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| Brunnenreinigung Welche Mittel zur Reinigung des Brunnen kann ich verwenden... |
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#17 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 03.07.2010
Ort: Franken
Alter: 53
Beiträge: 8
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Habe schon einige Brunnen mit Wessoclean gereinigt, ist relativ günstig und einfach in der Anwendung. Und vor allem: Es stoppt neue Verockerung für lange Zeit!
Weiteres - wenn Du magst - per Mail |
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#19 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 02.07.2008
Beiträge: 2.207
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Moin MichaB58,
Wesso Clean Aqua Typ 1, soll es in Ö nicht geben! Oder wer sollte sich angesprochen fühlen? Auch hier kosten 2kg ca. 57€? Die Mittel sind wohl alle gut, doch was stört ist der Preis !!! Manchmal ist GEIZ doch GEIL
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Gruß PM ICQ 613346724 Plunschmeister |
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#20 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 03.07.2010
Ort: Franken
Alter: 53
Beiträge: 8
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Gerne!
Was soll eine Regenerierung denn eigentlich bringen? Es gilt, die Filterstrecke aber auch den Ringraum um den Brunnen bis in den Grundwasserleiter hinein von Verockerungen und Verkrustungen zu befreien. Woher kommen die Verockerungen/Verkrustungen? - Zum einen durch biologische Prozesse. Es gibt Bakterien, die für ihren Stoffwechsel Eisen oder Mangan als Futter verarbeiten können. Sie oxidieren diese Metalle. Das schaffen sie sogar unter Luftabschluß, da Wasser (H2O) immer auch Sauerstoff enthält. Diese biologischen Prozesse laufen bevorzugt an Stellen mit hoher Strömung ab, also sind die Filterschlitze und andere enge Stellen ganz besonders beliebt bei den Bakterien. Sie setzten sich dort fest und filtern die Eisen- oder Mangan-Moleküle aus dem Wasser, damit wächst ihre Biomasse, im wesentlichen ein braun-grauer flockiger Schleim. Irgendwann sterben die Bakterien ab, die Biomasse verkrustet und verstopft die Schlitze und Poren im Kies und Filter. Dieser Prozess benötigt in der Regel einige Jahre, bevor er zu Problemen im Brunnen führt. - der zweite Grund für Verkrustungen ist Lufteintritt im Brunnen. Ist bespielsweise der Wasserstand niedrig und der Filter hat Kontakt zur Luft, zieht die Pumpe durch ihren Unterdruck auch Luft in den Ringraum des Brunnens. Und es setzt relativ zügig eine chemische Oxidation ein. Wo die Bakterien bei der biologischen Oxidation noch relativ mühsam die metallischen Moleküle mit Sauerstoff verstoffwechseln, entstehen durch den direkten Kontakt von Sauerstoff und Metall sehr viel schneller Verkrustungen, die außerdem noch wesentlich härter sind. Eine Form davon kennen wir gut - Rost! Wie wird man das Zeug wieder los? Hier gibt es grundverschiedene Ansätze: - mechanisch - mit Bürsten, Ultraschall oder sogar Mini-Sprengungen werden die Verkrustungen innerhalb des Brunnenrohres entfernt. Problematisch dabei ist, das man eben nur innerhalb des Brunnens eine Wirkung erzielt. Außerhalb des Filters oder gar in weiterer Umgebung ändert sich nichts! Die mechanischen Methoden kann man getrost als 'Kosmetik' bezeichnen. Sie werden meistens auch mit einer Brunnenkamera dokumentiert und alle sind glücklich, weil der Brunnen so schön sauber glänzt. Nur - der Durchsatz ist durch Kosmetik kaum zu verändern! - mit anorganischen Säuren - Salz- oder Schwefelsäuren werden besonders im angelsächsichen Raum verwendet. Man drückt dabei den PH auf Werte um Null und das Zeug frisst alles weg, was im Weg liegt. Leider auch Filter, Brunnenrohr und Pumpe. Und - anorganische Säuren können im ungünstigen Fall richtig Schaden anrichten, weil sie die chemische Konsistenz des Gesteins um den Brunen herum verändern können. Es kann sich Gips bilden, der Brunnen kann versanden, oder der Ringraum kann sogar mechanisch instabil werden. Im besten Fall sind zwar biologische und chemische Verkrustungen gelöst, aber durch die Aggressivität der Säuren wird das Material komplett aufgerauht und damit ein idealer Nährboden für die Neubesiedelung. - organische Säuren - (und da sind wir bei der vielzitierten Zitronensäure) wirksame organische Regeneriermittel bestehen allerdings aus einer komplexen Mixtur in der meistens auch Zitronensäure, Ascorbinsäure und anderes vorkommt. Diese Mittel senken den PH auf Werte um 2-3, sind also bei weitem nicht so aggressiv, können mit relativ geringen Risiken angewendet werden und dringen bei richtiger Anwendung weit in den Ringraum des Brunnens ein. Die Verockerungen/Verkrustungen werden in Lösung gebracht und können nach einigen Stunden Einwirkzeit behutsam abgepumpt werden. Wessoclean Aqua1 ist mein Paradebeispiel für die Anwendung von organischem Regeneriermittel. Bei Verockerungen nehme ich nichts anderes! Und es ist auch relativ preiswert zu haben, um einen Rammbrunnen zu reinigen, ist man mit ca € 10,- dabei. Bei höherer Tiefe und größeren Durchmessern benötigt man natürlich entsprechend mehr Mittel. Ich empfehle mal die Anleitungen auf Wesso.com zu studieren, ist nicht kompliziert! Und was die Verfügbarkeit in AT betrifft, kann ich mich gelegentlich erkundigen. Wichtig für die Abschätzung der Menge sind die Brunnendaten (Teufe, Duchmesser, Wasserstand ...) Liebe Grüße MichaB |
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#21 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 02.07.2008
Beiträge: 2.207
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2 Sachen die mich persönlich stören.
