Benötige Hilfe beim Hauswasserautomat RG-AW 1139

  • Hallo zusammen,



    ich hoffe ihr könnt mir bei meinem Problem helfen.


    Ich versuche es mal zu beschreiben:
    Auf dem Bild im Anhang habe ich Ihr Hauswasserautomat RG-AW 1139 mit dem passenden originalen Ansaugschlauch in mein Wassersystem integriert.
    Zurzeit habe ich die Pumpe wie folgt integriert (Aufbau vom Wassertank):
    1000L Edelstahltank --> Saugschlauch mit Korb und Rückschlagventil 4 Meter (wobei der Tank direkt unter der Pumpe steht)--> Pumpe --> elektronischer Durchflussschalter mit integriertem Rückschlagventil --> 3-Wege Verteiler, Anschlüsse 1" (2x IG / 1x AG 25,4mm) --> nach rechts ab zum Druckkessel incl. Membran mit 100 Litern max. 5 bar --> nach oben weg zur Wasserleitung, wobei ich hier nochmal ein Rückschlagventil davor gesetzt habe

    Ich nutzte das Wasser für die Toilettenspülung.
    Den Membrankessel habe ich eigentlich gekauft, dass die Pumpe nicht bei jeder Spülung läuft, da die Pumpe im Keller steht und auch hörbar ist.

    Jetzt kommt das eigentliche Problem.
    Wenn ich die Toilettenspülung drücke, springt die Pumpe nicht an, was ja eigentlich auch so sein soll.
    Doch wenn der Spülkasten voll ist und zu macht, dann springt die Pumpe an. Somit habe ich kein Effekt vom Membrankessel.
    Selten, aber manchmal funktioniert es auch bei der ersten Spülung, dass sie nicht angeht.
    Bei der Zweiten geht sie so gut wie immer an. Aber immer erst wenn der Spülkasten schon wieder voll ist.

    Ich habe keine Idee mehr, warum ich dieses Problem habe.
    Ach, der Druck im Membrankessel ist 4.3bar, wenn er voll ist. Wenn ich die Pumpe ausschalte (vom Stromnetz nehme), dann drückt der Kessel auch die kompletten 100 Liter Wasser bis in den 3 Stock.

    Kann es sein das der Durchflussschalter falsch eingestellt ist und zu früh einschaltet?
    Kann man diesen programmieren, so dass er erst bei z.b. 1.5 bar oder so schaltet?
    Ich bin so langsam sehr verzweifelt und würde mich über eine Hilfe bzw. Idee, wie ich das Problem beheben könnte, sehr freuen.

    Vielen Dank
    Gruß


    Johannes



  • Hallo Otty82,
    lt. eines sehr dürftigen Bedienerhandbuches, das ich im Netz gefunden habe, hast du keine Möglichkeit, etwas am Hauswasserwerk einzustellen: "Der Durchflussschalter hat keine Einstell- oder Schaltmöglichkeiten, er funktioniert vollautomatisch."
    Der Durchflussschalter wird also den Druck im System nahezu konstant halten. Warum er allerdings immer beim vollen Spülkasten erst einschaltet, kann ich nicht ganz verstehen. Vielleicht ist ein Wasserstoß, den das Schwimmerventil erzeugt, dafür verantwortlich.


    Nur ein herkömmlicher, mechanischer Druckschalter, der über den in der Anlage herrschenden Druck ein- und ausschaltet, kann da helfen. Bei etwas höherwertigen Druckschaltern kann man die Druckdifferenz einstellen. Dadurch kannst du erreichen, dass der Druckkessel auf 4,3 bar gepumpt wird und erst bei 1,5bar wieder einschaltet.
    Theoretisch könntest du zusätzlich einen Druckschalter einbauen und damit erst bei 1,5bar Strom für den Hauswasserautomat freigeben. Ob die Elektronik im Hauswasserwerk diese laufenden Schaltvorgänge verträgt, kann ich nicht beurteilen.

    Ein gelernter Elektriker kann auch die Elektronik des Hauswasserwerks "überbrücken", um die Anlage nur über den Druckschalter zu steuern.


    Für diese Lösung hätte es nur einer einfachen Pumpe bedurft, die etwa die Hälfte an Anschaffungskosten verschlungen hätte.

    Vorhaben: Brunnen für Gartenbewässerung (ca. 600l) in Sonneberg-Oberlind in einem früheren Sumpfgebiet


    Erster Versuch: Rammbrunnen mit innenliegendem Filter (ein Meter)erstellen
    Bodenverhältnisse:
    0,5m Mutterboden
    1,5m Schutt aus altem Fabrikabriss mit Backsteinen versetzt
    0,4m mooriger Boden
    0,4m Lehm
    1,2m Kies (0 – 50mm),
    dann bisher nicht durchbohrbarer Stein.

  • Vielen Dank mimimam für deinen ausführlichen Bericht.


    Mit dem Rückstoß vom Schwimmerventil habe ich auch schon dran gedacht.
    Daher habe ich in die Hauptleitung das Rückschlagventil eingebaut.
    Oder bewirkt dieses Rückschlagventil genau das Gegenteil?

  • Hallo Otty82,
    jetzt, wo du es mir noch mal in Erinnerung rufst ...
    Stimmt, an deiner Theorie mit dem Rückschlagventil ist was dran. Ich kann mir den Zeitpunkt des Einschaltens nicht erklären. Du wirst es oft genug beobachtet haben.

    Meiner Ansicht nach bekommst du nur mehr Ruhe rein, wenn du einen mechanischen Druckschalter verbaust. Ein elektronischer nur, wenn da eine Druckdiffernz einstellbar ist. Beispiele dafür habe ich keine.


    Bei dem Umbau würde ich das zusätzliche Rückschlagventil wieder entfernen. Es könnte nämlich dazu führen, dass in der Leitung ein höherer Druck aufgebaut bleibt, der ansonsten durch das Druckgefäß ausgeglicher würde.


    Die Nutzung des Wassers für Toilettenspülung muß der Abwasserbehörde gemeldet werden. Das will ich nur mal der Vollständigkeit halber erwähnt haben.


    Grüße, Klaus

    Vorhaben: Brunnen für Gartenbewässerung (ca. 600l) in Sonneberg-Oberlind in einem früheren Sumpfgebiet


    Erster Versuch: Rammbrunnen mit innenliegendem Filter (ein Meter)erstellen
    Bodenverhältnisse:
    0,5m Mutterboden
    1,5m Schutt aus altem Fabrikabriss mit Backsteinen versetzt
    0,4m mooriger Boden
    0,4m Lehm
    1,2m Kies (0 – 50mm),
    dann bisher nicht durchbohrbarer Stein.

  • otty82:
    Bitte die Signatur ausfüllen und die Bilder entsprechend einstellen( Anleitung in meiner Signatur).


    Kenne die Pumpe nicht, ist bereits ein RV intergriert? RV in der Saugseite einbauen.
    Ansonsten einmal den Druck im Behälter kontrollieren( alle 8 Monate). Der Druck im Behälter muss 0,2 bar unter dem Einschaltdruck liegen.

  • Vielen dank für die Tipps und MEinungen.
    Ich werde jetzt mal verschiedene Sachen ausprobieren.
    Werde mich melden, wie es ausgegangen ist.
    @ Plunschmeister
    - Kessel ist überprüft
    - Ein RV ist in der Pumpe integriert
    - im Saugschlauch ebenfalls ein RV verbaut


    Gruß
    Johannes

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