Ein Rammbrunnen im Schichtenwasser soll es werden

  • Hallo angeregt durch die vielen Beiträge hier habe ich mich jetzt entschlossen, mich auch der Wassersuche hinzugeben.
    Das Wasser kann bei uns nicht weit sein da ich es des öfteren im Keller abpumpen muss.
    Man nennt es wohl Schichtenwasser was sich da ab und zu durch unsere Bodenplatte durchdrückt.


    Durch die Suche hab ich schon ein paar Infos über mein Gebiet hier bekommen aber leider fehlen mir grundsätzliches Wissen
    Also Taste ich mich mal Schritt für Schritt voran


    -Bei ca. 2,50 Meter steht bei uns das Schichtenwasser kann ich dieses Schichtenwasser anzapfen oder muss ich viel tiefer bohren. (Mein Nachbar hat bohren lassen kosten 1200 Eu :-((((( 15m tief )
    -Reicht es das ich den Rammbrunnen ca 4m in die Erde treibe (erst Bohren dann rammen)
    -Hat jemand Erfahrung hier im Berliner Blumenviertel.
    -Gibt es jemand hier in Berlin wo ich mir einen Handbohrer ausleihen könnte
    Vielen Dank schon mal im voraus
    LG Raton

    Zwei Rambrunnen :) und jetzt als nächstes einen mit DN 125 Brunnenrohr.

  • Hallo Raton,


    zunächst einmal: Wenn noch etwas grundsätzliches Wissen benötigt wird, ist es vielleicht sinnvoll zusätzlich zu diesem Forum auch einen Blick auf unseren Brunnenbau-Blog zu werfen.


    Wenn der Brunnenbauer des Nachbarn gut und ehrlich gearbeitet hat, dann konnte er es nicht verantworten den Brunnen in einer flacheren Schicht zu setzen. Das spricht nicht unbedingt für das Erdreich, da Bohrbrunnen durchaus auch schon eher gesetzt werden können und Wasser scheinbar ausreichend vorhanden ist.


    Vielleicht weiß dieser Nachbar noch mehr über die Beschaffenheit des Bodens? Ist die wasserführende Schicht überhaupt mächtig genug? Oder wenn z.B. auf den ersten Metern und somit nicht nur unterhalb des Schichtenwassers vermehrt Lehm vorkommt, ist ein Rammbrunnen nicht unbedingt die beste Wahl.


    Aber prinzipiell sollte der Brunnen schon tiefer gesetzt werden um z.B. auch in trockeneren Zeiten immer genügend Wasser zu haben. Daher sollte die Pufferzone vom Beginn der Wasserschicht bis zur Oberkante des Rammfilters lieber etwas großzügiger gewählt werden.


    Viele Grüße,
    Alexander

  • Hallo Alexander

    Danke für den Link da werd ich mal querlesen.
    Ja und ich wollte auch nicht gegen den Brunnenbauer reden, ist halt ne Menge Geld was man da investiert. Eventuell ist es ja am Ende sogar billiger als wenn man selber ahnungslos rum bohrt :confused:


    Mir kam die Idee mit dem Brunnen als unser Keller Vorletztes Jahr mal wieder vollgelaufen war.
    Ich pumpe dann das Wasser immer aus dem Pumpensumpf in IBC Container und versprenge es dann. Wäre halt gut wenn ich genau dieses Schichtenweiser anzapfen könnte um es im Garten zu benutzen und die Füße vom Haus etwas trockener zu bekommen.
    Ich habe schon daran gedacht den Rammbrunnen direkt in unserem Keller in die Erde zu treiben aber wegen der niedrigen Deckenhöhe habe ich das verworfen. Weiß auch nicht ob es so gut ist direkt unter dem Haus das Wasser weg zu pumpen so wegen wegspüle vom Sand aber vielleicht mach ich mir da zuviel Sorgen. Ist halt das ewige Leid das man seinem Halbwissen besser nicht vertraut. :confused:
    Was ich in jedem Fall mal probieren möchte ist mit nem Handbohrer 3-5 Meter runter bohren und schauen was sich da unten tut. Da bin ich dann schon unter Teltow Kanal Niveau.
    Vielleicht stoß ich ja auf Öl
    Also begebe ich mich jetzt wohl auf die Suche nen Bohrer zu Ersteigern-Auszuleihen ….
    Wie breit sollte der Bohrer sein ? Reichen ca 12cm cm?

    LG Raton

    Zwei Rambrunnen :) und jetzt als nächstes einen mit DN 125 Brunnenrohr.

