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| Brunnenbau Bohrbrunnen Erfahrungen und Probleme im Brunnen-bau Bohrbrunnen |
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#1 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 08.04.2009
Beiträge: 4
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Hallo Zusammen,
ich habe ein Problem und hoffe ihr könnt mir weiterhelfen: Im Juli 1998 wurde bei mir ein Brunnen gebohrt und mit einem orangenen KG-Rohr (Durchmesser 100mm) versehen. Der Aufbau des Rohres (Von unten nach oben): - 1m Vollrohr (KG-Rohr) - 2m blaues Filterrohr - 6,5m (Rest nach oben) KG Rohr Der Brunnen hat eine Tiefe von 9,5m. Wasser hatte ich ab 4,5m. In dem Brunnen hing eine Grundfoss Tiefbrunnenpumpe Jetsub JS4-08 (Leistung 3,7m3/h). Durch ein PE-Rohr (32mm) wurde das Wasser nach oben befördert und mittes Presscontrol die Zufuhr geregelt. Soweit so gut. Letzte Woche hat sich die Pumpe verabschiedet (kaum noch Leistung, teilweise Aussetzer). Zwischenzeitlich habe ich eine neue Pumpe gekauft (Grundfoss SQ 3-40) Bei dieser Gelegenheit habe ich den Brunnen neu vermessen: Der Brunnen hat nun eine Tiefe von ca 9m. Wasser habe ich ab ca 4m. Das heißt, im Brunnensteht eine Wassersäule von ca 5m! Nun fangen meine Probleme an: Da ich ziemlich viel feinen Sand im Bohrloch habe und dieser mit nach oben gefördert wurde hat mit der Verkäufer (auch ein Brunnenbauer) empfohlen, in dem vorhandenen Rohr ein weiteres Brunnenrohr einzufügen mit folgendem Aufbau (alles blaue Brunnenrohre mit einem Durchmesser von 80mm, die Pumpe hat eine Durchmesser von 74mm): - Bodendeckel - 1m Filterrohr - 1m Normalrohr - 3m Filterrohr - 4m Normalrohr Ich habe die Teile zusammengebaut und im vorhanden Rohr versenkt. Anschliessend die neue Pumpe hinabgelassen, soweit damit die Pumpe im Bereich des unteren 1m-Stücks (also etwa in 8m Tiefe) hängt um beim Ansaugen und dem auftretenden Verwirbelungen keine zusätzlichen Sand anzusaugen. Ein erster Test verlief sehr ernüchternd! Die Pumpe startet, pumpte anfangs kurz sandhaltiges Wasser, lief ca 2 Minuten und hörte dann auf. Im Bohrloch konnte man das Gurgeln von nachlaufendem Wasser hören. War wieder genügend Wasser im Loch lief die Punpe weiter bis zum nächsten Aussetzer wenn das Wasser fehlte. Ich dachte mir, die Pumpe bekommt nicht genügend Wassser und habe das blaue Brunnenrohr komplett wieder herausgezogen und die Pumpe in gleicher Höhe in das vorhanden KG-Rohr hineingehängt. Das Ergebnis war das gleiche! Was ist da los? Kann in den knapp 11 Jahren der Brunnen versanden? Über 10 Jahre habe ich keine Probleme damit und auf einmal kommt nicht genügend Wasser nach? Warum? Könnt ihr mir einen Tip geben? Was kann ich tun? Neuen Brunnen bohren (lassen)? Vorhandenes Bohrloch "vom Sand leerpunpen lassen"? Über jede Idee/Hilfe würde ich mich sehr freuen!! Wenn ihr weitere Infos benötigt, bitte einfach melden. Herzlichen Dank und viele Grüße, Flauschbobbel |
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#2 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 05.12.2006
Beiträge: 962
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Hallo
Warum hast Du eine Tiefbrunnenpumpe mit einer sehr großen Wassermenge verbaut ? ist der Brunnen nach oben Luftdicht Verschlossen? mit was für einer Leistung (Liter pro Minute) läuft der Brunnen leer ? Gruß Rammbrunnen |
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#3 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 08.04.2009
Beiträge: 4
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Hallo Rammbrunnen,
