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Brunnenbau Bohrbrunnen Erfahrungen und Probleme im Brunnen-bau Bohrbrunnen

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Alt 29.06.2010, 11:09   #1 (permalink)
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Standard Handbohrung in schwieriger Lage Erfahrungsbericht und Hoffnung auf Tipps

Hi,

ich habe nach viel Leserei mich entschlossen bei mir im Garten einen Brunnen zu bohren. Mein Schwiegervater ist Hobbywünschelrutengänger (bitte keine Diskussion dazu ) mit nachweislicher Erfolgsquote und hat den geeigneten Platz im Garten rausgesucht.
Da ich in einem Neubaugebiet an einem Hang wohne und der nächstgelegene bekannte Brunnen (Handpumpe, daher Wassertiefe kaum tiefer als 7m) ca. 60m entfernt, und ca. 10 Höhenmeter niedriger liegt ist das Ganze ein gewisses Risiko.
Der Boden ist aber, das weiß ich noch aus der Bauzeit, bis mindestens 3m Tiefe Löss, was sich ja gut bearbeiten lässt und da ich mir das Krafttraining sparen wollte, habe ich mir einen Handbohrer mit 10m Gestänge bestellt.
Vor ca. 1 Woche habe ich angefangen zu Bohren. Die Bohrstelle liegt einige Meter Hangabwärts zum Haus und so fand ich es schon mal interessant, das nach ca. 40cm eine recht dunkle sehr harte 30cm dicke Erdschicht kam. Danach wieder bis ca. 4,5 m Löss. Diese Tiefe habe ich recht schnell, nach ca. 4h Gesamtzeit, erreicht. Auf dieser Länge waren nur 2-3 kleiner Steine, die der Bohrer problemlos ans Tageslicht förderte.
Bei 4,5 m dann ein paar Steine mehr und ein wenig Sand. Das herauszubekommen war etwas mühsamer. Die Schicht war aber recht dünn und dann kam weiser Ton. So richtige Knetmasse die auch feucht ist! Diese Schicht ist ca. 1m Stark gewesen und es waren immer mal kleiner Steine (bis 5cm) und etwas Sand dazwischen.
Jetzt bin ich bei ca. 5,6m die Tonschicht ist wohl beendet und es ist mehr Sand/Ton/Steingemisch.
Ich hänge jetzt aber wohl an einem größeren Stein fest, den ich bis dato noch nicht losreisen konnte. D.h. die Bohrschnecke lässt sich etwas eindrehen und hängt dann an einem großen Widerstand. Versuche ich anzuheben, rutsche ich quasi ab und nach einer Umdrehung hänge ich wieder an der gleichen Stelle. Ich habe schon geduldig versucht durch stetiges anschlagen, reisen, drauf klopfen usw. den Brocken locker zu bekommen, aber er will noch nicht nachgeben. Wenn ich eine Taschenlampe ins Loch ablasse, sehe ich am Boden nur lockere Erde.
Hat jemand eine Idee wie ich da jetzt weiterkomme?

Gruß Aki

Geändert von Fellnase (25.03.2011 um 22:37 Uhr)
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Alt 29.06.2010, 22:50   #2 (permalink)
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Hi Aki,
Steine sind immer ein Problem.
Versuche mal dir etwas in der Art zu bauen:
http://www.brunnenbau-forum.de/membe...efaenger1.html

gruss
PM
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Gruß PM
ICQ 613346724 Plunschmeister
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Alt 30.06.2010, 06:28   #3 (permalink)
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Hallo Plunschmeister,

erst mal Danke für die Antwort. Das Teil habe ich bei der Suche hier im Forum auch schon gesehen, nur dazu müsste ich das Teil erstmal zu Gesicht bekommen! Ich kann nicht sagen wie groß der Stein ist und muss Ihn erstmal los bekommen, der er offensichtlic noch an der Wand festhängt. Ich werde heute mal mehr Licht ins Loch bringen, da die Taschenlampe etwas funzelig ist udn dann versuchen die Erde etwas abzusaugen. Mal sehen was das bringt.

Aki
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Alt 05.07.2010, 14:07   #4 (permalink)
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Hi,

