Mein Erster: KG-250, Kärcher, 15-20m ... Fragen und Meinung?

  • Für einen Wärmepumpen-Brunnen habe ich nach viel Lektüre folgende Planungen und Gedanken aufgestellt.


    Grundwasserstand- und Menge sind leider nicht bekannt.
    Wir sind aber weder sehr hoch und in einer Flussgegend - daher Hoffnung:



    Geplant ist mittels Bohrrohr zu arbeiten, was später wieder gezogen werden soll. Auch Filterkies und größere Tiefen für Reserve sind geplant.


    ALSO:


    1.) 250er Bohrer kaufen.


    2.) Damit voller Tatendrang bis auf die erste feuchte und/oder nachbröckelnde Schicht vorstoßen.


    3.) Je nach erreichter Tiefe ein 5m Stück oder nur 2m Stücke KG-Rohr in 250mm kaufen (ist doch Außerdurchmesser, wie viel habe die Muffen?). - 300er ist ja Schweine teuer. – Quelle?


    4.) Die Gummiringe wegschneiden. Evtl. sogar die Muffen und mittels eines 20cm langen eingesäten Rohrstücks mit Pop-Nieten verbinden. Außen noch über 1m Meter Länge gutes Gewebeband. Erst längs dann quer. Erstes Rohrstück mit 3-4 kurzen aber großen Nagezähnen anschneiden um bei Drehbewegung Steine in oder aus dem Rohr befördern zu können.


    5.) Nun sich irgendwie weiter voran arbeiten. Kiespumpe, selbstgebauter Wühlhacken. Ich hoffe um den Kauf eines 200er Bohrers herum zukommen. (Hartlöt- und Schweißgerät wird hier nicht vorgehalten.


    6.) Ich habe Hoffnung/Wunschträume mittels Staubsauger (guter Festool) oder Gartenschlauch und "Opferpumpe" voran zu kommen.


    7.) Bei 1m Grundwasser sauber pumpen und eine Probe wegschicken, die entscheidet ob für WP geeignet.


    8.) IDEE+VORSATZ: Ich möchte das KG-Rohr nur minimal beschweren, da es nicht krumm oder kaputt gehen soll. Auch muß es später wieder gezogen werden (->Reibung). Generell würde ich gerne mit der Kärcher Dreckfräse im Loch arbeiten. Entweder zum Auflockern für die Kiespumpe, zum Steine lösen+ausspühlen oder noch besser Kärcherlanze und Opferpumpe mit Tape verbinden und mit stoßenden kreisenden Bewegungen den Dreck Hochbefördern.


    9.) Das übliche eben schauen wo und welche Schichten sind. Brunnenrohr mit Abstandshaltern einbringen. Eine Packung Filterkies, Rohre anziehen, Filterkies usw. Oben wenn es in den trockenen Bereich geht oder durch eine Lehmschicht ne Packung Quellton, falls mal Trinkwassernutzung geplant ist.
    Fertig. - Ganz einfach. ;-)



    Nicht ganz sicher bin ich wo ich 15m Schlauch für 150 Bar hernehme oder zwei wie Stück verbinden kann.



    Was habe ich:
    Kärcher, Staubsauber, Schubkarren.


    Was brauche ich:
    Fast alles andere.


    Besonders Dreibein und Winde machen mir Sorgen.
    8x8cm in 3,5m sind auch nicht ganz billig.


    Oder eine elektrische Winde die min 100 Kg hat aber noch ausreichend schnell ohne laut zu sein wird gebraucht.


    Seile, Umlenkung, Klemmen, breite Gurte usw.
    Und da klaube ich es wird nicht alles im Obi sein oder nur sehr teuer.



    PS: Geschätzte/Geplante Längen sehen z.Z. so aus:


    5m Grundwasserspiegel.
    3m Sicherheitstiefe für Pumpe
    1m normales Brunnenrohr
    4m Filterstrecke
    1m Sumpfrohr


    = 14m


    Was dass bedeutet wenn Wasser erst auf 11m kommt (=20m) will ich erst gar nicht wissen.

  • Hallo
    Deine Planung ist soweit Super das Rohr (Kg) brauchst Du nicht einsägen (Haifischzähne) da Du Kg Rohre nicht oder schlecht drehen kannst,auch 4 Meter Filterrohr finde ich zu viel da sie min. 3-4 Meter überdeckt seien sollten.
    Gruß Rammbrunnen

  • Hallo!


    Also drehen von Hand geht eh nicht. Ich dachte da auch schon an eine Holz-Klemm-Verschraubung mit Hebel. Allein das Eigengewicht vom Rohr drückt ja schon mit >100Kg nach unten.
    Was tun, wenn so was wie ein Backstein genau mitte Rohrrand liegt?


    Mit Zähnen meinte ich 3-4 Stück mit 10 cm Breite und max. 2-3cm Höhe.
    Nicht etwa so viel wie bei einer Lochsäge für Holz.



    Zu 4m Filterrohr bzw. 3-4m Überdeckung:


    Die Pumpe wollte ich ja 3m unter Wasser hängen.
    Einmal zu Sicherheitsreserve und um noch eine 2. Pumpe drüber hänen zu können. Mit noch einem 1m normalem Brunnenrohr hätte ich doch die 4 m Überdeckung.


    Oder was meinst Du?



