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Brunnenbau Bohrbrunnen Erfahrungen und Probleme im Brunnen-bau Bohrbrunnen

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Alt 01.02.2010, 12:03   #1 (permalink)
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Standard ist DN100 ausreichend für Tauchpumpe?

Hallo,

wir haben uns mehrere Angebote eingeholt für Brunnenbohrungen. Das das Grundwasser in etwa 16 m Tiefe ist, wollen wir eine Tauchpumpe einbauen. Alle Brunnenbauer wollen den brunnen in DN100 erstellen. Wenn ich mich bei den Brunnenpumpen umschaue, so finde ich viele, die dann so gerade eben in das Rohr passen würden.
Reicht eine solche Bohrung tatsächlich für die Gartenbewässerung aus und kann dann überhaupt noch genug Wasser nachfliessen, wenn die Pumpe das Rohr quasi völlig ausfüllt? Eine Sonderlösung bei der Pumpe wollen wir nämlich vermeiden.

Vielen Dank,

Peter
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Alt 01.02.2010, 17:34   #2 (permalink)
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Standard brunnenpumpe

Hallo Peterh, die 4 zoll Brunnenpmpen haben meistens einen Außendurchmesser von 96 oder 97mm. Das blaue Brunnenrohr ist innen 103mm. Du hast somit 5-6mm Luft zwischen Rohr und Brunnenpumpe. Das heißt im Klartext: das 4 zoll Rohr passt zur 4 Zoll Pumpe. Es kann auch genug Wasser zwischen Pumpe und Rohr fließen. Für Anwendungen mit einem Mehrverbrauch an Wasser, würde ich schon 5 Zoll Brunnenrohr verwenden.

Du musst nur aufpassen, dass keine kleine Steine in den Brunnen fallen - dann steckt die Pumpe fest

Gruß marg
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Alt 01.02.2010, 19:49   #3 (permalink)
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Moin peter,
ergänzend zu margs Ausführungen möchte ich noch Erwähnen:

Mit einer Brunnenbohrung kommt man nie ganz Lotrecht unten in der wasserführenden Schicht an.
Wie marg bereits sagte hast du "nur" 5-6mm Luft im Rohr(Dn 100), bei Einsatz einer 4 zoll Pumpe.
Die Bohrung geht bis auf 16m runter, bei einem Versatz der Bohrung( übertrieben verläuft die im Bogen) bleibt die Pumpe irgendwo auf der Strecke hängen.( zB in der Muffe)
Sollte eigentlich ein Brunnenbauer wissen.
gruss
PM
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Alt 01.02.2010, 23:17   #4 (permalink)
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Wenn nicht exorbitante Wassermengen gefördert werden sollen, sollte eine 3" Pumpe vollkommen ausreichen, dafür reicht das angebotene Brunnenrohr aus.
kg49 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2010, 23:55   #5 (permalink)
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Kommt darauf an, was der Peter fördern möchte.
Und ausschlaggebend ist nicht das Brunnenrohr, sondern der zum Einsatz kommende Filter( Filterstrecke).
So kann man theoretisch mit einem DN 100 Filterrohr und SW 0,3mm= 1,65m³ und SW 0,5mm= 1,9m³ fördern.
Hierbei ist aber auch die anfallende Untergrundbeschaffenheit zu beachten.
Zum anderen würde ich einen Bohrbrunnen nicht unter DN 115 herstellen.

gruss
PM
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Alt 02.02.2010, 10:50   #6 (permalink)
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Hallo allerseits, eine DN115 Verrohrung treibt den Preis aber wieder nach oben, wäre aber eine gute Lösung zwischen DN 100 Brunnenrohr und DN 125. Viele kleinere Brunnenbauer haben sich spezialisiert auf 100er Rohr. Sicherlich können Die auch ein 115er Rohr einbauen. Dann musst du aber darauf achten dass der Bohrdurchmesser auch größer ist.
Wenn kein Sand kommt würde ich auch die Lösung mit dem 4 Zoll Brunnenrohr und der 3 Zoll Pumpe akzeptieren.
Gruß marg
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Alt 02.02.2010, 18:13   #7 (permalink)
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Hallo alllerseits,

um mal auf das Problem des OPs zurückzukommen: hier bestand die Frage darin, ob eine 4" Pumpe von der Grösse her in ein DN100 Rohr passt. Die Förderleistung des Brunnens spielt für die Beantwortung dabei m.E. keine Rolle, denn diese dürfte unabhängig vom Pumpendurchmesser sein. Wichtiger erscheint mir tatsächlich der Hinweis auf das Problem eines möglicherweise leicht (!) gekrümmten Brunnenrohrs, welches ein Hinablassen der Pumpe erschwert oder unmöglich macht. Deswegen für DN 100 und langem Brunnenrohr: 3" Pumpe. Nachteil: in 4" ist die Auswahl grösser.

So, jetzt komme ich zum Thema, warum ich noch einmal geantwortet habe, Vorgeschichte: Mein Brunnen steht seit ca. 10 Jahren und läuft problemlos. Standort: westliches Ried bei Darmstadt, Grundwassertiefe (damals): 10m, Boden: feinster Sand.

