Wie baue ich die Kiesschüttung ein??

  • Hallo zusammen,
    ich plane derzeit den Bau eines Brunnens für die Gartenbewässerung. Gartenfläche ca. 300m2. Die Grundwasserführende Schicht liegt in 5 bis /m Tiefe (Rheinebene bei Mannheim, ca. 2 km vom Rhein entfernt).
    Das Bodenprofil sieht wie folgt aus: 0 bis -1m Mutterboden, -1 bis -2m Lehmschicht, ziemlich feinkörnig und wenn feucht schmierig, -2 bis -3m Sand mittlere Körnung, dann Kies Körnung 0 bis 32 mit einzelnen Kieseln bis 64mm. Den Kies haben die Bauarbeiter als Zuschlag für den Beton der Sauberkeitsschicht verwendet.
    Ich habe eine Tauchpumpe mit ca. 4m3/h Förderleistung geplant, weil ich eine 5m3 Zisterne in Trockenzeiten füllen will. Als Brunnenrohr habe ich DN115 geplant und wollte das Bohrloch bis auf -10m abtäufen. Ich wollte 3m Filterstrecke der Öffnungsweite 0,3mm verwenden und wie folgt zusammenschrauben: 1ster Meter: Brunnenrohr; 2 bis 4ter Meter: Filterrohr; Rest: Brunnenrohr. Die Bohrung wollte ich bis zur Grundwasserführenden Schicht mit den im Shop erhältlichen Handbohrern D=125 mmm herstellen. Den Rest wollte ich Plunschen. Hier meine Fragen:
    1: Brauche ich bei diesem Bodenprofil eine Filterschicht aus Kies?
    2: Wenn ja, wie kann ich die Einbauen, wenn ich das Brunnenrohr eingeplunscht habe oder muss ich erst ein größeres Stützrohr durch die wasserführende Schicht treiben, dass ich nachher wieder ziehe?
    3: Welches Rohr ist dazu geeignet, KG-Rohr denke ich ist nicht geeignet?
    4: Wie kann ich das Stützrohr wieder ziehen?
    5: Ist es sinnvoll den ersten Meter (von der Sohle gesehen) als normales Brunnenrohr auszubilden und dann erst das Filterrohr einzubauen?
    6: Ist die Filterweite für den Boden passend?
    Ich bin Jedem vielmals dankbar, der mir bei meinen Fragen weiterhelfen kann? Momentan bin ich noch bei der Planung?
    Vielen Dank für die Unterstützung

  • Moin,
    bei den Bodenverhältnissen brauchst du keine Filterkiesschüttung.
    Zeichne dir den Brunnen auf und zeichne den GW-Anfang ein, dann kannst du alles genau berechnen. Bei 4m FR reichen 10m Brunnentiefe nicht aus. 2m FR reichen aus.


    gruß
    PM

  • Hi Plunschmeister,
    vielen Dank für die schnelle Antwort. Spart mir viel Arbeit (Stützrohr etc.)
    D.h. 1m Vollrohr, 2m Filterrohr, dann wieder 7m Vollrohr. Was sagst Du zur Schlitzweite 0,3 oder 0,5 mm. Habe nochmals weiter recherchiert. Habe beim meinem Kiesboden auch gesehen, dass 0,5mm Schlitzweite verwendet wurde.
    nochmals besten Dank!!

  • Hallo


    Gehe kein Risiko ein und nehme die 0,3 mm Schlitzweite.
    Alles andere ist ein Risiko. Je breiter der Schlitz, je dicker die Teile die durch passen, je stärker wird deine Pumpe belastet. 0,5 mm sind die Höchstgrenze von den Schwebe Anteilen die eine Pumpe verkraftet, das sind dann Schmirgelgeschosse die dann durch die Pumpe flitzen.
    Breitere Schlitze werden nur von unerfahrenen Leuten benutzt und von Profis die wissen was sie machen, z.B. mit einem zusätzlichen Filzstrumpf arbeiten.
    Aber da gehe ich nicht drauf ein da es zu viel Durcheinander bringt.

  • Auch wenn es ein alter Beitrag ist, ich habe einen ähnlichen Brunnen, der unten nicht verschlossen ist. Wenn die Pumpe seit 6 Jahren (seit dem Bohren des Brunnens) einwandfrei funktioniert, kann ich doch davon ausgehen, dass ich keinen Sand mitziehe und den Brunnen unten nicht zwingend verschließen muss, oder?


    Der erste Eimer Wasser im Frühjahr wird immer auf Sand- und Feinsandgehalt getestet und ist absolut sauber...

    Saugpumpe ohne Druckschalter, 800 W, 4,6 bar max. Druck, 3300 l/h max. Förderleistung
    Saugleitung 1 Zoll PE-Leitung
    Brunnentiefe 10,20 m, 1m Sumpfrohr, 2 m Filterstrecke mit 0,3 mm Schlitzweite, Brunnenrohr DN115
    Brunnen im hessischen Ried, ohne Kiesschüttung

  • In welcher Bodenschicht steht die Rohröffnung?

    Mal nachmessen, ob der Brunnen an Tiefe verloren hat.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Die Rohröffnung und die komplette Filterstrecke stehen in relativ grobem Sand mit kleinen Kieselsteinchen. Habe damals leider keine Probe auf Millimeterpapier abfotofrafiert.


    Der Brunnen ist absolut sandrei, auch feinsandfrei (der sollte sich in einem Eimer nach ein paar Stunden ja absetzen)


    Tiefe werde ich bei Gelegenheit mal messen, bin aktuell zeitlich etwas eingespannt und habe keine Zeit zum "Basteln"

    Saugpumpe ohne Druckschalter, 800 W, 4,6 bar max. Druck, 3300 l/h max. Förderleistung
    Saugleitung 1 Zoll PE-Leitung
    Brunnentiefe 10,20 m, 1m Sumpfrohr, 2 m Filterstrecke mit 0,3 mm Schlitzweite, Brunnenrohr DN115
    Brunnen im hessischen Ried, ohne Kiesschüttung

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