Ist das ein Schachtbrunnen - wie sind die früher gebaut worden?

  • Hallo zusammen,
    nach vielen Recherchen und durchforsten auch dieses Forums habe ich mich entschlossen mich hier anzumelden.


    Wir haben etwas auf dem Grundstück.
    Evtl. ein Schachtbrunnen. Da würde mich interessieren,

    • sahen früher Schachtbrunnen so aus? Ca. 1970-1980?
    • was ist auf dem Untergrund eines Schachtbrunnens?
    • also wie sind Schachtbrunnen üblicherweise gebaut worden?


    was wäre der übliche Untergrundbau für einen Schachtbrunnen?
    Wir haben ihn noch nicht leergepumpt, aber fühlen mit einem Stab eine durchgängige Schlammschicht.
    Also keine weiteren Öffnungen oder Leitungen. Leer pumpen mit einer einfachen Pumpe stelle ich mir schwierig vor, da diese sicherlich verstopft. Aber wir haben auf jeden Fall vor, ihn leer zu pumpen,nur dann haben wir dort Schlamm und wieviel ist unbekannt....






    Vielleicht kann mir dazu jemand weiterhelfen?
    Viele Grüße

    Grundstück war vorher Ackerfläche /Viehweide (Verkäufer hatte es auch nur gekauft und keine Ahnung was das ist)


    sieht aus wie:
    Schachtbrunnen


    Fakten:
    3 m. tief, dann kommt eine Schlammschicht.
    ca 1 m breit
    Wasserstand 1m
    Oberflächenwasser nach 1 m buddeln
    Betonringe, mehrere aufeinandergesteckt
    geruchslos
    noch keine Probe entnommen
    Boden: Lehmhaltig, Tonhaltig, schluffig und Braunerde
    Versickerung auf dem Grundstück: schlecht
    Grundwasser fängt bei 7 m an

  • Hallo Plunschmeister,


    Zisterne ok....frag ich mich nur warum so tief.
    Ich habe jetzt noch erfahren, dass das Oberflächenwasser recht hoch ist, also angeblich 1 m buddeln, dann Oberflächenwasser....kann die Gerätschaft damit was zu tun haben?


    Die Zusammenfassung bezüglich Brunnenbauten war sehr informativ, danke!

    Grundstück war vorher Ackerfläche /Viehweide (Verkäufer hatte es auch nur gekauft und keine Ahnung was das ist)


    sieht aus wie:
    Schachtbrunnen


    Fakten:
    3 m. tief, dann kommt eine Schlammschicht.
    ca 1 m breit
    Wasserstand 1m
    Oberflächenwasser nach 1 m buddeln
    Betonringe, mehrere aufeinandergesteckt
    geruchslos
    noch keine Probe entnommen
    Boden: Lehmhaltig, Tonhaltig, schluffig und Braunerde
    Versickerung auf dem Grundstück: schlecht
    Grundwasser fängt bei 7 m an

  • Moin summer-fee,

    Quote

    also angeblich 1 m buddeln, dann Oberflächenwasser....kann die Gerätschaft damit was zu tun haben?


    Ja kann sein. Aufgrund der von dir beschriebenen Bodengeologie bietet sich ein solcher "Brunnen" an, um oberflächennahes Wasser zu fassen, wenn der eigentliche Grundwasserleiter zu tief liegt oder aufgrund der geologischen Verhältnisse nur schwer zu erreichen ist.


    Ein Schachtrunnen würde zumindest mit der Brunnensohle im Grundwasser stehen. Wenn also Grundwasser wie in deinem gelagerten Fall bei 7m ansteht, sollte der Brunnen bis in diese Tiefe (und noch weiter) reichen.


    Hoffe ich konnte helfen.

  • Hallo Plunschmeister,


    ok, also wird ein Schachtbrunnen schon mal ausgeschlossen, Grundwassertief ist er definitiv nicht. Die bodengelogischen Daten habe ich von der Wasserbehörde bekommen, bzw. von der Seite LBEG....


    wenn es ein "Oberflächenwasserbrunnen/schacht" wäre, wäre dann wohl am Ende ein Betonfuss? Wohl nicht, oder wie kommt das Wasser da rein?:confused:


    Da es kein Brunnen ist möchten wir eigentlich in diesen Schacht unser Regenwasser vom Dach leiten. Mit Grundwasser kommt das Regenwasser dann ja nicht in Berührung und das wäre dann meinen Recherchen nach erlaubt.
    Aber versickert das Regenwasser in dem Schacht dann auch?:confused: (Lehmboden)
    Der Schacht steht ca 5m vom Haus entfernt. Zu dicht am Haus?:confused:


    Ich freue mich von Dir schon mal ein paar hilfreiche Antworten erhalten zu haben. Vielen Dank dafür :rolleyes:

    Grundstück war vorher Ackerfläche /Viehweide (Verkäufer hatte es auch nur gekauft und keine Ahnung was das ist)


    sieht aus wie:
    Schachtbrunnen


    Fakten:
    3 m. tief, dann kommt eine Schlammschicht.
    ca 1 m breit
    Wasserstand 1m
    Oberflächenwasser nach 1 m buddeln
    Betonringe, mehrere aufeinandergesteckt
    geruchslos
    noch keine Probe entnommen
    Boden: Lehmhaltig, Tonhaltig, schluffig und Braunerde
    Versickerung auf dem Grundstück: schlecht
    Grundwasser fängt bei 7 m an

  • Moin summer-fee,

    Quote

    wenn es ein "Oberflächenwasserbrunnen/schacht" wäre, wäre dann wohl am Ende ein Betonfuss? Wohl nicht, oder wie kommt das Wasser da rein


    Das weiß nur der Bauherr- Beton glaube ich eher nicht, die Sohle steht ja laut deinen Angaben in Lehm/Ton.
    Wasser kann ja durch die Brunnensohle oder durch die Schachtringe selbst in den Brunnen eintreten.


    In Lehm/Ton/Schluff versickert das Wasser ja auch, nur sehr, sehr und wirklich sehr langsam. In diesen bindigen Bodenarten ist ja der Porenzwischenraum sehr klein, so das Wasser praktisch nicht fließen kann.
    Diese Bodenarten sind Grundwasserhemmer.
    http://www.brunnenbau-forum.de…der-einzelnen-boeden.html


    Damit habe ich deine weitere Frage auch beantwortet: Ein schnelles Versickern von Dachwasser ist so nicht möglich, zumal ich deine Gesamtdachfläche nicht kenne. Eventuell kann man das Bauwerk als Zisterne nutzen?


    Legt doch einen großen Gartenteich an, Teichfolie brauchst du ja dann keine.

  • vielen Dank für Deine Antworten.
    Mit dem Teich ohne Folie ist auch eine klasse Idee :-)
    dankeschön

    Grundstück war vorher Ackerfläche /Viehweide (Verkäufer hatte es auch nur gekauft und keine Ahnung was das ist)


    sieht aus wie:
    Schachtbrunnen


    Fakten:
    3 m. tief, dann kommt eine Schlammschicht.
    ca 1 m breit
    Wasserstand 1m
    Oberflächenwasser nach 1 m buddeln
    Betonringe, mehrere aufeinandergesteckt
    geruchslos
    noch keine Probe entnommen
    Boden: Lehmhaltig, Tonhaltig, schluffig und Braunerde
    Versickerung auf dem Grundstück: schlecht
    Grundwasser fängt bei 7 m an

Brunnen selber bauen