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Schlagbrunnen / Rammbrunnen Probleme lösen

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Alt 11.06.2010, 23:11   #1 (permalink)
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Hallo zusammen,

erstmal zu mir:
mein Name ist Thorsten und ich wohne in Hennef.
War wohl mal ein Sumpfgebiet hier - und da wären wir auch schon bei meinem Problem. Ich wollte einen Brunnen schlagen und habe deswegen angefangen zu bohren. Nach einem Meter kam Wasser. Munter weiter gebohrt, ging runter bis auf 3 Meter. Ich habe da also ein Loch mit 2 Meter wassersäule. Weiter bohren kann ich nicht, da kommt Braunkohle und Kies. Dann einen Filter und Rohr eingeschlagen und die Pumpe angeschlossen, aber die Pumpe zieht das Rohr trocken. Rund um das Rohr bleibt der Wasserstand konstant einen Meter unter der grasnabe. Weiter schlagen, oder wieder ein stück zurückziehen, das ist hier die Frage.

Danke für reichlich antworten

Thorsten
thosch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2010, 23:25   #2 (permalink)
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Hallo Thorsten!

Hast Du das Rohr tiefer als drei Meter, in die Kohle geschlagen?
Ich hätte das Rohr in das drei Meter Loch reingestellt und einmal gepumpt.
Wie ist die Grundbeschaffenheit von 1 bis 3 Meter unter GOK (Gelände Ober Kante)?
Hast Du gegengespült? Wenn Du in das Rohr Wasser rein läßt, muß es verschwinden. Wenn Du das Rohr mit Wasser füllen kannst, und es bleibt bis zum Rohrende stehen, ist der Brunnenspitz verstopft, oder Du steckst in einer wasserundurchlässigen Schicht.

Herzliche Grüße, Heinz.

Geändert von heinzl (11.06.2010 um 23:38 Uhr)
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Alt 12.06.2010, 09:44   #3 (permalink)
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Hallo Heinz,

ich habe das Rohr noch ca. 1,5 Meter weiter reingeschlagen.
Wasser läuft ab, wenn ich das Rohr Fülle. Sogar weit unter das Niveau des umgebenden Loches. Wenn ich gegenspühle, steigt das Wasser im Loch und es kommt ganz feiner grauer Sand hoch.
Ich habe insgesamt 3 Löcher im Garten gebohrt, überall Wasser nach einem Meter, runter bis auf 3 Meter und die Wände halten ohne Schalung seit 3 Tagen.

Danke, Thorsten
thosch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.06.2010, 21:20   #4 (permalink)
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Zitat:
Zitat von thosch Beitrag anzeigen
Hallo Heinz,

ich habe das Rohr noch ca. 1,5 Meter weiter reingeschlagen.
Also doch in die Kohle. Und warum?
Wasser läuft ab, wenn ich das Rohr Fülle. Sogar weit unter das Niveau des umgebenden Loches.
Spitz teilweise bereits in Schotter? Könnte Deine Chance sein.
Wenn ich gegenspühle, steigt das Wasser im Loch und es kommt ganz feiner grauer Sand hoch.
Der Spitz steckt größtenteils in einer undurchlässigen Schicht. Das Wasser wird am Rohr, aussen, nach oben gedrückt. Klingt wie verfestigter Mud (als Beispiel).
Nochmals gefragt: Wie ist die Grundbeschaffenheit von 1 bis 3 Meter unter GOK (Gelände Ober Kante)?
Ich habe insgesamt 3 Löcher im Garten gebohrt, überall Wasser nach einem Meter, runter bis auf 3 Meter und die Wände halten ohne Schalung seit 3 Tagen.

Du könntest: 1.) In jedes Loch das Brunnenrohr NUR reinstellen und pumpen. Somit die Ergibigkeit testen. Das ergibt einen Überblick !!!
2.) Tiefer gehen. Das Beste wäre natürlich bohren.
Beim Schlagen, alle Meter Gegenspülen, Schwengelpumpe drauf und Testpumpen. Funktioniert einmal die Schwengelpumpe, funzt auch die E-Pumpe.

Danke, Thorsten
Das war mein leienhafter Senf dazu.

Was sagen die Fachleute ???

Herzliche Grüße, Heinz.
heinzl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.06.2010, 22:59   #5 (permalink)
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Hast du nun aufgehört zu bohren, weil Kohle kam?

Eigentlich merkt man schon beim Bohren, wann der richtige GW Anfang ist.

Man erziehlt beim Bohren keine Fortschritte mehr, sprich man bohrt nicht in die Tiefe, sondern in die Breite.
Erst dann wird der Brunnen geschlagen. So wirst du noch nicht in der richtigen GW -führenden Schicht sein.
gruss
PM
__________________
Gruß PM
ICQ 613346724 Plunschmeister
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Alt 12.06.2010, 23:45   #6 (permalink)
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Hallo Plunschmeister!

Zitat:
Zitat von Plunschmeister Beitrag anzeigen
Man erziehlt beim Bohren keine Fortschritte mehr, sprich man bohrt nicht in die Tiefe, sondern in die Breite.
Erst dann wird der Brunnen geschlagen.
gruss
PM
Nachdem obigen Satz öfters ich lesen und nix verstehen, Licht ging auf ?

