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Brunnenpumpen Antworten und Fragen zur richtigen Pumpe

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Alt 12.07.2010, 11:20   #1 (permalink)
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Frage Pumpe für Sandhaltigen Brunnen

Hallo Forenmitglieder,

ich hoffe hier kann mir jemand mit Rat zur Seite stehen.

Mein Problem: Ich habe vom Hausvorbesitzer auch eine Brunnenbohrung im Garten übernommen. Durchmesser ca. 115 mm (innen). Laut Aussage des Vorbesitzers hat er den Brunnen auf 35 m Bohren lassen und der Wasserspiegel steht bei ca. 12 m.

Er selbst hatte als Pumpe ein Hauswasserwerk, von dem zwei Schläuche nach unten ins Brunnenloch führten (Ein ringverstärkter Saugschlauch und ein dünnerer gewebeverstärkter Gartenschlauch). Unten hing dann ein mir unbekanntes Messing etwas an den beiden Schläuchen.

Da besagtes Hauswasserwerk bereits bei der Übergabe in sehr desolatem Zustand war und danach recht bald den Geist aufgegeben hat (Stand beim Vorbesitzer über Winter draußen) brauch ich jetzt was neues.

Ich habe gestern mal den Brunnenschacht mit Band und Gewicht ausgemessen und folgende Werte ermittelt:
  • Brunnentiefe ca. 23 m
  • Wasser ab ca. 11 m vom oberen Rohrende.
  • Der gesamte nasse Bereich des Bandes war sandig .
  • Das Aufsetzen des Gewichtes am Boden fühlte sich ziemlich weich an, als wenn es dort sehr sandig / schlammig ist.
  • Vermutlich sind die ersten 12 m bereits versandet.
  • Über Filterrohre, Kiesschüttungen o.a. habe ich leider keine Informationen.
So wie es aussieht, brauche ich wegen der Tiefe eigentlich eine Tiefbrunnenpumpe. Wegen dem Sandgehalt brauche ich aber irgendwie einen Filter vor der Pumpe. Dies geht aber nur bei Hauswasserwerken / Pumpen, die oben stehen.

Gebraucht wird die Pumpe zur Gartenbewässerung (möglichst einfach, Hahn auf bzw. Schalter an und gut), ein bis zwei Rasensprenger und um den Gartenteich (ca. 40000 l) regelmäßig nachzufüllen.

Kann mir hier jemand einen Tip geben?

MfG
Elric
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Alt 12.07.2010, 11:57   #2 (permalink)
Moderator
 
Benutzerbild von Fellnase
 
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Hallo Elric,
eine Rohrpumpe brauchst Du auf jeden Fall.
Vielleicht solltest Du Dir die Pumpen mal ansehen die hier im Forum beworben werden. Sie sind Sand verträglich.
Wenn es damit klappt dann freue Dich.
Der andere Weg ist mit einer Kiespumpe den Brunnen vom Sumpf und Sand zu befreien. Auf die gesamte Länge, also die vermuteten 35 Meter. Dann den Brunnen unten mit Ton verschließen.
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Gruß Fellnase
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Alt 14.07.2010, 09:31   #3 (permalink)
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Frage

Hallo Fellnase,

danke für die schnelle Antwort. Ich bin leider erst heute wieder zum lesen gekommen.

Zu den Tiefbrunnenpumpen. Nach meinen Informationen heißt sandverträglich bei der Bauart von Tiefbrunnenpumpen aber leider nur, das sie nicht sofort sterben, wenn das Wasser Sandhaltig ist. Der Verschleiß ist aber trotzdem hoch, so das man mindestens einmal im Jahr eine neue Pumpe oder zumindest neue Pumpenräder braucht. Das macht die Sache dann aber wirtschaftlich völlig uninteressant.

Bisher wurde der Brunnen mit einem Hauswasserwerk betrieben (trotz mind. 11 m "Ansaughöhe"). Ich vermute dieser Messingklumpen an den beiden Schläuchen ist eine Wasserstrahlpumpe. Könnte man die nicht auch einsetzten, um den Sand aus den vermutlichen unteren 12 m zu pumpen ?

