Großer Entwässerungsschacht als Brunnen umfunktioneren

  • Liebe Brunnenbau-Begeisterte,


    momentan lebe ich in den Japanischen Bergen und wir beziehen unser Wasser aus einem selbstgebautem Damm mit Ablagerungstank.
    Allerdings ist dieses Oberflächenwasser nicht immer total rein (letztes Frühjahr mussten wir einen toten Hirsch aus dem Damm ziehen) und im Winter auch sehr kalt.
    Weswegen wir auf den Gedanken gekommen sind einen in der Nähe befindlichen Abwasserschacht umzufunktionieren.
    Die Japanische Regierung hat vor gut 10 Jahren in der Gegend viele solcher Schächte gebaut um die vor Erosion gefährdeten Hänge zu sichern und das Wasser über Kanäle in die Täler abzuleiten.
    Eine Leitung zu unserem Haus besteht schon, nur leider ist der Wasserdruck zu gering um das ganze Haus mit diesem Grundwasser zu versorgen.


    Zum Schacht selbst:
    Der Schacht ist etwa 15,5 Meter tief und 3,5 Meter breit.
    Er besteht aus Stahlringen in Wellblech-Form und besitzt ein 1,5m tiefes Betonfundament aus welchem auch das Abwasserrohr austritt.
    Das Fundament selbst hat eine Stärke von 30 cm.
    Da das Wasser momentan trotz Stauung des Rohres nicht höher als 2 Meter steigt, wollen wir die vorhandene Stahlwand abdichten.
    Diese hat Bohrlöcher durch welches das Wasser austritt. Hinzu kommt, dass die Wände durch den Wasserkontakt natürlich angefangen haben zu rosten.
    Eine Stauung auf 4 bis 5 Meter müsste reichen um genügend Wasserdruck im ganzen Haus zu haben.


    Unsere Frage jetzt:
    Wie können wir eine Stauung ohne viel Aufwand und allzu hohe Materialkosten realisieren?


    Unsere Ideen waren bisher:
    - eine Mauer auf das Fundament zu ziegeln
    - eine Stahlbetonwand auf das bestehende Fundament zu gießen
    - vorgefertigte Betonringe einzusetzen
    - mit Hilfe eine Teichfolie die Wand zu verkleiden


    Ich hänge euch noch ein paar Bilder an, damit ihr es euch visuell vorstellen könnt.
    Auf Bild 1 sieht man den Schacht, Bild 2 das Fundament mit aktuellem Wasserstand und Bild 3 die rostige Stahlwand.


    Vielen Dank für jeden Hinweis und Ratschlag!

  • Hallo


    Ich hatte erst so meine Bedenken als ich Abwasser gelesen habe.
    Dachte an das was als verbraucht in der Kanalisation ladet.


    Diese Schächte sind wohl Eigentum der Kommunen?


    Wie ist denn der Höhenunterschied vom Sammelschacht zu deinem Haus?
    Hat dein Haus einen Keller?
    Ist der Frostsicher?


    Meine Fragen gehen in die Richtung dass du an dem Schacht nichts veränderst.
    Das Wasser in einen Tank im Keller leitest und dort mit einer Pumpe das Haus versorgst.
    Wäre die wenigste Arbeit.
    Wenn es der Platz und die anderen Umstände erlauben.


    Wenn du die Sonne sehen solltest, dann sage ihr sie soll auch mal bei uns vorbei schauen.:rolleyes:

  • Hallo!
    Ja leider war der Begriff Abwasser hier etwas falsch gewählt.
    Sammelschacht trifft es wohl eher ;)


    Und ja diese Schächte sind Eigentum der Kommunen,
    weshalb wir dieses Projekt hier auch nicht an die große Glocke hängen sollten.
    Aber wir sind ja hier muttersehlenallein mitten in der Natur auf einem 50ha großen Grundstück, das nächste Dorf mit einem Dutzend Häuser ist ca. 6 km entfernt und ringsherum nur Berge.


    Der Höhenunterschied liegt bei angeblich 4 Metern, da ich das noch nicht nachprüfen konnte muss ich der ausführenden Baufirma glauben. Das Wasser kommt hier im Haus zwar an, jedoch kann ich den Hahn mit meinem Finger stoppen und der Druck reicht nicht aus um den zweiten Stock zu versorgen.


    Das Haus hat leider keinen Keller und der liebe Frost stellt tatsächlich ein Problem für unsere Außenleitungen dar.
    Da stellt sich auch noch die Frage um den Stromverbrauch und den damit verbundenen Kosten einer solchen Pumpe.
    Deine Idee finde ich jedoch sehr gut und ich muss noch überlegen wie sie am besten umzusetzen wäre.


    Für die Arbeiten im Schacht würdest du uns welche Möglichkeit empfehlen?
    Ein weiteres Problem auf das wir auch aufmerksam geworden sind ist die Verbindung zum Fundament, welche wir irgendwie dicht bekommen sollten.


    Die Sonne ist schon unterwegs, aber bei uns ist es auch nur ein paar Grad wärmer als bei euch.. ;)

  • Moin,


    hoffe du bist weit weg von Fukushima.


    Mache mal bitte eine Skizze, das man sich mal ein Bild machen kann.

  • Hallo


    Also am Schacht selbst solltest du keine Veränderung vornehmen.
    Wenn eine Revision kommt wird es teuer, denke das die Behörden da keinen Spaß verstehen.


    Ich würde nur die Leitung anzapfen.
    Ein T- Stück einbauen und das Wasser zum Haus leiten.
    Am Haus einen Schacht erstellen, tief im Boden, so das dieser Frosts sicher ist.
    In den Schacht einen 1000 Liter Kunststofftank einbauen und ein Hauswasserwerk anschließen.
    Mit einem Druckkessel der eine Membrane hat und ca. 100 Liter Fassungsvermögen. Dann springt die Pumpe nicht immer an.
    Leitung der Pumpe vielleicht so um 800 bis 1000 Watt.
    Das sollte auch den Strom nicht so viel belasten.
    Die entsprechenden Filter nicht vergessen und das Wasser voher untersuchen lassen. Mann weiß ja nicht ob es belastet ist, mit was auch immer.


    Wenn das nicht geht lasse einen Schachtbrunnen bauen.
    Mit Betonringen.
    Dann hast du eigenes Wasser und kannst den Schacht für die Montage der Pumpe nutzen.


    Leitungen auch Frostsicher verlegen, unter dem Haus den Anschluss herstellen.


    Halte uns mal auf dem Laufenden.



    Ach so, die Sonne war für 2 Stunden hier, danke.

  • Moin Tobijah,


    die Idee von Fellnase ist schon nicht schlecht.


    Du wolltest sicherlich das Wasser im Schacht anstauen und dann nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren ins Haus hoch leiten.


    Vielleicht besteht ja auch die Möglichkeit einfach nur eine Pumpe zwischen Hauseinlauf und Hausleitung zu setzen, praktisch zur Druckerhöhung.
    Geht aber auch nur, wenn genug Wasser nachläuft.
    Also der Einsatz eines HWW.

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