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  1. Brunnenbau-Forum
  2. Brunnenbau
  3. Genehmigung und Vorbereitung

Bohrung für Nutzwasser im Haus in Mittelgebirgslage: Bohrer für Traktor?

  • Jonathan
  • March 18, 2012 at 10:38 PM
  • Jonathan
    Beginner
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    6
    • March 18, 2012 at 10:38 PM
    • #1

    Hallo,

    ich habe mir nun schon einiges durchgelesen; ein tolles Forum. Immer wieder klasse zu sehen, dass es für so vieles tolle Communities gibt. Zuletzt habe ich mittels eines Forums eine eigene Insel-Photovoltaik-Anlage geplant und installiert (komplette autarke Versorung des Hauses). So soll es nun mit dem Wasser weiter gehen; ich hoffe auch hier auf eine Erfolgsgeschichte :)

    Wir wohnen am Hang auf 340 Meter; Mittelgebiege; kein starkes Gefälle.

    Im Norden geht es direkt am Haus ein paar Meter runter in eine Senke, dort fließt sporadisch ein Bach; dahinter geht es zügig rauf auf 390 Meter Vulkangestein.

    Im Osten steigt es weitläufig über 1,5 Kilometer Strecke auf 370. Dort ist viel Basalt; der wird auch abgebaut. An diesem Hang über unserem Haus entspringen mehrere Quellen unterhalb der Basaltspitze (300 bis 400 Meter entfernt)

    Im Süden ist es für 100 Meter eben, dann geht es leicht in eine Senke und wieder leicht bergan; Hügelig, flach.

    Im Westen geht es auch ca. 100 Meter eben weiter; danach weitläufig leicht abfallend.

    Oberflächenwasser gibt es hier recht viel. Gräbt man ein Loch, steht i.d.R. schnell Wasser drin. Grundwasserspiegel ist leider unbekannt; Karten im Internet gibt es für Hessen offenbar keine. Laut geologischer Karte findet sich hier Ton-Schluffstein, Mergelstein, Gipsstein, Quarzit, Sandstein. Hinter dem Bach im Norden wird es laut Karte robuster; aber da steigt ja auch schnell ein Berg an und da will ich ja auch nicht bohren.

    Nun frage ich mich, ob es Sinn macht, mit der Hand zu bohren. Ich hätte auch einen Traktor an der Hand und ich habe hier im Forum auch schon einen Bohrer gesehen, den man an den Traktor hängen kann. Leider stand nichts dabei und ich habe sonst keine Informationen dazu gefunden.

    Die ersten Meter Erde sind locker; vor einigen Jahren kamen immer mal normal große Feldsteine hoch. Es ist natürlich fraglich, ob ich hier nicht ab 5,6,7 Meter Probleme mit einem Handbohrer bekommen werde. Und ein Spülbrunnen scheint ja eher was für kleinere Gartenbrunnen zu sein als nun einer für das ganze Haus weil das Filterbett fehlt und wahrscheinlich auch die langfristige Stabilität bzw. ich bekomme keine Tauchpumpe rein, weil der Schacht ja kaum lotrecht verläuft?

    Da wir hier viel Landwirtschaft drum herum haben, wird auch viel gedüngt. Wie wirkt sich das auf die oberen Grundwasserschichten aus? Sollte man sich da Gedanken machen was Duschen usw. mit dem Wasser angeht?

    Vielleicht habe ich nun etwas viele unrelevante Informationen dazu geschrieben; ganz sicher bin ich mir noch nicht, was wichtig ist und inwiefern die exakten Gegebenheiten dann doch eher von Meter zu Meter voneinander abweichen.

    Meine Kernfragen sind demnach:

    - Kann man eine ungefähre Aussage darüber machen, wie tief man für einen solchen Brunnen gehen muss? (Hanglage, Gesteinsschichten in der Nähe, Quellen am Berg, usw)

    - Auch ob man über die erste GW-Schicht hinaus nach einer weiteren bohren sollte?

    - Welcher Bohrloch-Durchmesser sollte veranschlagt werden? Es wird eher kontinuierlich etwas Wasser gebraucht als Schlagweise tausende Liter.

    - Sind Bohrer für den Bulldog gängig oder muss ich dafür ggf. hunderte Kilometer fahren?

    Im Zweifel einfach mal Gestänge, Handbohrer und Kiespumpe leihen und auf gut Glück loslegen würde ich auch machen - macht das bei einem solchen Vorhaben Sinn oder sollte man da besser planen?

    Herzlichen Dank

  • Brunnen reinigen
  • Ollispapa
    Intermediate
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    56
    • March 19, 2012 at 8:32 AM
    • #2
    Quote from Jonathan

    ...dort fließt sporadisch ein Bach



    Hallo,
    dass heißt, mal ist er da, und mal nicht!?
    Wenn Du ein dauerhaft fließenden Bach in Deiner Nähe hast, könnte man über einen Wasser-Widder nachdenken!
    Schau Dir das hier mal an!
    hydraulischer Widder im täglichen Einsatz - YouTube

    Liebe Grüße

    René
    ...der um den Brunnen tanzt!

    Von Frauen kann man alles erfahren, man darf nur keine Fragen stellen!

  • Jonathan
    Beginner
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    6
    • March 19, 2012 at 9:53 AM
    • #3

    Guten Morgen! Nee, der Bach ist mal da, mal nicht da. Der ist Abfluss für die Steinbrüche im Osten und bei starkem Regen..nix brauchbares.