MfG
Elric
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Alt 14.07.2010, 10:20   #4 (permalink)
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Hi Elric,
wenn ich vor Ort wäre und die Anlage sehen könnte wäre es einfacher Dir was zu rasten.
So steht man hier ohne genau zu sehen wie man helfen kann.
Mach doch mal Bilder vom Brunnen und der Pumpe und stelle diese hier ein.
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Gruß Fellnase
Wasser sucht sich immer seinen Weg
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Alt 14.07.2010, 10:53   #5 (permalink)
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Hallo Fellnase,

ich werde heute Abend mal versuchen ein paar Fotos zu machen, da ich jetzt gerade auf der Arbeit bin. Nur von der ehemaligen Pumpe (Hauswasserwerk) wird das nichts, da ich die wegen irreparabler Frostschäden schon entsorgt habe.
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MfG Elric
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Alt 14.07.2010, 18:18   #6 (permalink)
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Hallo
Nur nochmal zur Info Du kannst auf Dauer keinen Sand fördern obwohl dieses jede Deutsche Membranen-Pumpe schaffen würde. Irgendwann bricht die Erde ein und Du hast einen Krater in deinem Garten.
Gruß Rammbrunnen
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Alt 15.07.2010, 08:46   #7 (permalink)
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Beitrag Fotos

Hallo zusammen,

ich habe mal ein paar Fotos gemacht, zur Veranschaulichung.

Hier ist zum einen oben der "Gußeisenklumpen", nur das Rückschlagventil unten ist aus Messing, zu sehen, der unten im Brunnenschacht hing. Das untere Exemplar ist noch unbenutzt und lag noch im Keller.

Es ist wohl eine Wasserstrahlpumpe, wie man auch am nächsten Bild sehen kann:

Blick von oben in die Pumpe. Links kommt das "Förderwasser" rein und ströhmt dann rechts durch die Kunststoffdüse. Rundherum wird dann das Brunnenwasser von unten mitgesaugt.


So sieht der Brunnenschacht im Moment aus. Das Abwasserrohr ist zur Sicherung im Moment dort, da das eigentliche Brunnenrohr im Moment ca 10 cm unter der Geländeoberkante endet. Dieser Beetbereich wird gerade komplett umgestaltet. Damit nichts in den Schacht hinein fällt, habe ich erstmal so gesichert. Das Brunnenrohr hat den gleichen Innendurchmesser wie dieses Abwasserrohr (ca. 115 mm unterhalb der Muffe).

Die Frage ist jetzt, wie effektiv ist so eine Wasserstrahlpumpe. Fördert die genug um einen Rasensprenger zu betreiben? Das Förderwasser kommt natürlich auch aus dem Brunnen, war zumindest bisher so. Das alte Hauswasserwerk hatte dazu zwei Schlauchanschlüsse, einen in der Mitte (Sauganschluss) und einen zweiten im unteren Drittel des Pumpengehäuses.
Angehängte Grafiken
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MfG Elric
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Alt 15.07.2010, 08:50   #8 (permalink)
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Hallo Rammbrunnen,

der Brunnen war vom Vorbesitzer mind. 5 Jahre in Betrieb. Wenn da zu viel Sand gefördert worden wäre, hätte sich dann nicht schon ein Krater gebildet ?
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MfG Elric
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Alt 15.07.2010, 11:35   #9 (permalink)
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Hallo
Ich kann dir nicht sagen wieviel Sand gefördert worden ist aber eins ist klar der Sand (wenn vorhanden)kommt von unten und es entsteht irgendwann eine Hölle die irgendwann zusammen bricht.
Gruß Rammbrunnen
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Alt 16.07.2010, 00:30   #10 (permalink)
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Hallo Elric,
gehe einfach mal davon aus dass die Ratschläge die Du hier bekommst richtig sind.
Mache Dir nicht so viele Gedanken darüber nimm es einfach an.
Die Erfahrung zeigt es immer wieder dass es so ist.
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Gruß Fellnase
Wasser sucht sich immer seinen Weg
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Alt 21.07.2010, 10:33   #11 (permalink)
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Blinzeln Erste Pumpversuche

Hallo Zusammen,

ich habe am Wochenende mal probeweise die Wasserstrahlpumpe in Betrieb genommen (mit Leitungswasser als "Förderwasser"). Und siehe da, es wird Wasser gefördert . Leider habe ich versehentlich die Pumpe zu tief (ca. 20 m) in den Brunnen gehängt. Das Ergebnis war, das bei 10 l gefördertem Wasser der Eimerboden ca. 1 mm hoch mit Sand bedeckt war. Vermutlich habe ich schon aus den unteren, mit Sand gefüllten 12 m was nach oben geholt.

