Ich habe fertig! Mein Brunnenbau in Bild und Schrift

  • Hallo Plunschmeister,


    habe ich noch nicht gemessen, da ich im Moment nur einen 3/4"Waserhahn in Betrieb habe und dafür auch nur einen 1/2" Wasserschlauch. Aber da die Pumpe, statt der auf dem Typenschild stehenden 750 Watt, gemessene 1283 Watt aufnimmt, hoffe ich auf ein paar Kubikmeter in der Stunde. Sobald ich den entsprechenden Ausfluß sicher stellen kann, messe ich die Menge und poste sie hier.


    Gruß Norbert


    Hallo,
    bei Motoren ist die auf dem Typenschild stehende Leistung üblicherweise die abgegebene Leistung. Diese berechnet sich aus P ab = U*I*cos phi * eta. eta = Wirkungsgrad. Unter der Voraussetzung, dass die aufgenommene Leistung mit einem Wirkleistungsmesser gemessen wurde, erscheinen die angegebenen Leistungsdaten realistisch.
    Gruß
    kg49

  • Hallo,


    noch ein Nachtrag zur günstigen Pumpe: Zwischenzeitlich ist das Rückschlagventil in der Pumpe undicht geworden. Um die Pumpe nicht einschicken zu müssen, habe ich jetzt oben am Ende der Steigleitung ein Rückschlagventil nachgerüstet. Wenn es nur beim defekten Rückschlagventil bleibt, hat sich der Kauf trotzdem noch gelohnt.
    Die Fördeleistung der Pumpe ist sehr gut.
    Auch die Bewässerung meiner Sträucher habe ich jetzt zeitgleich zur Rasenberegnung über ein Bewässerungssystem aus 59 m 1/2" PE-Rohr und 60 Gardena-Endtropfern 0-20l/h laufen.


    Gruß


    Norbert

  • Hallo Wassersucher,
    aus Deinem Beitrag:



     
    Du hast Dir bestimmt viel Arbeit gemacht.
    Nach einer "Nachkalkulation" ergibt sich für mich:
     
    1.535,-- € + geschätzte Arbeitskosten für Dich: 5 Tage á 6 h á 25,-- € (was ja billig ist !! - evtl. bist Du Rentner oder Arbeitslos o.ä. dann geht das ja aber vielleicht hast Du auch mehr Zeit gebraucht, denn als Laie !) = 750,-- € = 2.285 €
     
    Und das für 20 x 400 x 30 Wochen + 40 x 60 x 30 = 312 m³ H2O.
    Du kannst mir doch nicht weiß machen, dass Du nur 4 Wochen bewässerst !!
     
    ALso 2,91 €/m³ x 312 m³ = ca. 910 Euro per anno.
     
    Nach meiner Denkweise hat sich Dein Brunnen ohne Stromkosten gerechnet, die ja auch nicht grossartig zu Buche schlagen noch dazu mit einem Fotovoltaikdach z.B. in 3 Jahrebn schon amortisiert.
     
    Ich zahle gerne 7.000 Euro, wenn der Brunnen in 2 Tagen fertig ist und ich mir meinen Urlaub nicht versaure um bei mir zu Hause einen Brunnen selbst bohren zu muessen. Auch hat dann die Firma alle Verantwortung nach VOB !!
     
    Gruss
    Guruji

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von modfe () aus folgendem Grund: Zitat lebar gemacht

  • Bei uns ist es so, dass man für die Gartenbewässerung keine Schmutzwassergebühren zahlen muss. Die Ersparnis fällt somit weit geringer aus als oben angegeben.
     
    Bei ca. 60l/m² Wasserbedarf/Jahr sind das bei 400m² ca. 24m³/Jahr. Wenn es nur Rasen ist, würde ich bei 800l/m²Jahr Niederschlag mit einem Bedarf von 400m² x 500l/m² = 200m³/Jahr rechnen.
     
    Die Ersparnis liegt also für mich bei 0,084 EUR/m³ also zwischen 20 EUR und 170 EUR pro Jahr, da Schmutzwassergebühren für Gartenbewässerung bei uns nicht anfallen.
     
    Wie sieht es jetzt nach ein paar Jahren aus? Hast Du verlässliche Zahlen?
     
    Michael

  • Hallo,


    bei uns sind in der Zwischenzeit auch die Abwasserkosten für Gartenwasser entfallen. Man muss sich aber eine zweite Wasseruhr installieren lassen.
    Trotzdem bin ich mit meinem Brunnen sehr zufrieden. Ich kann stundenlang bewässern, auch grosse Bäume. Weiterhin versorge ich auch meine Nachbarin mit Wasser. Ohne den Brunnen würde man sich das kaum leisten, man schaut doch immer wieder auf die Wasserkosten.


    Gruß


    Norbert

  • Hallo Wassersucher68,
     
    danke für die Rückmeldung! Ja, rechnen tut sich der Brunnen ohne Zweifel.
     
