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Brunnenbau Bohrbrunnen Erfahrungen und Probleme im Brunnen-bau Bohrbrunnen

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Alt 02.07.2010, 10:57   #1 (permalink)
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Hallo,

seit einiger Zeit lese ich mich etwas schlau, wie ich am geschicktesten an einen Brunnen komme .
Nach einigem lesen ist mir klar geworden, dass ein Bohrbrunnen die beste Lösung ist, da diese langlebiger sind und ich in ein paar Jahren auch noch etwas von ihm haben möchte. Zwischendurch wurde ich wieder abgeschreckt, weil ich einige Berichte gelesen habe, in denen die Bohrung nicht geklappt hat...wie auch immer, nun soll es ein Bohrbrunnen werden und ich werde es einfach mal versuchen. (Es soll ein Sommerferienprojekt werden )
Letztendlich habe ich vor, ein Hauswasserwerk anzuschließen, um die Toiletten und den Garten mit Wasser zu versorgen.
Soweit ich das verstanden habe, bohrt man solange, bis man auf eine wasserführende Schicht kommt. Dann "versenkt" man das Brunnenrohr im Loch und fängt an zu plunschen. Ist dies soweit richtig?
(bei mir werde ich die meiste Zeit Plunschen, da das Oberflächenwasser bei uns schon sehr weit oben ist, man muss noch nicht einmal 2m bohren und hat Wasser , dies weiß ich, da unsere Haus vor kurzem erst gebaut wurde und unser Keller "im Wasser steht")

Als Materialien benötige ich:
ein Dreibein, um die Plunsche nach oben zu ziehen.
den Bohrer, wie breit sollte dieser sein?
natürlich die Rohre. Welchen Durchmesser sollten die Rohre in Relation zum Bohrer haben? Und natürlich die Filter, diese sollten dann den selben Durchmesser haben, wie die Rohre, oder?
Die Plunsche selbst, was für eine Durchmesser sollte diese haben?

Wie viel Erde kommt bei so einer Bohrung ungefähr ans Tageslicht?
Wie mache ich am Ende den Abschluss vom Bohrloch zum Hauswasserwerk (dieses soll in der Garage stehen), wenn ich auch im Winter kein gefrorenes Wasser haben möchte?

Meine letzte Frage: In einigen Shops habe ich Bodenkappen gesehen. Wofür benötige ich diese bzw. wie bekomme ich diese auf den Filter drauf, wenn dieser in der Erde ist? Oder habe ich dort einen logischen Fehler gemacht? Denn der Filter wird an die Rohre geschraubt und kommt fürs plunschen doch schon in der Boden, oder? Um dies abzudichten benötige ich dann einen Quellstopfen, würde ich sagen.


Ich hoffe mir antwortet jemand auf die vielen Fragen, da ich noch nie einen Brunnen gebohrt habe und niemanden kenne der soetwas gemacht hat und bei dem ich mich schlau machen könnte, müsst ihr nun herhalten .

Bedanke mich schoneinmal jetzt,

Corny

Geändert von Corny23 (02.07.2010 um 11:01 Uhr)
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Alt 02.07.2010, 12:10   #2 (permalink)
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Hallo erstmal und herzlich willkommen.

Ich bin zwar eigentlich auch Laie, denke aber, dass ich Dir einige Deiner Fragen durchaus beantworten kann.

Zitat:
Soweit ich das verstanden habe, bohrt man solange, bis man auf eine wasserführende Schicht kommt. Dann "versenkt" man das Brunnenrohr im Loch und fängt an zu plunschen. Ist dies soweit richtig?
Das ist nur teilweise richtig. Versenken (einplunschen) sollte man zunächst nicht das Brunnenrohr, sondern ein Mantelrohr, dessen Durchmesser etwas kleiner ist als Dein Bohrlochdurchmesser und größer als Dein endgültiges Brunnenrohr. Hintergrund ist der, dass zwischen Wand des Bohrlochs und Brunnenrohr im Filterbereich eine Kiesschüttung angelegt werden sollte. Um die Wand des Bohrlochs allerdings bis zur Verfüllung abzustützen, damit es nicht einstützt, setzt man zunächst das Mantelrohr.
Dann plunscht man in diesem Mantelrohr, während man gleichzeitig von oben Druck auf das Mantelrohr ausübt. Durch das Plunschen entfernt man quasi das Erdreich innerhalb des Mantelrohres und auch unter dessen Rand, so dass dieses durch den Druck nachrutschen sollte.
Erst, wenn man die gewünschte Tiefe erreicht hat. setzt man mittig im Mantelrohr das Brunnenrohr ein, und füllt schrittweise den Filterkies ein, während man das Mantelrohr wieder zieht. Man kippt also etwas Kies ein und zieht das Mantelrohr ein Stück. Füllt man anfangs zu viel Kies ein, könnte es sein, dass dieser das Mantelrohr derart zwischen Kies und Bohrlochwand einklemmt, dass dieses kaum mehr zu ziehen ist.

