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  1. Brunnenbau-Forum
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Brunnen im Röt

  • Altbau1928
  • December 17, 2013 at 6:38 PM
1st Official Post
  • Altbau1928
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    • December 17, 2013 at 6:38 PM
    • #1

    Ich habe von einer sehr guten Brunnenbaufirma einen Bohrbrunnen (Verfahren Spülbrunnen) bohren lassen. Es war von Anfang an klar, dass der Brunnen aufgrund schwieriger Geologie problematisch wird. Der Brunnen sitzt komplett im Röt. Wir wollten es aber dennoch versuchen.
    Brunnenparameter:
    - Bohrdurchmesser 350 mm
    - 175 mm Rohr mit Filterschlitzen
    - Filterkiesschüttung im Ringraum
    - Leistung: ca. 10 Lit in 15 Sekunden, nach 20 min ist der Brunnen leer, nach 10 min hat er sich wieder gefüllt
    Die gelösten Sedimente sind Schluff und Ton, also sehr feinkörnig und nicht durch eine Filterkiesschüttung abzuhalten.
    Das Wasser ist zunächst klar (weil abgesetzt), wird aber dann trüb. Es setzt sich dann der Schlamm unten ab.
    Mit welchem Filter kann ich das Wasser am besten filtern? Es sollten keine Betriebskosten durch Wechselfilter oder Verstopfungen entstehen. Gibt es da geeignete Rückspülfilter? Was ist mit Spaltfiltern? Dir genaue Korngröße kenne ich nicht. Laut der Wikipedia-Seite kann Schluff eine Korngröße von 0,002 mm bis 0,063 aufweisen.
    Alternativ funktioniert auch ein Faß als Setzbecken. Es ist nur nervig den klebrigen Schlamm wieder aus dem Faß zu bekommen. Lässt durch häufiges Abpumpen der Sedimantgehalt nach, oder kommt das immer in gleicher Intensität nach?

  • Brunnen reinigen
  • marg
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    • December 18, 2013 at 11:30 AM
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    • #2

    Hi Altbau, das selbe Problem hatten wir schon einmal. Bei dir handelt es sich um so genannten Löslehm oder gelösten Ton der sehr sehr feinkörnig vorkommt. Am Brunnen selbst wirst du nicht viel ändern können. Ein feinerer Filter wäre machbar, jedoch ist die Gefahr des zusetzens bei 95%.
    Entweder du pumpst das Wasser extrem langsam und gleichmäßig ab oder du benutzt Setzbecken. Das Filtern des Wassers wäre eine dritte Variante, würde auf Dauer zu viel Zeit in Anspruch nehmen.
    Reinigen der Filter, Schlammentsorgung etc. Es gibt jedoch vollautomatische Rückspülfilter mit Reinigungsfunktion. Das Problem das Wasser dann gelöste Sedimente mitspült hast du dabei immer noch, wegen der hohen Strömgeschwindigkeit...

    Wir hatten damals eine Champingpumpe eingebaut von Comet. Es war die teure Variante für den Dauerlauf. Vorstellbar wäre auch eine Solarbrunnenpumpe mit geringer Förderleistung.
    Spaltfilter oder Rückspülfilter setzen sich sofort zu!
    Da hilft nur Gedult beim Pumpen

    Gruß marg

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  • Altbau1928
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    • December 18, 2013 at 4:35 PM
    • #3

    Hallo marg,
    danke, ich habe versucht hier etwas zu solchen Brunnen zu finden, fand aber nichts. Gut zu hören das andere auch so einen Brunnen haben. Wann habt ihr diesen Brunnen bohren lassen und funktioniert er noch? Ich frage mich, ob es etwas bringt jetzt nach 1/2 Jahr noch weiter Wasser abzupumpen und weglaufen zu lassen oder ob dadurch die Intensität der Trübung nicht nachlässt.
    Öffnen sich durch das Abpumpen Poren im Boden, oder sackt das gleich wieder nach? Der Schluff-Boden ist extrem standfest und steinig.
    Mit dem langsam abpumpen das funktioniert gut, dann hab ich klares Wasser. Aber mehr als 30 Liter bekommt man so nicht dann wird es trüb.

