Brunnenrohr - Wieviele Meter zusammenstecken vorm plunschen

  • Hallo zusammen,

    um mich kurz vorzustellen; Ich bin der Thorsten und komme aus dem hessischen Babenhausen im
    Landkreis Darmstadt-Dieburg.


    Wenn es das Wetter zulässt, werde ich am Wochenende (der Bohrer kommt am Freitag) beginnen einen
    Brunnen zu bohren. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten (Bach 10 Meter entfernt), Kiesgruben rund
    um Babenhausen und erfolgreiche Bohrungen in der Nachbarschaft gehe ich von Grundwasser nach 4 bis
    maximal 6 Meter aus.


    Ich hatte den ganzen Winter über mich in das Thema eingelesen und habe trotzdem eine Frage:


    Nachdem bohren kommt das plunschen im Brunnenrohr. Ich weiß ja nun nicht vorher wieviele Meter
    die wasserführende Schicht hoch ist. Es geht an dem Punkt ja noch nicht die Rohre in der Länge
    des gebohrten Loches zusammen zu schrauben, da ich die gesamte Tiefe ja nicht kenne.

    Ich muss also vor dem plunschen Vollrohr, Filterrohr und evtl. Sumpfrohr vor dem ablassen
    zusammenschrauben. Ich stelle mir vor (von unten nach oben) das ich 1 Meter Sumpfrohr, 3 Meter


    Filterrohr und die 4-6 Meter Vollrohr zusammenschraube. Ist das ein guter Richtwert? Nicht das


    nach dem plunchen viele Meter Vollrohr in der wasserführenden Schicht stehen :-)

    Als Pumpe kommt die SCALA2 von Grundfos zum Einsatz mit 8 Meter Förderhöhe. Wenn ich nun Bohrkopf
    2 Meter PE Schlauch bis zur Pumpe verlege, muß ich dann diese 2 Meter von den 8 Metern abziehen?


    Danke für eure Antworten schon mal.


    Gruß,

    Thorsten


  • Frag Deine Nachbarn in welcher Tiefe sie auf Kies/groben Sand gestoßen sind. Dann könntest Du nach deren Erfahrungen Schlitzweite und Filterlänge planen. Wenn Du sicher gehen willst, plunscht Du ein Arbeitsrohr ein und weist dann ganz genau wie die Verhältnisse sind. Dann könntest Du auch das Brunnenrohr mit Kappe verschließen.



    Aber wenn Kiesgruben in der Umgebung sind ist das vielleicht in der Tat nicht nötig.



    Du solltest Grundwasserstand plus 2m Vollrohr kalkulieren. Damit der Filter auch in trockenen Jahren und bei Betrieb der Pumpe nicht im trockenen steht. Auch sollte man nicht im Filterbereich ansaugen, sondern darüber.


    Zudem muss der Filter natürlich im Kies/Sand stehen. Hast du 2m unter GW immer noch Lehm/Ton musst Du noch tiefer.



    Die 8m sind der maximale Höhenunterschied zwischen dem Wasserstand im Brunnen, während die Pumpe läuft und dem Standort der Pumpe. Waagerechte Leitungen sind zu vernachlässigen.

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    Schacht-, Bohr-, Spülbrunnenhybrid
    60 cm Durchmesser, Filter durch Kies in der Sohle
    4,5 m tief, GW bei 3,5 m
    Pumpe: GARDENA 9000 aquasensor
    Anschluss z.Z. nur Gartenschlauch
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  • Du kannst zum Plunschen nur so viele Rohre zusammenschrauben, dass diese ca. 1 - 2m aus dem Bohrloch herausschauen. Du musst ja den Plunscher am Dreibein über das Brunnenrohr heben können.

    Das ganze ist abhängig von der Höhe des Dreibeins bzw. des Gerüsts und der Länge des Plunschers. Dazu gibt es sehr gute Videos auf youtube.

    Gruss

    kg49

  • Hallo und danke euch beiden. Das hat mir Klarheit gebracht.


    Nun habe ich ein anderes "Problem". Ich bin bereits nach 3 Meter Erdschicht auf Sand gestoßen, der das Bohrloch zusammen fallen lässt. Da ich einen 150 mm Bohrer habe kommt ein KG DN 150 Hilfsrohr (zum stützen der Wand) wohl eher nicht in Frage.