    Edited once, last by raton ().

  • Hei,


    also wenn Du eh schon Probleme mit Wasser im Keller hast, dann würde ich den eher abdichten, anstatt noch ein Loch für einen Brunnen rein zu machen. Stell Dir vor, das Wasser steht auch nur leicht unter Spannung und Du bohrst es im Keller an!


    Bei mir im Grundstück stieg das Wasser im Bohrloch bestimmt 30-50cm an. Das würde ich nicht im Keller haben wollen.


    Du wirst durch die Nutzung des Wassers den Grundwasserspiegel kaum absenken.
    Da müsstest Du schon ordentlich pumpen... :)



    Sand ausspülen ist übrigens tatsächlich ein Problem. Da kann Dein Haus eines Tages auch mal schief stehen. ;)



    Viele Grüße,


    Tom

    Ich habe "nur" zwei Betronringsickerschächte mit viel Wasser darin.
    Geplant ist auf jeden Fall noch ein ordentlicher Bohrbrunnen (ca. 12m tief, durch eine Lehmschicht in ca. 3m Tiefe), da mir die Wasserqualität der Sickerschächte nicht ausreichend sicher ist.

  • Hey Tom
    Ja sowas in der Art dachte ich mir auch, nachher steht unsere Hütte so schief da wie der Turm in Pisa.
    Keller abdichten haben wir verworfen da unsere Hütte 1932 gebaut wurde und wir an die Fundamente nicht wirklich rankommen. Ein Fachmann war auch schon da Kostenpunkt so um die 15000 Eu. ohne Garantie. Jetzt hab ich den Boden mit Estrich aufgeschüttet und es läuft dann alles in den Pumpensumpf. Der Keller wird jetzt nicht mehr genutzt.
    Aber noch Mal zu der Bohrergröße was ist für so eine Testbohrung am sinnvollsten.
    LT Raton

    Zwei Rambrunnen :) und jetzt als nächstes einen mit DN 125 Brunnenrohr.

  • HI zusammen, ich würde außerhalb des Hauses mit einem 170mm Bohrer anfangen. Was du dann erstellst kannst du frei entscheiden. Rammbrunnen oder Bohrbrunnen oder zuschütten :)
    Eine Testbohrung ist eher vergebene Mühe



    Was wollte dein Bodenabdichter alles machen weil er auf 15k-€ kam?



    volki

  • Hi volki
    Also eine neue Horizontalsperre sollte eingesetzt werden,dazu einmal das Haus aufsägen und in die Sägespalte ein Sperrblech einfügen.
    Dann Haus aufbuddeln von aussen neue abdichten. Dann Fundament stück für stück aufbuddeln neue Bodenplatte unterm Fundament. Ein anderer Experte wollte per injektion die Sache in den Griff bekommen wir hatten insgesamt 3 Firmen hier jede wollte was anderes machen aber immer sehr teuer. Die vierte Firma sagte dann zu mir alles Unsinn bei der alten Bausubstanz und der Bausituation weil wir nur ne Teilunterkellerung haben. Der letzte Rat von denen war neuer Estrich mit gefälle zum Pumpensumpf alles was Schimmeln kann raus aus dem Keller gutes intellegentes Lüften und die Geschichte im Auge behalten. Haben wir dann auch so gemacht. Den alten Stahlöltank der gerostet hat raus Heizung auf Gas umgestellt und alles in unsern Hauswirtschaftsraum eingebaut.
    Seit dem habe ich noch ein-zwei feuchte Stellen aber alles unter der alten horizontalsperre.
    Mein Nachbar hat via Injektion den Keller abgedichtet. Er sagte mir die Kosten haben sich auf einen Kleinwagen eingepegelt. Also war das auch nicht ganz billig.Hält seit einem Jahr aber wir hatten ja auch nicht viel Regen. Im übrigen ist dieses Gebiet hier in Berlin total bekannt weil der Senat ein paar alte Brunnen nach der Wende abgeschaltet hat und jetzt das ganze viertel langsam absäuft.



    Lg Raton

    Zwei Rambrunnen :) und jetzt als nächstes einen mit DN 125 Brunnenrohr.