Der angebliche Wirkstoff Wesso Clean, ist genau was? 400 gr.kosten 20 Euronen. und 3. bei der Anleitung auf der wesso.page gelingt eine Regenerierung 100% nicht.
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Gruß PM ICQ 613346724 Plunschmeister |
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#24 (permalink) | |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 03.07.2010
Ort: Franken
Alter: 53
Beiträge: 8
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Zitat:
Gut, gehen wir also davon aus, das der Brunnen wegen Verockerung in seinem Durchsatz nachgelassen hat. Bei Deinen Daten komme ich auf ca 105 Liter Wasser im Rohr und würde mich auf den Verbrauch von ca 1kg Wessoclean Aqua1 einstellen. Aber man kann auch mit weniger anfangen und je nach erreichtem PH (Meßgerät vorhanden?) nachdosieren. Bewährt hat sich ein Kreislaufsystem zur Durchmischung, danach 24h Ruhe und dann Abpumpen auf kleiner Leistung. Anmischen z.B. in einem Baukübel mit Überlaufrohr ca 10cm unter Oberkante. Das Überlaufrohr sollte großzügig dimensioniert werden und die Lösung per Schwerkraft in den Brunnen zurückleiten. Die Brunnenpumpe fördert ohne große Turbolentzen in den Baukübel, damit sich der Dreck absetzen kann. Falls Du bei den aktuellen Temperaturen regenerieren willst, das Wasser zum Auflösen des Pulvers erwärmen auf ca 25°C. Nach dem Auflösen des Mittels mindestens 30min Kreislauf, dabei den PH und den Leitwert beobachten. Der PH sollte unter 3 fallen und auch nicht sofort wieder steigen. Notfalls nachdosieren. Wenn die Werte halbwegs stabil sind, wirf einen Blick auf den Leitwert. Bei massiven Verockerungen habe ich schon Werte >4000µS (bei einem Ausgangswert von ca 800µS) gesehen, Biomasse hat keine Auswirkung auf den Leitwert. Grundsätzlich verbraucht sich das Regeneriermittel durch die Lösung der Verkrustungen und der Biomasse, Kontrolle über den PH-Wert. Nach 30 - 60 min Kreislauf beenden, warten bis sich der Dreck absetzt und den Inhalt des Kübels möglichst ohne Dreck in den Brunnen leiten. Das Regeneriermittel wird von der Schwerkraft in Filter und Ringraum gedrückt und kann dort wirken. Jetzt den Brunnen 24h völlig in Ruhe lassen. Abpumpen: binnen 24h - 30h nach Einbringen des Mittels, sonst fällt der gelöste Dreck wieder aus! Mit möglichst wenig Leistung (notfalls im 10sec Intervall = 10 sec pumpen, 10 sec Ruhe) den Brunnen klarpumpen. Dabei wieder PH und Leitwert messen. Wenn PH und Leitwert wieder beim Ausgangswert und das Wasser klar ist, kann die Regeneration beendet werden. Einen Leistungspumpversuch erst ca 1 Woche später durchführen. Ich schreibe bei meinen Regenerationen Protokolle mit Messwerten alle 5 Minuten während Kreislaufbetrieb und beim Klarpumpen. Und ich mache mir Fotos von den Wasserproben aus der Brunnenpumpe, die ich zeitlich zuordne. Damit kann man den Verlauf sehr schön dokumentieren. Das Wasser kann man beim Klarpumpen normalerweise ohne Neutralisation auf dem Rasen oder ähnlichem verteilen. Evt. mit Klarwasser anschließend nachspülen. Ein erster Indikator für eine gelungene Regenerierung ist eine Druckmessung gegen ein geschlossenes Ventil. Vergleichswerte vor und nach der Maßnahme. Der Brunnen sollte jetzt über viele Jahre gut laufen. Lufteintrag in die Filterstrecke trägt allerdings massiv zur erneuten Verkrustung bei. Der Arbeitswasserstand sollte grundsätzlich oberhalb des Filters sein, ansonsten Pumpenleistung reduzieren. lg MichaB58 |
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#25 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 02.07.2008
Beiträge: 2.207
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Danke MichaB58,
eine gute Beschreibung. Das mit dem Kreislaufsystem ist eine gute Idee. Ich bringe mein Mittel mit der hängenden Wassersäule direkt in den Filterbereich ein. Gehe davon aus, das auch bei Wesso Clean Aqua Zitronensäure zum Einsatz kommt, Bei CarelaBioplus dient zusätzlich Salzsäure als Indikator, sprich, um den PH-Wert runter zu fahren.
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Gruß PM ICQ 613346724 Plunschmeister |
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