Frostfest bei Tiefbrunnenpumpe

  • So - mein erster Beitrag hier - ich hoffe, ihr könnt mir helfen.
    Wir haben letzten Sommer einen Brunnen graben lassen, Durchmesser 1m mit Schachtringen, Tiefe war ca. 10 m, Wasserstand bei ca. 7m Tiefe. Der Brunnen ist sehr ergiebig, ich habe mal eine Pumpe reingehängt die ich so rumliegen hatte (ca. 4m³/h) und der Wasserstand ist im Betrieb unter 2cm abgesunken. Soweit so gut. Drauf ein Oberflächenwasserdichter Deckel (schweineteuer, aber die Firma meinte, das brauchen wir)


    Was möchten wir mit dem Brunnen machen: automatische Gartenbewässerung für 2 Gärten, einer 400m², der zweite ca. 600m². Im Winter brauchen wir kein Wasser zu entnehmen.


    Nun wäre mein Vorhaben, eine Tiefbrunnenpumpe (ordentlich dimensioniert, Grundfoss oder so was ähnliches) reinzuhängen und oben ein paar Meter entfernt einen Kasten mit der Steuerung der Ventile und Aufteilung in unterschiedliche Kreise zu setzen.


    So, jetzt meine Fragen:


    1.) Ich habe Sorgen wegen der Frostsicherheit. Unten im Schacht sollte es kein Problem sein, aber wenn das Rohr oben ankommt könnte es im Winter frieren. Spätestens im Kasten in dem die Ventile und Steuerung sitzen würde es frieren. Was könnt ihr empfehlen, wie ich das frostsicher bekomme? Soll ich im Brunnenschacht einen Hahn setzen und ein Ablassventil? Das würde ich dann immer vorm Winter zumachen und im Frühjahr aufmachen...


    2.) Habt ihr Erfahrung, welche Pumpen geeignet sind? Ich würde mal eine 3phasige Stromleitung hinlegen, um für alles gerüstet zu sein.


    3.) könnt ihr einen Bewässerungscomputer empfehlen? Wir schwanken zwischen einem Gerät für beide Gärten oder 2 getrennte Geräte, eines je Garten. (Der zweite Garten gehört dem Schwager).


    Danke für eure Antworten!


    Markus

    Schachtbrunnen, 1m, 10m tief, GW bei 7m,
    derzeit günstige Tauchpumpe iWater Power Diver baugleich Gardena Comfort Tauch-Druckpumpe 6000/5 automatic, hängend an dünnem Seil, Presscontrol in Pumpe integriert, wird bei Bedarf manuell an Regner angeschlossen, ohne Druckkessel

    Wir wolle nur Gartenbewässerung (kein Winterbetrieb) für 2 Gärten je ca. 500m² möglichst komfortabel verwirklichen.

  • So, nun habe ich versucht, alle vorgeschlagenen Infos im Profil und Signatur aufzunehmen, auch 2 Bilder vom Brunnenbau eingefügt - ich hoffe, das qualifiziert mich dafür, Antworten zu erhalten. Auch wenn ich eigentlich alle relevanten Infos in diesem Beitrag zu erwähnen geglaubt habe... wie dem auch sei, wäre für qualifizierte Hilfe dankbar!





    Geändert von Fellnase, Bilder eingefügt

    Schachtbrunnen, 1m, 10m tief, GW bei 7m,
    derzeit günstige Tauchpumpe iWater Power Diver baugleich Gardena Comfort Tauch-Druckpumpe 6000/5 automatic, hängend an dünnem Seil, Presscontrol in Pumpe integriert, wird bei Bedarf manuell an Regner angeschlossen, ohne Druckkessel

    Wir wolle nur Gartenbewässerung (kein Winterbetrieb) für 2 Gärten je ca. 500m² möglichst komfortabel verwirklichen.

    Edited once, last by modfe ().

