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Alt 08.09.2007, 16:19   #1 (permalink)
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Standard Probleme mit eisen und manganhaltigem Brunnenwasser.

Hallo Experten.
Bin durch Zufall auf dieses hochinteressante Forum gestoßen und habe auch gleich eine Frage bzg. eisenhaltigen Wasser.
Betreibe seit einigen Jahren eine Wasser-Wasser Wärmepumpe und wäre damit sehr zufrieden , wenn nicht immer nach einer Heizperiode dasWasserfilter vor der Brunnenpumpe und der Schluckbrunnen mit Eisen
(Rost)-Schlamm verstopft wäre.
Die techn. Daten der Anlage:
Beide Brunnen 10m tief,Grundwasser bei 5m.Filterrohr 100mm,2m lang,Brunnensohle offen,in ges. Tiefe feiner, grauer Kies. Beide Brunnenrohre sind verschlossen aber nicht luftdicht, daher kann die Luftsäule mit dem Wasserpegel beim Pumpen schwanken und damit immer neuer Sauerstoff eingetragen werden. Wasserdurchsatz ca.2000l/h
in 24 Std. ca.16000l.
Saug - und Abflußschlauch enden bei ca.8m. Es kann also in diesem geschlossenen Kreislauf keine Luft (Sauerstoff) eindringen.Alle Leitungen sind aus Kunststoff.
Warum kommt es zur Rostschlammausscheidung in der Anlage aber nicht im Grundwasser ?Liegt es am Sauerstoffeintrag, an der Turbulenz beim Pumpvorgang oder dem Kontakt mit dem Kupfer des Wärmetauschers ?
Könnte ein absolut luftdichter Abschluß der Brunnenrohre Abhilfe schaffen?
Kann ein Experte mit gutem Rat aushelfen ?

Für die Bemühungen besten Dank

Rüdiger
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Alt 09.04.2008, 01:09   #2 (permalink)
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Beiträge: 25
Standard

Hallo,

soweit ich weiss fällt dass Eisen vorrangig dann aus wenn im Brunnen der Wasserspiegel während des Pumpens zu stark sinkt und sich dann die Filterrohre nicht mehr im Wasserstand befinden, dass aus den Filterrohren austretende Wasser fällt ja nun nach unten und kommt mit dem Sauerstoff in Kontakt.

Den Brunnen luftdicht abschließen sollte man soweit ich weiss keines falls da es womöglich zu ungewünschten Druckverhältnissen kommt die das nachfließen des Wassers negativ beeinträchtigen.

Kann man denn "plätschernde" geräusche während des Pumpens hören?
Zur Not kann man auch ein Lichtlot besorgen/vom Brunnenbauer ausleihen um den tatsächlichen Wasserstand beim Pumpen zu kontrollieren.

Gruß
__________________
WasserMarsch!
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Alt 13.04.2008, 13:57   #3 (permalink)
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Registriert seit: 08.09.2007
Beiträge: 3
Standard Probleme mit eisenhaltigem Wasser

Hallo Wasser Marsch.

Danke für die Antwort auf mein Problem. Leider sind die Empfehlungen in meinem Fall nicht zutreffend. Der Wasserstand beim Saugen fällt max. 1m über dem Filterrohranfang, hier kann also kein Sauerstoffeintrag erfolgen.
Inzwischen habe ich beide Brunnenschächte oben luftdicht abgeschlossen, (O-Ringe, Spannhüsen über den Leitungen ), ohne Erfolg.
Nun am Ende der Heizperiode beginnt sich der Schluckbrunnen wieder zuzusetzen. Dieses kann ich mit einem empfindlichen Manometer am Schluckbrunneneingang beobachten, ebenso an einem transparenten Kontrollschlauch, der sich mit Rostschlamm bedeckt.
Kann es sein ,daß beim Absinken des Wasserspiegels durch den Unterdruck im Erdreich in der Umgebung des Brunnens der Sauerstoffeintrag über die Erdoberfläche und die Kiesschicht stattfinden kann ? Der Saugbrunnen hat auch Anzeichen von Verschlammung, aber in wesentlich kleinerem Ausmaß als der Schluckbrunnen.
Würde ein tieferer Brunnen zB. 20m, in einer anderen Wasserschicht (mit weniger Eisen) Linderung schaffen ?

