Ist dieser Brunnenbohrer zu empfehlen ?

  • Hallo,


    Wie schon im anderen Thread geschrieben, stecke ich bei 5,50m fest ... da geht nix mehr. Ein (oder mehrere?) Kieselstein versperrt den Weg nach unten. Wie auch immer, ich hatte sowieso vor einen besseren Handbohrer zu kaufen und an einer anderen Stelle einen neuen Versuch zu starten.


    Der bisherige Bohrer war ein Baumarktkauf. "Erdbohrer.de" kannte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. "Erdbohrer.de" bietet den aber auch an, und sogar wesentlich günstiger.


    [Blocked Image: http://s1.directupload.net/images/110608/rfgomuot.jpg]


    Handerdbohrer Stahlguss 125mm heb125


    Dieser Erdbohrer, bei einer Länge von 6m, schlackert und ist instabil ohne Ende. Ich habe schon die pisligen Flügelmuttern gegen "normale" Muttern ausgetauscht, und mit der Knarre ordentlich festgezogen. Trotzdem ist das Gestänge wackelig.
    Ich frage mich, warum werden eigentlich keine 2m Verlängerungen aneboten ? Je mehr 1m Stücke verwendet werden, desto instabiler wird doch das Ganze.
    Und warum werden nicht statt einer Schraube, 2 verwendet. Ein großer Kostenfaktor kann das doch nicht sein, aber die Stabilität wird besser.


    Jetzt hab ich mir eigentlich diesen Brunnenbohrer ausgeguckt:


    [Blocked Image: http://s7.directupload.net/images/110608/ie8q2r9o.jpg]


    Handbohrer, brunnenbohrer, erdlochboher, brunnen, brunnenbau


    Weiß jemand worin sich die "Verlängerungen" der beiden Bohrer unterscheiden ?
    Die Art der Verbindungen scheint ja fast identisch zu sein. Aber wenn der "150"er auch so instabil ist, verzichte ich lieber.


    Gruß Gundolf

  • Wäre ja schön wenn von "Erdborer.de" Mail-Anfragen beantwortet würden. Ist ja sonst nicht gerade umsatzfördernd.


    Ich versuch´s hier noch mal.
    Betreff: Brunnenbohrer 8m d=150mm.


    1. Gibt es die Bohrstangen in 2 Meter Länge ?
    2. Welche Materialstärke hat das Schneckenblech ? Oder ist damit die Schneide (4mm) gemeint ? Ist für mich nicht ersichtlich.


    Gruß Gundolf

  • Ok, wie ist denn die Telefonnummer ?


    Bei "Kontakt" erscheint nur ein Formular ... das nicht beantwortet wird.


    Im Impressium ist eine Nummer angegeben, allerdings mit der Info [FONT=Arial,Georgia,Times]"Mo-Fr 10-17". Ist für mich auch schwierig weil ich da natürlich arbeite.


    ???


    Gruß Gundolf
    [/FONT]

  • Hallo Gundolf,
    habe deine Anfrage weitergeleitet und um schnelle Beantwortung gebeten.


    Generell ist der Bohrer gut, bohrt auch in weichem Lehm. 2m Gestänge gibt es wohl eher nicht, wie willst du dann weiterbohren( auf ein Podest stellen?)
    Ab einer gewissen Länge wird jedes Bohrgestänge instabil.

  • Hallo PM,


    Danke Dir.


    Dieses "1m-Bohrstangen-Gefrickel" ist alles andere als optimal.
    Natürlich würde ich z.B. 3x 2m Bohrstangen nehmen, und 1x 1m. Ich schraub mir halt die Kombi zusammen die optimal fürs Bohren ist. Da ist kein Podest nötig. Ein Podest bzw. eine Leiter braucht man eher um das komplett zusammengeschraubte "Ungetüm" aus dem Bohrloch zu heben. Aber dafür habe ich mir auch schon was einfallen lassen.


    Aber wieso keine 2 Schraubverbindungen pro Bohrstangenende verwendet werden, weiß auch nur der Hersteller. Wäre ich ein "Metaller" würde ich sowas in der Art selber machen. (Fotomontage)


    [Blocked Image: http://www7.pic-upload.de/thumb/18.06.11/55jsysef5c.jpg]


    Die Stabilität wäre enorm verbessert, und mit 2m Stangen wäre die Stabilität noch besser als dieses bisherige Bohrstangengewackel beim Bohren.


