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| Brunnenpumpen Antworten und Fragen zur richtigen Pumpe |
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#1 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 19.07.2010
Beiträge: 11
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Hallo zusammen,
heute bin ich durch Zufall auf dieses Forum hier gestoßen und schon jetzt ziemlich begeistert. Ich denke, dass sich nun alle meine Fragen klären werden. Natürlich werde ich weiter nach relevanten Themen suchen und sie aufmerksam lesen ;-) Das Problem, das ich habe, bezieht sich allerdings auf die Pumpe. Bisher konnte ich dazu noch keine Informationen finden. Zuerst allgemeine Infos: Der Brunnen soll auf 15m gebohrt werden. DN 115 HDPE-Rohr. 3m Filterrohr. An diesen Brunnen sollen insgesamt 7 Einheiten (Nachbarn) angeschlossen werden. In unmittelbarer Nähe zum Brunnenschacht werden sich 3-4 Standrohre befinden, die anderen 4-3 werden in einer Entfernung von 8-18m montiert werden. Als Leitung bis zur Zapfstelle schwebt mir ein 5/4"-Schlauch (und -Standrohr) vor. Welche Leistung sollte die Pumpe haben, damit alle Leute (nie gleichzeitig, aber theoretisch wäre das gut) Wasser in angemessener Menge entnehmen können? Und direkt die nächste Frage: Muss es eine Marke sein oder würde auch eine Baumarkt-(OBI)-Pumpe für 250,-€ bei 5,2m³/h ausreichen? Wenn die nach 5 Jahren ausgetauscht werden müsste, wäre das immer noch okay. Wie an der Beschreibung wahrscheinlich schon zu sehen ist, ist es uns wichtig, einen günstigen Brunnen zu bekommen. Später (in ein paar Jahren) können wir immer noch umrüsten. Vielen herzlichen Dank schon einmal für die Hilfe. Viele Grüße, Fender |
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#2 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 01.02.2010
Beiträge: 55
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Ein Gardena Viereckregner für etwas über 120m^2 benötigt knapp 1,5m^2 Wasser pro Std. 7 Regner benötigen dann etwa 10 m^2 pro Std. Das nur mal dazu, dass möglichst alle gleichzeitig Wasser verbrauchen können.
Aus dem Posting geht nicht hervor, in welcher Tiefe sich das Grundwasser _während des Pumpvorganges_ befindet (Absenktrichter), also kann überhaupt nichts zu einer Pumpe gesagt werden. Evtl. ist eine Tiefbrunnenpumpe erforderlich. Eine Wasserentnahme von 10 m^2 pro Std. erfordert dann auch eine entsprechend Wasserdurchlässigkeit des Bodens sowie den entsprechenden Filter. Also überlegt erst einmal, wieviel Wasser ihr pro Std. benötigt und poste mal, in welcher Tiefe das Grundwasser beginnt sowie die Bodenverhältnisse. Gruß kg49 |
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#3 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 19.07.2010
Beiträge: 11
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Hallo und danke für die schnelle Antwort.
Leider hatte ich solche Sachen vorher nicht bedacht, sonst wären die Infos längst gekommen. Zum Grundwasserspiegel und dessen Absenkung kann ich leider nichts sagen. Das Grundwasser scheint bei 8-10m anzufangen und in ausreichender Menge vorzuliegen. Ein Nachbar hat bei sich einen 16m Brunnen bebohrt. Die Tiefbrunnenpumpe [Max (Q): 40 l/min (2,4 m3/h); Max (H): 51 m; Motor: kW 0.37/HP 0,5] dort hängt auf 15m. Sorry, aber ich war von einer Tiefbrunnenpumpe ausgegangen. Die Flächen der jeweiligen Teilnehmer sind glücklicherweise nciht so groß (Neubausiedlung). Jeder Nachbar hat ca. 70m^2 Gartenfläche. Und es müssen nicht alle gleichzeitig voll gießen können. Solange bei allen ein wenig Wasser rauskommt, wenn alle Stellen offen sind (theoretisch, praktisch wird es eh nicht so gemacht), wäre das schon okay. Ärgerlich wäre, wenn das Wasser bei allen versiegt, wenn 7 Hähne offen sind. Danke noch einmal. Hoffentlich sind jetzt genug Infos dabei. Viele Grüße, Fender |
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#4 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 11.05.2010
Ort: "An der Saale hellem Strande"
Alter: 56
Beiträge: 52
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Hallo Fender!