    Vielleicht doch auf KG DN 300mm gehen?
    Man könnte mit dem 250er Bohrer arbeiten. Es kosten ja nur doppelt so viel ( http://www.einecke-online.com/pages/p-kggrossrohre.asp - hat jemand billigere Quellen?) und es wäre auch stabiler ( http://www.techboerse.de/Zeichnung_Gewi ... 312.0.html - 7,7 gegenüber 6,1mm Wandstärke)

  • Hallo
    100 KG Eigengewicht reichen nicht bei dem Durchmesser brauchst Du min.300-400 Kg. Das mit dem Drehen wird nichts (Kg-Rohr)es würde zersplittern. Ich möchte dich nicht entmutigen aber 250er oder 300er Rohr
    bekommst Du Höchstens 5 Meter in die Wasserführende Schicht danach wird der Seitendruck so groß das Du mit 200er bzw 160er weiter machen mußt. Wen ein Stein unter dem Rohr ist mußt Du das Rohr ein Stück Hochziehen damit der Stein in die Mitte fallen kann, ist der Stein zu Groß würde ich neu bohren.
    Gruß Rammbrunnen aus Berlin

  • Knapp 100Kg bei 10m Rohr ist aber doch schon mal was. Heb dies mal an .. ;-)


    Ich hab mir da Gedanken gemacht.
    Ich meine die meisten pressen da Rohr zu sehr. Wenn Du da jeden Meter imm ist das in Summe sehr viel.


    Wenn man aber sich für ein 30er Rohr immer 33-35cm plunscht hat man eben keinen 10m langen Nagel eingeschlagen sondern eine sondern was in ein vorgebohrtes Loch gesteckt. Wieviel und ob was nachrutscht hängt vom Untergrund ab.
    Mit Druck geht es zwar schneller. Will man in große Tiefen oder muß das Rohr auf jeden Fall wieder ziehen ist das evtl. nicht das beste Mittel.



    Mit dem Gegendruck: Sollte sich das nicht mit dem Wasser im inneren aufheben?



    Und meinst Du ein 300er kann beim drehen mit 1m Hebel wirklich splittern? Das sind über 7mm Plastik und die liegen auch unter befahrbaren Einfahrten.

  • Hallo
    Das Gewicht braucht man weniger um runter zu kommen sondern für die Enormen Seiten Drücke. Um ein 125 Kg Rohr zu ziehen das 4 Meter im Kies steht brauch ich über eine Tonne Zugkraft. Das mit dem drehen kannst Du ja versuchen.
    Gruß Rammbrunnen

  • Hallo Stefan,


    Planung ist eine Sache, aber es in die Praxis umzusetzen ist eine andere.
    Wieviel Wasser möchtest Du bei welchem Rohrdurchmesser ziehen?? DN200?? Gemäß:
    http://www.der-brunnen.de/bohr…lterrohre/filterrohre.htm könntest Du bei 4m Filterstrecke 20m3 pro Stunde ziehen!!! Wer braucht denn sowas?


    Solltest Du mit der Hand bohren, dann hast Du für ein DN 300er Rohr ganz schön was vor. Dann bräuchtest Du mindestens einen 350er-Bohrer und das wird richtig schwergängig, zumal Du anscheinend Deine Schichten noch nicht kennst.
    Ich überlege auch mit solchen Formaten zu arbeiten, aber nur deshalb, weil ich ein 150er Brunnenrohr in 11m Tiefe in einen 1,20m-Wasserleiter einstellen muss und meine schon vorhandene Pumpe mindestens 2m3/h zieht und ich auch noch durch eine fiese, zuquellende Tonschicht von 2,40m Dicke durch muss. Außerdem habe ich darüber noch eine 3m Kieselstein-Schicht.
    Nur sind mir die Rohre und die entsprechenden Bohrer zu teuer. Hab schon viel zu viel Geld für den ersten Versuch ausgegeben.


    Bekomm Du erstmal was über die Schichten heraus, die dich erwarten (Landesamt für Umwelt und Geologie), dann kannst Du eher darüber nachdenken, wie Du vorgehen sollst/kannst.


    Unter Bausep.de gibt es auch DN250er-KG-Rohre, aber nur auf Anfrage. Könnte sein, dass die noch billiger sind, als die von Einecke.


    Und nochwas: ja, das Rohr kann splittern, ich hab per Hand sogar 7,5mm echtes Brunnenrohr zum Bersten gebracht! Unterschätze die Kräfte nicht!!! KG kannst Du nur drehen, wenn Du sicher bist, dass die Verbindung hält und keine große Reibung auf die äußere Oberfläche ausgesetzt wird. Nur unten einen halben Meter Sand, dann kannst Du es drehen, aber es wird Dir beim Drehen ab einem bestimmten Widerstand arg zurückfedern, glaub mir, das ist echt gefährlich...


    Überlege dreimal, bevor Du was anfängst...


    Gruß Michel aus FFm.

  • Ach Plunschmeister,


    weich einfach nicht, wie ichs machen soll.
    Es ist alles nicht gerade zufriedenstellend.
    Es soll / darf nichts mehr kosten.
    Dann kann ich nur ein 115er Rohr reinstellen.
    Was dann passiert, wenn ich meine Pumpe reinhänge, weiß ich nicht.
    Zieht wahrscheinlich irgendwann Luft.
    Das heißt auf Klartext: erst mach ich einen Kelleraum fertig (Verputzen, Wand stellen, Streichen, Elektrik, Boden und Heizung legen, sowie Tür setzen.
    Dann kann vielleicht der Brunnen dran kommen.
    Tja, alles nicht so einfach, aber ich will endlich mein riesen-Gerüst ausm Garten haben... ;-)


    Liebe Grüße


    michael

Brunnen selber bauen