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  1. Brunnenbau-Forum
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Welche Pumpe??? Brunnenbauer und Händler unterschiedlicher Meinung

  • Caberra
  • March 4, 2016 at 11:58 AM
  • Caberra
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    • March 4, 2016 at 11:58 AM
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich habe mir gestern einen Brunnen zwecks Gartenbewässerung bohren lassen.

    Tiefe: 9m
    Innendurchmesser Rohr: 100mm
    Ab 4m Tiefe aktuell Wasser vorhanden
    6m Filerrohr

    Das Rohr bei 9m Tiefe hat keinen Deckel.
    Der Boden bei uns ist sehr sandig. Der Brunnenbauer meinte, ich soll ein Hauswasserwerk installieren, da man das Sieb des Schauchs schnell reinigen kann. Eine Tauchpumpe würde sich schnell mit Dreck zuziehen,
    Der Brunnenpumpen-Händler meint, dass ich eine Tauchpumpe verwenden soll.
    Da ich jetzt nicht weiß, was ich machen soll, hoffe ich auf Hilfe durch euch.

    Ich will den Brunnen rein zur Gartenbewässerung nutzen. Am Brunnen, sowie ca. 20 m weiter, soll jeweils ein Wasserhahn bzgl. Entnahme installiert werden.
    Ich kann mir auch gut vorstellen, irgendwann eine Berieselungsanlage zu installieren.

    Welche Pumpe ist für meinen Zweck sinnvoll?

  • Brunnen reinigen
  • kg49
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    • March 4, 2016 at 2:38 PM
    • #2

    Ist das Brunnenrohr tatsächlich unten offen?
    Hat der Brunnenbauer den Brunnen klargepumpt?
    Wie hoch ist die Fördermenge des Brunnens?
    Wie tief ist bei der Wasserförderung der Wasserspiegel gefallen?

    Du siehst, da sind noch einige Fragen offen, ohne deren Beantwortung wird eine seriöse Beratung kaum möglich sein.
    Gruss
    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • Caberra
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    • March 4, 2016 at 2:48 PM
    • #3

    Ja, Das Rohr ist tatsächlich unten offen.
    Klargepumpt wurde nKli klar gepumpt wurde nicht, demnach kann ich die anderen Frage noch nicht beantworten.
    Wenn du mir jetzt sagst, dass ich erst mal klar pumpen muss, wo bekomme ich eine solche Pumpe her?

  • andreas_gn
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    • March 4, 2016 at 4:55 PM
    • #4

    Nimm keine Tauchpumpe. Bei 4m kannst Du problemlos von oben pumpen. Auch wenn der Wasserstand im Sommer noch 2m sinken sollte.

    Hauswasserwerk für die Gartenbewässerung ist Quatsch. Jedenfalls, wenn Du einfach zwei Rasensprenger oder ä. dran hängen willst. Ich habe eine Kreiselpumpe mit (Durchfluss-)Druckschalter dafür im Einsatz.

    Allerdings würde ich den Brunnen unten verschließen. Es ist keine gute Idee dauerhaft Sand hochzupumpen.

    -------
    Schacht-, Bohr-, Spülbrunnenhybrid
    60 cm Durchmesser, Filter durch Kies in der Sohle
    4,5 m tief, GW bei 3,5 m
    Pumpe: GARDENA 9000 aquasensor
    Anschluss z.Z. nur Gartenschlauch
    -------

  • Caberra
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    • March 5, 2016 at 7:06 AM
    • #5

    Wie kann ich dann nachträglich das Loch unten verschließen?

  • netblizz
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    • March 5, 2016 at 10:16 AM
    • #6
    Quote from Caberra

    Wie kann ich dann nachträglich das Loch unten verschließen?

    ... das wird üblicherweise mit Quellton gemacht. Bei lotze-wassertechnik.de gibt es sogar einen Quelltonstopfen.

    Ich habe einfach Blähton aus dem Gartencenter in ein abgeschnittenes Bein einer Strumpfhose geschüttet, verknotet und abgelassen - ist natürlich nur ein Notbehelf.

