0,06mm bis 2mm oder darüber hinaus liegen, dann funktioniert ein Rammbrunnen.
Liegst du da dicht am See?
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Gruß PM
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Geändert von Plunschmeister (26.01.2012 um 18:16 Uhr)
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Alt 27.01.2012, 05:25   #11 (permalink)
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Wow! Das sind ja schonmal richtig gute Infos! Da muss ich ja glatt zwischendurch mal ein DANKE loswerden!

Nee, also einen See haben wir hier nicht. Das Baugebiet nennt sich "Am Urstromtal" - Wenn der Name eine gewisse Bedeutung hat, könnte man vermuten, dass das mal irgendwas "langgeflossen" ist... Naja...

Ich habe übrigens gestern nochmal kurz mit unserem Bodengutachter telefoniert (die bohren übrigens auch Brunnen). Er sagte, der Untergrund wäre "halbwegs gut" für einen Brunnen geeignet. Es sollte (zumindest bis zu deren Messtiefe von 6m) keine Probleme mit irgendwelchen Schichten geben. Die letzten Meter unterhalb von 6m wäre natürlich Hoffen und Daumen-drücken angesagt.

Er machte mir ein bisschen Angst, als er sagte, dass
- ein Rammbrunnen nur eine "Lebenserwartung" von 4-5 Jahren hat und
- dass wohl "nur" ein paar hundert m³/h gefördert werden könnten...

Wie ist denn das mit der "Lebenserwartung"? Ich als Laie würde davon ausgehen, dass ein reiner Bohrbunnen länger genutzt werden kann. Oder liege ich da falsch?

Im Zweifelsfall würde ich sonst nämlich zu einem Bohrbunnen tendieren - wäre zwar aufwändiger und etwas teurer, allerdings achte ich eigentlich bei vielen Sachen, die ich länger nutzen will, darauf, dass "es nicht am Limit" betrieben wird, sondern dass immer noch Reserven ("Luft nach oben") vorhanden sind...

PS: Übrigens würde ich noch aus einem anderen Grund zum Bohrbrunnen tendieren: In der Theorie bin ich handwerklich nicht sooooo unbegabt. In der Praxis hingegen passiert es mir oft, dass ich da, wo "sanfte Gewalt" von Nöten ist, gerne dazu neige, etwas "kaputt zu hauen". Würde bedeuten, beim Rammbrunnen MUSS etwas schiefgehen. Der Bohrbrunnen wäre zwar mit sehr viel mehr "Schweine-Arbeit" verbunden, allerdings denke ich, dass ich da weniger kaputt machen kann... Außerdem kann ich mir damit Zeit lassen - das Haus wird erst im Sommer fertig sein. Wenn ich mich im Frühjahr an das Bohren machen würde, habe ich keinen Zeitdruck und kann "entspannt" aufhören wenn ich keinen Bock mehr habe und am nächsten Tag weiter machen...

Noch n edit: ach ja! Mit reinem bohren wäre ja ab gw schluss, korrekt? Ab da müsste ich "plunschen", oder???

Geändert von wick3d (27.01.2012 um 08:05 Uhr)
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Alt 27.01.2012, 10:12   #12 (permalink)
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Hallo

Zitat:
- ein Rammbrunnen nur eine "Lebenserwartung" von 4-5 Jahren hat und
- dass wohl "nur" ein paar hundert m³/h gefördert werden könnten...
Wir haben hier im Ort Rammbrunnen die seit mehr als 50 Jahren laufen.
Ein Rammbrunnen muss, wie jeder andere Brunnen auch, nur richtig betrieben werden. Zudem muss der Filter in einer in einer geeigneten Schicht stehen, wie bei anderen Brunnen auch.
Bei einem 5/4" Rammbrunnen kann in einer Stunde problemlos 800 bis 1000 Liter gefördert werden.
Weiß nicht warum dir der Brunnenbauer so eine Antwort gibt, will dazu auch nichts sagen.

Bohrbrunnen sind flexibler, mit der Pumpe, der Tiefe und mit allem anderen auch.

Zitat:
ach ja! Mit reinem bohren wäre ja ab gw schluss, korrekt? Ab da müsste ich "plunschen", oder???
Das ist richtig.
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Gruß Fellnase
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Alt 27.01.2012, 10:27   #13 (permalink)
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Ok, danke für die aufklärung!

Die auskunft kam übrigens vom bodengutachter - generell vertraue ich euren auskünften bzgl des brunnens an sich mehr als seinen...

Gut, plunschen also... Dann werde ich mich damit ein bisschen beschäftigen und ein wenig lesen...