so nach etwas Höhlenforschung und einigen Bohrversuchen stecke ich immer noch knapp vor den 6m. Zu sehen ist am Boden des Bohrloches eigentlich nur loser Löss und kleinere Steine.
Ich hole kaum was rauf, was wohl zum Teil an dem in der Internetbucht gekauften Bohrer liegt (hätte ich dieses Forum nur früher gefunden ;-) ) . Dieser hat bis zur jetzigen Schicht zwar sehr gut funktioniert, aber da er über keine Aufkantungen verfügt, rollen mir Steine vermutlich wieder vom Wendel.
Ich habe an dem Punkt, an dem ich immer gehangen habe eine ganze Weile rumgemacht und unter anderem den Bohrer bei Festsitzen mit dem Wagenheber angehoben. Dadurch habe ich wohl etwas Steinmaterial abgebrochen, den danach habe ich ein paar wenige bis zu 5 cm große Steine raufgeholt. Diese sehen in etwa wie die hier in Rheinhessen oft zu sehen Bruchsteine aus nur zum Teil mit schwarz rostiger Einfärbung. Interessant ist auch ein Stein der fast wie alter Mörtel aussieht, ich meine damit, das er aus sandig feinem Kies besteht der fest zusammenhält. Ich hab schon geglaubt das ich in 6m tiefe auf ein altes Gemäuer gestoßen bin und jetzt unter die Archäologen gehen sollte ;-).
Spaß bei Seite, nach der Wagenheberaktion kann ich den Bohrer wieder frei drehen, rolle aber offensichtlich auf Steinen rum und er dringt nicht mehr tiefer in die Erde ein. Ich werde mir jetzt von einem Bekannten eine Aufkantung an den Bohrer schweißen lassen, damit mir kein Bohrgut mehr abrutscht und es dann nochmal probieren.
Wenn das nichts bringt, was sind dann meine Alternativen außer das Loch aufzugeben? Wasser rein schütten und plunschen?

Gruß Aki
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Alt 05.07.2010, 14:59   #5 (permalink)
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Beitrag war doppelt.
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Gruß PM
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Alt 05.07.2010, 14:59   #6 (permalink)
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Moin,
solltest du auf eine feste Gesteinsschicht oder dicht zusammenliegende Steine
getroffen sein, kommst du mit dem Bohrer nicht weiter.
Plunschen kann man nur Kies/Sand, Lehm geht da auch schon nicht mehr.
Versuchen irgendwie die Gesteinsschicht zu lösen.
gruss
PM
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Gruß PM
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Alt 05.07.2010, 15:31   #7 (permalink)
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Hi

und danke für die schnelle Antwort. ich werde jetzt erstmal diee Aufkantung dran machen und dann nochmals bohren. Wenn das nix bringt, dann werde ich mir eine Art Ramme bauen. Hab da was im Auge. Mein Vater hat so ein sehr schwere Eisenstange (ca. 5cm Dick 1m Lang und ich schätze mal 15-20kg) mit dem er früher zum Pfosen einschlagen Löscher in die Erde gerammt hat. Daran muss ich nur irgendwie das Seil festmachen. Das könnte ich im Loch fallen lassen in der Hoffung das es etwas hilft!
Ich werde Berichten!

Gruß Aki
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Alt 16.07.2010, 10:03   #8 (permalink)
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Mal ein kleines Update:

Ich habe mittlerweile eine Aufkantung am Bohrer und auch mit der 10 kg Eisenstange einige Schläge (im Bohrloch fallen lassen) ausgeübt. Ich hole bei den Bohrvorgängen zwar immer noch Material hoch, aber immer sehr wenig 8eine Hand voll). Es sind jetzt, nach Anbringung der Aufkantung auch immer kleine bis mittlere Steine dabei. Aktueller Tiefenstand ca. 6m.
Wenn ich ins Loch schaue sehe ich am Boden meistens lockeren Löss und ein paar Steine.
Das fallenlassen der Eisenstange fühlt sich und hört sich eigentlich nicht so an als würde es auf einen großen Stein aufschlagen.
Beim drehen des Bohrer steckt dieser aber immer wieder fest und ich versuche dann durch anheben loszureißen, was auch meistens gelingt. Das Steckenbleiben ist auch immer wieder an anderer Stelle so dass es eigentlich kein einzelner großer Brocken sein kann.
Mit meinem Steinfänger habe ich auch schon ein paar mittelgroße Steine (5-8cm) hochgeholt. Es sind fast alles eckige Sandsteine und nur wenig abgewaschener runder Kies.
Ich habe auch schon versucht den lockeren Löss abzusaugen und meinen kleinen Autosauger ins Loch gelassen, das war aber weniger erfolgreich.
Ich würde gerne mal sehen was da wirklich am Boden des Loches ist, aber die Schicht lockerer Löß bedeckt immer alles. Hat einer eine Idee?
Man müsste einen leinen Marsroboter mit Kamera runter schicken können !


Gruß Aki
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Alt 19.07.2010, 09:55   #9 (permalink)
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Endlich, die "Undurchdringlicher Schicht" ist durchbrochen.
Ich habe mit viel Geduld, nach und nach, Teile eines Steinbrockens hochgeholt der insgesamt wohl ca. 15cm-20cm groß war.
Jetzt geht es endlich wieder in die Tiefe. Aufgrund begrenzter Zeit habe ich erst 30cm weiter gebohrt, aber das ist deutlich mehr als in den letzten Tagen.
Aktuell bin ich in einer Schicht die eine Mischung aus lehrm und Sand zu sein scheint. Sie ist leicht feucht, aber nicht schmierig.
Jetzt hoffe ich nur bald auf Wasser zu stossen, damit sich das ganze nicht nur als fitness und Geduldsschulung erweist.