Zitat:
Als Materialien benötige ich:
ein Dreibein, um die Plunsche nach oben zu ziehen.
den Bohrer, wie breit sollte dieser sein?
natürlich die Rohre. Welchen Durchmesser sollten die Rohre in Relation zum Bohrer haben? Und natürlich die Filter, diese sollten dann den selben Durchmesser haben, wie die Rohre, oder?
Die Plunsche selbst, was für eine Durchmesser sollte diese haben?
Bohrerbreite müssten die Experten beantworten. Da hier meist die Rede ist, am besten mindestens DN115 Brunnenrohr zu nehmen, würde ich schätzen, dass ein Bohrer 230mm-250mm sicher nicht doof wäre. Bei 2m bis 3m bohren sollte das in dem Durchmesser wohl gehen, oder was meinen die Experten?
Das Mantelrohr fehlt in der Aufzählung. Am besten ein KG-Rohr, 5m lang, DN160 bis DN200. Je nachdem, wie tief Du bohren möchtest, entsprechende Zusatzstücke als 2m-Längen. Nicht vergessen, um die Muffe des 5m-Rohres eine Schelle zu befestigen, damit man das Rohr später wieder ziehen kann.
Brunnenrohr schrieb ich bereits, DN115 im Aufbau von unten: Bodenkappe, 1x Vollrohr als Sumpfrohr, n x Filterrohr, je nachdem, wie viel Wasser Du entnehmen willst und wie dick Deine wasserführende Schicht ist, abschließend n x Vollrohr bis zur Geländeoberkante.
Durchmesser Plunscher habe ich keine Ahnung, was sich da anbietet.

Zitat:
Wie viel Erde kommt bei so einer Bohrung ungefähr ans Tageslicht?
Einfache Mathematik: Volumen des gebohrten/geplunschten Zylinders (Bohrloch) plus etwas Überhang.

Zitat:
Wie mache ich am Ende den Abschluss vom Bohrloch zum Hauswasserwerk (dieses soll in der Garage stehen), wenn ich auch im Winter kein gefrorenes Wasser haben möchte?
An diesem Punkt bin ich auch gerade, habe es aber noch nicht gelöst. Momentan wird mein Garten entstellt von einem Riesenloch (1m x 1m, knapp 1,50m tief) mit einem blauen Brunnenrohr in der Mitte. Meine Nachbarn denken, ich baue einen U-Bahn-Schacht...

Also, ich hoffe, die Fleissarbeit konnte ich den Experten hier zum Teil abnehmen. Den Rest müsst ihr machen...
Fireblade ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.07.2010, 13:28   #3 (permalink)
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Moin zusammen,
Fireblads Ausführungen sind richtig.
Ergänzend dazu:
Solltest du noch keine Pumpe haben, schaffe dir eine Tiefenbrunnenpumpe und Presskontrol von Brunnenbohrer und Erdbohrer nach Maß - Brunnenbau, Brunnenpumpe an.

Arbeiten mit Mantelrohr ist nur Notwendig, wenn es deine Bodenbeschaffenheit erfordert.( Feinsand, geringe Körnung)
Hast du schönen Kies/Sand kann man BR direkt einplunschen.

Filterrohre bei direktem Einplunschen= gleich die Bauausführung 2m Länge nehmen( weniger Muffen)
Sumpfrohr= 1/2 m

Bauausführung mindestdens in DN 100, besser DN 115.

Kiespumpe = 102 bis 108mm


Dreibein, kann auch ein Gerüstbock sein

gruss
PM
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Gruß PM
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Alt 02.07.2010, 13:41   #4 (permalink)
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Sehr schön, dann hab ich ja dank der vielen guten Beiträge hier doch was gelernt...

Aber meine Frage an Dich, PM, falls ich doch noch mal nen zweiten Brunnen bohre...
Anhand welcher Kriterien kann ich denn entscheiden, ob ich ein Mantelrohr brauche oder nicht? Ich hab bei mir (Elmshorn) ab 4m überwiegend Feinsand, so Strandqualität, trotzdem fiel mein Bohrloch nicht zusammen. Wollte mit dem Bohrgut glatt die Sandkiste meiner Tochter befüllen...
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Alt 02.07.2010, 15:18   #5 (permalink)
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Gut, dann versuche ich erstmal so zu bohren. Wenn ich dann merke, dass die Wände einbrechen, kann ich schnell zum nächsten Baumarkt fahren und mir ein Mantelrohr holen.
Als Dreibeinersatz Gerüstböcke zu nehmen ist genial, einfach zwei Stück neben das Loch stellen, eine stabile Stange mit einer Winde über beide legen und fertig .
Ist eine Tiefenpumpe besser als ein "normales" Hauswasserwerk? Was sind die Vorteile? Ich habe gedacht, dass ein Hauswasserwerk ideal ist, da es einen integrierten Druckkessel hat und so auch bei kurzzeitigen Wasserentnahmen (wie bei eine Klospülung) keine Probleme hat.

