Querschnitt Bodenschichten

  • Hallo zusammen,


    ich möchte mir einen Schlagbrunnen im Garten bauen. Momentan bin ich noch beim Vorbohren. Das stoppt leider momentan da sich ein Stein im Bohrloch breit macht. Besorge da gerade Stahlrohre, Meisel etc. um dem Herr zu werden.


    Ich habe grundsätzlich etwas die Sorge in erreichbarer Tiefe überhaupt Wasser zu finden. Keiner der Gartennachbarn hat einen Brunnen und die untere Wasserbehörde kennt auch im Umkreis von 500m keine Bohrstelle.


    30m von meinem Bohrloch entfernt wird aber gerade zufällig gebaut. Als die Grube ausgehoben war konnte man ca. 4m einen schönen Querschnitt bis zu dieser Tiefe sehen. Dies habe ich fotografiert, siehe dazu Bild im Anhang.


    Meine Frage an euch ist nun ob sich jemand mit Böden auskennt was das überhaupt für Schichten sind. Ich bin da Laie. Und natürlich ob man irgendeinen Rückschluss auf die Tiefe ziehen kann wann da mit Wasser zu rechnen sein könnte. Also von Sand und Kies auf jeden Fall ist wohl nichts zu sehen.


    Ich bin übrigens gerade beim Bohren bei einer Tiefe von ca. 3,30m. Bohrstelle ist ca. 15 KM östlich von Stuttgart.


    Viele Grüße und schonmal vielen Dank.

  • Es scheint eine Dreiteilung zu geben. Die obere bräunliche Schicht könnte Mutterboden und/oder eine Auffüllung sein. Dann kommt eine mittlere Schicht, die wahrscheinlich aus bindigen Bestandteilen besteht. Es sieht nach Ton aus, möglicherweise mit Grobkies/Steinen versetzt. Die untere Schicht sieht nach nichtbindigen Materialien wie Sand/Kies aus.


    Ach so, bei dem Böschungswinkel der Baugrube (ca. 60°) gehe ich davon aus, dass es sich dabei überwiegend um bindige Materialien handelt. Da kann das Bohren mit einem Handbohrer außerodentlich mühselig werden.


    Genaueres läßt sich an Hand des Fotos nicht sagen, da man bei einer Schichtenansprache Sinnesprüfungen wie Farbe, manchmal auch Geruch, Kornform, -größe, Kornanteile abschätzt, sowie bei bindigen Böden wie Lehm oder Ton auch die Plastizität (Konsistenz) und sonstige Bestandteile prüft.

  • Hallo
    Für einen Rammbrunnen sieht es schlecht aus vielleicht kannst Du den Bauherrn fragen ob er ein Bodengutachten hat diese gehen meistens 6-8 Meter.
    Gruß Rammbrunnen

  • Vielen Dank für die Infos.


    Also grob kann ich das bestätigen. Bin ja mit Bohren ca. 3,3 m unten. Oben war so ca. 1m lehmiger Mutterboden und dann kam ca. 2m wie von dir beschrieben so tonige Erde mit Kies drin. Weiter bin ich bis jetzt noch nicht gekommen.


    Ohja, anstrengend ist es, vor allem weil der Bohrer nicht richtig greift und man erstmal viel Druck ausübern muss.

  • hallo
    Mit was für einem bohrer bohrst du den ? für Erkundungsbohrungen
    nehme ich immer ein 90er mit einem meter Schnecke das geht dann sehr schnell 5 meter in ca.30 min.
    Gruß Rammbrunnen

  • ist auch ein 90er. aber der boden ist echt hart. entweder es ist so lehmig, dass viel auf der schnecke bleibt, da kriegt man kaum was angehoben. Oder es ist so hart, dass der Bohrer nicht greift und man schabt dann so auf der Stelle.

  • ist auch ein 90er. aber der boden ist echt hart. entweder es ist so lehmig, dass viel auf der schnecke bleibt, da kriegt man kaum was angehoben. Oder es ist so hart, dass der Bohrer nicht greift und man schabt dann so auf der Stelle.



    Dann solltest Du ab und an einen Schluck Wasser ins Bohrloch gießen.

  • Gute Idee mit dem Wasser, vielleicht hilfts.
    Konnte schon mal den Stein mit einer Eisenstange zerlegen, war wohl was kleines.
    Immerhin konnten die Leute von der Baustelle etwas Mut machen. Die sind bei 4,5 Meter auf Wasser gestoßen. Ob sich das bestätigt oder ob das für einen Brunnen reicht werde ich wohl rausfinden müssen.
    Manchmal steht jetzt bei 3,3 Meter schon bisschen Wasser im Loch auch wenn es nicht regnet. Verschwindet aber beim rumstochern wieder.


    Gruß

Brunnen selber bauen