  • Hallo


    Warum immer nur die Fragen warum wir die Angaben vom Brunnen in der Signatur wollen. In einem Autoforum würde sich keiner aufregen wenn er nach seinem Untersatz gefragt wird. Zudem steht alles in dem Beitrag. ( Grummel, langsam bin ich es Leid, mal sehen wann wir den Hut nehmen )


    ZU deinen Problem.
    Du brauchst eine ( RP ) Rohrpumpe ( Tiefbrunnenpumpe ) ohne Rückschlagventil.
    Die RP muss in ein Brunnenrohr gehängt werden, muss so sein wegen der Kühlung.
    Die Steigleitung dann nach oben führen. Steigleitung muss den gleichen Durchmesser haben wie der Pumpenanschluss.
    Dann ein RV montieren. Vom RV aus auf einen Druckkessel mit mechanischem Druckschalter gehen.
    Von da aus dann zu den Verbraucher.
    Alles muss so montiert sein das es Gefälle hat.
    Im Winter wird das RV geöffnet, dann läuft alles aus den Leitungen und ist Frostsicher.
    Über Aufbau und Komponenten findest du im Brunnen Wiki hier im Forum einiges was dir weiter helfen wird.
    Wenn noch was unklar ist melden.

  • Hallo Markus


    Ersteinmal würde ich dir einen Druckkessel empfehlen. Große Pumpe und kleine Entnahmemengen passen nicht so gut zusammen.

    Quote

    Ich habe Sorgen wegen der Frostsicherheit.


    Wenn der Platz da ist, kannst du einen Schacht neben deinen Brunnen setzen und dort die Technik unterbringen (außer Steuerung).
    Im Winter kannst du, in den Schacht, zusätzlich Dämmung einbringen und brauchst nichts abzubauen.
    Im Sommer erhitzt sich das Ganze nicht so sehr und es bilden sich weniger Keime im Wasser.
    Das Rückschlagventil aus der Pumpe entfernen und eines zum Entleeren in den Schacht mit montieren.
    Alles mit ein wenig Gefälle verlegen und du solltest keinen Ärger im Winter bekommen.

    Quote

    Ich würde mal eine 3phasige Stromleitung hinlegen, um für alles gerüstet zu sein.


    Leg lieber ein anständiges Schutzrohr mit rein, dann kannst du immer noch mal Kabel nach ziehen, fast immer wird die Hälfte vergessen.
    :rolleyes:


    Gruß Bohne

  • Moin,
    speziell, wenn es eigentlich nur um Bewässerung geht, tendiere ich zu einer Grundfos-Pumpe der Baureihe SQE mit Konstantdruckregelung. Weiß nun nicht was du genau für einen Anlagendruck benötigst, aber in der Regel reicht hierfür ein 8 l Membrandruckbehälter aus. Hat aber natürlich seinen Preis.
    Zudem kannst du die Pumpe in deinem Schachtbrunnen horizontal ( mit Kühlmantel und schwimmenden Ansaugfilter) verbauen.

  • Wow, erst Mal vielen Dank für die Antworten! Fellnase, bitte nicht böse sein, ich sehe nur bei den Moderatoren auch keine Signatur mit irgendwelchen Angaben zu Brunnen (was mir aber auch verständlich ist) :rolleyes:
    Inzwischen habe ich noch viel mehr Beiträge im Forum gelesen und daher auch gesehen, wie oft User ganz ohne die relevanten Infos Antworten wollen, ich hatte nur gedacht, es reicht, diese Infos in den Beitrag zu schreiben. Verstehe aber, dass eine einheitliche Form besonders jenen, die viele gute Ratschläge geben (wo auch ihr drei definitiv dazugehört) die Arbeit erleichtert. Danke auch für das Einstellen meiner Bilder in den Beitrag, hätte sie wohl vorher drehen sollen, da es im Forum keine Bearbeitungsmöglichkeit mehr gibt. Sorry dafür, dass sich jetzt alle den Kopf verrenken müssen. ;-)


    Zu den einzelnen Vorschlägen habe ich noch ein paar Fragen (hoffe, mir fehlt es nicht an Verständnis für die Antworten. Auf Erfahrung kann ich leider nicht zurückgreifen):