  • marg
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    • December 18, 2013 at 9:56 PM
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    • #4

    Durch starkes abpumpen erhöht sich die Fließgeschwindigkeit,
    es spült sich der lösliche Boden nur noch mehr aus, unter Umständen kann es besser werden. Versuch macht schlau; manche unterziehen Ihren Brunnen einen Stresstest und testen danch die neue Ergiebigkeit
    Der Brunnen wurde 2009 gebohrt und hat bis vor einem halben Jahr noch funktioniert mit geringer Wassermenge aber glocken klar
    Jetziger Stand kann ich nicht sagen, er wurde von seiner Frau vor die Tür gesetzt
    Am besten IPC besorgen und langsam mit wenig Leistung einpumpen und freuen
    Gruß marg

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  • Altbau1928
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    • December 18, 2013 at 10:33 PM
    • #5

    Was ist IPC? Wieviel Wasser hat Dein Brunnen geliefert? Ich habe nur Sorge, das bei extrem starken Abpumpen wegen des Materialaustrages das umliegende Gelände einsackt.

  • marg
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    • December 19, 2013 at 10:11 PM
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    • #6

    Hi, unter IPC versteht man einen 1000 Liter Plastiktank wie er oft in Gärten steht

    Ja der Brunnen hat an die 30l in 10 min gebracht, dank kontinuierlicher Förderung hatten wir da gute Ergebnisse
    Beim starken abpumpen muss man eher aufpassen, das sich Hohlräume bilden können
    Lebensgefahr!!!

    Gruß Marg

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  • Altbau1928
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    • December 20, 2013 at 4:50 PM
    • #7

    Das macht mir Angst. Was genau heißt starkes Abpumpen? Auch bei schwächerem Abpumpen findet ja ein geringer Materialaustrag statt. Die Pumpe ist relativ schwach und schafft max. 10 Lit in 15 sec. Materialaustrag bei Brunnen im Schluff müsste ja geologisch hinreichend untersucht sein. Aber ich kann darüber nichts im Internet finden. Weist Du da etwas?

  • Booner
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    • December 21, 2013 at 9:37 AM
    • #8
    Quote from Altbau1928

    Was ist IPC?

    Hei,

    richtig geschrieben ist das ein IBC und dazu findet man auch einen Wiki Eintrag.
    Diese Container kann man oft günstig gebraucht erstehen...


    Grüße,

    Tom

    Ich habe "nur" zwei Betronringsickerschächte mit viel Wasser darin.
    Geplant ist auf jeden Fall noch ein ordentlicher Bohrbrunnen (ca. 12m tief, durch eine Lehmschicht in ca. 3m Tiefe), da mir die Wasserqualität der Sickerschächte nicht ausreichend sicher ist.

  • marg
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    • December 21, 2013 at 2:42 PM
    • Official Post
    • #9

    Hi Booner, freilich IBC ...:rolleyes:
    an Albau
    Der Materialaustrag kann nur durch versuche bestimmt werden und ist unter jedem Projekt unterschiedlich. Untersucht wurde das schon oft, nur kommt es immer auf die Umstände an
    Ist ja keine Brotbackmischung :) wenn du weißt was ich meine
    An deiner stelle würde ich die Wasserentnahme so weit drossel bis das Wasser nicht mehr trüb ist
    Oder verstehe ich das falsch , kommt immer trübes Wasser???

    Gruß Marg

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  • Altbau1928
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    • December 21, 2013 at 9:38 PM
    • #10

    Am Anfang kommt klares Wasser, das wird aber nur der abgesetzte Inhalt vom Filterrohr sein. Dann wird es leicht trüb und bleibt so bis kein Wasser mehr kommt. Die Menge des Materialaustrages ist in einem 1 Lit Becher-Glas ca. 0,2 mm Satzhöhe, das entspricht etwa 1/600 vom Wasservolumen. Die Frage ist, wie sich der Boden durch diesen Materialaustrag verhält. Wird er poröser oder sackt das komplett nach? Kommt das Fein-Zeug nur aus dem Übergangsbereich Bohrloch-Filterkies oder wird es auch über mehrere Meter angespült? Da muss es doch allgemeine Aussagen geben. Schluff Boden ist ja überall ähnlich aufgebaut. Elend klebriges Zeug mit sehr vielen Steinen drin. Das ist extrem schwierig per Hand zu graben. Selber bohren könnte man das nicht, das Bohrgerät war für die 350 mm drei Tage beschäftigt und völlig überfordert.

    Edited 2 times, last by Altbau1928 (December 21, 2013 at 11:04 PM).

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