Gardena Classic 3000/4 eco Hauswasserwerk zu schwach im Gegensatz zum Gardena 5000/5 LCD Hauswasserautomaten?

  • Guten Abend,


    da wir gerade ein Toilettenhäuschen mit Spülkasten, Waschbecken und Außenanschluss für die Gartenbewässerung bauen kauften wir uns am Wochenende das Gardena Classic 3000/4 eco Hauswasserwerk.


    Laut Verkäufer sollte es ausreichen zum Abwaschen/Händewaschen, Duschen und auch für die Gartenbewässerung.


    Neben dem Toilettenhäuschen sind wir auch gerade dabei, einen Brunnen zu bauen, bei dem es leider auch Probleme gibt (dazu später mehr in einem anderen Thread).


    Zufälliger Weise ging in unserer Gartenlaube jetzt unser Gardena 5000/5 LCD Hauswasserautomat kaputt und somit mussten wir vorübergehend erstmal das gerade gekaufte Hauswasserwerk dort anschließen, damit wir Wasser zum Abwaschen und zur Gartenbewässerung haben.


    Nun das komische:


    Sowohl aus dem Wasserhahn zum Abwaschen als auch am Außenanschluss zur Gartenbewässerung kommt das Wasser in einem viel schwächeren Druck an als mit dem Hauswasserautomaten. Klar, das Hauswasserwerk hat nicht die Leistung des Hauswasserautomaten aber trotzdem sollte es doch wenigstens genug Druck erzeugen können um einen Wasserhahn auszulasten, oder? Gefühlt und auch optisch kommt einfach viel zu wenig Druck an. Ist das Hauswasserwerk einfach zu schwach oder haben wir vielleicht falsche Vorstellungen?


    Hier die technischen Daten:


    ALTER, DEFEKTER Hauswasserautomat:


    Comfort Hauswasserautomat 5000/5 LCD

    Motorleistung: 1300 W Max. Fördermenge: 4500 l/h Max. Druck: 5.2 bar Max. Selbstansaughöhe: 8 m



    NEUES Hauswasserwerk:


    Classic Hauswasserwerk 3000/4 eco

    Motorleistung: 650 W Max. Fördermenge: 2800 l/h Max. Druck: 4 bar Max. Selbstansaughöhe: 8 m


    Klar sprechen die technischen Daten eine klare Sprache aber trotz allem sollte doch das Hauswasserwerk es schaffen, einen Wasserhahn mit ausreichend Druck zu versorgen.


    Um einen Fehler am Brunnen auszuschließen haben wir eine Kindermuschel mit Wasser gefüllt und dort einen Schlauch zum Ansaugen direkt reingehalten. An der wenigen Wasseraustrittsmenge am Wasserhahn änderte sich leider gar nichts.


    Hat noch jemand eine Idee?


    Vielen lieben Dank!

  • An der wenigen Wasseraustrittsmenge am Wasserhahn änderte sich leider gar nichts.

    Das liegt halt daran, dass bei so Spielzeugen wie die Gardena Hauswasserwerke keine Pumpenkennlinie angegeben wird und die Verkäufer in den Baumärkten (die Kunden sowieso) überhaupt nicht wissen, was eine Pumpenkennlinie ist und welche Bedeutung diese bei der Beurteilung einer Pumpe hat.

    Die angegebenen Werte 4Bar, 2800L/h sind die Grenzwerte dieser Pumpenkennlinie, entsprechen also in keinster Weise den Daten im praktischen Betrieb.

    Zur Beurteilung eines Betriebspunktes einer Pumpe müsstest Du den Fliessdruck angeben sowie die genaue Wassermenge in L/h.

    Alles andere ist Dampfplauderei.


    Du kannst natürlich auch den Ausfluss der Pumpe mal in einen Eimer halten. Treten Luftblasen aus, ist der Ansaugweg undicht. Stellen für mögliche Undichtigkeiten gibt es zur Genüge. Das wäre eine physikalische Erklärung für eine geringe Fördermenge einer Saugpumpe.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Hey kg49,


    auch hier nochmals vielen Dank für Deine schnelle Antwort! :thumbup:


    Undichtigkeiten schließe ich aus. Der Ansaugschlauch beim Test in der wassergefüllten Kindermuschel ist transparent. Man konnte schön sehen, dass irgendwann kein bisschen Luft mehr im Schlauch vorhanden war.

    Und da wir die Pumpe ja auch am Brunnenschlauch betrieben und dieselben schlechten Ergebnisse erzielt haben gehe ich mal davon aus, dass nicht beide verschiedenen Ansaugwege Luft gezogen haben. Der Brunnen und die damit verbundenen Ansaugleitungen verrichten schon seit vielen Jahren ihre Dienste. Zueltzt eben am Hauswasserautomaten bis dieser kaputt war und dort war die Leistung extrem gut.