    Gruß

    Bohrbrunnen1 DN 100, 9m, 30cm Sumpfrohr, 2m Filterrohr SW 0,3, 7m Vollrohr; GW bei ca. 5m; HWW 1100 W mit Vorfilter und Druckschalter mechanisch
    Bohrbrunnen2 DN 100, 15m, 1m Sumpfrohr, 4m Filterrohr SW 0,3, 10m Vollrohr; GW bei ca. 5m; HWA 1400W mit Vorfilter und elektronischer Regelung

  • kg49
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    • March 6, 2016 at 1:00 AM
    • #7

    "Wenn du mir jetzt sagst, dass ich erst mal klar pumpen muss, wo bekomme ich eine solche Pumpe her?"

    Das Klarpumpen ist Aufgabe des Brunnenbauers und gehört üblicherweise zum Leistungsumfang, genauso wie das Verschliessen des Brunnenrohres, was eine Voraussetzung für das Klarpumpen ist. Nur bei entsprechend groben Kiesböden könnte man darauf verzichten. Es wurden hier schon Brunnen in Kiesböden beschrieben, die einfach aus einem Rohr (ohne Filter) bestanden. Dies ist aber nur in Ausnahmefällen möglich.

    Allerdings glaube ich nicht, dass Dein Brunnen von einem Brunnenbauer errichtet wurde, der diesen Namen verdient hat.
    Ich möchte ganz kurz auch begründen, warum ich nicht glaube, dass Du mit diesem Rohr im Boden (ich möchte den Ausdruck Brunnen vermeiden) glücklich wirst.
    Wenn ich trotz der späten Stunde noch des Rechnens mächtig sein sollte, so komme ich zu dem Ergebnis, dass Dein Filterrohr, bei nicht abgesenkten Wasserstand, 1m über diesem Wasserstand endet. 9m - 6m = 3m, der Wasserstand soll Deiner Angabe nach in 4m Tiefe sein.
    Das hat zur Folge, dass die Wasserentnahme im Filter stattfindet, eine der grössten Fehler die im Brunnenbau gemacht werden können, vor allem bei sandhaltigen Böden. Der Sog des entnommenen Wassers wirkt unmittelbar auf die Filterschlitze und zieht direkt den Feinsand in den Brunnen.
    Nicht nur das, sondern die höhere Wasserströmung an dieser Stelle führt dazu, dass es, je nach Wasserzusammensetzung, zu mehr oder weniger grossen Verockerungen kommen wird. Grundsätzlich muss dafür gesorgt werden, dass die Wasserströmung durch die Filterschlitze relativ gering ist und möglichst gleichmässig verteilt ist. Dies lässt sich u.a. dadurch erreichen, dass die Wasserentnahme, unabhängig von der Art der Pumpe, mindestens 1m über dem Filterrohr beginnt. Dies ist allerdings hier anscheinend nicht möglich.

    Was kann man jetzt machen?
    Sich vom "Brunnenbauer" das Geld wiedergeben lassen bzw. nicht bezahlen, da das "Werk" nicht dem Stand der Technik entspricht.

    Sollte dies nicht möglich sein, kann man versuchen zu retten, was zu retten ist, aber Murks bleibt Murks, eine Garantie für den Erfolg kann Dir keiner geben. Am besten wäre neu zu bohren, ansonsten:
    1. Boden mit Tonpellets verschliessen.
    2. Ein ca. 1m langes Rohr mit möglichst grossem Durchmesser in den wasserführenden Filterbereich versenken. Das könnte z.B. ein Rohr mit 100mm Aussendurchmesser sein, da der Innendurchmesser bei 4 Zoll Brunnenrohr (das wurde doch verbaut?) etwas grösser als 100mm ist. Die Wasserentnahme könnte dann in der Mitte dieses Rohres erfolgen, sodass die Filterschlitze nicht unmittelbar belastet werden.

