Erfahrungen Grundfos SQ-Pumpe

  • Hallo,


    mit Pausen von mindestens 30 Sekunden funktioniert die Pumpe. Also Einstecken, warten (20 Sekunden), Ausstecken, Warten (30 Sekunden), Einstecken.


    Das Problem ist dann aber, dass der PM1 auf Fehler gehen wird, da das Ganze mehr als eine Minute dauert.


    Ich finde es auch etwas ... schade ... dass eine neue Pumpe schon rumzickt. Am Liebsten würde ich das Teil dem Händler wieder hinlegen/schmeissen. Grrr.


    Sorry, gerade etwas frustriert.

    Mal die Pumpe für Testzwecke ohne Druckschalter in Betrieb nehmen.

    Wenn Pumpe nicht anläuft, Stecker ziehen und wieder einstecken. Das Zeitintervall der Pausen zwischen dem Wiedereinsteckens variieren, von relativ kurz (einige Sekunden) bis lang (mehrere Min)

    Wenn Pumpe dadurch immer gestartet werden kann, könnte man dieses impulsförmige Einschalten elektronisch realisieren und die Pumpe dadurch vor der Entsorgung bewahren.

  • Mal versuchen, die Einsteckzeit zu verkürzen. Es müsste auch mit 10 Sek. gehen.

    Aber egal. Die Zeitintervalle dürften sich in Zukunft noch verändern.

    Vorschlag:

    PM1 rausschmeissen, in der Bucht verkaufen, Ausdehnungsgefäss mit mechanischem Druckschalter nehmen. Elektronische Steuerung selbst bauen oder mit einer ODER-Schaltung mit Hilfe eines NE555 in den PM12 integrieren.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

    The post was edited 1 time, last by kg49 ().

  • Hallo und vielen Dank für Deine Hilfe.


    Leider bin ich jetzt echt lost :-)


    Warum soll der PM1 raus? Der macht aus meiner Sicht ja alles richtig: Druck fällt ab, Pumpe an, Pumpe pumpt nicht, also Fehler um ggf. die Pumpe zu schützen (Trockenlauf etc.)


    Klar kann ich eine Schaltung bauen, die so einen Schutz ignoriert.


    Eigentlich zickt doch die Pumpe rum.


    Sorry, wenn ich da hinterfrage, aber für mich ist es nicht logisch, ein nicht/schlecht funktionierendes Teil zu behalten und das funktionierende raus zu hauen.


    Momentan neige ich dazu, die Grundfos Pumpe wieder zurück zu geben und eine dumme Pumpe einzubauen, die vom PM1 kontrolliert wird.


    Vielen Dank


    PS: Bitte nicht böse sein, ich will das alles auch verstehen.

  • Momentan neige ich dazu, die Grundfos Pumpe wieder zurück zu geben

    Selbstverständlich, mir war nicht bekannt, dass die Pumpe noch unter die Gewährleistung fällt. In diesem Fall hätten wir uns das ganze sparen können.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Tja, Grundfos scheint auch nicht mehr das zu sein, was es mal war.

    Danke für die Rückmeldung.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Wenn Du den Anschluss abschneidest und Dir ein 4 adriges Unterwasserkabel passender Länge besorgst, dann kannst Du beide Kabel mit einer Giessmuffe verbinden. Diese gibt es fertig konfektioniert preiswert zu kaufen. Darüber dann noch ein Schrumpfschlauch mit Schmelzkleber und die Verbindung hält bombenfest.

    Dazu brauchst Du noch einen 3phasigen Motorschutzschalter sowie einen 3 phasigen FI, alles für kleines Geld in der Bucht erhältlich.

    Rechne mal das Kabel mit 4 - 5 €/m, dann wirst Du sehen, dass Du mit 100 - 150€ für das Zubehör auskommst,


    Mahlzeit kg49

    ich bin ein Neuling was Brunnenpumpen angeht und benötige hilfe.


    Situation: Neubau -> Brunnenbohrung wurde bereits gemacht ca. 27m tief.

    Grundwass ab 17m tiefe.

    Verwendungszweck: Gartenbewässerung und ein WC. gern mit einer automatischen einschaltung bei druckverlust.



    Soweit ich mich eingelesen habe ist die SP serie ganz gut.



    Ich könnte eine neue Grundfos SP8A-7 Pumpe günstiger erwerben und würde gerne wissen, ob ich die für meinen zweck nutzen kann?



    Würde mich freuen wenn Ihr mir Zeitnah helfen könntet



    vielen DAnk im Vorraus


    Gruß Arthur

  • Da musst Du auf die Pumpenkennlinie schaun, ob sie Deinen Anforderungen, die Du leider nicht geschildert hast, entspricht.

    Zu den Anforderungen:

    Bei einer Pumpe ist der Druck und die Fördermenge im Arbeitspunkt entscheidend. Ohne diese zwei Werte kann man keine Pumpe optimal auswählen.