    Das mit der Nachbarschaft ist übrigens auch bei mir ein guter Punkt: angrenzend an unser Grundstück gibt es einen Nachbarn, der sich das Land für Nutzgarten von der Stadt gepachtet und überhaupt kein Wasser hat. An den habe ich auch schon einmal beim Thema Brunnen gedacht. ;)
     
    Michael

  • Hallo, ein kleines Update und ein paar Fragen.

    Nachdem der Brunnen und die angeschlossene Beregnung 8 Jahre lang ohne Probleme funktioniert hat gab es auf einmal vor ein paar Wochen Probleme. Erst wurden 2 der 5 Rechteckregner im Rasen undicht, dann gab der Druckminderer vor den Regnern den Geist auf. Heute hatte ich dann auf einmal bemerkt, dass das Wasser sehr trüb ist. Es ist auf einmal sehr viel Sand im Wasser. Dadurch sind wahrscheinlich auch die Regner und der Druckminderer kaputt gegangen.

    Jetzt habe ich die Pumpe gezogen und mal den Brunnen neu vermessen. Grundwasserstand ist noch bei 8,2m, aber die Brunnentiefe ist nur noch 12,5m! Die Abdichtung des Sumpfrohres hat versagt und der Feinsand ist in das Brunnenrohr gezogen worden.


    Nun meine Fragen:

    Ich will den Feinsand wieder mit der Plunsche rausholen. Am Liebsten würde ich dabei den Brunnen noch um 1m tiefer Plunschen. Wie seht ihr das? Ist es möglich das Brunnenrohr nach 8 Jahren noch tiefer zu bekommen, oder ist das so fest, das nichts mehr geht? Ich hatte ja beim Plunschen keine Probleme. Das Rohr war sehr leicht in den sandigen Boden zu bringen.


    Wie würdet ihr das Sumpfrohr diesmal sicher unten verschließen? Wahrscheinlich habe ich zu wenig Quellton eingebracht. Aber ich habe ja unter dem Filterrohr nur so ca. 70cm bis zum Grund, da ja der Feinsand auch mit sehr vorsichtigem Plunschen nicht ganz aus dem Rohr zu bekommen ist.

  • geht das Rohr bis 16m tief in den Boden.

    Das nachträglich zu vertiefen ist Glückssache. Probieren und max. 400KG Auflast bereithalten.

    Der Plunscher hat einen Aussendurchmesser von 89mm

    Eine Kiespumpe wäre besser, um Restsande herauszuholen.

    Wie würdet ihr das Sumpfrohr diesmal sicher unten verschließen? W

    Du kannst nur Tonpellets nehmen. Gegebenenfalls in einen Nylostrumpf (verrottungsfest) poacken und mit einem Gewicht (Edelstahl) belasten.


    Ein Brunnen ist nicht wartungsfrei! Zu einer sorgfältigen Wartung gehört auch, dass man jährlich die Pumpe zieht, auf optische Spuren (z.B. Eisenausfall) untersucht und die Tiefe des Brunnens kontrolliert.

    Gruss

    kg49

  • Ok und danke. Ich werde erstmal 1m Rohr bestellen und dann mal schauen, ob es funktioniert.

    Habe auch noch einen Quellstopfenverschluß mit bestellt. Ist wahrscheinlich das Gleiche, wie ein Damenstrumpf mit Quelltonfüllung, aber vielleicht ist es ja doch noch ein wenig sicherer. Nicht, dass ich nachher wieder zu wenig Quellton drin habe.


    Gruß Norbert

  • So, die 1m Rohrverlängerung ist versenkt. Trotz wenig Gewicht konnte ich das alte Rohr lösen und es tiefer plunschen. Ich habe zusätzlich mit einem 5kg Hammer vorsichtig mit untergelegtem Holz auf das Brunnenrohr geschlagen. Das Brunnenrohr ist jetzt 17m tief im Boden. Allerdings steht im Moment noch jede Menge Sand im Rohr. Ein Tiefenmessung hat ergeben, dass der Sand bei 13,5 m steht. Ich muss also noch 3,5m Sand aus dem Rohr plunschen.





    Die Pumpe sieht ein wenig rostig aus. Ist aber alles oberflächig. Mit Schleifvlies geht der Rost so runter. Der Rost kommt von den Schrauben die das Unterteil halten. Ich habe die rausgedreht und kontroliert. Auch da ist nur oberflächiger Rost zu sehen. Es ist nichts zerfressen. Hinter dem Siebblech sah es vor zwei Jahren schlimmer aus. Da waren die Muttern vom Unterteil zum Teil zur Hälfte zerfressen. Die hatte ich dann durch V4A-Schrauben ersetzt. War gar nicht so einfach die zu beziehen. Ist ein besonders feines Feingewinde. Bei der jetzigen Kontrolle war an denen kein Schaden festzustellen.


    Am Wochenende gehts weiter.

Brunnen selber bauen