    Sollte dies mechanisch auf Schwierigkeiten stossen, könnte man auch ein längeres Rohr versenken, sodass die oberen 2m des Filters abgedeckt werden. Es stünde dann noch 4m Filterfläche zur Verfügung +1m Wasserstand im neuen Rohr. Ob das ausreicht, hängt davon ab, wieweit der Wasserspiegel beim Pumpen absinkt. Es könnte knapp werden.

    Wieviel Wasser jetzt entnommen werden kann, müsste durch Pumpversuche ermittelt werden. Für das Klarpumpen sollte man sich eine sandresistente Pumpe ausleihen. Falls dies nicht möglich ist, muss man unter diesen Voraussetzungen eine sandresistente Pumpe für den Dauerbetrieb verwenden. Von Filtern halte ich nicht viel, denn diese sind bei einem Brunnen, der Sand fördert, ständig verstopft. Das hängt aber stark von der Bodenzusammensetzung ab. Ein guter Brunnen ist halt sandfrei, entweder verstopft sonst der Filter oder der Rasensprenger. Auf Dauer macht beides keinen Spass.

    Im Prinzip halte ich von dem Ganzen nichts, denn ich kann mir vorstellen. dass die Wasserförderung nicht ausreicht. Dein "Brunnenbauer" wird nicht umsonst eine 6m lange Filterstrecke gewählt haben, da er mit einer geringen Wasserdurchlässigkeit des Bodens gerechnet hat. Vielleicht liegen Erfahrungswerte aus der Nachbarschaft vor. Oder er hat von allem keine Ahnung und hat auf gut Glück die Komponenten gewählt.

    Probier das ganze mal aus und berichte, was daraus geworden ist.

    Gruss
    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • Caberra
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    • March 7, 2016 at 12:38 PM
    • #8

    Danke für die ausführliche Erklärung.
    Hierzu habe ich noch ein paar Fragen:

    1.) Der Brunnenbauer meinte, ich soll einfach 2 Schaufeln Kies reinschütten, dann passiert da auch nichts weiteres. Was meinst du? Oder doch lieber den Quellton?

    2.) So wie ich es verstanden habe, würde eine Pumpe den Sand am Filterrohr bei Betrieb ins Rohr ziehen, richtig? Vielleicht kurze Bemerkung: Das Filterrohr hat 0,3mm Schlitze.
    Wenn ich ein separates Rohr einsetzen würde, dass nur minimal Luft zum Filterrohr hat, würde ich mir damit nicht die Wasserzufuhr stoppen) (Also ich würde weniger Wasser ins Rohr laufen)

    3.) Der Innendurchmesser ist knapp über 100mm. Wenn ich jetzt ein z.B. 80mm Rohr einsetzen würde, könnte das Wasser weiterhin durch das Filterrohr reinfließen und würde keinen Sand durch die Pumpe anziehen. Ist meine Überlegung richtig?

    Hier noch ein Bild zum besseren Verständis. "Orange" wäre jetzt das zusätzliche Rohr, dass ich ggfs. einsetzen soll.

  • kg49
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    • March 7, 2016 at 11:57 PM
    • #9

    Hübsche Zeichnung, nur was symbolisieren die Farben Blau, Rot, Grün?

    Bevor ich auf die erste Frage eingehe, benötige ich noch einige Informationen.
    Wurde der Brunnen gebohrt bzw. gespült? Dann ist mir unklar, wieso der "Brunnenbauer" den Filter nicht mit einer Schraubkappe verschlossen hat.
    Wurde der Brunnen geplunscht? Dann ist mir unklar, warum der Filter nicht tiefer gesetzt wurde.
    War ein Stein im Weg oder wurde der Boden so fest (z.B. Lett bzw. Lehm), dass ein weiteres Versenken nicht möglich war?
    Liess sich beim Plunschen die ganze Rohrlänge (mit Filter) freiplunschen oder verringerte sich die Tiefe im Rohr, weil Sand von unten hochstieg?