    Die seitlichen Aufkantungen und Rücklaufsperre überzeugen mich nicht restlos. Bei der Bodenbeschaffenheit in meinem Garten, wird es mit so einem Bohrer auch Probleme geben. Feuchter Sand und Kieselsteine ohne Ende. Da können sich die größeren Kieselsteine an Sperre und Aufkantung verklemmen. Was haltet ihr denn davon:


    [Blocked Image: http://www7.pic-upload.de/thumb/18.06.11/lhuw9mcwheyx.jpg]


    Will hier keine Werbung für die Konkurenz machen, aber mein Bauchgefühl ist dem Bohrer eher zugeneigt. 2m Stangen und 2 Schrauben pro Verbindung bietet der auch nicht an. Wäre sehr an eurer Meinung interessiert.


    Gruß Gundolf

  • Quote

    Dieses "1m-Bohrstangen-Gefrickel" ist alles andere als optimal.


    Darum benutze ich das System auch nicht.

    Quote

    Aber wieso keine 2 Schraubverbindungen pro Bohrstangenende verwendet werden, weiß auch nur der Hersteller. Wäre ich ein "Metaller" würde ich sowas in der Art selber machen.


    Mein Bohrgestänge ist 4 x verschraubt.( Senkkopfschrauben -Inbus)


    Quote

    Natürlich würde ich z.B. 3x 2m Bohrstangen nehmen, und 1x 1m. Ich schraub mir halt die Kombi zusammen die optimal fürs Bohren ist.


    Das musst du mal näher erläutern.





    Gerade die seitliche Aufkantungen wirken in Lehm Wunder. Da verklemmt sich nicht, kannst mir glauben. Der von dir abgebildete Bohrer mag gut in Lockergestein bohren. Aber, 2 Schneiden sind natürlich immer optimaler.

  • Hallo, wir bieten die Bohrstangen nur als 1m Stangen an. Wie sonst willst du bei 2m effektiv an der Kurbel drehen? Da bräuchtest du ja ein Gerüst. Das ist ja umständlich. Aber erst probieren und dann urteilen...ok.
    Die Verbindungen vom Vierkant sind 30mm die Muffen 35mm. Alles Außenmaße.


    Wir haben uns erlaubt eine Woche
    Auszeit zu nehmen, könnte natürlich auch mehr sein zum erholen. Geht aber leider nicht, die zweite Woche zieht die Firma um. Die neue Anschrift findet Ihr demnächst im Impressum.



    Gruß Marg

  • Quote

    Das musst du mal näher erläutern.

    Ganz einfach ... ich fange mit dem Bohrer an (Bohrtiefe 1m). Dann wird die (einzige) 1m Bohrstange verwendet (Bohrtiefe 2m). Danach tausche ich die 1m Bohrstange gegen die (fiktive) 2m Bohrstange aus (Bohrtiefe 3m). Dann kommt wieder die 1m Bohrstange hinten drann (Bohrtiefe 4m). Dann wiederum Austausch der 1m Stange gegen die nächste 2m Stange (Bohrtiefe 5m). usw.
    Auch wenn durch diese Methode die Schrauberei etwas zunimmt, das Resultat ist durch die Stabilität verwendeter 2m Stangen insgesamt besser ... da bin ich sicher. Wenn dann noch 2 Schrauben wie i.o. Beispiel verwendet werden, wird das "Bohrstangengewackel" beim Bohren auf ein Minimum reduziert.


    Um das Ganze komfortabler zu gestalten, verwendet man noch eine Ablagemöglichkeit um nicht bei jeder Schrauberei den ganzen Bohrer inkl. Stangen aus dem Bohrloch zu holen. Gibt´s ja schon ... müßte nur noch effektiver gestaltet werden. Warum auf diese Ideen noch niemand gekommen ist, ist mir ein Rätsel.


    PM, ich habe deinen Beitrag "Brunnenbohrer und ihr Einsatz" gelesen. Und mir ist natürlich dieser spezielle Bohrer aufgefallen. Wird sogar "in der Bucht" angeboten.


    http://www.rfc-system.de/image…rod_bohrs/Bohrsystem2.jpg


    Nachteil in meinen Augen, man ist festgelegt auf diesen einen Bohrer. Ich habe bei meinen Bohrversuchen gelernt, und das ist ja auch hier im Forum zu lesen, "ein und derselbe Bohrer" ist nicht optimal für jede Bodenbeschaffenheit. Man müßte schon vorher wissen "was in der Erde steckt", um sich festlegen zu können. Und wer kann das schon ?


    Es wäre doch sicher empfehlenswert, wenn der Hersteller Bohrsets anbietet, die durch verschiedene Bohrer erweitert werden könnten. Also nicht nur ein und derselbe Bohrer in verschiedenen Durchmessern und Längen.


    Ich würde ein Bohrset so konfigurieren das möglichst das Übliche abgedeckt wird.


    1. Der Kunde wählt Durchmesser und Länge des Bohrers (inkl. Stangen) aus.


    2. Im Set kann dann z.B. ein Bohrer für Sand und Kies, und fördern von Steinen sein. Und/oder ein Bohrer für Lehm und Ton. Vielleicht auch ein Vorbohrer. Soll doch bitte der Kunde entscheiden.


