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Brunnenbau - Fachsimpeln
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Grundlagenwissen zum Brunnenbau

  • kg49
  • May 2, 2025 at 11:12 AM
  • July 30, 2025 at 6:51 PM
  • 2,049 times viewed
  • Obwohl im Laufe der Jahre wohl jedes Thema des hobbymässigen Brunnenbaus hier in den Forenbeiträgen abgehandelt wurde, erreichen immer wieder das Forum viele Anfragen von neuen Usern zum Brunnenbau, weil sie die Fülle der Informationen des Forums nicht verarbeiten können.
    Dieser Artikel versucht allgemeine Grundlagen zum hobbymässigen Brunnenbau zusammen zu stellen und gibt Hinweise auf wichtige Artikel des Forenlexikons. Weitere Informationen müssen dann in Fachberichten des Forums oder im Netz nachgelesen werden.

    Voraussetzungen zum Brunnenbau:

    Die wichtigste Voraussetzung ist der Zugang zum Grundwasser.
    Der Grundwasserspiegel darf bei Saugbrunnen nicht tiefer als ca. 7m liegen, bei Bohrbrunnen für Tiefbrunnenpumpen sollte der Grundwasserspiegel mindestens. 1m – 2m über der Ansaugöffnung der Tiefbrunnenpumpe liegen. Wird die Tiefbrunnenpumpe nicht über der obersten Filtereintrittsöffnung sondern im Sumpfrohr platziert, sollte der Grundwasserspiegel mindestens 1m – 2m über der obersten Einlassöffnung des Filterrohres liegen. Die Tiefe der Bohrung muss so weit gehen, dass diese Bedingungen erfüllt sind.

    Mindestens genauso wichtig wie die Tiefe des Grundwasserspiegels ist jedoch die Wasserdurchlässigkeit der Bodenschicht, aus der Wasser gewonnen werden soll. Wenn der Boden das Wasser nicht ausreichend hergibt, weil seine Zusammensetzung dafür nicht geeignet ist, kann nicht genügend Wasser gefördert werden. In diesem Fall muss die Bohrung , im Rahmen der Möglichkeiten, so weit abgeteuft werden, bis eine akzeptable Bodenschicht erreicht ist.
    Siehe Forenlexikon: Absenkungstrichter.

    Ansonsten ist das Brunnenprojekt zum Scheitern verurteilt. Hilfsweise kann man dann versuchen, einen Schachtbrunnen zu errichten, der idealerweise über einen Wasservorrat verfügt, der für 24h ausreicht und in dieser Zeit sich wieder füllt.

    Informationen zum Grundwasserstand und zur Ergiebigkeit kann man durch Nachbarbrunnen oder Grundwasserkarten der Behörden erhalten.

    Hat man sich zum Brunnenbau entschlossen und sich über die gesetzlichen Voraussetzungen informiert, muss man sich für einen Brunnentyp entscheiden. Zur Auswahl stehen Rammbrunnen, Schachtbrunnen und Bohrbrunnen. Näheres dazu siehe Forenlexikon.

    Bei der Wahl eines Bohrbrunnens muss man sich entscheiden, ob man ihn mit oder ohne Arbeitsrohr erstellt. Siehe Forenlexikon: Filterrohre und Kiesschüttung.

    Eine weitere Entscheidung ist mit der Festlegung des Brunnenrohrdurchmessers zu treffen. Mit dem Brunnenrohrdurchmesser wird auch gleichzeitig die Auswahlmöglichkeit der Tiefbrunnenpumpe vorgegeben. Man sollte darauf achten, dass eine Tiefbrunnenpumpe nicht „gerade so“ durch das Brunnenrohr passt. Hat die Pumpe nicht genügend Spiel, kann bei einer später auftretenden Verockerung der Ockerbesatz der Pumpe so gross werden, dass sie im Rohr klemmt und nicht mehr gezogen werden kann. Ein idealer Brunnenrohrdurchmesser sind 115mm oder 125mm, da problemlos die optimalen 4“ Pumpen eingesetzt werden können.

    Ist ein Arbeitsrohr geplant, sollte dieses so gross sein, dass bei einer Kiesschüttung mindestens eine Kiesschicht von 50mm erreicht werden kann. Greift man auf Kiesbelagfilter zurück, können hier Abstriche gemacht werden, da der professionelle Kiesbelag deutlich optimalere Werte als eine lockere Kiesschüttung aufweist.

    Für die Rohrtour wird hier von blauem Brunnenrohr ausgegangen. Wer statt dessen KG-Rohre verwenden will, muss wissen was, und vor allem wie er das machen will.
    Für lehmhaltige (o.ä.) Böden empfiehlt sich auf jeden Fall ein Glattwandrohr.

