kiespumpe versagt...

  • ich bin mit meinem gebohrten erdloch mit dem erdbohrer auf ca. 3,50m gekommen, da grundwasseranfang bei ca. 3m. dann habe ich im rohr plunschen wollen und siehe da, die kiespumpe mit kolben war immer voll wasser aber nur etwas sand drin. ging so 1/2 Stunde weiter, taugt scheinbar nichts. habe meinen nachbarn auch mal machen lassen, der hatte auch erfahrung - dasselbe.
    nun habe ich ja eine membranpumpe aqua marathon. ich überlege, ob ich diese ins rohr einlasse und damit weiter arbeite und sandwasser fördere. die verschleissteile (membrane) habe ich doppelt noch neu liegen.
    übrigens handelt es sich immer noch um sand bzw. feinen kies, kein lehm!
    was würdet ihr machen? mit der membranpumpe mal versuchen, ich muss noch 2,5m, oder neue kiespumpe kaufen (wäre mir eigtl. nicht so lieb).
    was meint ihr?

  • Auch wenn es Leute gibt,die mit der Membranpumpe ihre Brunnenrohre einplunschen, Auflast must du immer auf die Rohre bringen.
    Ohne Auflast wird das nichts.
    Im Übrigen wird die Kiespumpe( Ventilbohrer) nicht kaputt sein.
    Rohr richtig beschweren.
    KiesPumpe unten im Bohrloch absetzen.
    Wenn nicht genug Wasser vorhanden, Fremdwasser zufügen.
    Pumpe arbeitet nur unter wasser.
    Dann nur den Kolben bis Anschlag rauf ziehen( merkt man Klicken)
    Kolben wieder ablassen
    Kolben bis Anschlag ziehen.
    Alles mit Gefühl. Man merkt dann auch, das der Kolben nicht mehr ganz nach unten geht( Kiespumpe wird voll)
    Bischen Schweiß kann nicht schaden :wink:
    gruss
    plunschmeister

  • ich versuchs gern nochmal, das gummi schliesst auch und öffnet auch. die pumpe steht voll wasser und nur 5% sand.
    mir kam noch die idee, dass evtl. ein stein die ursache sein könnte, werde gleich mal prüfen.


    eins noch: bei der kiespumpe habe ich ja unten das gummi, oben im rohr habe ich ein "loch", aus dem ich das bohrgut ja rausschütten kann. im lieferzustand war eine flügelschraube in der kolbenstange, die den kolben begrenzte und zwar blieb der kolben mit flügelmutter nur bis zur unteren kante der öffnung. wenn die also drin ist, könnte ich die pumpe nicht entleeren.
    oder ist es so gedacht, zum pumpen mit flügelmutter, zum entleeren dann oben mutter raus und leer machen?


    @plunschmeister, welche pumpe nutzt du jetzt? lt. bildern hast du doch im br geplunscht, wie hast du es später unten verschlossen?

  • Falls Stein die Ursache: Brunnenrohr 10cm ziehen und fixieren, dann stabilen Eisenwinkel an das Bohrgestänge und im Rohr ein bißchen "aufräumen". Steine werde so in die Lochmitte gebracht und könen dann gehoben werden. Falls Stein zu groß: Hilfsmitel zum bergen bauen.


    Gruß Michael

  • Moin nass,
    also der Kolbe in der Pumpe sollte schon die ganze Länge ausnutzen.
    Der Kolben meiner Kpumpe läst sich ganz bis nach oben rausziehen.
    ( stelle mal ein pic rein von deiner)
    Mein Brunnenrohr ist unten Offen, das 0,5m Sumpfrohr steht in einer Lehmschicht.
    Rammbrunnen hat hier aber schon mal gepostet, das man unten auch ca. 5cm Kies reinschütten kann, wenn man nicht gerade die teuren Tonpellets nehmen will.
    Ich habe eine gardena 4000/4i( Hauswasserwerk), muss aber dazu sagen, das ich die schon vorher hatte für meine Regenwasserzisterne.
    Gleich nebenan habe ich den Brunnen gebohrt. Ich ziehe nur Brunnenwasser, wenn die Zisterne leer ist. Nachteil bei diesen pumpen ist, entweder man baut einen Schacht oder einen Unterstand, um diese verschwinden zu lassen.
    Nebenbei betreibe ich noch eine Schwengelpumpe, wenn man mal eben 10 liter oder so braucht.
    Ich würde dir eine Tiefenbrunnenpumpe empfehlen, die verschwindet im BR Rohr, zB. die:
    http://www.erdbohrer.de/Brunnenpumpen/A ... saihpre187
    gruss
    plunschmeister

  • seltsam:
    ich habe jetzt mal 2,5 Stunden geplunscht. BR nur ca. 5 cm versenkt. Die Kiespumpe ist voller Wasser, aber schätzungsweise 5-10% Feinsand drin.
    Das BR habe ich mit 6 50x50 Platten und 4 Maurerkübel Wasser beschwert, ab und zu stehe ich selbst noch drauf.
    Und ein Stein liegt eigtl. nicht im Weg, ich komme mit dem Erdbohrergestänge problemlos in den Sand.
    Oder ist das normal mit dem wenigen Sand in der Kiespumpe?
    Danke!