    1.) Pumpe: Tiefbrunnenpumpe war mein Vorhaben (Der derzeitige Gardena-Klon war vorhanden, weil ich auch eine Regenwasserzisterne habe, wo die dabei war). Zur Kühlung in ein eigenes Rohr ist mir verständlich, wenn der Motor unten sitzt und auf das vorbeiströmende Wasser zur Kühlung angewiesen ist, bei anderen Bauformen (z.B. Ansaugung unten) technisch wahrscheinlich nicht relevant weil Pumpwasser am Motor vorbeigeführt wird- werde ich aber im Endeffekt von der gewählten Pumpe und Herstellerangabe abhängig machen.
    Die Dimensionierung der Pumpe ist noch eine Frage, auf die ich später eingehen werde, wenn ich konkret weiß, welchen Wasserbedarf (Druck und Menge in m³/h) wir mit der Beregnung haben werden. Mit der (doch eher teureren) SQE von Grundfos habe ich auch schon geliebäugelt, wobei ich noch sicherstellen muss, ob ich die Steuerung in den Brunnenschacht geben kann. Wenn möglich möchte ich alle Dinge dort oder in ca. 5m Entfernung an der Grundstücksgrenze in einem kleinen Kasten (wo auch die Magnetventile für die Bewässerung sowie der Bewässerungscomputer sitzen sollen) unterbringen. In mein Haus komme ich von außen nicht mehr wirklich gut hinein, außerdem teile ich den Brunnen mit meinem Nachbarn. Notfalls könnte ich die Steuerung bei ihm im Haus unterbringen, aber dann müsste ich immer zu ihm rein wenn´s Probleme gibt. Ist zwar mein Schwager, aber was, wenn er mal sein Haus verkauft oder andere Gründe dagegen sprechen...


    Weiteres Problem der SQE: das Rückschlagventil ist laut Herstellerdatenblatt integriert (nehme nicht an, dass man das entfernen kann), also ist ein Ablassen des Wassers aus Frostschutzgründen nicht so einfach. Ich möchte die Pumpe nicht immer zu Beginn und Ende der Saison heraufholen müssen. Gibt es sowas wie ein "fernbedienbares" Rückschlag- oder Ablassventil? Mit einem Seil von oben zu bedienen oder so?
    NACHTRAG: Habe eben in der Anleitung zur SQE gesehen, dass sich das Rückschlagventil DOCH entfernen lässt. Würde also doch gehen.


    Die Idee, das Rückschlagventil in/an der Pumpe wegzulassen ist einleuchtend. Aber... reißt mir dann jedesmal die Wassersäule von oben ab, wenn die Pumpe ausschaltet? Ok, habe gerade im Forum gelesen, dass man davon ausgeht, dass auch beim Einbau eines Rückschlagventils oben (wie von Fellnase vorgeschlagen) die Wassersäule erhalten bleibt, wenn man auf Dichtheit achtet. Die Steigleitung im Durchmesser des Pumpenabgangs auszuführen ist einleuchtend, nach dem Rat im Forum dann das RV eine Dimension größer ausführen überlege ich mir auch.


    Eine grundsätzliche Frage ist noch, ob ich 230V oder 380V nehmen soll. Aus technischer Sicht ist meiner Meinung nach der Aufbau einer 3phasigen Pumpe mechanisch und elektronisch einfacher und daher weniger fehleranfällig, weil das Drehfeld "automatisch" vorgegeben wird. Was sagt ihr dazu? Schaltet der mechanische Druckschalter auch 3 Phasen?


    2.) Druckkessel
    Den habe ich mir auch überlegt, wobei ich den jedenfalls im Brunnenschacht unterbringen möchte. Daher tendiere ich zu einer Edelstahl-Variante, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Größe des Druckbehälters... Keine Ahnung. Ich möchte die automatische Beregnung dran haben, mit einigen Zeitprogrammen für Sprühregner etc. und wiederum anderen Zeitprogrammen, zu denen die Tropfer laufen sollen. Also sehr unterschiedliche Anforderungen. Zusätzlich noch 3-4 manuelle Entnahmestellen (Wasserhähne) um eine Gießkanne anzufüllen oder im Sommer mal das Planschbecken der Kinder (oder der Erwachsenen mit 5m³) anzufüllen. Natürlich möchte ich vermeiden, dass die Pumpe über den Druckschalter "Blinkrelais" spielt, wenn mir da jemand Empfehlungen für die Dimensionierung geben kann wäre ich dankbar.


    Einen eigenen Schacht neben dem Brunnen möchte ich vermeiden, aus Kostengründen und aufgrund der Optik.