    Für die Bohrung sollte man einen Bohrer wählen, dessen Durchmesser dem Durchmesser des Brunnen- bzw. des Arbeitsrohres entspricht. Ein zu grosser Bohrerdurchmesser führt zu einem instabilen Abteufen des Rohres, was inbesondere bei grösseren Auflasten zu Problemen führen kann.
    Der Typ des Bohrers richtet sich nach den Bodengegebenheiten, neben den üblichen Spiralbohrern eignen sich für weiche Lehmböden der Edelmanbohrer während für harte Böden der Riversidebohrer geeignet ist. Nähere Informationen und Bezugsquellen zu den Bohrern sind im Netz zu finden, wenn man sie sich nicht selbst anfertigen will.
    Häufig bleibt die Bohrung bis zum Erreichen des Grundwasserspiegels stabil. Sollte sie vorher anfangen zusammen zu fallen, muss man anfangen die Rohre zu setzen und im Rohr weiterbohren. Je nach Bodenzusammensetzung kann man durch ausreichende Wasserzugaben bereits eine Kiespumpe einsetzen oder muss einen neuen Bohrer, etwas kleiner als der Innendurchmesser des Rohres, nehmen.

    Ist der Grundwasserspiegel erreicht, so wird mit einer Kiespumpe weitergebohrt. Bei Verwendung eines Arbeitsrohres gibt es keine Filterschlitze, sodass Wasserzugaben für die Funktion der Kiespumpe problemlos möglich sind. Verwendet man kein Arbeitsrohr, so erlaubt das mindestens 1m lange Sumpfrohr des Brunnenrohres eine Wasserzugabe, bis die Rohrtour mindestens 1m im Grundwasser steht. Dann sind keine weiteren Wasserzugaben erforderlich.

    Nicht selten kommt es vor, dass Steine der Rohrtour im Wege liegen. Hier ist technische Phantasie gefragt, diese zu bergen. Als Hilfsmittel bieten sich Steingreifer oder Fallmeissel an. Manchmal genügt es auch, die Rohrtour einen halben Meter zu ziehen und das Rohr erneut abzulassen. Scheitern diese Versuche, muss man die Bohrung aufgeben und es an anderer Stelle erneut probieren.

    Um die Rohrtour abzusenken, ist eine Auflast auf dem Rohr erforderlich, für die man eine Holzklammer o.ä. verwendet. Die Grösse der Auflast ist vom Boden und der Brunnentiefe abhängig. Bohrberichte hier im Forum haben schon Auflasten bis 1 to geschildert. Der Umgang mit so hohen Auflasten ist nicht ungefährlich und jeder muss eigenverantwortlich entscheiden, wie weit er hier geht. Eine Empfehlung für eine Gewichtsauflast erfolgt hier nicht.
    Bei lockeren Böden sind die Auflasten recht gering und es ist empfehlenswert, das Rohr mit der Holzklammer ab und zu im Uhrzeigersinn zu drehen.

    Da vermieden werden muss, die Pumpe in den Filterbereich zu hängen, sollte man als Mindestendteufe einen Wasserstand 1m – 2m über der Wassereinlassöffnung der Pumpe anstreben.
    Kann keine entsprechende Endteufe erreicht werden, besteht die Möglichkeit, die Tiefbrunnenpumpe in das Sumpfrohr zu hängen. Allerdings muss dann auf die Kühlung des Pumpenmotors geachtet werden. Die Pumpe benötigt dann einen Kühlmantel oder eine Wasseransaugöffnung am Boden der Pumpe.

    Befindet sich das Arbeitsrohr in der gewünschten Tiefe, erfolgt nun die Absenkung des Brunnenrohre, welches mit einem Schraubverschluss am Boden verschlossen wird. Um eine gleichmässige Schichtdicke des Filterkieses zu erreichen, kann man das Brunnenrohr mit Abstandshaltern im Arbeitsrohr absenken.

    Danach erfolgt die Schüttung des Filterkieses. Dieser darf nicht sofort vollständig geschüttet werden, sondern immer nur so, dass ein guter Meter des Brunnenrohres bedeckt ist. Dann muss das Arbeitsrohr um dieses Stück gezogen werden. So ist in kleinen Schritten der Filterkies zu schütten, bis er ca. 1m über der obersten Filteröffnung anliegt. Ständige Messungen mit einem Lot sind dafür erforderlich. Danach erfolgt in gleicher Weise die Füllung des Ringraumes zwischen Brunnenrohr und Arbeitsrohr mit dem vorhandenen Bohraushub. Der ,letzte Meter wird mit einem wasserundurchdringlichem Material (z.B. Ton) gefüllt, um ein Eindringen von Oberflächenwasser in das Grundwasser zu vermeiden.

    Zum Ziehen des Arbeitsrohres bietet sich entweder ein Flaschenzug oder Kettenzug an. Je nach Schwere des Bodens und Länge des Arbeitsrohres ist mit Zugkräften grösser 1to zu rechnen.

    Hat man kein Arbeitsrohr verwendet, muss das Brunnenrohr am Boden durch einen geeigneten Tonpfropfen verschlossen werden, es sei denn, es steht auf einer Tonschicht oder sehr groben Kies ohne Beimengungen von Sand auf.

    Während der Bohrung sollte man nicht vergessen, ein Schichtenverzeichnis sowie nach Fertigstellung des Brunnens einen Brunnenausbauplan anzulegen.

    Man sieht, dass für den Brunnenbau einiges an Wissen sowie Gerätschaften erforderlich sind und auch persönlicher Einsatz gefordert ist.
    Andererseits gewährleistet ein richtig erstellter und betriebener Brunnen über Jahrzehnte eine Wasserversorgung, an der noch die eigenen Enkel ihre Freude haben werden.

    • brunnenbau

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