    3. Die Art der Bohrstangen ... 1m, 2m.

    4. Ablagemöglichkeit


    Quote

    Gerade die seitliche Aufkantungen wirken in Lehm Wunder.

    Sicher, wenn man mit Lehm zu kämpfen hat. Bei mir ist aber die Lehmschicht sehr dünn, dafür aber die feuchte Sand/Kiesschicht sehr sehr dick. Da brauche ich nicht unbedingt die seitlichen Aufkantungen und Rücklaufsperre. Der feuchte Sand/Kies klemmt sich auch so in der Schnecke fest. Und mir wäre es wichtiger wenn größere Kieselsteine nicht von Sperre und Kante behindert würden.


    Na ja, wie auch immer ... das sind halt so meine Gedanken.


    Einen schönen Sonntag wünsche ich noch.


    Gruß Gundolf

  • Hallo


    Eine interessante Meinung. Auch mit einigen Gedanken.


    Was da angeregt wird ist eher ein Kit für Leute die nicht sparen wollen.
    Die meisten wollen mit wenig, oder noch weniger einen Brunnen erstellen.
    So lange das KG Rohr noch ein Thema ist im Brunnenbau wird man so ein umfangreiches Sortiment nicht an den "Brunnenbauer" bekommen.


    Die Leute, welche öfter mal ein Loch in den Boden treiben sind wohl so ausgestattet, oft besser.


    Wenn ich mir mein Werkzeug ansehe was sich in den letzten 20 Jahren angesammelt hat, bei dem immer noch was fehlt, was man beim nächsten Brunnen merkt, sind schon einige große Scheine drinnen verschwunden. So recht wie du hast, so wird es sich nicht durchsetzen auf dem Markt.

  • Hallo Fellnase,


    Quote

    Was da angeregt wird ist eher ein Kit für Leute die nicht sparen wollen.

    Ist das wirklich so ?


    Ich z.B. habe 130 EURO für einen nicht tauglichen Bohrer (inkl. Stangen) in den Sand gesetzt, und muß mir nun einen Neuen kaufen. Schlimm daran ist ja, das der Bohrer (ohne Stangen) bei "meinem Set" nicht alleine ausgetauscht werden kann, weil kein Anderer angeboten wird. Und die Stangen sind leider auch nicht kompatibel mit Bohrern die von anderen Herstellern verkauft werden. Ist doch zum Kot*en !!!


    Ich hätte lieber ein Set gekauft das, wie schon erwähnt, 2 Bohrer beinhaltet hätte, oder zumindest wo ein anderer Bohrer zugekauft werden kann. Wer hat den schon einen Boden der "nur" aus Lehm besteht, oder "nur" aus Sand/Kies ?


    Nun muß ich also wieder Geld ausgeben wegen des Fehlkaufes und bezahle mehr als wenn ich direkt ein Komplett-Set gekauft hätte. Wo habe ich da also gespart ?
    Mann muß sich nur die Mühe machen dem Kunden das verständlich zu erklären, warum das Eine teurer ist als das Andere.


    Quote

    So recht wie du hast, so wird es sich nicht durchsetzen auf dem Markt.

    Ich wäre so gerne "Metaller", dann würde ich es testen. Es gibt immer noch Leute, die für Qualität mehr Geld bezahlen würden. Aber leider scheinen sich immer die Billigkäufer durchzusetzen.


    Gruß Gundolf

  • Moin,
    schließe mich da Fellnase an. Deine Überlegungen sind schon richtig.
    Nur das mit dem Bohrgestänge ist so nicht rentabel, wie du schon selber erkannt hast, wäre man nur am umschrauben. Der Bohrer muss auch ganz aus dem Bohrloch, um das Bodenmaterial zu entfernen.

    Quote

    Ich z.B. habe 130 EURO für einen nicht tauglichen Bohrer (inkl. Stangen) in den Sand gesetzt, und muß mir nun einen Neuen kaufen.


    Schade, dass du unser Forum nicht eher gefunden hast.
    In Bezug auf dein Bohrgestänge könnte ein "Metaller" einen Adapter bauen, so das dieses zum hier angebotenen Bohrer kompatibel ist.


  • Schade, dass du unser Forum nicht eher gefunden hast.
    In Bezug auf dein Bohrgestänge könnte ein "Metaller" einen Adapter bauen, so das dieses zum hier angebotenen Bohrer kompatibel ist.


    Ja, das ist schade ... da wäre mir der Fehlkauf erspart geblieben.


    Wenn mir jemand den Adapter bauen könnte, würde ich mir sofort den 150er Bohrer kaufen. Ich kenne leider niemanden der das macht.


    Gruß Gundolf

Brunnen selber bauen