    3.) Mechanischer Druckschalter



    4.) Anschlussleitungen
    Mein Plan wär gewesen, nur den Strom hin und das Wasser rauszuleiten :-)
    Aber - ist sicher nicht falsch, ein Rohr zu verlegen, wo ich später noch was (Steuerung etc.) einziehen kann. Nur ist (wie oben beschrieben) das Problem, dass dieses Rohr nur zum Haus meines Nachbarn führen kann. Welche Dimension würdet ihr als "anständig" sehen? Reicht ein 40er Rohr? Wobei... hier könnte man auch vorbereiten, später (falls es mein Nachbar doch noch möchte) ein Wasserrohr vom Brunnen ins Haus zu legen... Sind ca. 35-40m zum Haus.


    Die Rohre zu den Magnetventilen bzw. zu den manuellen Entnahmestellen alle mit Gefälle zu verlegen ist auch einleuchtend, damit ich nicht einen Kompressor zum Ausblasen vor dem Winter brauche.


    Wenn ich kurz zusammenfassen darf benötige ich also:
    -Pumpe (Type und Dimension noch zu klären)
    -Steigleitung (Dimensioniert nach Pumpenabgang)
    -Rückschlagventil mit Ablassmöglichkeit
    -T-Stück zum Druckbehälter
    -Druckkessel (Dimension noch zu klären)
    -Mechanischer Druckschalter
    -Anschluss an Verbraucher


    Bitte lasst mich eure Meinungen zu meinen Überlegungen wissen, das Thema Bewässerungssystem werde ich mir auch wieder näher zu Gemüte führen müssen. Wäre es eine Möglichkeit, auch die Magnetventile in den Brunnenschacht zu setzen oder habe ich dann immer Probleme mit der Entwässerung im Winter?


    LG,
    Hellas

    Schachtbrunnen, 1m, 10m tief, GW bei 7m,
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    Edited 3 times, last by Hellas ().

  • Hallo


    Nun wird es konkret. Ich würde mir wünschen das mehr User so einsichtig wären. Dann brauchten wir nicht immer alle Beiträge zu durchsuchen, denn nun kommt die Zeit wo es wieder eng wird, mit Antworten und Fragen und verschiedenen Beiträgen.


    So viel zu klären, wo anfangen?
    Also wenn du die komplette Installation im Brunnenschacht machen möchtest musst du dich mit dem Kondenswasser auseinander setzen.
    Das bedeutet das alle elektrischen Anschlüsse absolut Wasserdicht ausgeführt werden müssen. Zudem hast du dann ein Platzproblem in dem Engen Schacht.
    Wenn das bei dir so problematisch ist und keine, oder nur sehr schlechte Möglichkeit vorhanden ist um das im Keller zu montieren sehe ich nur eine Möglichkeit. Einen größeren Beton Ring um den Brunnen setzen. Also einen Ring, 2 mal 0,5 mal 2 Meter um den Brunnen setzen. Den Brunnen um einen Meter nach unten Kürzen und den Brunnendeckel / Brunnenkopf nach unten setzen.
    Dann hast du Platz um alles im Boden unter zu bringen.
    Zu den Pumpen. Die eingebauten RV von den Pumpen sind nur kleine Teller die ohne Probleme mit einer Spitzzange zu entfernen sind.
    Pumpen für Lichtstrom (240V) haben immer einen eingebauten, oder externen Kondensator damit der Motor anläuft. Das ist eine Fehlerquelle, ist der Kondensator extern kann er einfach ausgetauscht werden, eingebaut ist es nicht einfach weil die Pumpe zerlegt werden muss.
    Drehstrompumpen werden von mir bevorzugt, sie brauchen den Startkondensator nicht und halten länger, was ich erfahren habe.
    Wenn die Pumpe kein RV eingebaut hat, entfernt worden ist, kann man ohne Probleme ein externes RV oben einbauen, wenn alles dicht ist fällt die Wassersäule nicht und das RV ist dafür zuständig den Druck im System zu halten.
    Denke mal das wir weiter auf deine Probleme eingehen wenn du mit deinen Platzproblemen entschieden hast.