ich dachte an eine Pumpe mit hoher Leistung für die intensive Bewässerung des Gartens bzw. der Toilettenspülung. Luftdicht verschlosen? Ich habe oben auf dem KG-Rohr einen Deckel aufgebracht, in den ich die Löcher für das PE-Rohr und das Kabel ausgeschnitten habe. Wirklich "Luftdicht" würde ich es nicht bezeichnen. Der Brunnen läuft mit ca. 18 Litern/min leer. Und das nach sehr kurzer Zeit. Gruß Flauschbobbel |
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#4 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 05.12.2006
Beiträge: 962
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Hallo
Das hört sich nicht gut an, aber das neue Rohr in das Alte Rohr reinstecken ist auch nicht gut irgendwann setzt sich der Zwischenraum auch mit dem Feinensand zu, und der Brunnen ist ganz Dicht. Ich persönlich würde einen Neuen bohren bei den scheinbar guten verhältnissen. Zum Aufbau der Rohrstrecke, KG-Rohr nur als Bohrrohr nehmen Sumpfrohr braucht man nicht und nicht vergessen eine Kiesschicht einzubringen.(Es gibt auch Spezielle Feinsandfilter Rohre. Gruß Rammbrunnen |
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#5 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 02.07.2008
Beiträge: 2.205
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Hallo,
also im alten Rohr ein kleineres reinstellen ist nicht gut. Wie Rammbrunnen bereits sagte wird das Fassungsvermögen des Brunnens dadurch stark eingeschränkt. Nehme an, das deine Filterstrecke fast dicht ist. Hatte deine alte Pumpe irgendwelche Ablagerungen??? Kann mir nicht vorstellen, das alleine der Sand daran Schuld sein soll, Vielleicht ist der Brunnen nach 10 Jahren Verockert??? Oder steht der Sand schon bis zu den Filterrohren? Hast du viel Eisen/ Mangan im Wasser? Gruss Plunschmeister
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Gruß PM ICQ 613346724 Plunschmeister |
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#6 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 08.04.2009
Beiträge: 4
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Hallo Plunschmeister,
ich vermute auch, dass die Filterstrecke dicht ist. Damals wurde der Brunnen von einer "Wochenend-Firma" gebohrt. Heute glaube ich, dass die 2m lange Filterstrecke sich mindestens zur Hälfte zugesetzt haben muss. Das würde auch erklären, dass ich zwar Wasserzulauf habe, aber leider nicht schnell genug, da die Leistung der Pumpe größer ist als die Menge Wasser die zufliesst. Also arbeitet der Brunnen aktuell so, als hätte ich nur 1m Filterstrecke... Die Pumpe und das PE-Rohr waren total schwarz verschleimt als ich sie aus dem Rohr gezogen habe. Eisen ist kein Thema, keine rötlichen Ablagerungen. Auch nicht all die Jahre als ich den Garten usw. gewässert habe. Daher glaube ich auch nicht an die Verockerung. Nach dem Aussehen der Pumpe vermute ich, das diese fast 10cm im Sand hing! Und noch etwas was meine Theorie möglicherweise unterstützt: Ich hatte doch das blaue Brunnenrohr wie oben beschrieben in den vorhandenen Schalt eingeführt und dann die Pumpe reingehängt. Wie ich Euch beschrieben habe brachte die Pumpe doch jede Menge Sand mit. Ich hatte anschliessend das komplette blaue Rohr wieder rausgezogen. Beim anschliessendem Abschrauben der Bodenkappe (zum Test) war im unteren Bereich des Brunnenrohres ca 20 cm Sand abgelagert, der während meines kurzen Experiments wohl angesaugt wurde. Ein Nachvermessen der Wassersäule zeigte nun an, das mein Wasserstand im vorhandenen 100mm KG Rohrnun ca 10 cm tiefer beginnt, aber auch die Tiefe des Brunnens ist um 10 cm gestiegen. Bein Bekannter von mir will nach seinem Osterurlaub mittels Kiespumpe die Sandablagerungen entfernen. Leider wissen wir aktuell nicht, ob das vorhandene KG-Rohr eine Bodenkappe besitzt. Wenn der Sand entfernt ist wollen wir einen weiteren Pumpversuch mit seiner leistungsstarken Pumpe unternehmen (erst langsam, dann ansteigend). Mal sehen, ob nach dem entfernen des Sandes die Wassermenge wieder schneller zusammenläuft. Wenn das nicht weiterhilft will ich mittels Bohrgerät einen neuen Brunnen bohren lassen. Die Jungs, die das dann machen sollen stelle ich hier vor: http://www.regenmacher.de/html/brunnenbau.html Was haltet ihr davon? Grüße Flauschbobbel |