    Da immer wieder danach gefragt wird, obwohl bestimmt schon zig Mal hier im Forum erklärt, auf ein Neues:


    Pumpenstärke

    Wählt man ohne nähere Kenntnisse oder mit einer schlechten Beratung eine Pumpe aus, so gibt es für deren Stärke drei Möglichkeiten:

    Zu stark,

    zu schwach,

    zufällig genau richtig.

    Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen und um eine optimale Auswahl treffen zu können, muss man zwei Werte bestimmen:

    1. Die maximale Wassermenge, die die Pumpe pro Zeiteinheit liefern soll

    2. Den erforderlichen Wasserdruck, der am Pumpenausgang bei der unter (1.) bestimmten Wassermenge anliegen muss.

    Am einfachsten ist dabei die Bestimmung der Wassermenge.

    Jeder renommierte Sprinklerhersteller gibt den Druck und die Wassermenge an, die für die Beregnung einer Fläche erforderlich ist. Bei unbekannten Verbrauchern kann man die Wassermenge mit Hilfe des Hausnetzes und einem Durchflussmesser (Wasseruhr) bestimmen oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (Eimerfüllmethode). Allerdings ist die Anschaffung einer Wasseruhr sowieso auch für später sehr nützlich.

    Unter Beachtung des Gleichzeitigkeitsfaktors erhält man nun eine bestimmte Wassermenge, z.B. 1800 L/h bzw. 1,8 m³/h.

    Die Bestimmung des erforderlichen Pumpendrucks ist etwas aufwändiger. Hier müssen drei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

    1. Druckverluste durch Höhenunterschiede

    2. Druckverluste durch Wasserströmung

    3. Betriebsdruck des Gerätes

    Die Druckverluste durch Höhenunterschiede bestimmt man durch den Höhenunterschied zwischen Grundwasserspiegel und dem höchsten Wasserentnahmepunkt (Die Tiefe, in der eine Tiefbrunnenpumpe hängt, spielt keine Rolle!).

    Beispiel: Grundwasserspiegel im Betrieb bei – 8m, höchster Entnahmepunkt + 13m, bezogen auf die Höhe des Brunnenkopfes bzw. dem Standort einer Saugpumpe. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von 21m, was einem Druckverlust von 2,1 Bar entspricht.

    Druckverluste durch Wasserströmung bestimmen sich aus dem Querschnitt und Länge des Steig- (Ansaug-) rohres der Pumpe sowie aus Querschnitt und Länge der Verteilerleitungen.

    Die Berechnung ist so komplex, dass man diese nicht selbst durchführt, sondern auf Tabellen oder Berechnungprogramme zurückgreift. Z.B. www.druckverlust.de/onlinerechner .

    Hierbei muss nur beachtet werden, dass grundsätzlich der Innendurchmesser des Rohres eingegeben werden muss. Gerade bei PE Rohren führt das immer wieder zu Missverständnissen. PE 40 hat halt 32mm Innendurchmesser.

    Hat man Leitungen mit verschiedenen Durchmessern, so müssen diese einzeln berechnet und die Einzeldruckverluste am Schluss addiert werden.

    Zu den Druckverlusten der Leitungen kommen dann noch Druckverluste von Rückflussventilen, Wasseruhr, Filter, Presscontrol, Schieber, Hähne etc. hinzu. Hier kommt es auf Anzahl und Querschnitt an. Meistens kommt man mit einer Pauschalannahme von 0,5 – 1,5 Bar aus.

    Der Betriebsdruck des Gerätes (Sprenger etc.) steht im Datenblatt oder kann beim Hersteller angefragt werden.

    Diese Drücke von der Höhendifferenz, dem Strömungswiderstand und dem Betriebsdruck des angeschlossenen Gerätes werden addiert, z. B. erhält man 5,7 Bar.

    Kürzt man

    den Druck der Höhendifferenz mit PH

    den Druck des Strömungswiderstandes mit PS

    den Betriebsdruck eines Gerätes mit PB

    und den Druck des Arbeitspunktes mit PA

    ab, so gilt folgender einfacher Zusammenhang:

    PH + Ps + PB = PA

    Mit der im Beispiel angenommenen max. erforderlichen Wassermenge von 1,8m³/h erhält man jetzt den Arbeitspunkt der gesuchten Pumpe: 5,7 Bar / 1800L.

    Für diesen berechneten Arbeitspunkt ist jede Pumpe geeignet, deren Pumpenkennlinie genau durch diesen Punkt läuft.

    Man muss also bei Pumpen, die man aussuchen oder vergleichen will, die Pumpenkennlinien anschauen, ob sie (in etwa) durch diesen Punkt laufen.

    Oft geben Pumpenhersteller bei ihren Pumpenkennlinien einen Bereich an, in dem die Pumpe einen guten Wirkungsgrad hat. Dieser Bereich wird häufig durch zwei senkrechte Striche in der Pumpenkennlinie gekennzeichnet. Man sollte Pumpen bevorzugen, bei denen der berechnete Arbeitspunkt innerhalb dieses Bereiches liegt.

    Zuletzt darf man nicht vergessen sicherzustellen, dass der Brunnen überhaupt in der Lage ist, die berechnete Wassermenge zu liefern.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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