Hallo. Ich würde es auch mit freipumpen versuchen. Irgendwann spülen sich Wasserwege unterirdisch frei und es entsteht im Ansaugbereich des Brunnens eine Art Dom oder Kegel, der dann frei von Feinsandanteilen ist. Am Rande des Doms/Kegels ist die Wasserfliesgeschwindigkeit dann so gering, daß keine Feinsandanteile mehr mitgespült werden können. Auch die Fördermenge wird dann im Normalfall steigen, da die Zulaufwege fürs Wasser frei werden müßten. Den Grundwasserspiegel absenken wirst Du wohl eher nicht schaffen. Wegen der Zeit und Dauer hierfür glaube ich, daß es bei sowas kaum eine Generallösung gibt. Ich habe bei einem Freund einen Schachtbrunnen über eine Woche lang freigepumpt, den er seit 20 Jahren nur zum Garten gießen benutzt hatte und dann plötzlich seine Wärmepumpe damit bedienen wollte. Wärmepumpe einschalten und nach 20 Min war Schluß mit Wasserstand. Und siehe da, nach einer Woche permanentem Leerpumpen mittels einer B-Pumpe war die Förderbereitschaft des Brunnens so groß, daß die Wärmepumpe nicht mal mehr am Wasserstand kratzt.
Nur für den Fall, daß es so nicht klappen sollte, würde ich einfach ins Kiesbett der nächsten Wasserschicht weiterbohren.
Gruß Stanpit
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