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#7 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 02.07.2008
Beiträge: 2.205
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Hallo,
der schwarze Schleim an deiner Pumpe und im PE-Rohr sind Manganniederschläge. Deine Filterstrecke ist verockert, zusätzlich hast du auch mit Sand zu tun. Wenn keine Bodenkappe vorhanden ist, die FR aber fast dicht sind, wird Sand von unten angesaugt, oder Filterstrecke ist defekt. Wenn der Brunnen mit 1m FR arbeitet ist das vielleicht übertrieben. Du hast deinen Brunnen zu viel abverlangt, die Manganbakterien rächen sich nun! In wieviel Meter hing deine Pumpe? OK, plunscht erst den Brunnen sauber ( Sand entfernen). Dann Probepumpen, wenn das dann immer noch nicht klappt wieder melden. Man kann die Filterstrecke wieder regenerieren. Gruss Plunschmeister
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Gruß PM ICQ 613346724 Plunschmeister |
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#8 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 05.12.2006
Beiträge: 962
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Hallo
Die Firma verfügt wenigsten über ein halb professionelles Bohrgerät obwohl sie auf Ihrer Homepage (Foto) auch mit KG-Rohren Arbeiten ? eine 100mm Bohrung und dann mit 88mm ausbauen ist schon sehr eng für die Filter Kiesschüttung. Gruß Rammbrunnen |
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#9 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 02.07.2008
Beiträge: 2.205
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Habe ich noch im Netz gefunden bei:
http://www.der-brunnen.de/aufbereitung/ ... asser1.htm Mangan fällt zu kleinen schwarzen Knollen aus, die einen Durchmesser von wenigen Millimeter haben. Die Manganknollen werden häufig mit Sandteilchen verwechselt. Man kann sie aber daran unterscheiden, dass sie sich erst nach kurzer Zeit bilden, während die Sandpartikel sofort erkennbar sind. Gruss Plunschmeister
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Gruß PM ICQ 613346724 Plunschmeister |
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#10 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 08.04.2009
Beiträge: 4
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Hallo Kollegen,
sorry, krankheitsbedingt kann ich mich erst jetzt melden. Ich wollte es aber nicht versäumen Euch die frohe Botschaft zu verkünden: Mein Brunnen läuft wieder einwandfrei! Ich habe mittels Kiespumpe ca. 1m Feinsand aus dem Rohr geholt bis runter zur Bodenkappe. In das vorhandenen Rohr hat ein befreundeter Brunnenbauer 4m Filterrohr (nicht die bekannten geschlitzten Rohrer, sonder ganz feine (mit Vlies) eingesetzt und nach oben mit den normalen 80mm Brunnenrohre ca 5m aufgebaut. Rohr rein, Pumpe (Grundfos SQ3-40) rein und ca 14 Stunden am Stück ganz langsam gepumpt mit Steigerungen. Am Anfang war noch etwas Sand dabei. 1 h später so gut wie gar nix. Was soll ich sagen, es läuft nun einwandfrei! Euch allen noch einen schönen Tag! Grüße, Flauschbobbel |
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