Gruß Rüdiger.
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Alt 13.04.2008, 22:58   #4 (permalink)
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Beiträge: 25
Standard Re: Probleme mit eisenhaltigem Wasser

Hallo Rüdiger,

Zitat:
Zitat von Rüdiger
Kann es sein ,daß beim Absinken des Wasserspiegels durch den Unterdruck im Erdreich in der Umgebung des Brunnens der Sauerstoffeintrag über die Erdoberfläche und die Kiesschicht stattfinden kann ?
Ja dass kann sein, Beispielsweise beim bohren mit dem Imlochhammer und Lufthebeverfahren steigen manchmal in umliegenden Bächen oder Feuchtgebieten durch die Kompressorluft Luftblasen beim bohren auf. Da aber dieser Luftaustausch sehr gering ist, denke ich dass er kaum Einfluss auf dass ausfallen des Eisens macht, vor allem dann nicht wenn wie bei Ihrem Fall der Wasserstand weit über der Filterstrecke ist. Daher nützt dass Abdichten wahrscheinlich auch nichts.

Ist der Wassereintritt im Schluckbrunnen unterhalb des Wasserspiegels oder hat dass Wasser beim eintreten in den Schluckbrunnen auch kontakt zur Luft?

Ob Sie in tieferen Schichten auf weniger Eisen stoßen ist fraglich da müsstesten Sie eventuell bei Ihrem Wasserwirtschaftsamt mal nachfragen die wissen (vielleicht) etwas.


Gruß
__________________
WasserMarsch!
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Alt 14.04.2008, 10:56   #5 (permalink)
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Registriert seit: 08.09.2007
Beiträge: 3
Standard Probleme mit eisenhaltigem Wasser

Hallo Wassermarsch

Auch die Leitung zum Schluckbrunnen endet 2m unter dem Wasserspiegel.
In den Betriebspausen bleibt die Wassersäule zwischen den beiden Brunnen stehen ,sie wird nicht durch eindringende Luft unterbrochen. Damit komme ich mit einer kleinen Pumpenleistung aus.
Beide Brunnen wurden durch Schlemmen erstellt.

Ein Industriebetrieb in der Umgebung benützt zu Kühlzwecken auch zwei Brunnen. Das Eisenproblem wurde angeblich nur durch luftdichten Ab

schluß der Brunnen behoben. Unbekannt ist nur die Tiefe der Brunnen.
Leider ist keine fachkundige Person zu erreichen, die sich in dieser Materie auskennt.

Gruß Rüdiger.
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Alt 14.04.2008, 23:07   #6 (permalink)
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Beiträge: 25
Standard

Hallo Rüdiger,

dass ist natürlich schade dass Ihnen in dem Fall keiner Auskunft geben kann.
Wenn Sie Ihren Brunnen jedoch tiefer Spülen/Bohren, wäre eine alternative, Falls in den entsprechenden tiefen immer noch eisenhaltiges Wasser kommt eine Sonde zum Betrieb Ihrer Wärmepumpe zu nehmen?

Wurde der Brunnen mit einer Tonsperre in den Oberen Schichten bis zu Wasserführenden Schicht ausgebaut? Falls dies der Fall ist könnte hier eine richtige abdichtung eventuell funktionieren.
Haben Sie den Eisen-/ Mangangehalt mal messen lassen?

Was mich noch nebenbei interessieren würde, wie reinigen Sie den Brunnen dann nach jeder Heizperiode?


Gruß
__________________
WasserMarsch!
WasserMarsch! ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.04.2008, 23:19   #7 (permalink)
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Registriert seit: 12.04.2008
Ort: Raum Nürnberg/ Bayern
Beiträge: 106
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Hallo Rüdiger,
um festzustellen, ob Eisen im Wasser befindlich ist, gibts ein paar Möglichkeiten, ohne ein Labor bemühen zu müssen.

1. Etwa 1 Liter Brunnenwasser in einem Edelstahltopf zum Sieden (Nicht Kochen) bringen, das ganze eine halbe Stunde lang.
Setzt sich am Topfboden eine hellrotbraune Flimmerschicht ab, ist Eisen nachgewiesen.

2. Brunnenwasser in einem Glasbehälter abfüllen, denselben in die Sonne für 2-3 Stunden stellen, nachschauen ob sich das anfangs klare Wasser getrübt hat. Bei Trübung>> Eisen.

3. Brunnenwasser mit Chlor wie für Schwimmbäder handelsüblich, 20fach überchlorieren. ( 20fache Menge Chlor wie laut Gebrauchsanweisung für Schwimmbeckenwasser). Färbt sich das Wasser deutlich braun >> Eisen.

4. Eisen im Wasser kommt häufig als Schwefeleisenverbindung vor. Das Wasser hat einen Geruch nach faulen Eiern.

Gruß hasso
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