Ich formuliere Selbigen anders:
Wennn man beim Bohren keine Fortschritte mehr macht (man holt Bohrgut aus dem Loch, doch man kommt nicht tiefer), dann ist man grundsätzlich richtig. Warum? Weil man in eine wasserführende Schicht gekommen ist, und in dieser das Loch, zusammenbricht. Sprich, seitlich fällt das lockere Material auf den Grund meines gebohrten Loches. Somit bohrt man "in die Breite"?

Interpretiere ich Deine Ausführung so richtig?

Herzliche Grüße, Heinz.
heinzl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.06.2010, 23:58   #7 (permalink)
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Hallo zusammen,

ich habe angefangen zu schlagen, als es mit bohren nicht mehr weiter ging.
Schlagen war auch eine Qual, deshalb nur 1,5 Meter. Kohle und grober Kies, das ging immer nur Millimeter für millimeter. Für den letzten halben Meter habe ich bald eine Stunde gebraucht und ich bin eher ein kräftiges Kerlchen.
Ein Loch habe ich bei 2,5 Meter aufgegeben, da ich auf Metall gestoßen bin. Da es hier auch mal Kampfhandlungen gegeben hat, wollte ich mein Glück nicht strapazieren.
Der Boden bis zur Kohle ist Lehm, Ton und Klei. Da steht zwar das Wasser, allerdings ließe es sich wohl eher nicht aus dem Material pumpen. Mein Nachbar spricht auch öfter von tertierem Treibsand. So manches Haus ist schon gesackt, dafür ist anderweitig die Straße hochgekommen.
Ich habe heute noch einen Meter tiefer gekloppt und jetzt kommt glasklares Wasser. Wie viel, muss ich noch testen, die Pumpe zieht noch Luft am brunnenkopf. Ich werde berichten.

Danke,Thorsten
thosch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2010, 09:45   #8 (permalink)
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Ach ja, noch was zum Boden:

in grauer Vorzeit war hier wohl mal ein riesiger See/Binnenmeer und irgendwann später soll auch der Rhein mal hier durchgekommen sein.
Die Gegend ist berühmt für Fossilien, die beim Braunkohleabbau und in Steinbrüchen gefunden wurden.
Tiefer kloppen will ich eigentlich nicht mehr, da zerdepper ich mir die rohrverschraubung. Ich habe jetzt nur die befürchtung, das der Grundwasserspiegel noch sinken könnte, bei langanhaltender Trockenheit. Der Bach in 20 Metern Entfernung hat momentan viel Wasser, was in trockeneren Zeiten nicht der Fall ist.

Grüße Thorsten
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Alt 13.06.2010, 10:35   #9 (permalink)
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@ thosch, dann hast du es richtig gemacht.

@heinzl, das Bohrloch kann auch in anderen Bodenschichten zusammenbrechen, obwohl man noch nicht die GW-Schicht erreicht hat.

Viele wasserführende Schichten haben in der Regel einen Eigendruck, Sand wird immer wieder im Bohrloch hochgedrückt.
zB.: 5m tief gebohrt, Bohrer wird raus gezogen
Bohrer wird abgelassen, Tiefe nur noch 4,50m
bohren auf 5m, Bohrer wird raus gezogen
Bohrer wird abgelassen, Tiefe nur noch 4,50m
Man kommt beim Bohren nicht mehr tiefer, sprich man bohrt in die Breite( falls man noch Material fördern sollte) Das Bohrloch wird vom Durchmesser her größer ( bildlich gesprochen)

Beim Plunschen kann gleiches passieren, hier kann man aber den Druck der GW-Schicht durch Zugabe von Fremdwasser ausgleichen.
gruss
PM
__________________
Gruß PM
ICQ 613346724 Plunschmeister
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Alt 13.06.2010, 10:44   #10 (permalink)
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Mal so neben bei: wenn ich auf Metall stoße beim bohren und weiß dass sich da mal was aus dem Bereich Militär abgespielt hat gibt es nur mal so eine Lösung---> Kampfmittelräumdienst!!
Wollte nicht auf einer Bombe sitzen, vielleicht mit Säurezünder die mich beim Kaffee trinken in den Himmel befördert.

Bei Deinem Bohrloch bist Du nur auf Oberfläschen - Wasser gekommen.
Da ist eine Schicht die das Wasser nicht nach unten lässt, oder nur sehr langsam.
Du musst neu bohren ( Bombenalarm ) und durch die nächsten Schichten durch bis Du auf eine Wasser führende Kies-, oder Sandschicht kommst.
Alles andere ist Spielerei.
Vielleicht solltest Du den Bach anzapfen.
__________________
Gruß Fellnase
Wasser sucht sich immer seinen Weg
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Alt 13.06.2010, 13:31   #11 (permalink)
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Registriert seit: 11.06.2010
Beiträge: 10
Rotes Gesicht

Hallo nochmal,

ich werde die Tage noch mal einen metalldetektor einsetzen, um das ganze noch mal abzuklären.
Mein Nachbar hat unter seiner Garage leere panzergranathülsen gefunden und meinte, das auch schon mal gewehrmunition auftaucht, Bomben wären weiter oben im Berg runter gekommen. Sicher ist sicher, deshalb werde ich mal den ganzen Garten abschreiten.

Gruß thorsten
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