Ein Brunnen für 7 Abnehmer ! Der Ärger kommt! Der eine baut Reis an, der der andere Kakteen usw. Irgendwann Pumpe defekt , was kommt jetzt ??? Ich hab doch kaum Wasser gebraucht! Tiefbauer |
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#5 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 01.02.2010
Beiträge: 55
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Abgesehen davon, dass Tiefbauer vollkommen Recht hat, dass bei 7 Anschlüssen der Ärger vorprogrammiert ist, sollten auch die Verbrauchskosten beachtet werden. Eine Pumpe mit einer Leistungsangabe von 0,75 KW verbarucht für ca. 1,2 - 1,5 KW Strom, denn die Leistungsangabe bei Motoren ist immer die abgegebene Leistung, nicht die aufgenommene. Da kommt bei 7 Anschlüssen schon was zusammen. Aber hier ist kein Forum für juristische Feinheiten sondern für Fragen des Brunnenbaus.
Dazu folgender Hinweis: Wenn bei einer Pumpe fogende Maximalwerte angegeben sind: 2,4 m^3 und 5,1 bar, so bedeutet das, dass ein Druck von 5,1 bar nur erreicht wird, wenn die Pumpe keinen Tropfen Wasser fördert und eine Wassermenge von 2,4 m^3 wird nur bei 0m Förderhöhe ohne Druck geliefert! Die tatsächlichen Fördermengen bzw. den dabei erreichten Druck kann man nur aus der Pumpenkennlinie bestimmen. Aus der gewünschten Fördermenge und dem dazu gewünschten Druck sucht man dann aus der Pumpenkennlinie die geeignete Pumpe aus. Bei jeder halbwegs ordentlichen Pumpe (auch aus dem Bauhaus) ist immer die Pumpenkennlinie mit angegeben. Statt einer Kennlinie findet man manchmal auch Tabellen, die den gleichen Zweck erfüllen. Gruß kg49 |
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#6 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 19.07.2010
Beiträge: 11
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Hallo.
Die juristischen Dinge sind über einen Vertrag untereinander geklärt. Dazu gehören Folgekosten, Betriebskosten, Leitungsrechte, usw. Die Betriebskosten, also der Stromverbrauch, wird über einen Stromzähler gemessen. Da der Brunnen unter Flur angelegt wird, wird dort auch der Zähler verschwinden. Je nach Verbrauch ist nun jeder Teilnehmer verpflichtet, seinen Anteil an den Stromlieferanten zu zahlen. Sollte also eigentlich alles klappen. Sollte... ;-) Okay, das mit den Kennlinien habe ich verstanden. Ich habe mir auch schon ein paar angeschaut und komme damit wohl halbwegs zurecht. Die Frage ist nur, welchen Druck wir benötigen. Und welche Fördermenge. Gibt es dazu irgendwelche Richtwerte? Welchen Druck sollte man haben? Wir kennen uns mit den Werten leider gar nicht aus (wie man merkt ;-) ). Vielen Dank für die Antworten bisher. Viele Grüße, Fender |
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#7 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 01.02.2010
Beiträge: 55
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In der Elektrotechnik werden Netzleitungen auch nicht nach dem Bedarf ausgelegt, als wenn alle Betriebsmittel gleichzeitig in Betrieb genommen würden. Das nennt man dort den Gleichzeitigkeitsfaktor, für den es dort Richtwerte gibt. Den Gleichzeitigkeitsfaktor eurer Brunnenanlage bestimmt ihr aber selbst, ihr müsst wissen, was ihr wollt. Ob nun alle gleichzeitig den Rasensprenger in Betrieb nehmen können oder ob es bei allen dann nur aus der Leitung tröpfeln soll, das liegt allein bei euch. Ihr müßt berücksichtigen, dass wenn die Anlage auf 2 Rasensprenger ausgelegt ist und der dritte zapft Wasser, die Rasensprenger u.U. stehen bleiben. Auch die Dimensionierung der Schläuche von den Standrohren bis zum Verbraucher spielt eine sehr große Rolle. Zwischen einem 1/2 Zoll Schlauch und einem 3/4 Zoll Schlauch liegen Welten beim Druckverlust.
Wenn die Anlage möglichst preiswert sein soll, wäre es die günstigste Möglichkeit, das Wasser stundenweise den einzelnen Abnehmern zuzuweisen. Mit Hilfe von Schaltuhren und elektromagnetischen Ventilen kann man nachts problemlos Rasenflächen oder andere Nutzpflanzen bewässern, ohne dass es zu Schäden aufgrund der Sonneneinwirkung kommt. Wie gesagt, ein Rasensprenger benötigt 2 Bar an _seinem_ Anschluß bei ca. 1,5 m^3 pro Std. Dazu müssen alle Leitungsverluste plus Höhenunterschied Grundwasser - Oberkante plus Sicherheitszuschlag addiert werden. Das ist die Mindestleistung, die die Pumpe für einen Verbraucher benötigt. In der Praxis heißt das dann bei einiger Leitungslänge und ein paar Bögen und ein paar Gardenaverbindungen sowie Wasseruhr plus Sicherheitszuschlag: 5 Bar bei 1,5 m^3 pro Std. für _einen_ (!) Abnehmer. Man muß ja auch die Dimensionierung für den ungünstigsten Fall, d.h. für die weiteste Abnahmestelle planen! Bei einem Gleichzeitigkeitsfaktor von unter 0,5 (3 Teilnehmer) wären das ca. 5m^3 bei 5 Bar, das ist eine ganz ordentliche Pumpe, die "etwas" mehr als 250 Teuros kosten wird. Das ganze nur als Gedankenmodell zum besseren Überlegen. Gruß kg49 |
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#8 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 19.07.2010
Beiträge: 11
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Puuh, das hört sich alles schwierig an. Zumindest was die Entscheidung und die Vorüberlegungen angeht.