    Würdet ihr die nächste KG Rohr Größe wählen ... oder doch eher einen kleineren Bohrkopf kaufen? Das Bohrloch ist bestimmt 180 mm bis 200 mm groß, durch das hochziehen des Bohrers.


    Danke für Ratschläge aller Art


    Gruss,

    Thorsten

  • Du hast also nur noch 1 - 3m bis zum Wasser und das Bohrloch hat auf seiner ganzen Länge 200mm. Wenn es problemlos möglich ist, könnte man 200mm KG-Rohr als Stützrohr bis zum Grundwasser treiben. Du hast ab Grundwasserbeginn dann alle Möglichkeiten, z.B. ein kleineres Arbeitsrohr abzuteufen, um bei Feinsand einen Kiesklebefilter setzen zu können.

    Gruss

    kg49

  • Hallo und danke.


    Das mit dem KG Rohr DN 200 kam mir ebenfalls in den Sinn.

    Doch leider bekomme ich nur 2 Meter Rohre ins Auto. Wenn ich zwei auf 4 Meter verbinden muss, dann ist die Muffe wahrscheinlich zu dick, um in das Bohrloch zu passen. Und DN 200 Brunnenrohr als Arbeitsrohr ist mir zu teuer.


    Ich bin heute abend mal beim Baumarkt im Ort und lass mich beraten.


    Gruss,

    Thorsten

  • Hier mal ein Update zur Situation bei mir mit Fragen ;-)

    Ich habe 4 Meter KG Rohr DN160 in das Bohrloch geschoben und mit einem passenden Bohrer weitergebohrt.

    Das ging noch 1 Meter weiter bis ich kein Bohrgut mehr auf dem Bohrer hatte.

    Das plunschen mit einer Kiespumpe (108mm) im DN125 Brunnenrohr konnte also beginnen. Es sind 3 Meter
    Filter und 2 Meter Vollrohr eingeteuft. Ich fördere sehr viel Wasser (Kiespumpe randvoll) und wunderbarer Sand. Ich möchte gerne noch 3 Meter Vollrohr einteufen, das Brunnenrohr rutscht jedoch immer weniger nach.


    Ich nehme mal an, dass die Lösung mehr Gewichte draufpacken ist. Darüber hinaus habe ich das Problem, dass das Brunnenrohr im KG Rohr/Bohrloch hin und her wackelt. Ich kann es ja schlecht sichern, da es sonst nicht nachrutscht. Vielleicht hat der eine oder andere eine Idee, weil er das selbe "Problem" hatte.


    Danke und Gruß,

    Thorsten

  • Die Lösung besteht tatsächlich in einer grösseren Auflast, bis 400KG ist nicht ungewöhnlich.

    Voraussetzung dafür ist natürlich, dass das Brunnenrohr nicht wackelt. Wackelnde Brunnenrohre sind immer ein Zeichen dafür, dass es keine fachgerechte Abstimmung zwischen Brunnenrohr und Mantelrohr bzw. zwischen Brunnenrohr und Bohrloch gab.

    Du musst jetzt versuchen, am oberen Ende des Mantelrohres, das Du ja nicht weiter versenkst (!), das Spiel zwischen Brunnenrohr und Mantelrohr zu verringern. Das wäre z.B. möglich, indem Du zwischen Mantelrohr und Brunnenrohr ein weiteres (kurzes) Rohr schiebst, das dem Brunnenrohr nur ein geringes Spiel gibt. Dieses Rohr kannst Du dann gegen das Mantelrohr verkeilen.

    Fall keine passenden Rohre aufzutreiben sind, könntest Du in das Mantelrohr Schrauben reindrehen und diese so mit einer Mutter kontern, dass Du das passende Spiel erhältst. Mit 4 Schrauben ist das aber nicht getan, sonst wird die punktuelle Belastung des Brunnenrohres zu gross. Zu klein sollte der Durchmesser der Schrauben auch nicht sein.

    Ist bestimmt nicht fachgerecht, aber immer noch besser als ein wackelndes Brunnenrohr mit hoher Auflast. Trotzdem: auf eigene Gefahr!