Nachtrag: So! Ich habe mich mal in der Theorie mit dem Thema Kiespumpe beschäftigt. Ich denke, auch die möchte ich selber bauen! Habe mir ein paar Anleitungen angeguckt und ich denke, das sollte ich hinbekommen. Bei ein paar Sachen kam mir auch gleich die Idee, sie "besser" zu machen - ich habe "einen Metaller" in der (quasi) Familie und mit CNC kann man das ein oder andere Teil bestimmt richtig gut hinbekommen!

Im Übrigens muss ich mal sagen, dass mir bisher kaum ein Thema, mit dem ich mich in der Theorie beschäftigt habe, so viel Spaß gebracht hat, wie das Thema Brunnenbau! Keine Ahnung wieso, aber das Thema hat mich total gepackt! Liegt bestimmt auch an dem tollen Forum hier! Ohne "Speichellecker" sein zu wollen, aber die Antworten, Erklärungen, Anleitungen usw. hier sind schon WIRKLICH top!!!

Wenn ich übrigens nochmal in Richtung Kiespumpe fragen darf:

1. Muss der Kolben unbedint aus Gummi sein??? Das frage ich mich, weil so ein Puck ja kein Stück flexibel ist und man denn ja auch Metall oder dickes, festes Kunststoff nehmen könnte? Oder nimmt man Gummi, weil das "weicher" ist als das Rohr?

2. In meinem Kopf geistert folgendes rum: Für die Unterseite (der Einlass) Alu oder richtig festen Kunststoff nehmen, Öffnung mit CNC fräsen, den Außendurchmesser mit CNC so fräsen, so dass das Teil perfekt in das Rohr passt, von außen 4 oder 8 Löcher durch die Rohrwand in die "Einlassplatte" bohren, Gewinde rein und dann fest (mit ausreichend großen Schrauben) verschrauben (und zwar so, dass die Schrauben komplett versenkt sind; notfalls kleine Teile aus eine Gewindestange schneiden und hinten entsprechend schlitzen)... Würde sowas gehen? So könnte man relativ schnell die ganze Platte ausbauen...

3. Wenn Punkt 2 gehen würde, wäre es möglich, den Einlass ca. 2cm in das Rohr zu setzen, um dann das Rohr an den überstehenden 2cm "scharf" zu schleifen (oder drehen wenn möglich)? Oder würde das nix bringen???

Sorry, wenn die Ideen total bescheuert sind, aber das schoss mir halt so in den Kopf und da ich die Möglichkeiten hätte, sowas zu realiseren (besser: realisieren zu lassen...) dachte ich mir, ich frag einfach mal...

Geändert von wick3d (27.01.2012 um 14:38 Uhr)
wick3d ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2012, 15:02   #14 (permalink)
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Moin,

offensichtlich sprechen wir von verschiedenen Orten? Den Ort, den ich meine, der liegt an der 207. Fahre da immer über eine Brücke wo zur rechten ein großer See liegt( Möllner See?)

In Bezug auf Rammbrunnen hat Fellnase bereits alles gesagt. Ich würde in deinem Fall auch zum Bohrbrunnen tendieren.

Bau der Kiespumpe muss jeder selber entscheiden. CNC ist eine gute Sache, habe ich selber gemacht, nur sagt ein Sprichwort:" so genau wie Nötig und nicht wie möglich zu arbeiten". Im Fall CNC dauert das einrichten und programmieren teilweise länger, wie ein einfacher und schlichter Selbstbau. Aber da möchte ich nicht reinreden.
Zum "Puck": habe ich noch nicht probiert, geht aber wohl auch. Ich habe eine stärkere Gummischeibe, glaube ca. 6mm, die zwischen insgesamt 3 Flanschen
liegt. Die Gewichte der Flansche sorgen auch für ein schnelles Absenken des Kolben.

Am Boden der Kp habe ich einen 3cm starken Ring angeschweißt und den mit einer Flex angeschliffen, eine Art Schneidschuh, der das Bodenmaterial zusätzlich auflockert.
Zitat:
Für die Unterseite (der Einlass) Alu oder richtig festen Kunststoff nehmen,
Das schlage dir mal aus dem Kopf. Mitunter leidet sogar Stahl, wenn dieser in der Tiefe auf Stein trifft!

Falls wir vom gleichen Ort reden sollten, kann ich dir anbieten, die 3-4m zum GW zu bohren, dauert ca. 1/2 h. Mit Kaffee und Kuchen etwas länger.
Fahre im Frühjahr ab und an in die Richtung. Wir helfen wo es geht auch untereinander und dieses zeichnet dieses Forum ganz besonders aus.