  • Hmmm... Das mit dem Schacht gefällt mir nicht so gut. Um die Problematik genau zu beschreiben: Wir haben den Brunnen aus Kostengründen gemeinsam mit meinem Schwager gebaut, der in Kürze sein Haus auf das Grundstück stellen lässt. Der Brunnen ist also "exterritoriales Gebiet" ;-)


    Die Errichtungskosten teilen wir, für die Stromversorgung haben wir uns geeinigt, dass wir sie von seinem Haus aus installieren und überschlagsmäßig geteilt wird. Wie es derzeit aussieht sollte das auch nie zu Problemen führen, wir sind beide recht umgänglich und kennen uns seit wir in der Sandkiste gemeinsam Sandkuchen gegessen haben. Aber - ich will nicht ausschließen, dass sich die Situation irgendwann ändert, sei es nur wenn zum Beispiel einer von uns das Grundstück veräußern möchte. Aus praktischen Erwägungen möchten wir daher alle Steuerungen etc. im Außenbereich an der Grundstücksgrenze unterbringen, wo beide Zugang haben. Hinzu kommt, dass bei meinem Haus weitere Eingänge schlecht realisierbar sind, da wir an den geeignetsten Stellen bereits zubetoniert haben bzw. wir auch in die Hülle vom Passivhaus keine Löcher machen wollen. Im Nachhinein hätte ich ein paar Leerverrohrungen nach draußen zusätzlich gemacht, aber dafür ist´s zu spät. Lange Rede, kurzer Sinn: Alles soll draußen sein. Ich sehe keine gute Alternative.
    Ich werde mir überlegen müssen, wie wir das am Besten lösen. Der 2m Betonring ist auch eine Lösung, aber mit Deckel wieder nicht gerade günstig. Eventuell werde ich mit meinem Schwager über eine Gartenhütte über dem Brunnen sprechen, wo wir alles (auch Steuerung für die Bewässerung) unterbringen können. Einen zweiten 1m-Ring daneben setzen wäre ja auch eine Variante, aber optisch nicht so schön. Und alle diese Varianten sind nicht frostfrei, bei den Schachtringen wird die Feuchtigkeit immer noch ein Thema sein können. An was man bei einem Brunnen alles denken muss... Gibt´s eine Möglichkeit für eine Pumpe mit eingebautem Flowcontrol, Druckschalter etc. ähnlich der Gardena die ich gerade verwende, wo dann die Pumpe alle Aufgaben übernimmt? Oder ist das nicht professionell genug?

    Schachtbrunnen, 1m, 10m tief, GW bei 7m,
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  • Hallo Markus


    Um die Pumpe richtig auslegen zu können, braucht man den Verbrauch der Anlage.
    Am besten du läßt dir die Anlage vom Fachhändler planen und die von deinen Schwager gleich mit.
    Wenn ihr euch absprecht und die Beregnung abwechselt betreibt, kann die Pumpe verhältnismäßig klein ausfallen, 1000 m² sind ja nicht übermaßig viel zu bewässern.
    Nach dem Ausdehnungsgefäß würde ich die Leitung teilen, so das jeder von euch seine eigene Zuleitung hat.
    Dann hast du alles was dein Grundstück betrifft bei dir.
    Ein bis zwei Leerrohre aus deinen Haus zu bekommen, denke ich ist auch nicht so ein großes Problem.
    Im HWR eine kleine Stelle Estrich entfernen und ein oder zwei Kernbohrungen 45° in 50mm nach Außen durch das Fundament bohren.
    Alles wieder anständig abdichten und fertig.
    Strom wird meistens sowieso draußen später benötigt (Carpot, Außenbeleuchtung, Filteranlage für den Pool ......).


    Gruß Bohne
    P.S. Nutzungsrecht für den Brunnen eintragen lassen, man weiß ja nie.

  • Hallo und Danke für Eure Hilfe bisher.
    So, wir werden voraussichtlich ein Gartengerätehaus drüberstellen, dann haben wir Platz für alle nötigen Dinge. Das brauchen wir sowieso, und damit erschlagen wir 2 Fliegen mit einer Klappe. Ich hab mir gestern einen 2m-Betonring und Deckel etc. anbieten lassen, das kommt preislich auf´s Gleiche. Somit fallen einige Überlegungen weg, weil ich dann in dem Gerätehaus gleich auch die Steuerung etc. machen kann, es bleibt trocken und auch Kondenswasser ist kein Problem. Frostfest werden wir es zwar nicht machen, aber das haben wir ja schon mit dem RV mit Auslass geklärt. Dann haben einfach mein Schwager und ich einen Schlüssel zum Gerätehaus und haben beide Zugang. Ein Nutzungsrecht für Brunnen und Gerätehaus ist derzeit ja kein Problem, ist aber eine gute Idee, sich abzusichern.


