Brunnenbau - Der zweite Versuch folgt bald

  • Hallo,


    Da bin ich wieder ;)


    Nachdem meine Arme (hoffentlich) bald wieder einsatzfähig sind, wird der zweite Versuch gestartet.


    Brunnenrohre (für Rammbrunnen) stecken bombenfest 7m (30cm Wasserstand) im Boden. Es geht selbst mit brutaler Kraft nicht mehr weiter. Ich schaffe es auch nicht die Rohre zu ziehen.


    [Blocked Image: http://s7.directupload.net/images/110717/temp/v5ysbbk7.jpg]


    Diese Baustelle ist also verloren. Ich werde ein neues Loch mit einem anständigen Brunnenbohrer inkl. Schnecke bohren. Durchmesser 125 oder sogar 150mm .... muß ich mir noch überlegen. Meine Kräfte werde ich mir dann gründlich einteilen und lieber eher als später Pause machen. Es wird immer noch eine One-Man-Show sein.
    Diesmal wird bis zum Grundwasser gebohrt (ca. 6,50m) und dann Filterrohr + Verlängerungen DN100 ins Loch gelassen. Dann versuche ich im Brunnenrohr mit einem kleineren Bohrer weiterzubohren, in der Hoffnung das Rohr mit Gewichten weiter in den Boden zu treiben. 2m reichen mir ... dann stelle ich einfach nur den Rammfilter + Verlängerungen ins Loch.
    Das ergibt eine Tiefe von 8,50m. Hoffentlich funktioniert dann noch die Schwengelpumpe vernünftig.
    Zur Erinnerung, im Garten ist KEIN STROM verfügbar. Eine Benzinpumpe besitze ich auch nicht, und für Kiespumpe, Dreibock und Zubehör fehlen mir die Finanzen.
    Ich möchte mit dem Brunnen nur die Gartenpflanzen bewässern (ca. 200qm Nutzpflanzen). Es wird weder Rasen gewässert, noch hunderte von Liter auf einmal benötigt.


    Ich bin sehr dankbar für Tips bez. meiner Vorgehensweise. Vielleicht stecken ja irgendwo Gedankenfehler drinn.


    Gruß Gundolf

  • Hallo Gundolf.


    Schön das du weiter machst.


    Würde dir gerne Helfen, aber die KM zu dir futtern viel Spritt.
    Zudem noch die OP an der rechten Hand diese Woche, ergibt noch 6 bis 7 Wochen Pause. Zusammen hätten wir das Ding an einem Tag am Laufen.


    Deine Rohre im Boden sind bestimmt nicht verloren.
    Ich versuche es mal einfach.
    Wenn du dir neben die Rohre einen Stapel Gehwegplatten stapelst, so 50 bis 80 cm hoch, ( oder sonst was Massives) dann oben drauf ein dickes Stück Rohr, das es eine Wippe gibt. Langes Kantholz drüber und mit einer Kette am Kurzen Arm ums Rohr, dann ziehen.


    Sonst ist alles gut so wie du es vor hast.
    Du kannst auch gerne mal durch klingeln.:rolleyes:

  • Hallo Fellnase,


    Schön von Dir zu lesen :)


    Ja ich weiß, ist leider etwas zu weit zu mir. Würde mir Spaß machen mit Dir mein Problem zu lösen. Aber dat muß auch so gehen ;)


    In welcher Verfassung die Muffen sind, ist schwer zu sagen. Ich habe ja immer noch das Gefühl das die Ein oder andere Muffe den Geist aufgegeben hat. Du hättest mal sehen sollen wie bei 50kg Rammgewicht, die Ramme beim Aufschlag zurückgefedert ist. Die hüpfte aus dem Rohr.
    Es war auch bei einigen Muffen nicht möglich, beide Rohre bis zum Anschlag einzuschrauben. Deshalb meine Befürchtung, die Muffen sind geschrottet worden.
    Na ja, ich werde nun mehr Geduld aufbringen und erst mal, wenn ich das Geld für den Bohrer zusammen habe, das Loch bohren. Dann geht es Schritt für Schritt weiter.


    Mhhmmm ... ich versuche mir gerade krampfhaft vorzustellen wie Du das meinst mit der Wippe und dem Kantholz. Vielleicht kannst Du mir eine kleine Skizze schicken.


    Es dauert ja noch einige Tage bis es wieder losgeht. Vielleicht fällt bei mir noch der Groschen oder ich ruf Dich einfach an.


    Gruß Gundolf

  • Du bist der leibhaftige "Daniel Düsentrieb" ;)


    Was Du Dir alles so einfallen läßt ... beeindruckend.


    Aber wie hast Du die Kette am Brunnenrohr befestigt ? Irgendwie an der Muffe, oder ?


    Gruß Gundolf

  • Hallo, da bin ich wieder ;)


    Aktion "Brunnenrohr ziehen" war angesagt.