    Der Hauswasserautomat hatte ein LCD und der brachte im Schnitt 600 L/h.

    Das sollte das jetzige Hauswasserwerk doch auch schaffen, oder? Aller Übertreibungen durch den Hersteller hin oder her? Das wäre gerade einmal 1/4 der angeblichen Maximalleistung.


    Den Test mit dem Eimer werde ich aber trotzdem noch in Angriff nehmen!


    Vielen Dank erstmal, werde dann berichten!

  • Hallo Pumpi

    Nun wenn ich mir nur schon alleine die werte der beiden Pumpen anschaue sind das Welten! Die alte hat schonn die dobbelte Leistung wie die Neue! DA durch drückt sie auch mehr Wasser in die Leitung wo durch auch der Druck höher bleibt.

    Bohrbrunnen 17 meter bei 10 meter Wasser. Pumpe DAB 30/50 Tiefenbrunnrnpumpr mit 6m3 leistung. Weitere Brunnen DN 300 mit 60m3 leistung. Pumpe Grundfos Wasserknecht.

  • Hallo tomerb,


    das ist mir schon klar, schrieb ich ja auch oben.


    Aber wenn man liest, dass manche damit duschen, Hände waschen und Rasensprenger betreiben und das Teil 3 Bar haben soll (an einer normalen Hausleitung sollten, wie ich gelesen habe auch zwischen 1 - 3 Bar anliegen) dann kann mit unserer Pumpe irgendwas nicht stimmen. Wenn selbst schon der Wasserhahn zum Händewaschen nicht mal richtig Wasser liefert sondern nur leicht plätschert.


    Die Pumpe kommt bei Amazon im Schnitt ganz gut weg. Manche beklagen sich, dass nur 3 statt 4 Bar erreicht werden aber selbst 3 Bar sollten doch mehr als ausreichend sein, oder?


    Gruß

  • Nun wenn du bei dir im Haus nur 1-2Bar auf der Leitung hast, dann wohnst du in einem Hochaus ohne druckerhöhung oder du solltest dich mal bei deinem Versorger melden! Normaller Druck ist 3-4,5Bar. Wenn die neue Pumpe so wenig hergiebt, dann würde ich sie umtauschen den dann stiemt da etwas nicht .

    Bohrbrunnen 17 meter bei 10 meter Wasser. Pumpe DAB 30/50 Tiefenbrunnrnpumpr mit 6m3 leistung. Weitere Brunnen DN 300 mit 60m3 leistung. Pumpe Grundfos Wasserknecht.

  • Nun der gegendruck hat mit der Leistung der Pumpe nichts zu tun! Sie hat etwas mit dem Nutzen des speichers was zu tun. Wenn der nicht oky ist, springt die Pumpe sofort an wenn du Wasser entnimst.

    Bohrbrunnen 17 meter bei 10 meter Wasser. Pumpe DAB 30/50 Tiefenbrunnrnpumpr mit 6m3 leistung. Weitere Brunnen DN 300 mit 60m3 leistung. Pumpe Grundfos Wasserknecht.

  • Nachdem wir jetzt unsere alte Pumpe repariert hatten testete ich diese auch nochmal am Wasserhahn.

    Es kam zwar mehr Wasser aus dem Hahn aber für unseren Geschmack noch immer zu wenig.

    Da beide pumpen kein zufriedenstellendes Ergebnis liefern denke ich,dass der Fehler an einer zu dünnen bzw. sich durch Kalk zugesetzten Zuleitung zum Wasserhahn liegt.


    Da die alte Pumpe ein lcd hat konnte ich sehen,dass die Fördermenge bei 300 Litern / Stunde bei voll aufgedrehtem Wasserhahn liegt. Am Gartenschlauch liegen 500 Liter an.

    Drehe ich beides auf,fließen 800 durch.


    Sind 300 Liter durchlauf zu wenig?

    Und wieviel Liter sollte ein Standardgartenschlauch mit Pistolenaufsatz schaffen? Ich weiß jetzt gerade nicht,wieviel Zoll das sind.eben die kleinste Ausführung.

    Sind 500 Liter ok?

  • Da beide pumpen kein zufriedenstellendes Ergebnis liefern denke ich,dass der Fehler an einer zu dünnen bzw. sich durch Kalk zugesetzten Zuleitung zum Wasserhahn liegt.

    Das kann schon sein. Wenn Dich das Ganze nicht schlafen lässt, musst Du professionell an die Sache herangehen. Mess den Fliessdruck(!) am Anfang der Zuleitung nach der Pumpe und am Ende der Zuleitung vor dem Hahn. Aus der Druckdifferenz und der Länge der Leitung kannst Du Dir dann den effektiven Querschnitt der Leitung berechnen (lassen). Lassen bei Druckverluste.de

    Und wieviel Liter sollte ein Standardgartenschlauch mit Pistolenaufsatz schaffen?

