Es entsteht meist durch Niederschläge, die zwischen zwei wasserundurchlässigen Schichten (z. B. Tonlagen) eingeschlossen werden und daher nicht weiter in tiefere Erdschichten versickern können. Schichtenwasser tritt häufig in Hanglagen auf und kann zeitweise oder dauerhaft vorhanden sein.
1 Unterschied zwischen Oberflächenwasser, Schichtenwasser und Grundwasser:
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Oberflächenwasser | Wasser, das sich an der Erdoberfläche befindet, z. B. in Flüssen, Seen oder Pfützen. Es ist direkt dem Wetter und Verdunstung ausgesetzt. Teilweise auch 2-3m unter der Erdoberfläche zu finden. |
| Schichtenwasser | Wasser, das sich über einer undurchlässigen Bodenschicht sammelt und von oben einsickert. Es liegt oberhalb des Grundwassers und ist meist nicht dauerhaft vorhanden. |
| Grundwasser | Wasser, das unter der Erde in porösen oder klüftigen Gesteinsschichten dauerhaft gespeichert ist. Es bildet den Grundwasserspiegel und speist z. B. tiefere Brunnen. |
2 Bedeutung beim Brunnenbau:
Beim Brunnenbau ist es wichtig, zwischen diesen Wasserarten zu unterscheiden. Schichtenwasser ist oft nicht ergiebig genug für dauerhafte Wasserentnahme und kann durch Verschmutzungen beeinträchtigt sein. Für eine zuverlässige Wasserversorgung sollte der Brunnen bis zum Grundwasserleiter reichen. Beim Gartenbrunnenbau von Hand reicht es oft aus, das Schichtenwasser anzubohren. Die Ergiebigkeit hägt stark vom umliegenden Boden ab. Sand und Kies leiten das Wasser sehr gut. Lehm oder Ton sperren die Wasserschichten oft ab.
