Algen und Schleim im Brunnen und Filter

  • Hallo,


    ich habe ein paar Fragen zu unserem Brunnen.


    Ich habe die Tiefbrunnenpumpe unseres 15 Jahre alten Brunnen heute rausgezogen. Diese hatte an einigen Stellen flauschig grasgrüne Algen angesetzt. Am Steigrohr aus PE habe ich nichts davon bemerkt.


    Der Einsatz im Wasserfilter hat oben und unten zwei Schaumgummi-Dichtungen. Diese haben beim Reinigen immer einen glitschigen Film, der sich durch einfaches Reiben nicht entfernen lässt. Man muss die Dichtungen mehrmals kräftig abreiben damit der Film weg ist.
    Die Dichtungen sind weiß. Nach dem letzten Winter waren sie sich an einigen Stellen dunkel verfärbt.


    Das Edelstahlgehäuse der Pumpe hat ein paar rostbraune Ablagerungen. Das Wasser dürfte hier also eisenhaltig sein.
    An zwei Rotguss-Bögen der angeschlossenen Leitung habe ich innen dicke grüne Ablagerungen gesehen.



    1. Wieso wachsen im stockdunklen Brunnen Algen?
    2. Was könnte das für ein glitischer Belag auf der Dichtung sein?
    3. Besteht ein Zusammenhang aller Beobachtungen (Algen, Dichtungen, grüne Ablagerungen)?
    4. Sollte ich irgendwelche Maßnahmen ergreifen, oder liegt vermutlich alles im grünen :) Bereich?



    Die Pumpe hängt auf ca. 6m unter Bodenkante und der Brunnen wird nur dazu genutzt um den Garten zu bewässern und das Plantschbecken zu füllen.

  • Hi Benipel, hast du dein wasser schon einmal testen lassen auf Nitrat? oder sind andere Stoffe drin die ein Wachstum fördern? Irgend etwas ist drin was deine Verbindungen innen grün werden lässt. Sind es Algen oder ist es eine Oxidschicht?


    marg

  • Das Wasser habe ich noch nicht testen lassen.
    Auf der Pumpe saß eine flauschige Schicht aus grasgrünem organischen Material. Das sah wie algen aus. Oxid war es nicht.
    In den Rotgussrohren saß dagegen eine Kupferverbindung. Das waren eindeutig keine Algen, sondern Sulfate, Carbonate, oder was Kupfer eben sonst noch so in der Farbe hergibt.


    So eine Kupferverbindung im Rohrsystem kann ich noch nachvollziehen. Ich verstehe nur nicht, wieso Algen im Dunklen wachsen. Die brauchen doch eigentlich Licht.

  • Ich habe gestern von einer politischen Anfrage gelesen, in der es um die in unserem Gebiet hohe Nitratbelastung ging. Hier am Niederrhein gibt es viel Landwirtschaft und einen hohen Grundwasserstand.
    In unserer Siedlung ist kein Regenwasserkanal vorhanden. Regenwasser muss hier auf den eigenen Grundstücken versickern. Dadurch schwankt der Grundwasserspiegel stark und die Wasserqualität dürfte auch nicht sehr konstant sein.


    Die Brunnenpumpe, Armaturen und Leitungen habe ich seit einer Woche im Trockenen liegen. Gestern kam mit aus einem Rotgussbogen ein grau-grüner hauchdünner Belag entgegen. Das war wie Papier, nur extrem dünn und zerfiel beim Anfassen. Darunter hat das Metall seine typische Farbe.



    Zur Sig:
    Ich würde gerne unsere Toiletten mit Brunnenwasser spülen, denn ich vermute, dass das 1/3 unseres Wasserverbrauchs ausmacht.
    In unserem Haus liegen auch separate Leitungen vom Anschlussraum bis zu den Toiletten. Leider habe ich noch keine zulässige Möglichkeit gefunden, wie man die Toiletten im Bedarfsfall vom Brunnenwasser auf Trinkwasser umstellen kann. Brunnenwasser gehört zur Flüssigkeitskategorie 5. Es gibt nur eine einzige zugelassene Sicherungsarmatur und das ist der freie Auslauf. Damit bekommt man aber nicht den Druck, den die Brunnenpumpe erzeugt, auf die Leitung.


    Ich hatte schon mal mit dem Gedanken gespielt, den Brunnen trotzdem mit den Toilettenspülungen zu verbinden, aber wenn ich sehe, wie die Leitungen am Brunnen hier so aussehen, wäre das wohl mit einem hohen Risiko verbunden.


    Wenn es doch eine Möglichkeit gibt, die beiden Wassernetze miteinander zu verbinden, bin ich ganz Ohr :)

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