Die Baumarktpumpe kann zwar auch einen Druck von 5,6 bar bei 5,2m^3 Wasser erzeugen, dürfte von der Qualität aber schlechter sein. Die Alternative wäre eine ZDS mit 6m^3 Förderleistung. Die würde allerdings doppelt so viel kosten. Vermutlich müssen wir sowas aber einfach ausprobieren. Falls die von Obi nichts kann oder kaputt geht, muss sie eben umgetauscht werden... Falls Interesse daran besteht, würde ich hier später einmal schreiben, was wir verbaut haben und wieviel Wasser letztlich fließt. Tausend Dank für die Hilfe und viele Grüße, Fender Geändert von Fender (21.07.2010 um 13:24 Uhr) |
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#9 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 01.02.2010
Beiträge: 55
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Also...was für eine Pumpe aus dem OBI Baumerkt soll das denn sein? Ich habe mal online im OBI Katalog geblättert, da ist nicht eine einzige Pumpe, die die geforderte Spezifikation von ca. 5 m^3 bei 5 Bar Druck erfüllt.
Gruß kg49 |
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#10 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 19.07.2010
Beiträge: 11
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Hallo,
unter diesem Link im Katalog Gartenmaschinen und -technik auf Seite 60 ist die Pumpe unten links. Viele Grüße, Fender |
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#11 (permalink) |
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Registriert seit: 01.02.2010
Beiträge: 55
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Die im Prospekt angegebenen Werte sind Maximalwerte, die nur getrennt aber nie gemeinsam auftreten! Die Betriebswerte einer Pumpe kann man nur der Kennlinie entnehmen.
Um das zu erklären, stell Dir mal vor, Du hättest eine Pumpe mit folgenden Werten: 56m bzw. 5,6 Bar und 5400 Liter/h. Jetzt betreibst Du die Pumpe in einem Teich, neben dem ein 100m hoher Turm steht. An der Aussenseite des Turmes befindet sich ein Schlauch, der an die Pumpe angeschlossen ist. Wie hoch steigt das Wasser im Schlauch? Richtig, 56m. Wenn Du in 56m Höhe ein Loch in den Schlauch schneidest, kommt kein einziger Tropfen Wasser heraus, obwohl die Pumpe 5,6 Bar Druck erzeugt. Wenn Du den Schlauch bei 40m öffnest, kommt Wasser aus dem Schlauch, aber Du hast an der Pumpe nur noch einen Druck von 40m bzw. 4 Bar. Je mehr Du den Schlauch kürzst, umso mehr Wasser kommt raus und um so geringer ist der Druck an der Pumpe. Wenn Du den Schlauch auf 0m gekürzt hast, kommen genau die 5400 Liter aus der Pumpe, Du hast aber keinen Druck mehr. Dies sind die beiden Extrempunkte einer Pumpenkennlinie. Dazwischen nimmt jede Pumpe im Betrieb einen Betriebswert an, der allein von der Pumpe abhängt. Es gibt steile Kennlinien und flache Kennlinien. Je steiler die Kennlinie ist, um so mehr schwankt der Druck bei geringfügigen Änderungen bei der Wasserentnahme. Die von Dir ausgewählte Pumpe ist praktisch nur für eine Wasserentnahmestelle geeignet und ich schätze mal, dass sie dabei 4 Bar bei einer Wasserentnahme von 1500 Liter/h bringt. Schau Dir mal Pumpenkennlinien an. Auf der x-Achse ist häufig die Wassermenge und auf der y-Achse die Höhe (Druck) angegeben. Dann such mal 50m Höhe und 5000Liter/h. Der Schnittpunkt sollte auf oder in der Nähe der abgebildeten Kennlinien liegen. Gruß kg49 Geändert von kg49 (21.07.2010 um 19:16 Uhr) |
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#12 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 19.07.2010
Beiträge: 11
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Vielen Dank für die ausführliche und sehr informative Erläuterung. Jetzt habe ich einiges mehr verstanden.
Da die Obipumpe keinerlei Kennlinien vorweisen kann (ich war dort und habe zusätzlich nachgefragt), tendiere ich nun eher zu einer "anständigen" Pumpe von ZDS. Dort ist wenigstens alles nachvollziehbar. Danke für die Hilfe. |
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