    Da meine Antwort auf Deine Frage von diesen Möglichkeiten abhängt, möchte ich erst mal hören, wie der Brunnenbau verlief.
    Gruss
    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • Caberra
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    • March 8, 2016 at 4:56 AM
    • #10

    Der Brunnen wurde 10m tief gebohrt.
    Beim Rausziehen der Bohrer hat der Sand bis auf die ersten 2,5m alles wieder zugeschüttet. Somit konnte das erste Brunnenrohr was rein ksm nicht mit der Kappe versehen werden
    Der Brunnenbauer hat dann geplunscht.
    Da Wasser ab 4m Tiefe vorhanden ist ( habe gestern nochmal gemessen. Wasser ist ab 3 m vorhanden), sagte er, dass deshalb ganz unten ein Brunnenrohr ohne Schlitze reibkommt, da in diesem Bereich ja auch die Tauchpumpe dann sein wird.

  • andreas_gn
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    • March 8, 2016 at 10:03 AM
    • #11

    Also ich bin kein Experte. Habe nur einmal einen Brunnen für mich selbst gebaut.

    Aber wenn man sich ein wenig einliest, weis man, die Tiefbrunnenpumpe hängt über dem Filter, nicht darunter. Die sind von der Kühlung her auch dafür konstruiert. Hängt die Pumpe unter dem Filter, so strömt das Wasser nicht an der Wandung des Motors entlang.

    Somit fällt eine Tiefbrunnenpumpe aus. Aber die brauchst Du zum Glück ja auch gar nicht. Setze einfach eine 1,5'' Steigleitung in das Brunnenrohr. 8,5 m lang, damit sie mitten in dem untersten Rohr ohne Schlitze endet. Unten muss ein Rückschlagventiel daran. Oben schließt Du eine Kreiselpumpe an, füllst Wasser ein und kannst los legen.

    Und das Brunnenrohr muss untern natürlich verschlossen werden. Mit Quellton.

    P.S.: Deinem Brunnenbauer würde ich zum Abschied ein Buch schenken. Gibt bestimmt sowas wie 'Brunnenbau - Grundwissen und Praxis'. ;)

    -------
    Schacht-, Bohr-, Spülbrunnenhybrid
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  • Caberra
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    • March 8, 2016 at 10:49 AM
    • #12

    @ kg49 – Sorry, ganz vergessen zu erwähnen. „Rot“ sind die Filterrohre, „blau“ das Brunnenrohr ohne Schlitze, „grün“ gibt es nicht.

    andreas_gn – Hat der Quellton überhaupt eine Möglichkeit sich unten irgendie festzusetzen? Ich dachte, man braucht dafür unten auch Schlitze, in die sich der Ton reinziehen kann.
    Was wäre mit Brunnenkies?

  • andreas_gn
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    • March 8, 2016 at 2:27 PM
    • #13
    Quote from Caberra


    andreas_gn – Hat der Quellton überhaupt eine Möglichkeit sich unten irgendie festzusetzen? Ich dachte, man braucht dafür unten auch Schlitze, in die sich der Ton reinziehen kann.
    Was wäre mit Brunnenkies?

    Fielterkies soll den vierfachen Durchmesser von dem Sand haben, den er filtern soll. Ist er grober wird der feine Sand durch die Hohlräume gespült.

    Schau Dir also den Sand an der ausgeplunscht wurde. Und dann überlege Dir, ob der passende Filterkies selbst grob genug ist, um nicht hochgespült zu werden.

    Typischerweise beginnen Bohrbrunnen unten mit einem Sumpfrohr ohne Schlitze. Und die werden mit Quellton verschlossen.

    -------
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  • Caberra
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    • March 8, 2016 at 2:55 PM
    • #14

    Ok. Habe ich verstanden.
    Da ich unten ein Sumpfrohr habe, werde ich mir dann Quellton besorgen.

  • Caberra
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    • March 8, 2016 at 3:47 PM
    • #15

    Wieviel kg Quellton benötige ich eigentlich?

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