  • elelom
    Beginner
    Posts
    18
    • March 20, 2012 at 8:55 PM
    • #4

    ...So soll es nun mit dem Wasser weiter gehen; ich hoffe auch hier auf eine Erfolgsgeschichte...

    Du möchtest jetzt aber nicht dein Trinkwasser selber fördern?

    Stichwort Trinkwasserverordnung/Trinkwsserhygiene

  • Jonathan
    Beginner
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    6
    • March 21, 2012 at 9:24 AM
    • #5
    Quote from elelom

    ...So soll es nun mit dem Wasser weiter gehen; ich hoffe auch hier auf eine Erfolgsgeschichte...

    Du möchtest jetzt aber nicht dein Trinkwasser selber fördern?

    Stichwort Trinkwasserverordnung/Trinkwsserhygiene

    Das tue ich ja bereits und das ist ja auch kein Problem; das Wasser muss nur regelmäßig untersucht werden + Check der Anlage durch Gesundheitsamt.

    Bei einem Brunnen mit 20 Meter Tiefe denke ich aber nicht an Trinkwasserqualität...Vielmehr hoffe ich, dass ich mich mit dem Wasser wenigstens duschen kann; Stichwort Pestizide, etc.

  • modpl
    Master
    Posts
    2,707
    • March 22, 2012 at 10:41 PM
    • #6

    Hallo,

    Umweltatlas Hessen


    Die oberhalb liegenden Quellen, kann man diese nicht nutzen?

  • Jonathan
    Beginner
    Posts
    6
    • March 23, 2012 at 9:54 AM
    • #7
    Quote from Plunschmeister


    Die oberhalb liegenden Quellen, kann man diese nicht nutzen?


    Hallo!
    Von denen will ich mich aus verschiedensten Gründen unabhängig machen.

  • modpl
    Master
    Posts
    2,707
    • March 23, 2012 at 1:39 PM
    • #8

    Moin,

    Quote

    Von denen will ich mich aus verschiedensten Gründen unabhängig machen.


    Nun gut.
    Denke, wenn du am Hang bohrst wirst du auf die Tiefe des Tales müssen, denn hier unten sammelt sich das GW.
    Dein Brunnen am Hang nicht auf diese Tiefe gebohrt wäre nur eine Auffangzisterne für abfließendes Oberflächenwasser.

  • Drachengraf
    Beginner
    Posts
    7
    • May 20, 2012 at 3:00 PM
    • #9

    Hi Jonathan kannst du mir sagen wie du vorgegangen bis bei der Wahl der inselanlage? Welcher Hersteller oder welche Akkus bzw. Selber gebaut oder bauen lassen? Vg drachengraf

  • Jonathan
    Beginner
    Posts
    6
    • May 20, 2012 at 6:39 PM
    • #10

    Hey,

    Eigenbau mit gebrauchten Industriebatterien / bei großen Anlagen gebrauchte Gabelstaplerbatterie. MPPT Laderegler zur Verwendung von günstigeren Einspeisemodulen von Outback oder Morningstar. Inverter von Victron Energy. Für ständige/wichtige Verbraucher unabhängigen AC-Stromkreis mit zweitem kleinen Inverter. Verteilung der DC-Seite über massive Kupferleisten, NH-Sicherungen + Pulsweitenmodulierte Überschussregelung an Heizstab zur Warmwassererzeugung mittels überschüssigem Strom. Was genau interessiert dich bzw welche Infos brauchst du? Auslegung/Berechnung der Anlage braucht sicher etwas Erfahrung. Grundsätzlich darf man dabei Kleinsverbraucher nicht vergessen, die ständig laufen. Die brauchen im Jahresschnitt oft mehr als offensichtlichere Verbraucher wie Wasserkocher oä. Grundsätzlich ist auf alles zu verzichten, was alternativ versorgt werden kann. Z.B. Gasherd statt E-Herd.

  • Drachengraf
    Beginner
    Posts
    7
    • May 31, 2012 at 12:07 PM
    • #11

    Danke für Deine Antwort...da merke ich doch wie wenig ich eigentlich über das Thema weiß.

    Es geht darum..ich habe ein kleines Häuschen auf dem Lande...kein Strom...noch kein Wasser, aber ich darf jetzt Bohren. Sanitäre Anlagen mit warmen Wasser bislang nicht vorhanden.

    Betreiben würde ich dort gern:
    - Licht
    - PC
    - TV / Radio

    Gekocht wird mit Gas. Geheizt mit Kohleofen oder Gasstrahler.

    Toll wäre eine autake Strom- und Warmwassermöglichkeit. Vielleicht hast Du einen Link zu einer bebilderten Zeichnung wie sowas aussehen würde und dann kann ich ja z.B. die aus Deiner Antwort genannte hardware dazu verwenden. vg Drachengraf

  • Jonathan
    Beginner
    Posts
    6
    • May 31, 2012 at 12:13 PM
    • #12

    Wichtig für die Auslegung ist noch wie häufig du die Anlage brauchst und in welcher Jahreszeit. Wochenendhäuser sind natürlich völlig anders zu planen als Häuser zur ständigen Bewohnung. Du kannst man hiermit herumspielen:

    Auslegung, Berechnung und Dimensionierung einer Inselanlage.

    Warmwassererzeugung zu 100% mit Strom aus PV ist unwirtschaftlich. Du solltest da eine eigenständige Lösung haben, z.B. Gastherme.

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