    Das können über 1000L sein, wenn der Anfangsdruck gross genug ist, der Schlauch kurz genug ist und der Schlauch dem Druck standhält.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Ich habe jetzt gerade mal bei meinen Eltern am Wasserhahn gemessen (Wohnung).


    Ich bekomme 1 Liter zwischen 5-6 Sekunden raus. Habe einfach mal eine Meßschale voll gemacht.


    Das entspricht ca. 600 - 750 Liter Durchfluss pro Stunde.

    Der Druck ist schon ziemlich stark.


    Da die Pumpe ja 500 Liter / h am Gartenschlauch und 300 am Wasserhahn anzeigt und wenn ich beides anschalte 800 anzeigt sollte doch die Pumpe nicht das Problem sein,oder?


    Komischer weise liefert das neue kleine Hauswasserwerk eben nur deutlich weniger Wasser als der alte Hauswasserautomat.


    Der Automat schafft aber auch nur 300 Liter am Wasserhahn in der Laube durchzudrücken obwohl ja mit geöffnetem Gartenschlauch zusammen bis zu 800 Liter durchlaufen könnten.


    Verstehe das alles nicht.

    Der Automat schafft nur 300 obwohl er mehr könnte und das Wasserwerk schafft nicht mal die 300 (gefühlt die Hälfte).


    Da muss der Fehler doch am Wasserboiler liegen welcher in der Laube angeschlossen ist,oder?


    Den Fließdruck messe ich wie?

    Zeigt das der LCD Automat nicht auch an? Ist das der Druck in bar?

    Wenn ja,dann lese ich den mal ab.

  • mal ne dumme frage! was hälste den mal da von uns genau zu sagen, wie deinen gesamte Leitung mit allen aussieht so vom Brunnen bis zum Wasserhan! Das mit den beuler zum beispiel! Die können einen durschflußbegrenzer haben.

    Bohrbrunnen 17 meter bei 10 meter Wasser. Pumpe DAB 30/50 Tiefenbrunnrnpumpr mit 6m3 leistung. Weitere Brunnen DN 300 mit 60m3 leistung. Pumpe Grundfos Wasserknecht.

  • mal ne dumme frage! was hälste den mal da von uns genau zu sagen, wie deinen gesamte Leitung mit allen aussieht so vom Brunnen bis zum Wasserhan! Das mit den beuler zum beispiel! Die können einen durschflußbegrenzer haben.

    Ok, gute Idee. Komme jetzt aber an meine Grenzen, da ich nur aus dem Kopf sagen kann, wie was angeschlossen ist. Das hatte damals alles ein Brunnenbauer bzw. Mein Vater angeschlossen. Komme erst am Wochenende wieder in den Garten.


    Wie gesagt, der Brunnen wurde vor ca. 10 Jahren von einem Brunnenbauer errichtet. Soweit ich weiß ist er 7 Meter tief. Angeschlossen ist ein PE Rohr. Aus dem Kopf tippe ich jetzt mal auf 1 Zoll Durchmesser. Rückschlagventil ist im Brunnen unten.

    Dieses PE Rohr geht vom Brunnen aus über einen Weg von 8 Metern an der Oberfläche und einer Steigung auf dem gesamten Weg von etwa einem Meter in die Laube an einen spiralschlauch und dann an den Hauswasserautomaten.


    Soviel zur Ansaugseite.


    Auf der Druckseite ist Spiralschlauch angeschlossen. Dieser geht an einen PE Schlauch von glaube auch 1 Zoll ( werde das nochmal genau nachmessen). Von da aus wird die Druckleitung zweigeteilt.

    Die eine Seite bleibt gleich dick und geht zur Gartenschlauchtrommel.Dort gibt es dann eine Durchmesserreduzierung auf die Größe des Gartenschlauches (1/2 Zoll).

    Die andere Seite verjüngt sich auf ein 1/2 Zoll PE Rohr. Dieses geht dann 2 Meter bis zum Boiler. Und ab hier muss ich passen. Ich weiß nur, dass das teil über 10 Jahre alt ist.

    Weitere Daten über Anschlussleitungen und Typ des Boilers muss ich dann am Wochenende schauen.


    Aber Durchflussbegrenzer hin oder her. Wenn das neue Hauswasserwerk nicht mal einen Wasserhahn ausreichend zum fließen bringt, der alte Hauswasserautomat schon dann ist das komisch. Denn das Hauswasserwerk bringt am Gartenschlauch genug Leistung.

    Finde das alles kurios irgendwie.

Brunnen selber bauen