  • Ja das kenne ich, Feinsand kann da unten wie Beton sein.
    Aber ein Stein kann auch an der Kante deines KG Rohres stecken, oder seillich ein weiterrutschen verhindern.( du hast ja keine Muffen die stöhren)
    Von der Auflast ist das OK, denke dabei an KG Rohr.
    Versuche mal das Rohr 10-20cm zu ziehen, dann wieder plunschen.
    Der Stein würde sich dann lösen.
    gruss
    plunschmeister

  • Feinsand? Mmh das Problem kenn ich! Es kann sein, dass Dir der Sand einfach wieder rausgespült wird oder dass der Sog Deiner Pumpe nicht ausreicht, die "harte" Feinsandschicht ausreichend aufzuwühlen.
    Was mir geholfen hat, war, dass ich an den unteren Rand der Kiespumpe einfach Lücken eingefrässt habe. Somit hat sich die Pumpe auch nicht mehr festgesogen und die Verwirbelung des Sandes mit Wasser ging besser.
    Habe aber auch schon von Fällen gehört, wo Brunnenbauer den Sand mit ein paar Metallspitzen erst gelockert haben und dann die Pumpe eingesetzt haben.


    Viel Glück dabei


    Gruß Michael

  • es ist zum Verzweifeln mit dem Feinsand.
    ich habe mit den Boden mit dem Bohrgestänge aufgewühlt, dann schnell die Kiespumpe rein, aber dadurch kommt auch nicht mehr Sand.
    Ich habe jetzt in 4 Stunden knappe 4 cm geschafft. Wie demotivierend...
    Ich schweisse mir jetzt noch 3 kurze Eisenstangen unten an die Kiespumpe zum aufwühlen und versuchs nochmal.
    Wenns alles nichts bringt- daran will ich gar nicht denken- kennt jemand eine Bohrfirma, die Trockenbohrungen macht? Also so bohrt, dass ich anschliessend mein DN125 Brunnenrohr reinstelle und die Kiesschüttung noch kommt? Spühlbohren will ich nicht.
    Firma sollte aus dem Gebiet Weser-Ems (Oldenburg/Bremen/vielleicht noch Hamburg) kommen. (nur so als letzte Alternative). Denke mal, das Loch muss 15 m tief werden, gar nicht mal so viel...
    Danke

  • D Nass,


    vielleicht liegt der Stein unterm Rand???
    Machs doch mal so, wie ich es Dir beschrieben habe.
    Ich habe drei Steine auf diese Weise 1m mit runtergeschleift, dass macht natürlich wenig Sinn. Die Bremsen müssen gelöst werden.
    Nur durch Rumstochern kannst Du Steine nicht feststellen.


    Viel Glück


    Gruß Michael

  • ich habe das rohr auch mal 30cm gezogen und dann mit dem erdbohrer im rohr gebohrt. wg. dem wasser hole ich natürlich kein sand nach oben, aber ich habe beim bohren kein hindernis oder stein gespürt, ich konnte ca. 80cm tief rein bohren, scheinbar alles feinsand.
    da muss ich wohl durch im wahrsten sinne, aber schätzungsweise für 8 stunden 10cm - ich glaube dann wirds scheitern.
    aber so schnell gebe ich noch nicht auf.

  • Mmh, hab gerad 'ne Idee, weiß allerdings nicht, ob sie wirklich was bringt:


    Da Du ja anscheinend schweißen kannst, wäre es vielleicht eine Möglichkeit!


    Wenn Du an den unteren Rand der Kiespumpe zähne anschweißen würdest und den Kolben oben mit Deinem Bohrgestänge verbinden würdest, dann könntest Du doch gleichzeitig aufwühlen / Pumpe drehen und Sand einpumpen, oder? Oder wird das Gestänge zu schwer sein?


    Check auch nochmal die Dichtigkeit Deiner Kiespumpe, vielleicht lauft der feine Sand mit dem Wasser ja wirklich mit ab und es verbleibt nur ein Rest???


    Geht nicht, gibt's nicht!!!


    Gruß Michael

  • @ Michael, besten Dank!!!
    Ich werde deine idee plunsche am bohrgestänge mal ausprobieren. die plunsche kann ich ja somit in den sand hineindrücken und dann pumpen, mal sehen. die pumpe hält aber gut dicht, das wasser kommt nur tröpchenweise zwischen gummi und rohr raus...
    fraglich, wie tief diese feinsandschicht noch geht...
    so, ich tauche mal wieder ab ins erdreich. berichte danach wieder...

  • Okay, bin mal gespannt, was Du so noch alles berichten wirst <fiebermit>
    Gerne würde ich auch wieder bohren, geht aber aus zeitlichen Gründen und anderen Projekten gerade nicht...


    Gruß Michael

  • Hallo
    ich habe mich mit meinen zierlichen etwas über 100kg immer beim Plunschen auf das Rohr gestellt, wenn der Plunscher gut arbeitet merkt man bei jedem Zug am seil wies abwärts geht :wink:
    Ansonsten zu deinem Problem, hast du evtl. die möglichkeit an einen Bohrer zu kommen der in dein Brunnenrohr passt, mit dem du also im Brunnenrohr weiterbohren kannst? Evtl. hilft das weiter.


    grüße
    Jörg

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