    Ich habe 2 Schalungssteine (Endstücke) verwendet, um auf die nötige Höhe zu kommen ... hochkant gestellt mit dem U nach oben. Zusätzlich 2 Bodenplatten verwendet um mehr Standstabibilität zu bekommen. Das U war optimal geeignet um das Stahlrohr zu positionieren. Mit 2 dahinterliegenden kurzen Kanthölzern konnte das Stahlrohr nicht mehr verrutschen. Als Hebel diente ein 2,40m langes Kantholz (70x100).
    Brunnenrohr und Kanntholz wurden mit einer 2m Kette verbunden (Mehrfach umwickelt). Eine Mordzugkraft konnte ich nun ausüben. Mit 2 Personen haben wir uns auf das Ende des Holzes gesetzt, und im Takt gewippt. Es rumpelt, knackt und berstet. Aber keine Chance ... nicht 1mm hat sich das Rohr nach oben bewegt. Das Holz wurde durch die enorme Kraft nach einiger Zeit dermaßen gequetscht, nein eigentlich zerquetscht, das es irgendwann unbrauchbar wurde.
    Ich hatte sogar noch an der aufliegenden Stelle (Holz - Rohr) einen Flachstahl montiert. So das das Holz an dieser Stelle nicht so leicht eingedrückt werden konnte. Das Resultat war, das sich das Stahlrohr (eigentlich fast unglaublich) an dieser Stelle eindrückte. Die Kraft die dort einwirkte, muß brutal gewesen sein.


    Na ja, wie auch immer ... mein Brunnenprojekt scheint zum Scheitern verurteilt. Ich hatte mir sogar noch einen anständigen Brunnenbohrer gekauft um nach dem Ziehen des Brunnenrohrs mit dem Bohren zu beginnen.


    Es war auch nicht einfach die Kette so zu montieren das sich sich nicht selbst auseinanderziehen konnte. Natürlich kann man es hinbekommen das sich die Kette am glatten Brunnenrohr selbst so stark zusammenzieht und verkanntet, das sie sich kaum lösen kann. Allerdings, bei der Hebelkraft die wir ausübten, gabt die Kette irgendwann nach.


    Es soll einfach nicht sein.


    Gruß Gundolf

  • Danke Dir PM, aber ich habe ja noch nicht mal einen Dreibock. Mir fehlt es einfach an allen Ecken an Material und vernünftiges Werkzeug. Mal abgesehen davon das ich gar keine Werkstatt habe.


    Ich überlege gerade an einer Muffe ein kurzes Rohr anschweißen zu lassen. Das ergibt dann ein aufschraubbares T-Stück. Dann unter beiden Enden des T-Stückes 2 Wagenheber positionieren, und dann mit Schmackes kurbeln.


    Gruß Gundolf

  • Es lebt ;)


    Ein fröhliches Hallo wünsche ich.


    Meine Unterarme haben sich von der Sehnenentzündung erholt, und mit Tatkraft ging es ans Werk den Rammbrunnen zu ziehen. Ich habe mir also ein aufschraubbares T-Stück anfertigen lassen, und es auf das Rohr geschraubt.


    1. Versuch mit 2 Wagenhebern (Astramodel)


    Beide Wagenheber in Position gebracht und mit der Wasserwage darauf geachtet das auch wirklich gleichmäßig gekurbelt wurde. Nach kurzer Zeit ... knaaaaaaaaaaaack. Der linke Wagenheber ist zerbröselt. Rohr hat sich keinen Millimeter bewegt.


    2. Versuch mit 2 Kannthölzern.


    Rechts und links jeweils ein Kanntholz unter das T-Stück angesetzt. Untersatz waren wieder 2 Schalungssteine (Endstücke) mit quer aufgelegten Metallrohr. Und dann ganz hinten auf die Kannthölzer je eine Person draufgesetzt. Erst mal tat sich nix, mit ein wenig Wippen .... eeeeeendlich, das Rohr bewegt sich langsam Zentimeter für Zentimeter nach oben.
    Da ich ständig die Hebelhöhe korrigieren musste, dauerte das einige Zeit. 2 Meter (von insg. 7m) waren geschafft ... *freude*.... und dann .... knack. Das Gewinde an Rohr Nr. 3 in der Muffe ist abgerissen. Was für eine Zugkraft muss dafür nötig gewesen sein.
    Ich habe dann das Rohr soweit frei gebuddelt das es zu sehen ist. Es steckte ja in der Erde.


    Tja, und nu ist wieder Ende. Wie soll ich das glatte Rohr so packen das die Hebel wieder angesetzt werden können ? Keine Ahnung. Zumindest ist es möglich Löcher in das Rohr zu bohren. Hatte mir irgendwas in der Art überlegt, einen Querbolzen durch die Löcher zu stecken, und an beiden Seiten ein Kettenglied von der Eisenkette, die ich ja auch noch habe, zu fixieren. Dann die Kette über das Kanntholz legen und wippen. Aber das Kettenglied ist zu schmal.


    Bin wieder erst mal am Ende. Der Rammbrunnen wird wohl nur ein Traum bleiben.


    Gruß Gundolf

  • So einen Gewindeschneider besitze ich nicht. Müsste dann ja ein 1 1/4 Zoll Gewindeschneider sein.
    Loch durch das Rohr bohren ist keine Problem. Und was wäre der nächste Schritt ?


    Gruß Gundolf

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