Geändert von Corny23 (03.07.2010 um 14:37 Uhr)
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Alt 02.07.2010, 15:29   #6 (permalink)
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Zitat:
...kann ich schnell zum nächsten Baumarkt fahren und mir ein Mantelrohr holen.
Also, bei KG-Rohr mit Nennweiten jenseits der 125 und/oder Längen über 2m ist der Baustoffhändler Deines Vertrauens eher der richtige Ansprechpartner. Sowas bekommst Du nicht im Baumarkt.
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Alt 02.07.2010, 15:32   #7 (permalink)
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ok...gut zu wissen (ist zum Glück der gleiche Weg )
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Alt 02.07.2010, 15:41   #8 (permalink)
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So jetzt gebe ich auch noch meinen Senf dazu bei der Auswahl der Kiespumpe hat sich ein Fehler eingeschlichen (Du brauchst eine 90mm Kiespumpe ist auch einfacher zu bedienen als ein Plunscher)
Gruß und viel Erfolg Rammbrunnen
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Alt 02.07.2010, 23:46   #9 (permalink)
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@Fireblade:

Einmal kommt Mantelrohr / Bohrrohr- oder Schutzrohr zum Einsatz wenn das Bohrloch zusammen fällt.
Des Weiteren, wenn ich eine Filterkies-/Sandschüttung einbringen möchte.
In deinem Fall, wenn mein ein Feinsandfilter abteufen möchte, denn diese kann man nicht direkt einplunschen. Du must also eine Schutzverrohrung einsetzen.
gruss
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Geändert von Plunschmeister (02.07.2010 um 23:53 Uhr)
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Alt 03.07.2010, 14:25   #10 (permalink)
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@Rammbrunnen
ok, also eine 90mm Kiespumpe. Wo bekomme ich soewas her? Kaufen (dann dieses), da eine Kisepumpe mir ehrlich gesagt zu teuer ist, oder selber bauen, hat jemand zufälligerweise eine Anleitung? Habe diese hier gefunden, finde dies allerdings sehr aufwändig.

Geändert von Corny23 (03.07.2010 um 14:40 Uhr)
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Alt 03.07.2010, 14:29   #11 (permalink)
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Hallo,
Schau doch mal hier beim Forenbetreiber nach.
Ich finde es nicht so gut im Forum der einen Fa. die das Forum hier betreibt und die Kosten dafür trägt auf Material vom Wettbewerb hin zu weißen.
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Gruß Fellnase
Wasser sucht sich immer seinen Weg
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Alt 03.07.2010, 14:35   #12 (permalink)
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@Fellnase
sry, habe ich gemacht, mir war nicht klar, dass das Forum zu dem Shop gehört.
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Alt 03.07.2010, 14:36   #13 (permalink)
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Ich schließe mich Fellnase an, entferne mal den Link und lasse dich dann dort beraten. Wir haben damit nichts zu tun.

Hier mal der Shop vom Betreiber dieses Forums:

Kiespumpen Kiesbüchsen Plunscher bei erdbohrer.de

PM
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Alt 03.07.2010, 21:56   #14 (permalink)
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Hallo,
ersteinmal möchte ich allen danken, die mir bisher soviel geholfen haben. Ich habe mir mal eine Einkaufsliste zusammen gestellt und wäre froh darüber, wenn ihr mir Verbesserungsvorschläge gebt und die Fragen die Gelb hinterlegt sind beantworten könnt.

Bedanke mich schoneinmal jetzt und hoffe das ich diesmal den richtigen Shop gefunden habe.

Corny
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Einkaufsliste.pdf (14,8 KB, 36x aufgerufen)
Corny23 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2010, 23:09   #15 (permalink)
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Moin Corny,

würde vorschlagen, das du erst einmal bohrst und eventuell wenn Notwendig dein Schutzrohr versenkst.
Hier kannst du dann ersehen, welche Filterschlitzweite du benötigst, eventuell hast du Feinsand und sitzt nachher auf einer viel zu großen SW.
Da du ab 2m vorraussichtlich GW hast, brauchst du doch keine 7m Gestänge, kannst eh nur bis zum GW bohren.
Kiespumpe ist besser, da diese einfacher zu bedienen ist. Diese hat im Gegensatz zum einfachen Plunscher einen Kolben und arbeitet somit effektiver.
Ich würde die Geräte eventuell ausleihen, setze dich mal mit marg in Verbindung.
Wo soll eigentlich der Brunnen erstellt werden?
gruss
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Alt 04.07.2010, 08:54   #16 (permalink)
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Beiträge: 10
Standard Kiespumpe

Moin moin...jetzt muss ich aber auch mal was sagen.
Ich bin auch gerade dabei einen neuen Brunnen zu Bohren. Ich habe mir bei ebay eine Kiespumpe gekauft,die ging aber auch gleich wieder zum absender zurück.Gewicht war gerade mal 5 kilo und schlecht verarbeitet.Dann hab ich mir hier im shop eine bestellt.Erstens ging der Versand Super schnell (2 Tage). Zweitens ist die Kiespumpe aus dem Shop sehr gut verarbeitet und ein echtes Profi-Werkzeug mit ca. 15 Kilo eigengewicht. Gutes Werkzeug hat nun mal seinen Preis,und wer billig Kauft,der Kauft zweimal.
Gruß
Hank
__________________
Bohrn to be wild
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