Aki
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Alt 19.07.2010, 09:59   #10 (permalink)
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Na dann auf gutes gelingen.
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Alt 19.08.2010, 15:29   #11 (permalink)
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Hi,

will mich mal hier wieder melden und meine Fortschritte melden.
Nach meinem Urlaub in er letzten Juliwoche bin ich nur noch ab und zu mal zu eins zwei Bohrgängen gekommen. Seit einer Tiefe von ca. 6.80m bin ich auf reinem weißen Ton. Aktuell bin ich in einer Tiefe von ca. 7,5m. Der Ton ist extrem zäh und der Handbohrer lässt sich nur mit aller Kraft drehen. Eigentlich reicht eine Umdrehung, da sich der Bohrer dann so zustopft, dass kein weiteres Bohrgut mehr draufgeht. Daher geht es mit einmal Bohrer runter und wieder hoch auch immer nur wenige cm weiter. Wasser zugeben bringt zwar ein etwas leichteres Bohren, hat aber den Nachteil, das sich der Bohrer dann schwer heben lässt weil er sich festsaugt.
Nach den Regenfällen der letzten Tage hatte ich dann auch mal etwas Wasser untern im Schacht. Dies war sicherlich aber nur Oberflächenwasser, da nach zwei Bohrdurchgängen wieder alles trocken war.
Allmählich nähere ich mich aber dem Bereich wo ich mir das Wasser erhoffe, schauen wir mal.
Die Tonschicht ist mit bisher ca. 70cm eigentlich recht dick oder?
Gibt es eigentlich eine Regel nach dem Moto nach einer Tonschicht kommt meist eine ... Schicht?

Gruß Aki

P.S.: Das Fitnesstraining am Bohrer schein aber recht gut zu sein, ich wurde schon mehrfach gefragt ob ich abgenommen habe
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Alt 19.08.2010, 15:37   #12 (permalink)
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Bei mir waren es ~4 Meter von diesem als Aushub getarnten Panzerstahl.
Immer weiter, wird schon.
Danach wurde es bei mir kurz dunkelfarbiger Sand und nach 20cm Kies.
fattelhavre ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2010, 11:40   #13 (permalink)
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Dein Bericht über den Verlauf der Bohrung und das beschriebene Material erinnert mich an einen Versuch in Abenheim bei Worms.
Bin da bis auf 22 Meter gekommen ohne Erfolg. Nur leicht Wasser, was es unheimlich schwer gemacht hat weiter zu kommen.
Dann kam eine Brunnenbau Firma aus Mannheim und hat versucht den Brunnen zu machen. Die sind bis 45 Meter runter.
Ergebnis:
Brunnen liefert nur wenig Wasser, ab und an keines, sehr stark Eisenhaltig. Was noch dazu kommt ist dass noch 35 Meter Stahlarbeitsrohre im Boden stecken die beim ziehen abgerissen sind.
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Gruß Fellnase
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Alt 10.09.2010, 12:06   #14 (permalink)
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Hi,

ich bin die letzte Zeit nicht zum Bohren gekommen. Bin bei ca. 8,2m weiterhin in einer Lehmschicht, deren fareb aber aktuell von fast strahlend weis in rotbraun wechselt.
Dein Fall in Abenheim muntert mich gerade nicht auf, aber ich denke das die Bodenverhältnisse in Abenheim sich schon etwas von meinem Standort unterscheiden. Mein Standort ist etwas weiter vom Rhein weg und auf ca. 230m über NN. Abenheim wohl eher bei 100m.
Was mir Hoffnung macht, ist der vorhandene Brunnen mit Handschwengelpumpe in ca. 80m Entfernung hangabwärts.
Da Du ja nicht so weit von mir weg wohnst, können wir gerne mal bei einem Bier ins Loch schauen.

Gruß Aki
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Alt 10.09.2010, 12:14   #15 (permalink)
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Mal sehen, mit Bier ins Loch schauen () eher nicht bei so was bin ich immer nüchtern.
Mal sehen wann ich wieder in der Ecke bin.
Du kannst aber mal schauen ob bei dir in der Nähe eine Gärtnerei ist und wie tief die mit ihrem Brunnen sind.
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Gruß Fellnase
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Alt 10.09.2010, 14:21   #16 (permalink)
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Hi,

Gärtnereinen gibt es hier in der Nähe nicht, aber Kiesgruben und reihenweise alte Brunnen im Bereich des alten Ortkernes (ca. 10 Höhenmeter tiefer mit 5m Grundwasserspiegel).

Gruß Aki
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