Neues Haus neuer Brunnen

  • 6 Jahre nach meinem ersten Brunnen starte ich jetzt mit einem neuen Versuch :-)


    Diesmal habe ich aber eine komplett andere Bodenbeschaffenheit. Vorteil ist aber, dass schon bei 1m GW steht.


    Bin mir aber unsicher, wie ich da am besten vorgehen soll. Mit Bohren werde ich ja durch den Sand nicht weit kommen.... Sollte ich bis zum Geschiebelehm mir einem Arbeitsrohr arbeiten?


    Kann ich bei der Bodenbeschafefnheit 0,3mm Schlitzstärke verwenden?

  • Hallo

    Nun bei dem Boden würde ich en Bohrrohr vortreiben und das Brunnenrohr mit einem Sandklebefielter versehen.

    Bohrbrunnen 17 meter bei 10 meter Wasser. Pumpe DAB 30/50 Tiefenbrunnrnpumpr mit 6m3 leistung. Weitere Brunnen DN 300 mit 60m3 leistung. Pumpe Grundfos Wasserknecht.

  • wie tief sollte ich das Bohrrohr bringen? Durch den Lehm?


    Also lieber Gewebefilter statt geschlitze Brunnenrohre?



    Es soll wieder ein 125er Brunnenrohr verwendet werden. Wie tief? Ich werde die 10m anpeilen mit 3m Filterstrecke.

  • Ich werde die 10m anpeilen mit 3m Filterstrecke.

    Das ist erst einmal ein vernünftiger Ansatz.

    Also lieber Gewebefilter statt geschlitze Brunnenrohre?

    Nein, beides. Geschlitzte Bunnenrohre, die mit Gewebe umgeben sind.

    Oder die Königslösung: Kiesklebefilter, gut aber teuer.


    Abschliessende Fragen: Wie gross im Durchmesser soll denn das Arbeitsrohr sein?

    Was willst Du als Arbeitsrohr nehmen? Blaues Brunnenrohr?

    Gruss

    kg49

  • Es scheint eine Mischung aus Fein- und Mittelsand zu sein

    Richtig, das sieht ganz vernünftig aus.

    Wenn Du den Feinsand durch moderates Abpumpen im Bereich Deiner Filter absaugst, sodass der Mittelsand sich als Schicht um den Filter ablagert, kann das ein ganz guter Brunnen werden.

    Mit 0,3mm Schlitzweite machst Du nichts verkehrt. Bei 3m Filterstrecke solltest Du problemlos 2 m³ fördern können, ohne dass es zu Überlastungserscheinungen kommt.

    Gruss

    kg49

  • Was heißt "moderates Abpumpen" ?

    Ein Brunnen wird klargepumpt, in dem man nicht sofort die volle Leistung abfordert, sondern die Wassermenge allmählich steigert. Auc ein getaktetes Pumpen, z.B. 5 min Last, dann Pause, ist möglich.

    Es kommt darauf an, die feinen Sandanteile langsam aus der Bodenschicht herauszuspülen, damit sich diese nicht verdichtet.

    Genaueres kann man nicht beschreiben, es kommt darauf an, was an Feinsand beim Klarpumpen gefördert wird.

    Einfach ausprobieren und nicht übertreiben.

    Merke: Pumpen werden immer druckseitig gedrosselt, nie auf der Saugseite.

    Gruss

    kg49

  • nachdem gestern die Brunnenrohre geliefert wurden, ging es gleich ans Werk und die ersten 5m wurden im Boden versenkt. Ich hoffe es geht so rasant weiter, dann wird schon dieses WE das Ziel von 10m erreicht :-)


    Muss eigentlich der Quellton vor dem Klarpumpen rein oder sollte man erstmal ohne testen, ob die Wassermenge auch ausreichend ist?

  • Muss eigentlich der Quellton vor dem Klarpumpen rein oder sollte man erstmal ohne testen, ob die Wassermenge auch ausreichend ist?

    Wie so oft im Leben, es kommt darauf an.

    Bei einem normalen Brunnenbau mit Arbeitsrohren wprde ja das Brunnenrohr verschlossen abgesenkt. Dann erfolgt das Klarpumpen.

    Analog dazu sollte man die Tonpellets vor dem klarpumpen versenken.


    Nun bin ich kein Freund von dogmatischen Ideologien.