P.S. Auf alle Fälle solltest du eine Holzschelle zum Plunschen bauen. Fellnase hat hier eine sehr gute Bauanleitung ins Wiki gestellt.
http://www.brunnenbau-forum.de/1673-...lzschelle.html
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Gruß PM
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Geändert von Plunschmeister (27.01.2012 um 15:14 Uhr)
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Alt 27.01.2012, 19:59   #15 (permalink)
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Moin, Moin

Einen Puk als Kolben finde ich persönlich nicht grade ideal.
Den kannst du auch nur für eine 90'er Kiespumpe verwenden und ich finde das es da bessere Varianten gibt.
Sieh mal in den Alben von Fellnase, Plunschmeister, meinen oder in den Beitrag von Lutz nach, da sind ein paar unterschiedliche drin.
Falls du 115'er Brunnenrohr verwenden willst, würde ich dir eine 108èr oder 102èr KP empfehlen.
Denn nach meiner Erfahrung vom letzten Jahr sollte der Durchmesser des BR's und der KP nicht zu weit auseinander liegen.

Gruß Bohne
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Alt 28.01.2012, 07:26   #16 (permalink)
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@PM: Also wir reden von verschiedenen Orten, allerdings weil ich als "Eingeborener" etwas genauer bin als Du. Eigentlich liegst Du richtig! In Richtung RZ liegt der (Ziegel)See rechts - ist einer der Seen von Mölln. Alt-Mölln liegt in Richtung RZ größtenteils links (Abfahrt Mölln Süd). Die B207 läuft quasi zwischen beiden Orten durch... Alt-Mölln hingegen hat keinen See.

Bzgl. Deines Angebotes: 1/2 Stunde????????? So schnell??? Uff... Also Dein Angebot nehme ich natürlich sehr gerne und vor allem dankend an! Kaffee & Kuchen ist auf jeden Fall eingeplant!

Wegen meiner "Idee": Joa, Steine. Die hatte ich nicht auf'm Plan! Idee verworfen!!! Hätte mich auch gewundert, wenn ausgerechnet ich den Kiespumpenbau revolutioniert hätte. He He! Also die "rustikale Variante".

Und danke für den Link! Die Anleitung ist ja top! Ok, eigentlich ein extrem simples Teil - ich muss zugeben, dass ich schon überlegt habe, wie man das Rohr beschwert und auf so eine einfache Lösung bin ich nicht gekommen...

@Bohne: Also nach einigem Lesen hätte ich zu einer 102er gegriffen.

Da nochmal eine Frage in die Runde: Was für ein Material nimmt man denn für eine KP??? Gibts ne "Mindestwandstärke"?

Ich war gestern mal bei unserem großen Eisen-Höker. Ein Rohr D100x800 würde inkl. MWSt. bei ca. 27,- EUR liegen. Weiß aber nich, welches Material.

Und noch eine Frage.......................

Ich unterbreche meinen eigenen Post mal: Ich wollte gerade noch ne dumme Frage stellen, habe aber schnell (nochmal) die Rosenberger-Anleitung gelesen und kann sagen: Ich verstehe sie nun vollständig und meine Frage brauche ich nicht mehr stellen! Aber das nur am Rande.

Wie gesagt: Bin echt ein wenig im Brunnenbau-Fieber! Das Thema bringt mir echt Spaß! Vor allem, weil wir evtl. knappes / notwendiges Geld (~2.000,- EUR) in eine Zisterne investiert hätten - nach heutigem Wissensstand muss ich sagen, dass das eine extreme Fehlinvestition geworden wäre, weil der Brunnen (für das was wir vorhaben) ALLE Vorteile auf seiner Seite hat.

Nachtrag: Eine Frage muss ich doch nochmal stellen! Was für eine Tiefe würdet Ihr empfehlen? Ich persönlich (wie gesagt: ich schaffe gerne "Leistungsreserven") würde dazu neigen, auch bei recht "hochstehendem" Wasser (~3m) ein ganzes Stück tiefer zu gehen. So um die 9 - 10m?!? EDIT: Hab nochmal auf S. 1 geguckt: PM, Du hattest bereits 2m + 8m erwähnt. Wären dann also 10m.

Ich frage, weil ich jetzt schonmal grob die entstehenden Kosten kalkulieren will - muss beim Hausbau ja alles gut eingeplant werden. Die Zisterne hatte ich ja eigentlich schon "gestrichen" - der Brunnen wird definitiv günstiger und auf Grund der Vorteile würde ich dafür sogar ein paar Hundert EUR aus einem anderen Bereich "abknapsen" (wenn nötig).

Geändert von wick3d (28.01.2012 um 07:44 Uhr)
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