Mitte der 90er Jahre gab es kein Internet mit Erfahrungsaustausch, man musste alles, aber wirklich alles selbst entwickeln. (eBay gab es auch noch nicht). Die ortsansässigen Brunnenbauer machten ein Geheimnis um die Technik und verlangten 100 DM pro Meter + Ausbaumaterial. Endkosten so um die 4000 DM mit einer einfachen Kiesschüttung bei einer Brunnentiefe von ca. 20m . Tiefbrunnenpumpen wurden nicht eingesetzt, es wurde dem Wasser entgegengegraben, man sollte also einen 3m Schacht bauen. Warum? Nun aufgrund der miserablen Kiesschüttung wurden Kreiselpumpen eingesetzt, die relativ einfach zu reparieren waren.

Da mir das alles in keinem rechten Preis/Leistungsverhältnis stand und ich auch keinen Brunnenschacht mit dieser Tiefe buddeln wollte,habe ich folgende Ideen umgesetzt, die dann eifrig von Nachbarn kopiert wurden:

1. Aus Kostengründen kein Brunnenrohr, aber auch kein KG Rohr wegen dem Wulst an der Muffe. Die Lösung bestand darin, KS-Rohr zu nehmen. KS-Rohr erhält man in 6m langen Stücken (also gerade noch dachgepäckträgerfreundlich) mit Innendurchmessern ab 100mm. Für das Mantelrohr wurden 160mm gewählt und bis auf 18,5m Tiefe heruntergetrieben. Zuerst bis auf 10m Tiefe gebohrt, Bohrgestänge: 3/4 Zoll Wasserrohr. Aus dem Bohrgestänge wurde dann ein Dreibein und mit der Schlämmbüchs (so heißt das bei uns) ging es dann weiter. In 18,5m Tiefe war Schluss, da eine Lettschicht ein weiteres Fortkommen mit den damaligen Hilfsmitteln unmöglich machte. Die Wassertiefe betrug genau 8,5 m.
2. In dieses Mantelrohr kam dann eine 4m(!) lange Filterstrecke mit Klebefilter, den ich damals per Zufall in einem Betrieb entdeckte.
3. Daran kam dann 110mm KS-Rohr als Brunnenrohr bis zur Oberfläche. Das teure war die Filterstrecke, aber bei dem feinsandigen Boden war nicht bekannt, wieviel Wasser der Boden durchlässt, deswegen wurde auf Nummer sicher gegangen. Ich warte immer noch auf das erste Sandkorn, was oben in meinem Kontrollfilter im Keller ankommt.

4. Nach Fertigstellung wurde das Mantelrohr gezogen und gut wars. Den Zeitbedarf, den die Entwicklung der Werkzeuge und der Bau insgesamt verlangte, darf man nicht rechnen, aber Spass hats trotzdem gemacht. Die Nachfolger hatten es dann schon einfacher, weil Erfahrungswerte vorlagen.

So, ich will jetzt keinen langweilen, den Bau von Brunnen haben andere hier wesentlich besser beschrieben bzw. dokumentiert. Ich möchte nur eine Frage stellen:

Warum wird hier nur von (blauem) Brunnenrohr und KG Rohr gesprochen, das im (Fach-) Handel erhältliche KS-Rohr ist meiner Meinung nach preiswerter als Brunnenrohr und wesentlich besser zu verarbeiten als KG-Rohr.
Gruss
kg49
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Alt 02.02.2010, 23:58   #8 (permalink)
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Moin zusammen,
Warum wird hier nur von (blauem) Brunnenrohr und KG Rohr gesprochen, das im (Fach-) Handel erhältliche KS-Rohr ist meiner Meinung nach preiswerter als Brunnenrohr und wesentlich besser zu verarbeiten als KG-Rohr.

Mit KS Rohr ist wohl Kanalschutzrohr gemeint?
Eigentlich sollte man weder KG; noch KS-Rohr zum Brunnenbau einsetzen.
Jeder Rohrtyp hat seinen eigenen Einsatzbereich, für diesen wurde er konzipiert.
Das blaue Rohr ist Brunnenrohr, hat auch u.a. eine größere Rohrwandung( Bodendruck).
KG -Rohr wurde hier eigentlich nur erwähnt, um es als Bohrrohr einzusetzen, welches im Anschluss nach der Brunnenrohrabteufung wieder gezogen wird.
Wenn dein Brunnen seit 10 Jahren Wasser liefert ist das OK, Not macht Erfinderisch.
Aber ich habe auch schon andere Geschichten gelesen, heute gibt es das Material und Geiz ist nicht immer Geil.
Gruss
PM
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Plunschmeister ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2010, 20:56   #9 (permalink)
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Hallo,
nur kurz zur Information: KS-Rohr = Kabelschutzrohr.

Gruß
kg49
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Alt 08.02.2010, 06:04   #10 (permalink)
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Standard Brunnenrohre

Hallo
Bei allen Überlegungen darf auch nicht vergessen werden das sich Weichmacher aus den Kunststoffen lösen kann (evtl.Trinkwasser) das ist zb. auch bei PET Bierflaschen ein großes Problem.
Verzinktes Rohr nimmt man auch schon Jahrelang nicht mehr als Trinkwasser-Rohr.
Gruß Rammbrunnen
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