    Gruss

    kg49

  • Hallo casatrente

    Da ich nicht weiss, wie HAndwerklich du bist hätte ich da noch zwei vorschläge, wie du das Rohr stabelisieren kannst! Erstens du nimst dir vier Kanthölzer! Machst immer zwei zusammen und in der mitte ne Aussparung so das du das erste unten am Bohrrorh vestklemen kanst. Beim zweiten machste die Aussparung so groß, das das Brunnenrohr durch geht. Nun machste das zweite am ersten fets und schon ist das Bohrror stabelisirt. Die zweite Möglichkeit ist das ganze aus Eisen zu machen.

    Zum Problem mit dem Gewicht kann ich dir auch en trick sagen! Ich benutze zwei Kettenzüge . Zwei Erdanker eingedreht Joch oben mit zwei Einhängeöhsen ans Rohr und schon kannst du druck ausüben.

    Bohrbrunnen 17 meter bei 10 meter Wasser. Pumpe DAB 30/50 Tiefenbrunnrnpumpr mit 6m3 leistung. Weitere Brunnen DN 300 mit 60m3 leistung. Pumpe Grundfos Wasserknecht.

  • KAUF EINER TIEFBRUNNENPUMPE STEHT NUN AN



    Hallo, ich wollte kein neues Thema eröffnen. Wenn die Anfrage nicht hier reinpasst, dann bitte verschieben oder es mir sagen, dann mache ich das.


    Mein Bohrloch ist seit wenigen Wochen fertig geplunscht und 10 meter DN115 Rohr (3 meter Filterstrecke und 7 meter Vollrohr) eingetuft. War harte Arbeit wegen einzelnen Steinen, aber ich bin damit fertig.


    Nun kommt der Schritt des Klarspülen und der daraus resultierende Erwerb einen Tiefbrunnenpumpe. Dafür benötige ich eine kleine Beratung wegen der Eckdaten.

    Ich habe die Modelle von Grundfos ins Auge gefasst, da ich von der Produkten überzeugt bin. Wobei ich mit den Modellbezeichnungen (SQ1, SQ2 usw.) nicht klar komme.

    Ich plane 4-5 Wasserentnahmestellen (Wasserhahn und Gartenbewässerung). Die Schlauchstrecke ist ca. 40 meter. Wieviel bar sollte die Pumpe leisten können? Wie hoch sollte die Fördermenge mindstens sein? Bei DN115 kann ich doch eine 4" Pumpe nehmen? Das Brunnenrohr ist senkrecht ohne Kurven und Knicke.


    Kann ich mit dieser Tiefbrunnenpumpe klar spülen oder muss ich Angst vor dem Sand haben, der die Pumpe verunreinigen könnte?


    Danke für eure Antworten und Fragen ;-)

  • Leider kann von deinen Fragen nur eine beantwortet werden:

    Bei DN115 kann ich doch eine 4" Pumpe nehmen?

    Aber sicher.

    Wobei ich mit den Modellbezeichnungen (SQ1, SQ2 usw.) nicht klar komme.

    Das sind aber alles 3" Pumpen. Alle Eigenschaften einer Pumpe verrät Dir die Pumpenkennlinie, die von Grundfos immer angegeben wird.

    Zur Interpretation der Pumpenkennlinie benutze mal die Suchfunktion. Dazu wurden schon "Romane" geschrieben.

    Ich plane 4-5 Wasserentnahmestellen (Wasserhahn und Gartenbewässerung). Die Schlauchstrecke ist ca. 40 meter. Wieviel bar sollte die Pumpe leisten können? Wie hoch sollte die Fördermenge mindstens sein?

    Die Förderleistung einer Pumpe wird in m³/h oder L/min angegeben, nicht in Anzahl der Wasserentnahmestellen.

    Du musst selbst berechnen, wieviel Wasser die Pumpe fördern soll und wie hoch der Druckbedarf ist. Dieser richtet sich nach der Wassertiefe sowie Länge und Querschnitt der Leitung. Mit der Länge allein kann man nichts anfangen.

    Kann ich mit dieser Tiefbrunnenpumpe klar spülen oder muss ich Angst vor dem Sand haben, der die Pumpe verunreinigen könnte?

    Das richtet sich nach der Menge und Körnung des eingespülten Sandes. Geringe Mengen verkraftet jede Tiefbrunnenpumpe mehr oder weniger, muss viel Sand ausgespült werden, kann es zu einem deutlichen Verschleiss kommen.

    Dann sollte man dafür eine Billigpumpe kaufen, bevor man ein teures Produkt beschädigt.

    Gruss

    kg49