    Wenn der Filter in einer gut leitenden Bodenschicht sitzt und schon beim Plunschen kein Sand unten nachgeströmt ist, würde ich einfach mal so pumpen und schauen, wie sich der Brunnen verhält.

    Sollte sofort Sand eingespült werden, muss man natürlich den Boden verschliessen, aber das kann man ja durch Nachmessen der Tiefe problemlos feststellen.


    Es gibt Brunnen, die mussten überhaupt nicht unten verschlossen werden.

    Gruss

    kg49

  • Am Wochenende war mal wieder Zeit, um den Brunnen etwas voran zu bringen. Es dauerte auch nicht allzu lange dann waren wieder 2m mit Hilfe der Kiespumpe abgesenkt. Sind jetzt 7m. Allerdings ging es dann nicht mehr weiter, abwohl die Kiespumpe immer Material enthielt und genug Gewicht auf den Rohren lag.


    Allerdings war ich sehr erstaunt, als ich mit einem Lot die Tiefe geprüft habe. Es waren nur 5,40m. Wie kann es sein, dass soviel Material noch im Rohr ist? oder mache ich was falsch? Es ist auch kein Feinsand, der durch die Schlitze kommen könnte.

  • 1,60m Sand im Rohr ist recht ordentlich.

    Damit mal alle Daten zusammengefasst auf einmal zur Verfügung stehen, schreib mal folgendes auf:

    Kiespumpe oder Plunscher?

    Durchmesser der Kiespumpe bzw. des Plunschers

    Durchmesser des blauen Brunnenrohrs

    Länge des Sumpfrohres

    Länge der Filterrohre

    Grösse der Schlitze des Filterrohres

    Gewicht der Auflast

    Foto des aktuellen gestreuselten Bohrmaterials auf mm-Papier

    Gruss

    kg49

  • - Kiespumpe 108er

    1,60 m Sand im Rohr, das ist leider normal - abhängig von der Beschaffenheit des Bodens. Es hat wohl auch etwas mit der KP zu tun. Die erzeugt unter Wasser einen derartigen Unterdruck, dass ständig neuer Sand angesaugt wird. In der Praxis wird es deshalb kaum möglich sein, ein Sumpfrohr leer zu plunschen - immer abhängig vom Boden. Es hilft eventuell, die KP als Plunscher zu benutzen. Dazu ist der Kolben zu entfernen und ein stabiler Haken anzubringen. Ein Plunscher ist bei weitem nicht so wirkungsvoll wie eine KP unter Wasser.


    Viel Erfolg und Gruß

    Bohrbrunnen1 DN 100, 9m, 30cm Sumpfrohr, 2m Filterrohr SW 0,3, 7m Vollrohr; GW bei ca. 5m; HWW 1100 W mit Vorfilter und Druckschalter mechanisch
    Bohrbrunnen2 DN 100, 15m, 1m Sumpfrohr, 4m Filterrohr SW 0,3, 10m Vollrohr; GW bei ca. 5m; HWA 1400W mit Vorfilter und elektronischer Regelung

  • Wir haben also die Situation, dass Du in einer 6m Wassersäule bohrst.

    Deine Kiespumpe ist an das Brunnenrohr angepasst, also hast Du nur wenig Luft zwischen Pumpe und Rohr.

    Sobald Du die Pumpe hochziehst, wirkt dies wie ein Kolben, der durch das wasser gezogen wird. Die erzeugt einen mächtigen Unterdruck bzw. Sog, der den Sand in das Rohr hineinzieht.

    Was ist zu tun?

    Idealerweise mit einer dünneren Kiespumpe (so 90 - 95mm) arbeiten, nach dem Pumpvorgang diese langsam heraufziehen und bei Bedarf noch zusätzlich Wasser in das Rohr geben, damit der innere Wasserspiegel über dem äusseren liegt. Dadurch ergibt sich ein (kleiner) Gegendruck, der ebenfalls Sandeinspülungen verringern kann.

    Gruss

    kg49

  • und wenn ich jetzt so weitermache, bis ich die 10m bzw. 11m erreicht habe und dann das Brunnenrohr 1m wieder nach ober ziehe? eventuell bekomme ich vorher durch vorsichtiges ziehen noch den Sandbereich im Rohr auf ca 1m abgesenkt. Oder wird es nicht funktionieren?