    Das mit den Leerrohren in mein Haus ist insofern problematisch, als dass ich zum Technikraum von außen nicht mehr richtig dazukomme. Normale Leitungen (230V für Licht, Klingelleitung, CAT5 Kabel, Telefon, Telekabel, ...) habe ich ja vorgesehen und bereits verlegt, aber inzwischen haben wir alle Bereiche rund um den Technikraum außen zubetoniert, weil Garage, Carport usw. genau in diesem Bereich sind. Von hinten vom Garten könnte ich schon noch irgendwie ins Haus kommen, aber dann müsste ich andere Räume (die als Büro etc. genutzt werden) mit unschönen Leitungen queren, das will ich nicht wirklich. Ich hab mich nicht beim Bau angestrengt und den Keller quasi gleichwertig mit dem restlichen Haus gestaltet um das jetzt zu zerstören. Naja, bei meinem nächsten Haus weiß ich ja, was ich alles berücksichtige ;-)


    Gibt es von euch irgendwelche Bedenken bezüglich des Gartengerätehauses? Soll ich es direkt über den Brunnen stellen oder lieber direkt daneben?


    Danke nochmals für die tolle Unterstützung!


    P.S.: Brunnenprojekt Nummer 2 ist am entstehen, meine Schwester möchte auch einen (wahrscheinlich Bohrbrunnen) machen lassen. GW-Tiefe ca. 8m, Boden dürfte keine besonderen Herausforderungen bieten, günstig soll´s sein.

    Schachtbrunnen, 1m, 10m tief, GW bei 7m,
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  • Hallo


    Na dann ist ja die größte Hürde genommen.
    Würde das Gartenhaus neben den Brunnen stellen.
    So ist der Brunnen jederzeit frei um daran zu arbeiten, wenn nötig und die Leitungen sind ohne Probleme zu verlegen, oder auch die Steigleitung mit Pumpe kann besser eingesetzt werden.
    Starkstrom ins Gartenhäuschen und eine Unterverteilung mit einem Zähler gesetzt, so kann man die Kosten für den Strom feststellen.
    Alle Leitungen mit Gefälle installieren und im Herbst leer laufen lassen, so ist es dann frostsicher.
    Brunnenbauer für deine Schwester musst du dann noch einen suchen.

  • So, jetzt sind bereits über 4 Jahre vergangen und endlich kommen wir zur Umsetzung. In der Zwischenzeit haben wir es ohne automatischer Bewässerung und mit der bestehenden Pumpe gemacht, aber nachdem wir jetzt den Garten finalisieren möchten macht es Sinn, alles fertig auszuführen.

    Inzwischen steht neben dem Brunnenschacht ein Gartenhäuschen, ist unterirdisch mit dem Brunnenschacht mit einem 150er-Rohr verbunden. Von dort geht ein weiteres 150er-

    Rohr auf mein Grundstück weiter.


    Die Bewässerung selbst lasse ich gerade den Fachbetrieb in der Nähe planen, das sollte alles klappen und mir am Ende die nötigen Spezifikationen für die Pumpendimensionierung geben. Ich bekomme sicher auch eine Pumpe vorgeschlagen, wollte aber um eure Meinung bitten.

    Wie auch bereits weiter oben im Thread empfohlen liebäugle ich mit der Grundfos SQE Serie. Dazu habe ich nun ein paar Fragen:

    1.) Die SQE gibt es nur in 230 Volt, nicht mit Drehstrom. (Ich nehme an, dass der Drehstrom intern erzeugt wird, womit auch die Frequenzsteuerung mit Sanftanlauf ermöglicht wird.) Muss ich mit Nachteilen gegenüber einer Drehstrompumpe rechnen?

    2.) Das Besondere an der SQE ist ja die elektronische Steuerung. Ermöglicht mir diese, komplett auf ein Druckausgleichsgefäß mit Membran zu verzichten? Habt ihr das schon einmal ausprobiert? Oder benötige ich trotzdem ein kleines?

    3.) Benötige ich für den Betrieb der SQE auch noch die CU-301 Steuerung?


    Danke für eure Antworten,

    Markus

    Schachtbrunnen, 1m, 10m tief, GW bei 7m,
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  • Muss ich mit Nachteilen gegenüber einer Drehstrompumpe rechnen

    Generell ist eine Drehstrompumpe robuster als eine Pumpe voller Elektronik. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls wg. elektrischen Defekten ist deutlich kleiner.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

Brunnen selber bauen