Hauswasserwerk für Trinkwasser

  • Hallo Leute, mir ist aufgefallen, dass bei manchen Hauswasserwerken in der Betriebsanleitung steht, dass sie "nicht für Trinkwasser geeignet" sind, z.B. beim Metabo 9000/100. Nun ja, ich möchte das Wasser schon trinken. Das ist natürlich ein Problem und es erschwert den Produktvergleich, weil ich nun immer mühsam die Betriebsanleitungen erfragen oder downloaden muss. Was ist da dran? Inwiefern sind manche nicht für Trinkwasser geeignet? Bei vielen steht auch einfach nichts dazu in der Betriebsanleitung, oder es steht zumindest nicht konkret, dass es nicht geeignet ist....


    Wie gehe ich nun damit um? Muss das Gerät explizit "für Trinkwasser geeignet" stehen, oder ist die Nichteignung eine Ausnahme?


    LG Helmut

    Rammbrunnen, Tiefe unbekannt, Grundwassertiefe unbekannt (eher tief), Rohrdurchmesser 5/4 Zoll. Derzeit: kein Rückschlagventil am senkrechten Rohr, oben 90 Grad-Bogen (ca. 70cm unter Erdoberfläche), horizontale Rohrleitung 15m zum Keller, kein Filter, Rückschlagventil direkt vor Hauswasserwerk

  • Hat sich noch niemand diese Frage gestellt? Zu uninteressant/absurd? ungewöhnlich?


    Naja, wahrscheinlich trinken die wenigsten das Wasser aus dem Hauswasserwerk. Ich finde es ja selbst auch merkwürdig, dass es dort keine öffentliche Wasserleitung gibt, und das im Jahre 2015. Vielleicht zu abgelegen. Vielleicht könnte man es ja sogar einleiten lassen. Bin aber selten dort...

    Rammbrunnen, Tiefe unbekannt, Grundwassertiefe unbekannt (eher tief), Rohrdurchmesser 5/4 Zoll. Derzeit: kein Rückschlagventil am senkrechten Rohr, oben 90 Grad-Bogen (ca. 70cm unter Erdoberfläche), horizontale Rohrleitung 15m zum Keller, kein Filter, Rückschlagventil direkt vor Hauswasserwerk

  • Hallo Helmut,
    das kann mehrere Ursachen haben:


    - Metabo hat keine Lust (sieht keinen Gewinn darin),
    sich von irgendeiner Stelle die Eignung (regelmäßig) prüfen und
    bestätigen zu lassen.
    - Trinkwasserversorgung ist schon aus Gründen der geringen Tiefe
    von HWW-Brunnen problematisch, wenn das Wasser in der Pumpe
    bzw. Windkessel länger steht, kann sich sonstwas bilden.
    Du meinst, dein Rammbrunnen sei "eher tief". Das ist falsch.
    Nicht tiefer als 8 bis 9 Meter, und das ist bakteriell nicht sicher.
    Metabo schreibt also sicherheitshalber "ungeeignet" um Prozesse
    mit Kunden von vornherein auszuschließen.
    - In der Pumpe gibt es Kunststoffteile ( Phenolharz?) und im
    Windkessel eine Gummimembran. Letztere gibt für längere Zeit
    einen Geschmack ans Wasser ab. Du kennst das als
    Geruch von neuen Gummiteilen. Es handelt sich dabei um
    Vulkanisationsbeschleuniger und Antioxidationsmittel.
    Die sind in der Menge vermutlich gar nicht gesundheitsschädlich,
    aber der Geschmack ist nicht jedermanns Sache.
    Gruß
    Georg

  • Hallo zusammen, wenn man es genau nimmt ist ein HWW nicht geeignet für Trinkwasser. Es ist Gummi verbaut der Weichmacher verliert u.v.m.
    Die Durchströmung und der Wasserwechsel sind meiner Meinung nach entscheident für die Wasserquallität
    Es wird sich kein Hersteller von HWW aus dem Fenster lehnen ...
    Ich würde das Wasser wenn es gut ist aber trotzdem trinken. Keiner stellt sich die Frage wie lang das Wasser in den öffentlichen Netzen still steht bei abgelegenen Orten.
    Die Güte wird zwar in dem Wasserwerken als bestens bezeichnet, doch was kommt am Wasserhahn an? wir wissen es nicht wirklich.


    volki

  • Quote

    jedenfalls wird der Gummi oder andere Teile mit der Zeit Spröde. Da muss ja etwas ausdunsten


    Hallo Volki,
    das ist ein sehr volkstümlicher Trugschluß. :=(
    Gummi (außer Hartgummi) leidet durch Oxidation,
    dabei wird die Vernetzungsdichte höher, was
    Versprödung bedeutet.
    Weichmacher gab es bei dem ausgestorbenen
    Celluloseacetat und noch bei Weich-Pvc, das aber
    auch immer seltener eingesetzt wird.
    Bei Leitungen wie NYM wird viel Weich-PVC verwendet,
    aber nur in Form sog. Polymerweichmacher, die können
    nicht verdunsten oder sonst migrieren.
    Somit hat man wie so oft einen völlig gegenläufigen Trend
    zwischen der Realität und der Angst vor Weichmachern.
    Gruß
    Georg

  • ich hab nur das Thema mit einem Freund neulich aufgegriffen. Es ging um seinen Wasserkocher aus Plastik. Leider war er innen auch aus Plastik. Das wasser hat nach einem halben Jahr Gebrauch, das Material versprödet das der Kocher zusammengefallen ist.
    Es ist sehr zweifelhaft das heutige Kunsstoffprodukte völlig unbedenklich sein sollen.
    Ich denke da nur an Silikon Backformen"


    volki

  • Quote

    Das wasser hat nach einem halben Jahr Gebrauch, das Material versprödet das der Kocher zusammengefallen ist.


    Da sieht man mal, wie gefährlich Wasser ist.


    Quote

    Es ist sehr zweifelhaft das heutige Kunsstoffprodukte völlig unbedenklich sein sollen.


    Das hat niemend behauptet, erst spekulieren, dann kommen
    Unterstellungen.


    Quote

    Ich denke da nur an Silikon Backformen"


    Die Gedanken sind frei, aber was weißt du über die Backformen?
    Georg

  • man kann darin backen und wenn man das Silikon erhitzt fängt es erst einmal an zu riechen.
    Mir aber egal, ich verwende emailierte Backformen
    und niemand behauptet das Wasser gefährlich ist...


    volki

  • Hei,


    Wasser kann sogar sehr gefährlich sein. Es sind schon Leute gestorben, weil sie zuviel davon getrunken haben. :-O


    NaCl ist auch ziemlich gefährlich. Wenn Du es schaffst, auf einmal 200g davon zu essen (und zu behalten) dann wirst Du das evtl. auch nicht überleben. Trotzdem hat es jeder daheim auf dem Esstisch stehen...
    (Mein Anteil zum OffTopic... :-P )


    GeorgS hat meiner Meinung nach schon den schlüssigsten Beitrag geliefert.



    Grüße,


    Tom

    Ich habe "nur" zwei Betronringsickerschächte mit viel Wasser darin.
    Geplant ist auf jeden Fall noch ein ordentlicher Bohrbrunnen (ca. 12m tief, durch eine Lehmschicht in ca. 3m Tiefe), da mir die Wasserqualität der Sickerschächte nicht ausreichend sicher ist.

Brunnen selber bauen