  • ok, dann hast du es ja gut gelöst mit der Nässe. Ein Tip, was mein Nachbar jetzt macht. Er gräbt um sein Haus einen schmalen Graben bis 30cm unter die Bodenplatte und verfüllt alles mit Ton. Bei der Baussubstanz handelt es sich um ein Fundament aus Schiefersteinen, die wenn ganz ausdrocknen die Fugen bröseln. Daher der Ton, du hast eine sehr geringe Restfeuchte aber auch nicht ganz trocken und es ist natürlichen Ursprung.
    Die Kosten haben sich auf 1000€ Baggern und Abfahrt des Erdaushubes und 2000€ Ton mit Anfahrt begrenzt, Super Lösung....


    Von der INjektionsgeschichte halte ich nicht viel, da sich die Lösung auch verabschieden kann nach ein paar Jahren, wen fragst du dann?


    Was ist aus deiner Bohrung geworden?
    volki

  • Hei volki,


    diese Tonlösung ist aber auch saugefährlich!
    Denn da kann einem das komplette Haus regelrecht "aufwschwimmen".
    Stell Dir vor, da läuft nun Wasser zwischen Ton und Hauswand. Dann ist der Ton wie eine Badewanne rund ums Haus und das Haus die Badeente.


    Also wenn das nicht fachgerecht und überlegt ausgeführt wird, hat man eine tickende Zeitbombe.


    Ich hatte ein ähnliches Problem mit unserem (Neubau-)-Keller und der Wasserhaltung.
    Wäre diese ausgefallen, wäre uns der Keller aufgeschwommen. Ich hab mir extra einen SMS-Wasserstandsmelder gebaut, der mir einen Pumpenausfall gemeldet hätte. Im Notfall hätte ich den Keller mit Wasser fluten müssen. Zum Glück ist nichts passiert. Nur der Kranfahrer hat mal die Sicherungen ausgelöst, an denen auch die Pumpen der Wasserhaltung hingen. 3min später hatte ich eine SMS am Handy und ich wie der Blitz auf die Baustelle. Die waren doch sehr verwundert, wie ich das so schnell mitbekommen habe. Aber da liefen die Pumpen schon wieder.

    Ich habe "nur" zwei Betronringsickerschächte mit viel Wasser darin.
    Geplant ist auf jeden Fall noch ein ordentlicher Bohrbrunnen (ca. 12m tief, durch eine Lehmschicht in ca. 3m Tiefe), da mir die Wasserqualität der Sickerschächte nicht ausreichend sicher ist.

  • Boah menno ihr macht mir Mut :rolleyes:
    Also Kellersituation bleibt wie sie ist keine Experimente mit aufbuddeln oder Loch reinschlagen und Brunnen im Keller.
    Jetzt werde ich mal nen Brunnenbohrer besorgen müssen will auch wissen wo das Wasser steht aber lieber ausserhalb vom Haus.
    Sobald ich mein Loch habe gebe ich bescheid wo und wie tief ich buddeln musste.
    Meine Leihenhafte Idee ist entweder ich stosse in geringer tiefe auf viel Wasser wo ich wenigstens ne kleine Schwengelpumpe anschliessen kann oder ich lasse einen Profi ran der weiß wie man es macht.
    Zumindest habe ich hinterher ein Loch was mir den Schichtenwasserpegel anzeigt.
    Für den Sms Wassermelder gibt es da ne Bauanleitung ??? Sehr coole idee.
    LG Raton

    Zwei Rambrunnen :) und jetzt als nächstes einen mit DN 125 Brunnenrohr.

  • Hei Raton,


    SMS-Pegelwächter: Nee, da gibt's keine Bauanleitung. Ist aber auch nicht schwierig.
    Ein kleines Arduino Board, Schwimmerschalter, oder nobler einen Ultraschall-Sensor,
    dann noch ein beliebiges Handy-Modul. Ein paar Zeilen Programmcode und fertig ist die Laube...


    Viele Grüße,


    Tom

    Ich habe "nur" zwei Betronringsickerschächte mit viel Wasser darin.
    Geplant ist auf jeden Fall noch ein ordentlicher Bohrbrunnen (ca. 12m tief, durch eine Lehmschicht in ca. 3m Tiefe), da mir die Wasserqualität der Sickerschächte nicht ausreichend sicher ist.

  • So nun ist es ja schon eine ganze Weile her und alles hat etwas länger gedauert.

    Aber nun habe ich diesen Plan wieder aufgegriffen und wollte euch von der Arbeit berichten.