Wahrscheinlich ist aber ein Großteil dieses "Sumpfes" Erde und Sand von oben, da der "Brunnenkopf", wenn man diese Konstruktion des Vorbesitzers so nennen kann, tiefer lag als das umgebene mit Sand und Kies gefüllte und mit Folie nach unten abgedichtete Schilfrohrbeet. Die Öffnung war auch nicht wirklich verschlossen, so das bei jedem Regen Material von oben eingeschwemmt wurde.

Wenn der Brunnen immer so viel Sand gefördert hätte, dann wäre der Garten schon längst ein paar Meter tiefer .

Also werde ich jetzt erst mal versuchen, das Rohr bis unten sauber zu bekommen. Dazu will ich die Wasserstrahlpumpe mit dann ca. 35 m langen Schläuchen einsetzen.

Danach werde ich dann nochmal den Sandgehalt testen.

Frage: Kann ich dann auch in dem reichlich langen Brunnenrohr einen Kiesfilter dann auch im Rohr (so die untersten 10 m) einbringen?
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MfG Elric
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Alt 21.07.2010, 19:30   #12 (permalink)
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d=115mm >>> A = 103 cm^2 Eintrittsfläche am Rohr. Wenn dieses Rohr 12m hoch versandet ist, kommt da so gut wie kein Wasser durch.

Wenn Du also zur Zeit _nennenswert_ Wasser förderst, so müssen sich seitlich am Rohr Öffnungen befinden, die einen zusätzlichen Wassereintritt ermöglichen. Wahrscheinlich sogar oberhalb des versandeten Teils.
Plunsche das Rohr sandfrei, setze einen Sandfilter Lofilt4 in Dein Brunnenrohr rein mit blauen Brunnenrohren bis zur Oberkante. Anschließend eine 3" Tiefbrunnenpumpe und die Probleme haben sich erledigt!

Ich muß den Hinweis ergänzen. Der Lofilt4 ist im Ducrhmesser zu groß und passt nicht in Dein Brunnenrohr. Mit einem Lofilt 3 sollte es aber problemlos gehen.

Gruß
kg49

Geändert von kg49 (21.07.2010 um 19:45 Uhr)
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Alt 30.07.2010, 09:46   #13 (permalink)
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Hallo kg49,

ich hab auch mal wieder Zeit gefunden, hier zu schreiben.
Zu deinem Vorschlag: So etwas halte ich mir erstmal als letzte Möglichkeit offen. Erst einmal werde ich das Rohr, welches offenbar von oben zugeschwemmt wurde, weil der obere Brunnenabschluß besch... war, wieder freimachen.

Mein erster Versuch wird die oben beschriebenen Wasserstrahlpumpe sein, da diese schon sehr viel Sand fördert. Wenn ich damit nicht weiterkomme, muß ich mir wohl einen Plunscher besorgen.

Danach muß ich erst mal sehen, wie dann der Sandgehalt ist. Aber erst muß ich mal Zeit finden das Rohr zu reinigen. Es sind leider noch viele andere wichtige Dinge im Garten zuerst zu erledigen (da drängt die bessere Hälfte drauf).
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MfG Elric
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Alt 03.08.2010, 10:38   #14 (permalink)
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Standard Erster Erfolg

Hallo Zusammen,

ich habe es am Wochenende geschafft, den ersten Meter versumpftes Rohr frei zu pumpen (mit der Wasserstrahlpumpe). Danach ist mit leider das Rückschlagventil (aus Kunststoff) geplatzt, als bei Bewegung oben der Förderschlauch kurz abgeknickt war Damit war die Arbeit erstmal beendet. Mit leeren Schläuchen läßt sich die Pumpe aber viel leichter wieder aus dem Brunnen holen

Jetzt muß ich mir erstmal ein stabileres Rückschlagventil besorgen, bevor ich weitermachen kann.

Hier auf Erdbohrer hab ich die Aqua Marathon Vibro Pumpen zu, wie ich finde, attraktiven Preisen gefunden. Reichen die, um ca. 200m2 Rasen zu bewässern (im Moment am liebsten mit zwei Rasensprengern gleichzeitig, später mit z.B. Gardena Bewässerungssystem mit Versenkregnern) und wenn ja, dann eher die 1200l oder die 1700l ? Die Pumpe soll ca. 14 m tief im Schacht hängen. Oder brauche ich dafür eher eine Kreiselpumpe?
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MfG Elric
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