    Ich habe Vorgestern mit meinem Brunnenbohrer bis auf die wasserführende Schicht runtergebohrt. Wie erwartet stand nach gut 2m das Wasser im Loch. Es ging nicht weiter das Loch viel immer wieder zusammen. Wir haben das Brunnenrohr zusammengeschraubt und mit unserem Boschhammer versucht das Rohr ich die Erde zu rammen. Beim ersten Versuch machten wir den Fehler Das Rohr noch einmal rausziehen zu wollen weil es ging nicht mehr weiter aber das Rohr stand noch viel zu weit aus dem Loch. Ja dabei ist der Rammfilter abgerissen. Hmmm doof aber war halt so.

    Ich habe dann noch schnell einen neuen Filter im Baumarkt geholt. Wir habe heute das Rohr dann gleich auf die richtige Länge gebracht und ein Gewinde auf das abgesägte Rohr geschnitten. Ein neues Loch gebohrt was ja ratzfix geht bei 2.5 m und das Rohr in die Erde getrieben. Es war mühselig mit dem Boschhammer aber es ging dann genau so weit wie beim ersten Mal. Der Filter steht ca 50 unter der Wasserschicht, weiter ist er einfach nicht rein gegangen. Das ist kein Feinsand da unten eher etwa wie Kies.

    Dann wollte das Schlagstück nicht mehr vom Rohr. Haben wir abflecken müssen so fest war das. Ich habe dann noch kräftig gespült um den Filter vom Sand zu befreien.

    Pumpenstock angeschlossen und die Schwengelpumpe angeschlossen die leider etwas schief da steht und erstmal alles Werkzeug eingesammelt und feierabend.

    Ja nun im dunkeln konnte ich dann doch nicht auf morgen warten und habe die Schwengelpumpe mit wasser gefüllt und angefangen zu pumpen. Und dann kam es, eine schöne braune Brühe von unten. Richtig viel trübes Wasser :-))))))

    Morgen werde ich dann mal mehr Pumpen und schaun ob es etwas klarer wird.

    Ich werde berichten.

    LG Raton

    Zwei Rambrunnen :) und jetzt als nächstes einen mit DN 125 Brunnenrohr.

  • So nun habe ich fleißig gepumt, ich denke 500 - 1000L. Das Wasser bleibt trüb und ein ganz feiner Sand kommt hoch. Zweimal ist mir die Wassersäule in der Schwengelpumpe zusammengebrochen und ich musste die Pumpe neu angießen. Ich denke das Rückschlagventil ist nicht dicht bei dem vielen Sand was da hoch kommt.

    Ob sich das Jemals ändert?

    Wasser kommt bis jetzt genug. Zu schnell darf man nicht pumpen habe ich das Gefühl.

    LG

    Zwei Rambrunnen :) und jetzt als nächstes einen mit DN 125 Brunnenrohr.

  • Hey Raton

    Nun das die Wassersäule gerissen ist, kann auch daran liegen, das nicht genug Wasser nach kommt! Dann scheint es, das du in ner Sandschicht mit deinem Fielter sitzt. Des weitern vermute ich. das du mit der Spitze in ner Sperschicht steckst und das der Brunnenbauer genau da durch ist um an ne vernünftige Wasserleiter zu kommen.

    Bohrbrunnen 17 meter bei 10 meter Wasser. Pumpe DAB 30/50 Tiefenbrunnrnpumpr mit 6m3 leistung. Weitere Brunnen DN 300 mit 60m3 leistung. Pumpe Grundfos Wasserknecht.

  • Ja das ist gut möglich. Es ist auch nur Schichtenwasser welches bei uns bei 2 m anfängt. Ich habe keine Ahnung wie dick diese Schicht ist. Mit dem Bohrer bin ich nicht weiterhekommen,

    Der Sand den ich rausgeholt habe war viel körniger als was jetzt hoch kommt. Das ist ganz fein.

    Ich traue mich auch garnicht ne Pumpe anzuschliessen weil ich angst habe das ich zu viel Feinsand ansaugen werde.

    Natürlich ist auch der Gedanke da in 10 Jahren werde ich beim Pumpen in ein riesen Loch fallen:-)))))).

    Aber trotz allem bis jetzt kommt genug Wasser hoch. Für so eine kleine Schwengelpumpe finde ich,freu freu. Ich hole das Wasser immer Gieskannenweise hoch. Bis ich ausgegossen habe ist dann auch wieder genug Wasser da für die nächste Kanne.

    Nur wird mein Gartenbald aussehen wie ne Wüste bei dem Feinsand den ich verzeile ;-).

    LG und einen sonnigen Sonntag

    Zwei Rambrunnen :) und jetzt als nächstes einen mit DN 125 Brunnenrohr.

Brunnen selber bauen